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Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

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  1. Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: twothe 03.12.19 - 12:59

    Viele Überstunden bei schlechter Bezahlung und nicht selten katastrophalem Arbeitsklima. Die Spielebranche ist da so ziemlich das letzte wo ich Informatikern raten kann hin zu gehen. Und ich spreche da aus Erfahrung, ich habe damals aufgrund meiner Spiele-Leidenschaft dort angefangen, der Traum ist dann aber ganz schnell zerplatzt, nachdem ich erleben durfte wie man für diese Firmen lediglich eine störende Gehaltszahl am Einkommen des Managements ist.

  2. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: TTom 03.12.19 - 13:10

    Ich frage mich warum das so ist?
    Von der Komplexität schätze ich Game Development als sehr hoch ein. Wenn ich daran denke, was wir hier im Business Umfeld mit einfachen GUIs und einfachen Geschäftsprozessen für einen Entwicklungsaufwand haben, dann ist es im Game Bereich nochmal um ein vielfaches Höher.

    Ich habe mal mitbekommen, was ein Lead Environment Artist in einem mittelgroßen Studio mit jahrzehntelanger Berufserfahrung verdient. Das deckte sich ungefähr mit meinem Einstiegsgehalt nach dem Bachelorstudium Informatik im IT Consulting.

  3. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Omnibrain 03.12.19 - 13:14

    Ist Angebot/Nachfrage - in der Spieleindustrie wird der "Spaß" mit eingepreist. Junge Männer würden da wahrscheinlich für Unterkunft und Gratispizza 24/7 arbeiten.

    Spieleindustrie ist deswegen undankbar, denke die Frauen werden nicht diskriminiert, die haben ein wesentlich geringeres Selbstausbeutungspotential in der Arbeitswelt.

  4. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: rottenkumquat 03.12.19 - 16:00

    Jo, Frauen sind da wohl einfach schlauer. Vielleicht wollen sie sich aus dem gleichen Grund auch nicht die 60+ Stunden Management-Posten an die Hacken binden.

  5. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Trockenobst 03.12.19 - 16:09

    TTom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich warum das so ist?

    Wahrscheinlich nur in Deutschland bei den kleinen 5¤ Billiggames Krautern.

    Die Leute die bei Call of Duty die Engine mitentwickeln sind alles Millionäre.
    Da muss man schon unterscheiden.

    > Von der Komplexität schätze ich Game Development als sehr hoch ein.

    Spätestens wenn du 100 Leute beschäftigst, braucht Du Projektleitung, Geldmanagement etc.
    Bei großen AAA+ Games sitzen 1000 Leute, das ist wie die Planung eines kleines Kreuzfahrtschiffes.

    Die einzige "relevante" 3d-Engine aus Deutschland ist die von Crytek. Eine gute Engine und Ecosystem ist supertricky zu machen, aber wenn du es richtig machst (Unreal mit Fortnite) druckst du inzwischen Geld.

    Das Problem ist Deutschland ist wieder der übliche Eigenkapitalmangel, da werden halt kleine Brötchen gebacken.

  6. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: konglumerat 03.12.19 - 16:29

    naja, du kannst auch als onemanarmy überganzweise auf harz4 was zusammenhacken, obs wirklich was ist, entscheidet dann der abnehmer ... finanzgedöhns übernimmt z.b. steam für 30% ablass ... eigenkapital brauchst du nicht wirklich, und nen gammeligen gamer pc der vorletzten generation mit 2 bildschirmen für code und tut/wiki auf nem tisch von der halde mit drehstuhl tuts als arbeitsplatzaustattung, und für besseres entwickelst du auch nicht, denn dann wird die zeilgruppeder abnehmer zu klein ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.19 16:33 durch konglumerat.

  7. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Zweistein2 03.12.19 - 16:32

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leute die bei Call of Duty die Engine mitentwickeln sind alles
    > Millionäre.
    > Da muss man schon unterscheiden.

    Haha, selten so gelacht

  8. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Trockenobst 03.12.19 - 16:36

    konglumerat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > naja, du kannst auch als onemanarmy überganzweise auf harz4 was
    > zusammenhacken, obs wirklich was ist, entscheidet dann der abnehmer ...
    > finanzgedöhns übernimmt z.b. steam für 30% ablass

    Ich war eine Zeitlang in der dünnen Gameszene hier im Südwesten unterwegs.
    Die Einmannhacker waren fast alle Irre die sich maßlos übernommen hatten.
    Dann hatten sie 70 verkaufte Einheiten für 5¤.

    Werbung kostet Geld, Community aufbauen kostet Geld. Es gibt da so nette Videos im Netz wo einer beschreibt das es alleine 12 Monate gekostet hat nur 10.000 wirkliche Interessenten für sein Indy Game zu finden. Am Ende hat er $9.000 verdient, das sah er als "Erfolg".

    Bei den Games brauchst du ohne Geld einfach eine wirklich gute Idee, dann vielleicht Kickstartern, aber da müssen deine Kosten sehr niedrig sein. Aber das zeigt eben, dass es für Firmen mit festen Angestellten noch schwieriger ist immer wieder genug Geld zu machen.

    Das da häufig nicht mehr als Harzer4 Gehalt raus kommt, ist daher klar. Das Problem hat Ubisoft oder EA wahrscheinlich nicht.

  9. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Trockenobst 03.12.19 - 16:43

    Zweistein2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trockenobst schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Die Leute die bei Call of Duty die Engine mitentwickeln sind alles
    > > Millionäre. Da muss man schon unterscheiden.
    > Haha, selten so gelacht

    One Second Google Strike:
    https://www.polygon.com/gaming/2012/5/25/3044195/activision-infinity-ward-bonuses-call-of-duty

  10. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Teeklee 03.12.19 - 16:49

    In der Regel kommt es doch eh aufs Budget an.
    Ein AAA Studio kann halt die Besten der Besten bezahlen.

    Die ganzen kleinen Entwickler müssen halt nehmen, was günstig ist. Sie können auch nichts teures nehmen. In der Regel gibt es aber mehr als genug Leute, die in der Spielbranche tätig sein wollen, daher ist es auch nicht schwer jemanden zu finden, der da was zusammen hackt.
    So finden auch oft viele unwirtschaftliche Projekte statt, um sich seinen Traum zu erfüllen. Wenn ich auf Kickstarter so Games sehe wie ein Jahr Entwicklung ein Team aus 4-5 Leute und als Goal 50k Euro. (Im Übrigen wurde das Projekt auch abgeschlossen)
    Aber da sieht man schon für wie günstig manche Bereit sind da zu Arbeiten um ihren Traum zu erfüllen.

  11. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: konglumerat 03.12.19 - 17:00

    was spricht dagegen, dass nur die _wirklich_ guten ideen und umsetzungen auch erfolg haben dürfen?

    ein völlig überzüchteter markt? wahnwitzge erwartungen? höchste zeit das einzudampfen, sage ich!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.19 17:04 durch konglumerat.

  12. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Trockenobst 03.12.19 - 17:05

    Teeklee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Regel kommt es doch eh aufs Budget an.
    > Ein AAA Studio kann halt die Besten der Besten bezahlen.

    Ubisoft/EA haben in zig asiatischen Ländern ihre größten Studios.
    "Besten der Besten" ist dort ein Bruchteil der westlichen Stundenlöhne.

    > Aber da sieht man schon für wie günstig manche Bereit sind da zu Arbeiten
    > um ihren Traum zu erfüllen.

    Das ist eher ein Signal für die Überhitzung des Marktes.

  13. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: twothe 03.12.19 - 17:10

    konglumerat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ein völlig überzüchteter markt? wahnwitzge erwartungen? höchste zeit das
    > einzudampfen, sage ich!

    Wenn ich mich mal so bei Steam umgucke dürfte ein völliges Überangebot tatsächlich das Problem sein. Heutzutage nennt sich jeder der einen Flappy-Bird Clone machen kann Spielentwickler und sämtliche Stores sind mit purem Müll überflutet. Die Anzahl an Early-Access Survival Spielen bei Steam die knapp das Niveau einer Unreal Tutorial App übersteigen ist kaum noch in Zahlen auszudrücken. Die Spiele die es dann aber tatsächlich aus dem EA schaffen kann man an einer Hand abzählen.

    Ein gutes Spiel zu entwickeln ist sehr schwer, das wir häufig unterschätzt, aber eben so wie in anderen Medienbereichen gibt es auch viele Anspruchslose die sich mit allem möglichen Schund zufrieden geben. Darum gibt es da vermutlich auch so viele kleine Firmen die mit irgendwas schnell ein paar Euros machen wollen, sich für echte Spieleentwicklung aber eigentlich gar nicht interessieren.

  14. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Trockenobst 03.12.19 - 17:21

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gibt es da vermutlich auch so viele kleine Firmen die mit irgendwas schnell
    > ein paar Euros machen wollen, sich für echte Spieleentwicklung aber
    > eigentlich gar nicht interessieren.

    Irgendwo habe ich gelesen, das ein Typ mit Trashgames für 2¤ den Steam Algo irgendwie überlistet bis zu $2000 im Monat gemacht hat. Die "Games" waren ReSkins aus dem Unity3d-Store, die man für 20-100¤ kaufen konnte.

    Für jemanden der mit seinem Bruder irgendwo tief in Ostasien lebt, sind $2000 richtig gutes Geld. Das dies überhaupt aufgeflogen war, lag daran das er angeblich versucht hatte mit Bot-Account die Bewertungen hoch zu pushen.

    Steam ist wirklich ein brennender Sumpf, der Android Store ist praktisch nur noch ein Glücksspiel-Eldorado. Apple versucht es auch, mit dem Apple-Arcade Abbo aus der Candy-Crush Trashfalle zu entfliehen.

  15. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Lyve 03.12.19 - 18:50

    twothe schrieb:

    > Viele Überstunden bei schlechter Bezahlung und nicht selten katastrophalem
    > Arbeitsklima. Die Spielebranche ist da so ziemlich das letzte wo ich
    > Informatikern raten kann hin zu gehen.

    Kann ich nicht bestätigen. Ich arbeite seit 2000 mit 2 Jahren Unterbrechung in der Spielebranche als Programmierer. Meine letzte richtige Crunchtime hatte ich 2006 vor der Gamescom.

    Arbeitsklima ist fast in jedem Laden mehr als angenehm gewesen, es gibt natürlich auch dort Ausnahmen.

    Zum Gehalt: Das ist in großen Studios nicht schlechter als in kleinen, im Gegenteil, bei kleinen Studios kann man mit dem Chef verhandeln und wird bei guter Leistung auch gut bezahlt, bei großen Studios hängt man in den Prozessen der HR fest.

    my2cent

  16. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: quineloe 03.12.19 - 19:43

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TTom schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich frage mich warum das so ist?
    >
    > Wahrscheinlich nur in Deutschland bei den kleinen 5¤ Billiggames Krautern.
    >
    > Die Leute die bei Call of Duty die Engine mitentwickeln sind alles
    > Millionäre.
    > Da muss man schon unterscheiden.
    >

    In den USA ist die Spieleindustrie noch viel katastrophaler. Da sind massenkündigungen auf dem Firmenparkplatz völlig normal - und die tausend Überstunden sind dann halt einfach futsch

    Verifizierter Top 500 Poster!

  17. Re: Die Spielebranche ist ein mieser Arbeitgeber

    Autor: Graveangel 03.12.19 - 22:04

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele Überstunden bei schlechter Bezahlung und nicht selten katastrophalem
    > Arbeitsklima. Die Spielebranche ist da so ziemlich das letzte wo ich
    > Informatikern raten kann hin zu gehen. Und ich spreche da aus Erfahrung,
    > ich habe damals aufgrund meiner Spiele-Leidenschaft dort angefangen, der
    > Traum ist dann aber ganz schnell zerplatzt, nachdem ich erleben durfte wie
    > man für diese Firmen lediglich eine störende Gehaltszahl am Einkommen des
    > Managements ist.


    Leider ist das ziemlich typisch bei Dingen, die stark mit idealen verknüpft sind und von vielen aus Leidenschaft dazu angefangen werden.

    "Warum sollte ich dir mehr Zahlen? DU möchtest doch hier arbeiten."

    Da sind Dinge, die relativ trocken sind oft angenehmer, einfach weil solche Argumente nicht ziehen.

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