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der feudalismus lebt in den unternehmen weiter

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  1. Re: der feudalismus lebt in den unternehmen weiter

    Autor: pylaner 15.10.16 - 02:54

    Mixermachine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Korschan
    > Wie groß ist dein Arbeitgeber?

    1,82m, vielleicht 1,83m, ich sehe ihn nicht so oft.

  2. Re: der feudalismus lebt in den unternehmen weiter

    Autor: Anonymer Nutzer 15.10.16 - 14:26

    Einer der zahlreichen Unterschiede zwischen Feudalismus und freier Marktwirtschaft ist: Herren werden im Feudalismus als Herren geboren, Diener als Diener. Herren sterben als Herren, Diener als Diener.

    Jeder kann sich bei uns selbstständig machen (und ich muss jetzt nicht erst von Bill Gates Garagenfirma anfangen um das zu untermauern, es gibt zigtausende Kleinunternehmer die es mit eigener Hände Arbeit zu etwas bringen.

    Keiner hindert dich daran.

  3. Du kannst machen was du willst

    Autor: DrWatson 15.10.16 - 20:49

    bjs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vergleicht man das system aus dem mittelalter mit den heutigen
    > unternehmensstrukturen, wird man schnell erkennen, dass es keinen
    > unterschied gibt.

    Sorry, aber das ist sowas von dumm und polemisch.

    Wenn du eine Arbeitsstelle annimmst, dann gehen BEIDE, nämlich arbeitgeber und arbeitnehmer FREIWILLIG einen Vertrag miteinander ein, der die Rechten und Pflichten beider seiten regelt. Jede seite darf verhandeln, forderungen stellen und bei nichtgefallen kündigen, wobei der Arbeitgeber was das angeht WENIGER Rechte hat.

    Alternativ darfst du selbst ein Unternehmen gründen und bist dann völlig frei von irgendeinem Arbeitgeber. Dann trägst du aber auch die VOLLE Verantwortung für alles was du tust und wenn du Pech hast, dann verdienst du über Monate gar nichts oder machst Verlust.

    Wer das dann für Feudalismus hält, lebt für mich in einem Paralleluniversum.

  4. Re: der feudalismus lebt in den unternehmen weiter

    Autor: DrWatson 15.10.16 - 21:20

    Dann weißt du ja, woher der Spruch "Der Kunde ist König" kommt.

  5. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: Moe479 15.10.16 - 23:25

    ich erkenne durchaus unterschiede an, aber geht ein abeitnehmer seine anstellung wirklich in jedem fall freiwillig ein oder nur weil er nicht sterben will? ist das schon freiwilligkeit für dich?

    feudalismus ist übrigens eine art der verteilung von beanspruchtem besitzt, an lehens(leiens-)herren die dem könig die treue dafür schwören, das hat das gemeine volk ersteinmal weniger berührt als man denkt, bzw. ggf. hatten sie endlich sogar jemanden den sie kannten, jemanden der sie kannte, oder zur erfüllung seiner ihm aufertragenen pflicht kennen lernen wollte, sofern der könig so clever war.
    bauern, handwerker und knechte waren nach wie vor leibeigene/sklaven des jeweiligen des herrschers, vertreten durch seinen lehensherren.

    feudalismus war lediglich eine verwalungsform des königstums, ein fortsetzung dessen von dem der macht dazu hatte.

  6. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: DrWatson 16.10.16 - 00:08

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich erkenne durchaus unterschiede an, aber geht ein abeitnehmer seine
    > anstellung wirklich in jedem fall freiwillig ein oder nur weil er nicht
    > sterben will?

    Wer stirbt denn in Deutschland?

    Wenn man kein ALG will, kann man sich ja immernoch selbstständig machen und dann ist man der Chef im Laden.

    > ist das schon freiwilligkeit für dich?

    Ganz klares Ja! Mehr Freiheit geht doch gar nicht. Ich bin da auf der Seite von Richard Stallman: "free as in free speech, not as in free beer"

    > bauern, handwerker und knechte waren nach wie vor leibeigene/sklaven des
    > jeweiligen des herrschers, vertreten durch seinen lehensherren.

    Genau deshalb verstehe ich nicht wie du das meinst. Du gehörst deinem Arbeitgeber ja nicht. Ihr habt einfach nur einen Vertrag gemacht, dass du Kram erledigst und Geld dafür bekommst. Wenn du keinen Bock mehr hast, kannst du Kündigen und dir anders dein Geld verdienen.

  7. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: Trockenobst 16.10.16 - 02:30

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sterben will? ist das schon freiwilligkeit für dich?

    Ich kenne ein Pärchen, die arbeiten mit behinderten Kindern. Ich kenne eine Frau, die ist Künstlerin und hat 10h Tage die Woche, mit zwei kleinen Kindern als Alleinerziehende ohne Unterhalt. Ein alter Bekannter arbeitet 80% des Jahres auf Kreuzfahrtschiffen als Animator. Die bekommen alle ziemlich shit Geld für den Job den sie absolut mögen und machen wollen. Hungern muss da niemand von denen.

    Es wird immer Totalverweigerer geben, das muss eine Gesellschaft aushalten. Wer sich selbst "als Menschlich wertlos" sieht, dass er in den stark nachgefragten Jobs wie Busfahrer, Altenpflege oder Logistik nichts reißen will, soll auch wegbleiben. Psychologisch labile Menschen sollten in Therapie, nicht mit ihrer Unlust andere nerven.

    Solange es keine staatlichen Fabriken mit 100% Androiden gibt, die aus Weltraumstaub essen transformieren, muss einer bei Regen raus und den Apfel ernten. Und genau dieses Problem, dieses Arrogante, ist der Grund warum es nie eine Revolution geben wird. Weil die selben Leute die den anderen beim Arbeiten zu schauen (diese totalen Dummköpfe!!!), schauen den anderen auch beim Sterben zu, wenn die Mistgabeln gegen Gewehre nichts ausrichten können.

  8. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: throgh 16.10.16 - 15:03

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer stirbt denn in Deutschland?
    >
    > Wenn man kein ALG will, kann man sich ja immernoch selbstständig machen und
    > dann ist man der Chef im Laden.

    Ah okay, also kann ein Mensch mit Hartz-4 sich einmal eben selbstständig machen und sich auch aus diesem unmenschlichen System befreien, wenn ich deiner Logik korrekt folge. Oder habe ich dich da falsch verstanden? Nur so einfach funktioniert das Ganze nicht oder aber du hast das Ganze noch nicht am eigenen Leibe erfahren und redest von Erfahrungen auf der grünen Wiese. Ich kenne genügend Menschen, die sprichwörtlichst in diesem System gefangen sind und auch nicht so ohne Weiteres herauskommen: Nicht genug zum Leben, aber zum Sterben auch wieder zuviel.

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz klares Ja! Mehr Freiheit geht doch gar nicht. Ich bin da auf der Seite
    > von Richard Stallman: "free as in free speech, not as in free beer"

    Nett formuliert und gut gedacht: Aber hast du einmal betrachtet wohin dieses Konzept konkret führt? Aufstehen und etwas selbst machen: Eine schöne Vision, aber ist unsere Gesellschaft wirklich mental dazu in der Lage? Einfache Antwort: NEIN. Die meisten Menschen wollen das doch gar nicht und sind lieber direkt vorne mit dabei wenn es etwas "zu holen" gibt. Kernproblem ist und bleibt der Kapitalismus bei der ganzen Sache, egal wie wir uns drehen und wenden: Es gibt kein RICHTIGES Leben in einem FALSCHEN System!

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deshalb verstehe ich nicht wie du das meinst. Du gehörst deinem
    > Arbeitgeber ja nicht. Ihr habt einfach nur einen Vertrag gemacht, dass du
    > Kram erledigst und Geld dafür bekommst. Wenn du keinen Bock mehr hast,
    > kannst du Kündigen und dir anders dein Geld verdienen.

    Richtig und das Glücksspiel geht von vorne los: Vielleicht ist der nächste "Job" besser? Vielleicht noch schlimmer? Musste man umziehen? Flexibilität ist ja heutzutage direkt mit verlangt und eine Vorgabe. Ortsgebundenheit? Ganz schlecht oder aber man hat unglaubliche Fahrtzeiten. Auch hier sind Lücken in deiner Argumentation: Du lässt einfach außen vor, welche Randbedingungen und weitere Folgen das für den einzelnen Arbeitnehmer hat. Einfach "kündigen", nette Sache. Aber so einfach ist es dann doch nicht: Die nächsten Gehaltsverhandlungen können dann schnell doch wieder schlecht verlaufen und was dann? Am Besten ist es doch für die meisten Unternehmen einen nicht gebundenen Arbeitnehmer einzustellen, ohne Familie, ohne Freunde, einfach nur darauf aus das "Beste" für das Unternehmen zu machen und sich selbst nach neoliberalen Grundsätzen auszuplündern. Was das aber für gesellschaftliche Folgen nach sich zieht ist den Unternehmen und Konzernen so ziemlich egal und gleichgültig. Ein Leben FÜR die Wirtschaft ist doch das Beste, nicht wahr? ;-) So wird aber niemals eine Änderung stattfinden und die Menschen sind zu passiv, als dass sie erkennen die Möglichkeiten direkt griffbereit zu haben. Denn die Lösung und das Problem sind einfach wir Menschen selbst: Solange es immer die Gier nach Macht und Geld gibt, wird es immer wieder Systeme geben, die sich zwanghaft darauf konzentrieren das Maximum für eine erlesene Minderheit herausholen zu können. Du kannst dabei Glück haben und mit einer guten Geschäftsidee dann Teil davon zu werden, aber letztendlich heulst du dann nur MIT den Wölfen statt irgendetwas Anderes zu machen für mehr Miteinander. Du kannst aber auch riesiges Pech haben und unbewusst Jemandem etwas wegnehmen und schon ist deine Geschäftsidee mitsamt deinem Besitz nur noch eine Erinnerung und so leicht gründet man nicht am laufenden Band ein neues Unternehmen oder macht sich selbstständig in Deutschland, auch das lässt du bei deiner Argumentation einfach so in den Hintergrund fallen.

    Der Vergleich mit einem feudalen System ist angebracht denn es heißt nicht umsonst: Lohnsklaverei!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.16 15:09 durch throgh.

  9. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: DrWatson 16.10.16 - 15:38

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ah okay, also kann ein Mensch mit Hartz-4 sich einmal eben selbstständig
    > machen

    Jede dritte Existenzgründung erfolgt aus der Arbeitslosigkeit heraus.
    Aber eigentlich ging es mir hier um Leute, die mit ihrem aktuellen Job unzufrieden,
    wie der TE es angedeutet hat.

    > Nett formuliert und gut gedacht: Aber hast du einmal betrachtet wohin
    > dieses Konzept konkret führt? Aufstehen und etwas selbst machen: Eine
    > schöne Vision, aber ist unsere Gesellschaft wirklich mental dazu in der
    > Lage? Einfache Antwort: NEIN.

    Da bin ich anderer Meinung. Wenn es etwas gibt, dass Menschen davon abhält aus der
    Arbeitslosigkeit herauszukommen, dann der harte Übergang von Arbeitslosengeld zu "kein Arbeitslosengeld" wenn man etwas dazuverdient.

    > Kernproblem ist und bleibt der Kapitalismus bei der ganzen Sache, egal wie
    > wir uns drehen und wenden: Es gibt kein RICHTIGES Leben in einem FALSCHEN
    > System!

    Was ist denn das richtige System? Wo kann man sich das angucken?

    In Venezuela? In Kuba? In Norkorea?

    > Richtig und das Glücksspiel geht von vorne los: Vielleicht ist der nächste
    > "Job" besser? Vielleicht noch schlimmer? Musste man umziehen?

    So ist das wenn man für sich selbst Verantwortung trägt und freie Entscheidungen treffen darf. Jede Entschiedung ist mit Vor- und Nachteilen verbunden.

    Ich möchte lieber in einer Gesellschaft leben, in der man frei Entscheidungen treffen darf und mit den Konsequenzen lebt, als in einer Gesellschaft die wie ein Zoo ist, in dem einem von außen eine Banane reingereicht wird.

    > Denn die Lösung und das Problem
    > sind einfach wir Menschen selbst: Solange es immer die Gier nach Macht und
    > Geld gibt,

    Ich kenne niemanden, der nicht gierig ist. Vielleicht solltest du die Menschen so akzeptieren wie sie sind, andere gibt es nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.16 15:40 durch DrWatson.

  10. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: throgh 16.10.16 - 23:50

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jede dritte Existenzgründung erfolgt aus der Arbeitslosigkeit heraus.
    > Aber eigentlich ging es mir hier um Leute, die mit ihrem aktuellen Job
    > unzufrieden,
    > wie der TE es angedeutet hat.

    Und genau darum geht es auch in der Argumentation, ganz richtig. Der Vergleich mit einem feudalen System ist und bleibt angebracht!

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da bin ich anderer Meinung. Wenn es etwas gibt, dass Menschen davon abhält
    > aus der
    > Arbeitslosigkeit herauszukommen, dann der harte Übergang von
    > Arbeitslosengeld zu "kein Arbeitslosengeld" wenn man etwas dazuverdient.

    Betrachte doch einmal folgende Äußerung: Warum soll ich arbeiten gehen, wenn ich noch weniger verdiene und noch mehr investiere? Was stimmt daran wohl nicht? Ganz genau: Wie bereits gesagt ... zum Leben zu wenig und zum Sterben schon wieder zu viel. Und was erwartet dann im Alter? Noch mehr Arbeit, weil die Rente nicht reicht und man selbst nicht zu Ruhe kommen kann. Du sprichst es doch direkt an: Die Regularien sind dermaßen intransparent und teils auch willkürlich, wohin soll das genau führen? Die Unzufriedenheit treibt die Menschen in die Arme von Demagogen und diese erfreuen sich wirklich großer Beliebtheit. Einfache Lösungen für komplexe Problemstellungen kann es nicht geben und wird es auch nicht! Aber die Menschen sind dermaßen verzweifelt, dass sie das schon längst nicht mehr hören oder sehen. Neoliberales Einerlei wird sie dann nicht eines "Besseren" belehren denn das ist mit ein Grund für die Probleme!

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist denn das richtige System? Wo kann man sich das angucken?
    >
    > In Venezuela? In Kuba? In Norkorea?

    Habe ich das konkret behauptet? :) Wie wäre es mit einem langsamen Umschwung auf ein föderalisiertes System mit mehr Verantwortung für den Einzelnen, aber gleichsam auch mehr Mit- und Selbstbestimmung? Das ist nur eine Idee von Vielen bis hin zu komplett anarchistischen Ansätzen. Darüber kann man jederzeit diskutieren und auch Versuche starten, aber dazu muss auch Bereitschaft existieren.

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ist das wenn man für sich selbst Verantwortung trägt und freie
    > Entscheidungen treffen darf. Jede Entschiedung ist mit Vor- und Nachteilen
    > verbunden.
    >
    > Ich möchte lieber in einer Gesellschaft leben, in der man frei
    > Entscheidungen treffen darf und mit den Konsequenzen lebt, als in einer
    > Gesellschaft die wie ein Zoo ist, in dem einem von außen eine Banane
    > reingereicht wird.

    Du könntest dich auch mehr mit derlei Gedankengängen befassen statt immer nur gleich das absolute Chaosbild vor dir zu haben. Was hindert dich? Vorbehalte? Oder Angst vor dem eigenen Schatten? Übrigens leben wir bereits in einer solchen Gesellschaft: Es braucht nur die Verkettung unglücklicher Umstände und der eigene Lebensstandard, den man selbst sicher wähnte, ist fort. Wie sieht es mit den Möglichkeiten aus sich selbst einen anderen Status zu "erarbeiten"? Alarmierend ist es doch, dass weiterhin in Kasten und sozialen Schubladen gedacht wird. Und was ist mit dem eigenen "Stammesdenken" - nennt man auch "Nationalstolz"? Warum gehen etliche Menschen auf die Strasse und laufen übler Demagogie hinterher - Stichwort PEGIDA? Warum die Vorbehalte? Warum die Angst, dass man etwas wegnimmt? Natürlich geschieht das und wird es auch weiterhin. Aber statt etwas zu verändern sucht man schnelle Ausflüchte. Und Unternehmen, weltweite Konzerne schaffen fortwährend Bedarf wo vorher keiner war. Also ja: Die Bananen werden hinein gereicht. Du darfst dir allenfalls noch die Art und Ausstattung des Käfigs aussuchen.

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne niemanden, der nicht gierig ist. Vielleicht solltest du die
    > Menschen so akzeptieren wie sie sind, andere gibt es nicht.

    Gier ist das Kernproblem. Du möchtest in einer freien Gesellschaft leben? Selbstexperiment: Wirf das Geld fort und du wirst sehen wie frei du wirklich bist. Natürlich Polemik meinerseits, aber einfach zu akzeptieren ist keine Entschuldigung nicht auch an etwas Besseres zu glauben oder gar daran zu arbeiten und sei es nur für sich selbst. Lieber basierend auf reziprokem Egoismus agierend ein besseres Miteinander schaffen statt auf Basis von Gier und vorgetäuschter "Güte" noch mehr Unglück zu verbreiten - ein Unternehmen ist kein Freund oder Kumpel, auch wenn uns das Selbige tagtäglich erzählen wollen. Einfache Fragestellung: Warum muss das Glück EINES Menschen (Sinnbild für eine Minderheit) gleichzeitig das Unglück VIELER Menschen (Sinnbild für eine Mehrheit) bedeuten? Und welchen Wert hat dann dieses Wort überhaupt noch? Ich finde allein deine Schlussfolgerung, dass du KEINEN Menschen kennst, der nicht gierig ist, äußerst traurig und gleichsam kennzeichnend für unsere Gesellschaft - die faktisch nicht einmal eine Solche ist. Man kann den Kreislauf vieler Waren und Güter heute kaum zurück verfolgen, aber man kann es beispielsweise versuchen. Konsumverzicht ist ebenso ein probates Mittel oder alternative Wege suchen statt einmal mehr den schnellen Weg zu suchen. Das kostet vielleicht mehr, dauert länger, aber man hat schon selbst an dem eigenen Verhalten etwas verändert und sich selbst hinterfragt. Denn genau damit fängt Alles an - das hat es immer und wird es auch immer.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.16 00:06 durch throgh.

  11. Re: Du kannst machen was du willst

    Autor: DrWatson 17.10.16 - 02:44

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und genau darum geht es auch in der Argumentation, ganz richtig. Der
    > Vergleich mit einem feudalen System ist und bleibt angebracht!

    Es wird durch wiederholen nicht richtiger.

    > Betrachte doch einmal folgende Äußerung: Warum soll ich arbeiten gehen,
    > wenn ich noch weniger verdiene und noch mehr investiere?

    Ist das eine hypothetische Frage?

    > Habe ich das konkret behauptet? :) Wie wäre es mit einem langsamen
    > Umschwung auf ein föderalisiertes System mit mehr Verantwortung für den
    > Einzelnen, aber gleichsam auch mehr Mit- und Selbstbestimmung?

    Was genau würdest du anders machen?

    Föderalismus? Haben wir.
    Verantwortung für den Einzelnen? Haben wir.
    Mit- und Selbstbestimmung? Haben wir auch.

    > Du könntest dich auch mehr mit derlei Gedankengängen befassen statt immer
    > nur gleich das absolute Chaosbild vor dir zu haben.

    Welches Chaosbild? Wovon redest du?



    > Kasten … Schubladen gedacht wird. …"Stammesdenken" -…"Nationalstolz"?
    > … Demagogie PEGIDA? … Vorbehalte? … Angst, … Ausflüchte. … Unternehmen,
    > … Konzerne

    Tut mir leid, wir können nicht diskutieren, wenn du Dinge so schreibst, dass ich nicht verstehe was du meinst.

    > …

    Das ist wirklich nicht böse gemeint, aber du solltest wirklich versuchen deine Gedanken zu ordnen bevor du sie aufschreibst. Das ist jetzt noch konfuser als beim ersten Mal.

  12. Re: der feudalismus lebt in den unternehmen weiter

    Autor: theWhip 17.10.16 - 11:55

    sundilsan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bjs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > unternehmenseigner (= König) vergibt an seine manager (= fürsten)
    > > aufgabengebiete (= ländereien). die einfachen mitarbeiter (= Bauern)
    > > erledigen die arbeite.
    >
    > Wenn normale Arbeiter die Firma leiten könnten, wären sie keine normalen
    > Arbeiter. Augen auf bei der Berufswahl, niemandem wird Fortbildung und
    > harte Arbeit bis zum Aufstieg verwehrt. Wenn ein Mensch gut und profitabel
    > für eine Firma ist, wird er auch befördert. Und wenn nicht, dann hat er es
    > schlicht und einfach nicht verdient.

    Von innen sieht jedes Hamsterrad wie eine Leiter aus...

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