1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › IT-Jobs: Achtung! Agiler Coach…

Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: Anonymer Nutzer 07.08.18 - 13:02

    Da es aber keine richtigen Chefs mehr gibt, braucht man nun Coaches. Wenn etwas in die Hose geht, hat der Chef wenigstens keine Verantwortung zu übernehmen.

  2. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: Ebola 07.08.18 - 13:28

    Ist ein Coach dann so was wie eine Art Vorgesetzter???
    Ich bin vermutlich schon zu alt für diesen Scheiß....

  3. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: DerSchwarzseher 07.08.18 - 13:31

    Ebola schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ein Coach dann so was wie eine Art Vorgesetzter???
    > Ich bin vermutlich schon zu alt für diesen Scheiß....

    Nein. und @xogusi Nein auch das passiert nur in assi firmen. Der Agile Coach bekommt die richtung vorgegeben. Der Chef ist weiterhin der dumme am ende.

  4. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: Ebola 07.08.18 - 13:33

    Ja, und was MACHT so ein agiler Coach denn nun?
    Und warum agil???
    Kann hier nicht mal einer in 2, 3 Sätzen erklären, was ein agiler Coach ist????
    Wenn es schon der Autor des Artikels nicht schafft?

  5. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: lestard 07.08.18 - 14:52

    Der Begriff "Agil" kommt aus der "Agilen Software-Entwicklung". Dort meint "agil", dass die Anforderungen für ein Programm nicht im Vorfeld in einem 500-Seiten-Dokument haarklein aufgeschrieben und dann 2-3 Jahre umgesetzt werden, um danach zu merken, dass sich die Welt weiter gedreht hat und die Software so doch nicht richtig passt. Stattdessen wird bei agilen Methoden in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden, Stück für Stück entwickelt und stets an die Wünsche des Kunden angepasst, bis der zufrieden ist. Wie das genau ablaufen soll, darüber gibt es verschiedene Meinungen und verschiedene konkrete "Methodiken" (google z.B. Scrum). Allen gemein ist aber das "Agile Manifest", eine Sammlung von Werten, die ein solches Projekt folgen soll, beispielsweise dass das "Reagieren auf Veränderung" wichtiger ist als "das Befolgen eines Plans" usw.

    Nun geht es darum die in der Software-Entwicklung gesammelten Erfahrungen auch auf Unternehmensebene anzuwenden. Statt einem strengen Plan, den der unantastbare Geschäftsführer aufstellt und der ohne Widerworte durchzuführen ist, wird ein etwas transparenterer Weg vorgeschlagen, bei dem die Geschäftsführung zwar immer noch die Richtung vorgibt, aber gemeinsam mit der Belegschaft an der Ausgestaltung der Umsetzung arbeitet. Denn häufig genug wissen "die da unten" ja wirklich besser Bescheid, wo es Probleme gibt und wo man echte Verbesserungen durchführen könnte. Bei "Agiler Unternehmensführung" geht es u.a. darum, solche Potentiale zu finden und zu nutzen. Der Weg dahin ist aber natürlich oft genug sehr schwer weil man sich eben doch nicht so leicht von alten Gewohnheiten trennt.

    Ein Agiler Coach ist nun jemand, der die Theorie dahinter und auch praktische Erfahrungen und Werkzeuge kennt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, diesen Weg zu gehen. Der Lösungsvorschläge erarbeiten kann, wie ein Unternehmen das ganz konkret machen kann. Wie man Mitarbeiter einbeziehen kann in die strategische Entwicklung des Unternehmens. Ein konkretes "Werkzeug" könnte z.B. so eine Art Kummerkasten sein, wo Mitarbeiter konkrete Verbesserungsvorschläge einbringen könnten. Natürlich müssen die Mitarbeiter dann auch sehen, dass es etwas nützt. Auch da kann ein agiler Coach unterstützen.
    Es gibt leider kein Patentrezept und deshalb kann man die Arbeit eines Agilen Coaches auch nicht so klar und einfach benennen wie bei anderen Berufen. Er ist eine Art Problemlöser und da die Probleme stets unterschiedlich sind, müssen auch die Lösungen unterschiedlich sein.

    Das waren zwar mehr als 4 Sätze aber ich hoffe es bringt ein wenig Kontext hinein. Ich bin selbst kein Agile-Coach sondern Software-Entwickler aber ich beschäftige mich relativ viel mit den "agilen" Ideen, durchaus auch Kritisch. Und in unserer Firma werden auch einige dieser "Agilen Ideen" tatsächlich umgesetzt. Sicher nicht perfekt aber meiner Ansicht nach auf einem sehr guten Weg und sehr zum Wohle der Firma und der Angestellten.

  6. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: Ebola 07.08.18 - 15:22

    Oh Mann, danke dir. Das war endlich verständlich. Fragt sich nur, warum der Autor des Artikels es nicht für notwendig hielt, diesen doch recht speziellen und komplexen Terminus zu erklären.
    Wenn er schon einen Kommentar darüber schreibt. (Artikel würde ich das jetzt nicht nennen).

    Bleibt mir noch eine Frage: Wie wird man das? Darf sich das jeder nennen? Ist es ein Ausbildungsberuf, oder ein Fach an der Uni?

  7. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: ulink 07.08.18 - 15:59

    Ebola schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bleibt mir noch eine Frage: Wie wird man das?

    Man wird dazu ernannt. In der Regel von einem selber ;-)

    > Darf sich das jeder nennen?

    Sowieso.

    > Ist es ein Ausbildungsberuf, oder ein Fach an der Uni?

    Hoffentlich nicht.

  8. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: lestard 07.08.18 - 22:09

    Meines Wissens nach kann sich jeder so nennen. Das bietet natürlich auch Gelegenheit für Quacksalber und man muss halt auf Referenzen und ähnliches achten, wenn man jemanden sucht.

    Wie wird man das? Nun ich denke es gibt viele Wege. Jemand sollte zumindest einige Jahre in Projekten mitgearbeitet haben und Projekt-Management-Erfahrung gesammelt haben. Das wäre eine gute Basis. Dann kann man sich viel Wissen über agile Methoden anlesen und antrainieren.

    Es gibt meines Wissens eine Zertifizierung zum "Scrum-Master". Das ist jemand, der in einem agilen Projekt dafür Sorge trägt, dass "alles seinen Gang geht". Er kümmert sich darum, dass der agile Prozess auch vernünftig durchgeführt wird. Er beobachtet den Fortschritt und leitet Maßnahmen ein, wenn sich Schwierigkeiten andeuten. Und vor allem: Er schirmt die Entwickler vor nervigen Tätigkeiten wie Meetings mit Kunden, der Geschäftsführung oder ähnlichem ab. Eben alles, was die Entwickler vom Arbeiten abhält und was die Entwickler in der Regel ohnehin nicht gerne machen wollen. Ein Scrum-Master ist ein Problem-Löser im Projekt (ich hatte z.B. mal einen Fall mitbekommen, dass ein Entwickler sich über eine ausgeleiherte Tastatur beklagt hatte. Der Scrum-Master ist losgelaufen und hat im Elektronikmarkt eine neue geholt damit der Entwickler produktiver arbeiten kann).

    Es gibt eine gewisse Überschneidung der Tätigkeiten bzw. des Rollen-Bildes zwischen einem solchen Scum-Master und einem "Agile Coach". Wenn du als Agile-Coach ernst genommen werden willst, wäre so eine Scum-Master-Zertifizierung und entsprechende Erfahrung beispielsweise keine schlechte Voraussetzung.

  9. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: ulink 08.08.18 - 07:42

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du als Agile-Coach ernst genommen werden willst, wäre so eine
    > Scum-Master-Zertifizierung und entsprechende Erfahrung beispielsweise keine
    > schlechte Voraussetzung.

    Zertifizierungen kranken allgemein an ein und demselben Problem: Sie werden von Firmen vorgenommen, die selbst keine Ahnung von der Materie haben, jedenfalls i.d.R. weniger als der Zertifizierte selbst. Zusaetzlich sind die meisten "Zertifizierer" solche von eigenen Gnaden oder von einem anderen Zertifizierer "zertifiziert", der sich wiederum selbst dazu ernannt hat.
    Sozusagen ein "Web of no trust". Aber es wird schoen viel wertloses Papier produziert und alle sind zufrieden.

    Es laeuft so aehnlich wie mit den "Echtheitszertifikat" des Faelschers der "Hitler-Tagebuecher": Das kam naemlich vom Faelscher selbst und alle haben es akzeptiert weil es eine so schoene Urkunde war, noch dazu blau auf weiss!

  10. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: lestard 08.08.18 - 10:45

    Naja das ist schon klar. Zertifizierungen haben ein angeknackstes Image und das wissen ja (hoffentlich) auch die Leute, die jemanden einstellen.
    Aber auch wenn es inhaltlich nicht immer sinnvoll ist sind Zertifizierungen faktisch trotzdem noch häufig genug ein Kriterium.

    Ich habe vor ein paar Jahren mal eine Java-Zertifizierung gemacht. Um die Prüfung bestehen zu können musste ich ca. 2 Monate nebenbei lernen und die Prüfung hatte es dann auch in sich.
    Ob mir das jetzt irgendwas nützt? Wer weiß. Aber ich habe trotzdem jede Menge gelernt dabei, manches was ich danach auch tatsächlich anwenden konnte.

  11. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: a user 08.08.18 - 17:15

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meines Wissens nach kann sich jeder so nennen. Das bietet natürlich auch
    > Gelegenheit für Quacksalber und man muss halt auf Referenzen und ähnliches
    > achten, wenn man jemanden sucht.
    >
    > Wie wird man das? Nun ich denke es gibt viele Wege. Jemand sollte zumindest
    > einige Jahre in Projekten mitgearbeitet haben und
    > Projekt-Management-Erfahrung gesammelt haben. Das wäre eine gute Basis.
    > Dann kann man sich viel Wissen über agile Methoden anlesen und
    > antrainieren.
    >
    > Es gibt meines Wissens eine Zertifizierung zum "Scrum-Master". Das ist
    > jemand, der in einem agilen Projekt dafür Sorge trägt, dass "alles seinen
    > Gang geht". Er kümmert sich darum, dass der agile Prozess auch vernünftig
    > durchgeführt wird. Er beobachtet den Fortschritt und leitet Maßnahmen ein,
    > wenn sich Schwierigkeiten andeuten.
    Bis hier hin richtig. Und hättest du hier aufgehört wäre es auch genug.
    > Und vor allem: Er schirmt die
    > Entwickler vor nervigen Tätigkeiten wie Meetings mit Kunden, der
    > Geschäftsführung oder ähnlichem ab. Eben alles, was die Entwickler vom
    > Arbeiten abhält und was die Entwickler in der Regel ohnehin nicht gerne
    > machen wollen. Ein Scrum-Master ist ein Problem-Löser im Projekt (ich hatte
    > z.B. mal einen Fall mitbekommen, dass ein Entwickler sich über eine
    > ausgeleiherte Tastatur beklagt hatte. Der Scrum-Master ist losgelaufen und
    > hat im Elektronikmarkt eine neue geholt damit der Entwickler produktiver
    > arbeiten kann).
    DAS ist ein Scrum-Master alles NICHT!
    Dafür werden Scrum-Master gerne von Firmen misbraucht, aber das gehört alles nicht zur Aufgabe eines Scrum-Master nach Definiition und Zertifikat.
    Ein guter Scrum-Master macht sich überflüssig. Wenn er seinen Job richtig gemacht hat, kann sich das Scrum-Team und der Product Owner selbstverwalten. Der Scrum-Master kann dann dem nächsten Team helfen.

    Was man aber auch machen kann, ist in dem Team zu bleiben und weiterhin/ewig dem Team beimm Prozess helfen. Aber auch dann gehört das was du oben geschrieben hast nicht zu seinen Aufgaben. Das wird zwar gerne und oft übernommen, hat aber nichts mit der Rolle Scrum-Master zu tun. Bezogen auf dein Beispiel mit der Tastatur: das hat ja mal nicht einmal im Entferntesten mit der Rolle eines Scrum-Masters zu tun.

    Und ja, ich habe die Scrum-Master Zertifizierung (die ist auch simple zu bekommen).
    >
    > Es gibt eine gewisse Überschneidung der Tätigkeiten bzw. des Rollen-Bildes
    > zwischen einem solchen Scum-Master und einem "Agile Coach".
    Naja, für einen Agile-Coache gibt es keine allgemeine Definition. Das ist ein Begriff den jeder anders Versteht.
    Ein Scrum-Master ist von seinem Erfinder definiert worden und die Zertifizierung ist instutitioniert worden. Darüber hinaus bezieht sich ein Agile Coach meisten lediglich auf die Werte um "Agile", wärend Scrum ein konkrete Methodik für Agile ist.

  12. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: lestard 09.08.18 - 12:36

    Naja wie man die Rolle ausfüllt, dazu gibts unterschiedliche Auffassungen und ich kenne Scrum-Master, die solche und ähnliche Dinge zu ihren Aufgaben zählen.
    Das Tastatur-Beispiel ist natürlich grenzwertig. Das muss man nicht so machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.18 12:38 durch lestard.

  13. Re: Normalerweise gibt der Chef die Richtung vor

    Autor: a user 09.08.18 - 12:49

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > lestard schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn du als Agile-Coach ernst genommen werden willst, wäre so eine
    > > Scum-Master-Zertifizierung und entsprechende Erfahrung beispielsweise
    > keine
    > > schlechte Voraussetzung.
    >
    > Zertifizierungen kranken allgemein an ein und demselben Problem: Sie werden
    > von Firmen vorgenommen, die selbst keine Ahnung von der Materie haben,
    > jedenfalls i.d.R. weniger als der Zertifizierte selbst. Zusaetzlich sind
    > die meisten "Zertifizierer" solche von eigenen Gnaden oder von einem
    > anderen Zertifizierer "zertifiziert", der sich wiederum selbst dazu ernannt
    > hat.
    Das mag sein, trifft aber auf Scrum nicht zu. Diese werden vom Erfinder von Scrum gemacht (bzw. direkte Nachfloger) und stammen fast alle aus dem Kerngebiet, für das Scrum-Erfunden wurde: Software-Entwickler. Defacto sind viele (frühe die meisten) professionellen Scrum-Master

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hochschule Heilbronn, Heilbronn
  2. MEHRKANAL GmbH, Essen
  3. exagon consulting & solutions gmbh, Siegburg
  4. Netze BW GmbH, Karlsruhe

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Ryzen Pro 4750G/4650G im Test: Die mit Abstand besten Desktop-APUs
Ryzen Pro 4750G/4650G im Test
Die mit Abstand besten Desktop-APUs

Acht CPU-Kerne und flotte integrierte Grafik: AMDs Renoir verbindet Zen und Vega überzeugend in einem Chip.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 4000 (Vermeer) "Zen 3 erscheint wie geplant 2020"
  2. Matisse Refresh (MTS2) AMDs Ryzen 3000XT nutzen extra Takt
  3. Ryzen HPs Gaming-Notebook lässt die Wahl zwischen AMD und Intel

Mars 2020: Was ist neu am Marsrover Perseverance?
Mars 2020
Was ist neu am Marsrover Perseverance?

Er hat 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet und sieht genauso aus wie Curiosity. Einiges ist dennoch neu, manches auch nur Spielzeug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Zero SR/S: Brutale Beschleunigung, lange Ladezeiten
    Zero SR/S
    Brutale Beschleunigung, lange Ladezeiten

    Motorradfahrern drohen Fahrverbote mit lärmenden Maschinen. Ist ein Elektromotorrad wie die Zero SR/S eine leise Alternative zum Verbrenner?
    Ein Erfahrungsbericht von Peter Ilg

    1. Platzsparend Yamaha enthüllt kompakte Elektromotoren für Motorräder
    2. Blacktea Elektro-Moped mit 70 km Reichweite ab 2.300 Euro
    3. Akzeptable Reichweite Pursang E-Track als leichtes Elektromotorrad für Pendler