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Filter und Kennzeichnung können funktionieren - aaaber:

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  1. Filter und Kennzeichnung können funktionieren - aaaber:

    Autor: Vanger 26.10.12 - 17:24

    Wenn es eine einfache, unbürokratische und vor allem rechtssichere Methode zur Kennzeichnung eigener Inhalte gibt würde ich das befürworten. Ich kann mir das so vorstellen, dass man als Betreiber einer Webseite, eines Blog/Forum/Whatever einen einfachen Assistent durchklickt, in dem verschiedene Fragen zu den eigenen Inhalten gestellt werden. Der Assistent liefert dann eine Einschätzung für die Kennzeichnung der eigenen Inhalte die man dann ganz simpel einfügen kann.

    Wichtig ist, dass das für den Betreiber rechtssicher bleibt. Wenn er einen Fehler im Assistenten macht der zu einer falschen Einstufung führt, soll der Betreiber hierfür nicht rechtlich belangt werden können - zumindest solange er sich nicht weigert die Kennzeichnung zu korrigieren (der Weg der Kontaktaufnahme über Rechtsanwälte und eine Unterlassungserklärung soll dabei ausdrücklich erst zugelassen sein wenn ein informelle Kontaktaufnahme scheitert) oder bewusst getäuscht hat. Eben so wie das auch bei Urheberrechtsproblemen sein sollte (also nicht wie es momentan ist).

    Es soll keine Pflicht geben seine Inhalte als Betreiber zu markieren - was dann in der Filtersoftware zu einer Freigabe ab 18 Jahren führt. Wer seinen Dienst für Minderjährige zugänglich machen will muss seine Inhalte natürlich entsprechend markieren.

    Technisch soll das für Webseitenbetreiber technisch ausgereift sein. Zum einen soll die Markierung sehr simpel erfolgen können, bspw. mit Hilfe eines meta-Tags im HTML-Code oder einem HTTP-Header. Dadurch lässt sich wirklich jede Webseite ohne viel Aufwand nachrüsten - sei es nun durch eine Anpassung der Dateien oder, noch einfacher, über mod_rewrite im Apache. Mehr technische Finesse muss aber dennoch sein: So sollte HTTP-Requests ein Header-Feld hinzugefügt werden das dem Server die gewünschte Alterskennzeichnunng mitteilt - dadurch könnten dann bereits serverseitig Inhalte vorsortiert werden. Außerdem sollte es eine clientseitige Anpassungsmöglichkeit geben, beispielsweise indem man im HTML-Code mittels eines Attributs für ein Element eine abweichende Alterskennzeichnung vergeben kann - die Filtersoftware entfernt dann dieses Element wenn diese nicht mit dem Soll übereinstimmt.

    Die Filtersoftware kann gerne auf Rechnern vorinstalliert sein, darf aber keinesfalls standardmäßig aktiviert sein. Der Großteil der Menschen die einen Rechner kaufen sind Volljährig - also Opt-in und kein Opt-out. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, dass beim ersten Start des Rechners die Filtersoftware nachfragt ob der Computer auch von Minderjährigen genutzt werden soll und ob und wenn ja für welche Benutzer welcher Filter aktiviert werden soll.

    Wenn all das der Fall ist würde ich dieses Vorhaben definitiv unterstützen. Filter ersetzen keinesfalls die Vermittlung von Medienkompetenz und ich finde unser heutiges Jugendschutzsystem auch deutlich übertrieben - sowohl hinsichtlich dessen, dass Jugendschutz für Erwachsenenschutz missbraucht wird, als auch, dass ich die Regeln an sich für zu streng halte - aber eine gewisse Filterung kann Sinn machen. Für 12-Jährige sind Inhalte für 18-Jährige nunmal wirklich nicht geeignet. Außerdem ist es eine Entlastung für Eltern, wer fordert, dass Eltern beim surfen immer daneben sitzen sollen, hat leider keine Ahnung von der Realität und den Möglichkeiten in der Realität. Daran ändert auch eine perfekt vermittelte Medienkompetenz nichts - die in meinen Augen übrigens massiv verbessert werden soll, sowohl auf Seite der Eltern als auch in der Schule.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.12 17:24 durch Vanger.

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