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Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: homer3345 11.06.15 - 20:57
Nach zwei Jahren Kabel Deutschland kann ich sagen, dass es besser ist als nichts.. Aber außer morgens um 5:00 wird man nie die volle Geschwindigkeit bekommen. Normalerweise liegt man immer so bei 60-70Mbit/s down / 4Mbit/s up. Seit ein paar Wochen habe ich einen VDSL100 Anschluss der Telekom und bin begeistert. Die Geschwindigkeit schwankt so gut wie überhaupt nicht. Und es kommt fast die volle Leistung an. http://www.speedtest.net/my-result/4365192439
Klar ist Vectoring nicht das wahre.. Aber auf welcher Technik basiert denn das Kabel-Internet? Auf Kupferkabeln.. Das sind zwar zwei komplett verschiedene Techniken, aber schlussendlich wird auch dort irgendwann die Leitungskapazität erreicht sein..
Mit Glasfaser wäre man so Lange die Leitung nicht kaputt geht wohl für die nächste Ewigkeit versorgt. Bei uns in der Region bauen die Dörfer auf eigene Faust ihr eigenes Glasfasernetz (https://www.golem.de/news/loewenstedt-ein-dorf-in-nordfriesland-baut-sich-sein-glasfasernetz-1406-106859.html). Aber wieso nur 100/10 bei FTTH? Da haben die Organisatoren wohl nicht nachgedacht, wenn mit üblicher Technik bereits mehr drin ist. Für die Zukunft ist man dort zumindest gerüstet.
So schlecht ist der Ausbau von Vectoring eigentlich auch gar nicht. Klar, man verlegt kein Glasfaser bis ins Haus, aber man sorgt dafür, dass in jedem Wohngebiet mehrere Outdoor DSLAMs stehen. So liegt der Hauptanschluss zumindest schon mal in der Nähe. Mit dem nächsten Schritt G-fast wird sich die Anzahl der Kästen wohl noch einmal deutlich erhöhen und irgendwann liegt fast bis in jede Straße eine Glasfaserleitung. Im übernächsten Schritt müsste man noch die Kupferkabel ersetzen, was aber wohl die größten Kosten mit sich bringt. Das ist nicht der beste Weg, aber ich kann die Telekom verstehen. Ich glaube auch kaum, dass der Teil der Bevölkerung, der sich für seine Internetgeschwindigkeit interessiert besonders groß ist. So lange das Internet funktioniert reicht es den meisten. Wo keine Nachfrage ist, gibts auch kein Angebot. Die Telekom wird auch nicht blöd sein- -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Lemo 11.06.15 - 21:22
Tja, wie immer Erfahrungswerte die rein subjektiv sind.
Ich hab seit 2 Jahren 100mbit, hier im Haus gibt es Ca 75 Parteien und ich habe nahezu immer an die 100mbit. -
Alles relativ...
Autor: cbotmk3 11.06.15 - 21:50
Sowohl Kabel und Vectoring sehen gegen Glasfaser steinzeitlich aus. Technologisch gesehen handelt es sich bei Vectoring immer noch um ungeschirmten "Klingeldraht", bei dem es extrem darauf ankommt, welche Strecke man bis zur Glasfaseranbindung überbrücken muss. Bei Kabel handelt es sich zumindest um Koax und die Entfernung wirkt sich nicht so stark aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Data_Over_Cable_Service_Interface_Specification#/media/File:Docsis_operating_distance.jpg
Auf Dauer gesehen macht es aber mehr Sinn, so viel LWL wie möglich zu verlegen, Kupfer muss sowieso irgendwann weichen. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Xultra 11.06.15 - 21:51
Lemo schrieb:
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> Tja, wie immer Erfahrungswerte die rein subjektiv sind.
> Ich hab seit 2 Jahren 100mbit, hier im Haus gibt es Ca 75 Parteien und ich
> habe nahezu immer an die 100mbit.
Exakt.
Hier bei mir ! in München, lahmer Mist Telekom/Vodafone etc. Klingelkabel. Von VDSL 100 kommen ca. Ein Drittel an.
Videos ruckeln .... Übel.
Dagegen seit 2 Jahren KabelDt leider jetzt Vodafone , Kabelanschluss 100/6 und es kommt immer die volle Leistung an. Ich habe drei Kids die gleichzeitig mit uns YouTube , AmazoneVideo etc. alles flüssig .
Tja Glück gehabt.
Peace -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Transistoreffekt 12.06.15 - 09:31
homer3345 schrieb:
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> bin begeistert. Die Geschwindigkeit schwankt so gut wie überhaupt nicht.
> Und es kommt fast die volle Leistung an. www.speedtest.net
Aha. Warum dann der Test um 23:15 am Abend? Mach doch mal einen um 20 oder 21 Uhr, zu den tatsächlichen Hochzeiten ;)
> Klar ist Vectoring nicht das wahre.. Aber auf welcher Technik basiert denn
> das Kabel-Internet? Auf Kupferkabeln.. Das sind zwar zwei komplett
> verschiedene Techniken, aber schlussendlich wird auch dort irgendwann die
> Leitungskapazität erreicht sein..
Der Unterschied zwischen deinen poppeligen Klingeldrähten und dem Koaxkabel sind schon etwas größer, als du es hier darstellen möchtest... -
Re: Alles relativ...
Autor: Lemo 12.06.15 - 10:22
cbotmk3 schrieb:
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> Sowohl Kabel und Vectoring sehen gegen Glasfaser steinzeitlich aus.
Öh, laut meiner Fritzbox hab ich Glasfaseranschluss im Haus, oder meinst du vom Hausverteiler bis in die Wohnung?
Transistoreffekt schrieb:
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> homer3345 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > bin begeistert. Die Geschwindigkeit schwankt so gut wie überhaupt nicht.
> > Und es kommt fast die volle Leistung an. www.speedtest.net
> Aha. Warum dann der Test um 23:15 am Abend? Mach doch mal einen um 20 oder
> 21 Uhr, zu den tatsächlichen Hochzeiten ;)
Ich für meinen Teil kann sagen ich hab ne Freundin, die freut sich nicht wenn ich vor 11 (dann schlummert sie weg) lieber am PC statt bei ihr sitze.
Was HD-Streaming angeht, das läuft aber auch zwischen 18 und 22 Uhr super flüssig und schnell. Es hängt einfach stark von der Haustechnik ab.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.15 10:25 durch Lemo. -
Re: Alles relativ...
Autor: IkariGendo 12.06.15 - 20:53
Naja, so pauschal kann man dieses Thema eigentlich nicht beurteilen, es hängt immer von den lokalen Faktoren ab.
Ich war jahrelang Fan von DSL, war auch bei meinem Provider sehr zufrieden, hatte von meinen gebuchten 16 MBit im Altbau konstant 15,5 MBit.
Dann nach dem Umzug mit dem Anschluss in ein anderes Haus blieben noch 14 Mbit über, an und für sich auch ok.
Doch nach einem halben Jahr (Die Telekom hatte am Verteiler angefangen die ersten VDSL-Anschlüsse zu schalten) hatte ich ständig Abbrüche und Reconnects.
Habe an den Einstellungen der Fritzbox für die DSL-Störanfälligkeit gespielt bis die Leitung wieder stabil war. Ergebnis 8 Mbit down, 0.7 up.
Störung bei meinem Provider gemeldet, mit dem Ergebnis, dass mein Anschluss auf 6 MBit heruntergestuft wurde.
Sonderkündigungsrecht hätte erst gewirkt, wenn nur noch unter 6 Mbit funktioniert hätten. Durch den Umzug hatte ich aber meine Vertragslaufzeit wieder um 2 Jahre verlängert -> 1,5 Jahre mit 6 Mbit auskommen und dann kündigen blieb mir übrig.
Habe dann nach weiteren 6 Monaten ein Angebot von KabelBW angenommen, bei dem diese mir die Gebühren für ein Jahr erlassen.
Ergebnis: 200 Mbit down 10 up.
Bin mit der Leistung höchst zufrieden, da ich quasi immer über 160Mbit habe.
Bei meinen ersten Test mit Kabel dachte ich tagsüber erst, dass ich nicht wirklich die volle Leistung bekomme, es lag aber tatsächlich an den meisten Servern welche mich nicht schneller bedienen wollten/konnten, da bei Gegentests z. B. per Steam die Downloads mit maximaler Geschwindigkeit durchliefen.
Hier ein Ergebnis von, von einigen Usern als Stoßzeit angesehenen, 20 Uhr:
http://www.speedtest.net/my-result/4428206371
In Summe muss ich sagen, dass ich froh bin, dass es die Probleme mit meinem DSL-Anschluss gab, sonst hätte ich vermutlich nicht gewechselt. -
Re: Alles relativ...
Autor: DD6VD 13.06.15 - 07:05
Ihr könnt ja Reden wie ihr wollt ich habe beides 150Mbit Kabel und (noch ich hoffe auf Vektoring demnächst) VDSL50. Die Von Kabel Deutschland können auch ruhig eine große Fresse haben mit ihre angeblichen 400MBit diese kleinen Drossler. Beim Upstream der immer wichtiger wird (Ich frage mich wann die das endlich begreifen) hat Kabel leider verloren.
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Re: Alles relativ...
Autor: Lemo 13.06.15 - 11:12
Gemach, gemach. KD drosselt eigentlich NIE. Außer bei wirklich exzessiver Nutzung. Das kommt extrem selten vor.
Und was willst du denn? 8 oder 12 MBit upstream ist doch ok? Miete ne Geschäftsleitung bei der Telekom. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: M. 13.06.15 - 15:55
> Der Unterschied zwischen deinen poppeligen Klingeldrähten und dem Koaxkabel
> sind schon etwas größer, als du es hier darstellen möchtest...
Genau. Bleibt noch zu erwähnen, dass man die Telefon-Klingeldrähte mit DSL weit, weit ausserhalb jeglicher Spezifikationen betreibt, für die sie ursprünglich gedacht waren (Sprachübertragung im Basisband, also so ca. 0-6 kHz maximal). Die Koaxkabel waren hingegen schon immer (V/U)HF-tauglich und die Datenübertragung erfolgt innerhalb des Frequenzbands, für das die Kabel gedacht sind.
Nicht, dass das in irgendeiner Form FTTH vorzuziehen wäre - aber da ist viel mehr Luft als bei DSL, was schon am Limit läuft und ohne aktive Kompensationen (Vectoring, G.fast) seine Leistungsgrenze erreicht hat, selbst wenn die Strecke weniger als 1 km lang ist...
There's no sense crying over every mistake,
you just keep on trying 'till you run out of cake. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Calucha 13.06.15 - 16:35
Deckt sich fast mit meiner Erfahrung. Ich habe zwar keine Schwankungen bei Kabel Deutschland, aber Upload ist unter aller Sau (Download ist heutzutage nicht so wichtig, wie Upload) und das Netz ist total instabil. Dann kommt der Routerzwang, wo selbst die Fritz Box durch die Updatepolitik von Kabel Deutschland abstinkt.
Ich hätte viel lieber 50 mbit down/10 Up bei VDSL oder gar Vectoring, leider ist es gerade in unserem Haus nicht verfügbar (alle Häuser drum herum haben es)
Aber wenn ich die Wahl habe, würde ich niemals zu Kabel gehen.
PS: Ich sehe Vectoring zwar als Zwischenlösung, aber nicht als dauerhafte. Langfristig muss Glasfaser her, aber die Aussage von KabelDeutschland ist dennoch Mist! -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Lemo 13.06.15 - 19:35
Wieso bitte ist Upload wichtiger als Download :D was zum Teufel
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Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: blackout23 13.06.15 - 19:57
Lemo schrieb:
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> Wieso bitte ist Upload wichtiger als Download :D was zum Teufel
Psst zerstöre doch nicht die Illusion von vielen Golem Lesern, dass der Normalo jeden Tag Petabyteweise am Zeugs hochladen ist und die 6 Mbit/s von einem 100er Kabelanschluss für NIEMANDEN reichen können. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Lemo 13.06.15 - 22:05
blackout23 schrieb:
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> Lemo schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Wieso bitte ist Upload wichtiger als Download :D was zum Teufel
>
> Psst zerstöre doch nicht die Illusion von vielen Golem Lesern, dass der
> Normalo jeden Tag Petabyteweise am Zeugs hochladen ist und die 6 Mbit/s von
> einem 100er Kabelanschluss für NIEMANDEN reichen können.
Danke.
Wie gesagt wer Homeoffice hat darf sowieso keinen Privattarif nutzen, sonst missachtet er einfach die AGB.
Und wer lädt bitte sonst ständig TIFFs oder Filme durch die Gegend? -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Transistoreffekt 14.06.15 - 11:10
M. schrieb:
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> Genau. Bleibt noch zu erwähnen, dass man die Telefon-Klingeldrähte mit DSL
> weit, weit ausserhalb jeglicher Spezifikationen betreibt, für die sie
> ursprünglich gedacht waren (Sprachübertragung im Basisband, also so ca. 0-6
> kHz maximal). Die Koaxkabel waren hingegen schon immer (V/U)HF-tauglich und
> die Datenübertragung erfolgt innerhalb des Frequenzbands, für das die Kabel
> gedacht sind.
Bingo.
Ich frage mich ja manchmal, ob nicht so manche Probleme bei anderen Funksystemen nicht aus den völlig überzüchteten DSL-Leitung herkommen.
> Nicht, dass das in irgendeiner Form FTTH vorzuziehen wäre - aber da ist
> viel mehr Luft als bei DSL, was schon am Limit läuft und ohne aktive
> Kompensationen (Vectoring, G.fast) seine Leistungsgrenze erreicht hat,
> selbst wenn die Strecke weniger als 1 km lang ist...
G.fast/Vectoring enden von ihrer max Performance ja schon weit unter 1km, die 100 MBit gibt es z.B. nur bis ca. 500m. Wobei das immer Idealwerte sind, da reicht schon eine nicht ganz perfekte Muffe in der Straße und es sind nur noch 300-400m.
Coax kann bei genügend Aufsplittung noch ohne große Probleme die GBit-Skala hoch klettern. Im Grunde könnten die Anbieter, ohne die Hausverkabelung zu verändern, einfach an jedes Haus bis auf den letzten Meter Glasfaser legen und dann mit locker 10 GBit und mehr das Haus anbinden. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Ovaron 14.06.15 - 12:25
Transistoreffekt schrieb:
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> Coax kann bei genügend Aufsplittung noch ohne große Probleme die GBit-Skala
> hoch klettern. Im Grunde könnten die Anbieter, ohne die Hausverkabelung zu
> verändern, einfach an jedes Haus bis auf den letzten Meter Glasfaser legen
> und dann mit locker 10 GBit und mehr das Haus anbinden.
Kupfer-DA kann bei genügend kurzer Leitung ebenfalls ohne große Probleme die GBit-Skala hoch klettern. Im Grunde könnten die Anbieter, ohne die Hausverkabelung zu
verändern, einfach an jedes Haus bis auf den letzten Meter Glasfaser legen und dann mit locker 10 GBit und mehr das Haus anbinden.
Telekom intern wird genau dieser Weg gerade als Alternative zum Kasten im Gehweg durchgerechnet. Kostet einmalig mehr weil bis zum Keller durchgebuddelt werden muss. Verringert aber sofort das Reichweitenproblem auf ein Minimum. FTTH ist meines Erachtens auch daran gescheitert das die Telekom die Hoheit über die Inhouse-Verkabelung eingefordert hat. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: tingelchen 14.06.15 - 16:23
> Kupfer-DA kann bei genügend kurzer Leitung ebenfalls ohne große Probleme die
> GBit-Skala hoch klettern. Im Grunde könnten die Anbieter, ohne die
> Hausverkabelung zu verändern, einfach an jedes Haus bis auf den letzten Meter
> Glasfaser legen und dann mit locker 10 GBit und mehr das Haus anbinden.
>
Und wie kurz soll das sein? Um Ethernet mit 1GBit betreiben zu können werden 4 Adern (2x Signal + 2x Masse) benötigt mit einer spezifizierten Reichweite von max 100m. Dazu muss, für ein sauberes Signal min ein Cat.5e Kabel vorliegen. Natürlich werden hier keine kleinen Supercomputer benötigt, um die Signalqualität sauber zu halten.
100m sind schon sehr knapp. Besonders in Mehrfamilienhäusern können die 100m bereits innerhalb des Hauses erreicht, teils sogar überschritten, werden. Dazu kommen die Klemmen und Verbindungen. Keiner hat sich beim Hausbau vor 20 (und älter) Jahren bemüht die Kabel ordentlich zu verlegen. Machen sie nicht mal heute.
Hilft alles nichts. Weder die Qualität des Kupfers ist ausreichend, noch gibt es irgend eine Form der Schirmung. Die Grenze wurde bereits überschritten. Schon bei VDSL konnte man merken das hier das Ende der Fahnenstange erreicht war. Vectoring und G.Fast sind nur mittels reiner Rechenpower überhaupt möglich. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: tingelchen 14.06.15 - 16:37
Kurzsichtige Sichtweise. Je mehr man mit Clouds arbeitet (und dies wird auch im privaten Bereich immer mehr), desto mehr lädt man auch hoch. Schon heute laden die Menschen haufenweise Zeug ins Netz hoch. Darunter befinden sich vor allem Bilder (von z.B. den Handys) und Videos. Mit zunehmender Qualität werden die Videos auch immer größer. Trotz immer besserer Codecs.
Mit Smart Home werden auch Kameras und damit Live Bilder mehr werden. Die Menschen werden es nutzen. Schon seit Jahren nutzen bereits einige die Möglichkeit Live Streams von WebCams um in ihre Wohnräume blinzeln zu können. Live Übertragungen von Videospielen ist ja mittlerweile ein alter Hut.
Die Services werden nicht weniger.
Der Upload wird steigen. Und ich fürchte schneller als es den ISP's lieb ist. Zumal der Upload bei DOCSIS 3 nicht so gering sein muss. Die lächerliche Limitierung ist reines Marketing. -
Re: Vectoring immerhin besser als Kabel-Internet..
Autor: Ovaron 14.06.15 - 22:13
tingelchen schrieb:
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> > Im Grunde könnten die Anbieter, ohne die
> > Hausverkabelung zu verändern, einfach an jedes Haus bis auf den letzten
> Meter
> > Glasfaser legen und dann mit locker 10 GBit und mehr das Haus anbinden.
> >
> Und wie kurz soll das sein?
Zu kurz. Ich war nicht ganz wach als ich das schrieb. Ich meinte 1 Gbit und als FTTB in den Keller des Hauses per Glasfaser. Die restlichen < 50 Meter sind dann "machbar".
> Um Ethernet mit 1GBit betreiben zu können
> werden 4 Adern (2x Signal + 2x Masse) benötigt mit einer spezifizierten
> Reichweite von max 100m. Dazu muss, für ein sauberes Signal min ein Cat.5e
> Kabel vorliegen. Natürlich werden hier keine kleinen Supercomputer
> benötigt, um die Signalqualität sauber zu halten.
1 Gbit über 100 Meter sind für ein hypothetisches G.Fast2 tatsächlich nicht völlig unrealistisch. Als Summenbitrate allerdings, also zum Beispiel 800/200. Und nicht wirklich billig, Stichwort Rechenleistung und elektrische Leistung. Aber eben doch eine Überlegung Wert wenn die Alternative darin besteht die Verkablelung für das gesamte Haus zu renovieren.
> 100m sind schon sehr knapp. Besonders in Mehrfamilienhäusern können die
> 100m bereits innerhalb des Hauses erreicht, teils sogar überschritten,
> werden.
Ja. Und? Dann gibts in den oberen Stockwerken Internet mit nur 400/100 Mbit? Das reicht dann nicht die nächsten 20 sondern nur die nächsten 15 Jahre?
> Dazu kommen die Klemmen und Verbindungen.
Ja. die kommen dazu. Schlimm, schlimm.
> Hilft alles nichts. Weder die Qualität des Kupfers ist ausreichend
Und trotzdem gibts bereits weite Teile wo da drüber 25..50...100 Mbit laufen und trotzdem werden darüber in Zukunft 200...400...Mbit laufen. Das muss die armen Ecksperden schlicht in den Wahnsinn treiben, das sich die Realität schon seit 20 Jahren so beharrlich weigert, ihren düsteren Prognosen über ein Ende der Welt dank xDSL zu beherzigen. ;-)
> Die Grenze wurde bereits überschritten.
Wurde sie das? Wie ungeheurlich! Du solltest unbedingt einen Protestbrief an die Internetverwaltung schreiben, es ist gut möglich das diese einschreitet und die Grenzverletzer in Haft nimmt.
> Schon bei VDSL konnte man merken das hier das Ende der
> Fahnenstange erreicht war. Vectoring und G.Fast sind nur mittels reiner
> Rechenpower überhaupt möglich.
Was denn jetzt? Sind sie nun doch möglich, wurde die Grenze also noch nicht erreicht? Oder wurde die Grenze bereits überschritten und sind VDSL und G.Fast nur Pappkameraden die in den geheimen Labors in Bielefeld ersonnen wurden?



