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Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

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  1. Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: FreierLukas 18.10.17 - 21:18

    Viele denken ja Koaxial sei weil es Kupfer ist genauso schlecht wie der Telekom ihr zweiadriger Klingeldraht. Dem ist aber weit gefehlt. Das Signal breitet sich in so einem Leiter genaus aus wie in der Glasfaser. Also als "Licht"welle (TEM) und nicht als Strom. Es gibt also keinen richtigen elektrischen Widerstand mehr den man sonst von elektrischen Leitern her kennt. Sehr spannendes Thema! Was viele auch vergessen ist dass eine Glasfaser nichtz der perfekte Signalleiter ist. Keine Faser ist zu 100% durchsichtig also gibt es auch da ständig Verluste weil das Signal verstärkt werden muss. Ich bin kein Profi in dem Bereich aber rein logisch müsste die Glasfaser den Vorteil besitzen dass sie höhere Frequenzen übertragen kann. Die Welle im Koaxialkabel wird spätestens bei infrarotem Licht geblockt da das Dielektrikum nicht durchsichtig ist. In wie weit man da Durchsichtiges einsetzen könnte weiß ich nicht. Es wäre aber vermutlich teurer als eine super dünne Faser und wenn an dann schon umrüstet dann gleich auf Glasfaser.

    Zu DOCSIS 3.1: Soweit ich weiß ist das einfach nur ein Softwareupdate und hat mit den physikalischen Gegebenheiten (Dem Leiter) nichts zu tun. Wie man jetzt darauf kommt auf einen neuen Standard zu verzichten und stattdessen auf Glasfaser umzurüsten ist mir schleierhaft. Diese ganzen Standards kann man auch mit Copy & Paste bei Glasfaser einsetzen. Also die Datenübertragung dort profitiert auch, oder grade weil man so viel Daten aus Kuper rausdrückt.

    Und noch eins: Petabit/s wird man mit Koaxial nicht erreichen können aber die Terabit/s wird man vermutlich noch knacken oder sehr nahe rankommen.



    12 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.17 21:37 durch FreierLukas.

  2. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: mrgenie 18.10.17 - 22:22

    Das ist toll wenn ein Kabel von 10mm Durchmesser aktuell 1Gbps schafft und beim Aufruesten bis 2100AD vielleicht das 100 Favhe sogar.

    Nur bleibt es damit immer noch ein Shared Medium? D.h. 1000 Kunden in der Primezeit haben 1Mbps pro Kunde!

    Beim Glasfaser haben wir hier im Dorf nun etwa 1600 Haushalte die 200-500Mbps Verträge haben. Ich habe immer zu jeder Zeit 5-10% mehr Leistung als man versprochen hat. Egal ob das halbe Dorf saugt!

    Außerdem, wenn Sie in Deutschland alle Bÿürger mit 1Gbps Coax versorgen wollen dann schalte bitte zuerst 10 neue Nuklearkraftwerke hinzu sonst wird’s nicht klappen. Im Gegenzug wenn alle vom Telefon und Coax auf Glasfaser umsteigen Kornen wir trotz Verstärker die dazwischen kommen 2 AKW abschalten!

  3. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Freiheit statt Apple 18.10.17 - 22:23

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zu DOCSIS 3.1: Soweit ich weiß ist das einfach nur ein Softwareupdate und
    > hat mit den physikalischen Gegebenheiten (Dem Leiter) nichts zu tun. Wie
    > man jetzt darauf kommt auf einen neuen Standard zu verzichten und
    > stattdessen auf Glasfaser umzurüsten ist mir schleierhaft. Diese ganzen
    > Standards kann man auch mit Copy & Paste bei Glasfaser einsetzen. Also die
    > Datenübertragung dort profitiert auch, oder grade weil man so viel Daten
    > aus Kuper rausdrückt.

    Bedenke:
    Umso mehr Bandbreite beim Endkunden in die Wohnung kommt, umso mehr Bandbreite muss auch in die Strassen und Häuser kommen. Der einzelne Kunde will sich seine Bandbreite ja nicht mit der halben Stadt teilen.
    D.h. wenn die einzelnen Endkunden sich plötzlich 10 GBit in die Bude abonnieren und dann hast du ein paar Dutzend von denen in der Strasse oder gar im Wohnblock, dann musst du die Glasfaser eben sowieso immer näher zum Kunden bringen.
    Und das Argument um das es in diesem Artikel geht ist nun eben, dass, wenn man ohnehin schon die Strassen aufreisst um die Faser näher an die Kunden zu bringen, man sie auch gleich ganz bis zum Kunden bringen könne, weil es letztlich irgendwann sowieso darauf hinausläuft.

  4. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: ziegenberg 18.10.17 - 22:34

    Koax hat in der Mitte einen dicken Kupferdraht, da läuft das Signal drüber. Sonst nirgends. Das ist elektrisch und nicht optisch.
    Für Docsis 3.1 braucht man neue Geräte weil da mit anderen Frequenzen gearbeitet wird. Das sind neue DSPs in den Modems und den Kopfstationen notwendig

    Lg, Daniel

  5. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Anonymer Nutzer 18.10.17 - 23:02

    Die letzten Meter sind so oder so nicht mehr das Problem. Ob über das alte Telefonkabel, das Fernsehkabel oder einen neu verlegten Lichtwellenleiter, es gibt einsatzbereite Technik um dem Endkunden auf den letzten Metern hunderte Megabit pro Sekunde an Bandbreite zu liefern. Man muss sie nur einbauen.

    Das Problem ist zunehmend die Anbindung dieser letzten Meter an das restliche Internet. So häufen sich beispielsweise Beschwerden von Nutzern in diversen Foren über abendliche Geschwindigkeitseinbrüche ihrer nagelneuen FTTH Anschlüsse der "Deutschen Glasfaser". Die gibt es zwar auch bei Nutzern die per VDSL oder Fernsehkabel online sind, aber genau das ist ja der Punkt, FTTH ist halt nicht das Allheilmittel und alles andere ist doof und altmodisch. So wird es aber immer idealisiert, insb. unter IT Nerds in Deutschland.

    Und angesichts dessen, dass ca. 20 Millionen Haushalte in Deutschland am Kabelfernsehnetz hängen (nur ca. 17,5 Mio. davon nutzen es auch, der Rest bevorzugt zB aus Kostengründen Sat TV, DVB-T oder nutzt Telekom Entertain oder was auch immer... aber hat prinzipiell trotzdem die Möglichkeit den vorhandenen Kabelanschluss auch zu nutzen) - bei einer Gesamtzahl von ca. 40 Mio. Haushalten in der Bundesrepublik - kann man ziemlich genau die Hälfte der Bevölkerung mit etwas Aufwand an Gigabitspeed per Docsis 3.1 anschließen und braucht auf Jahre an sowas wie FTTH einfach nicht zu denken. Der Rest kann größtenteils per Supervectoring mit vergleichsweise wenig Aufwand erschlossen werden, es muss aber halt auch gemacht werden. Da, wo der Upgrade von bestehender Infrastruktur nicht möglich ist bzw. keinen Sinn ergibt kann man dann ja auch gleich FTTH verlegen, keine Frage.

    Aber wenn es einfach darum geht, dass z. B. 95 % der Haushalte in Deutschland mittelfristig mindestens 100 mbps bekommen können, dann brauchen wir keinen flächendeckenden FTTH Ausbau, der ja flächendeckend (!) nur mit vielen Milliarden Fördergeld möglich ist. Es gibt genug andere Dinge in die man das Geld sinnvoller investieren kann (oder auch einfach mal Schulden tilgen, wäre ja auch mal eine Idee). Auch gehört zu einem zeitgemäßen Umgang mit Ressourcen, dass man das, was man hat, bestmöglich nutzt. Wir haben nur eine Erde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.17 23:04 durch ermic.

  6. Beim Energieverbrauch der Linienverstärker

    Autor: M.P. 18.10.17 - 23:29

    Sind Koaxialkabel sogar weit vorne ...

  7. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: bombinho 19.10.17 - 01:02

    Wenn wir mal den Skineffekt und die moeglichen Frequenzen unter einen Hut bringen, dann wird klar, dass das Signal die Schirmung nutzen muss. Es ist kein primaer ohmscher Leiter, wenn man mal von einer moeglichen Stromversorgung via Kabel absieht. Dazu sind die Leitungslaengen einfach zu gross.

    Es gab doch mal diese Simulation mit Frequenzen zwischen 50 und 600 Gigahertz. Auf der Doppelader. Auch dort ist das Kupfer nur noch ein "wave guide" also wie eine Schiene an der das Signal entlang laeuft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.10.17 01:11 durch bombinho.

  8. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Psy2063 19.10.17 - 10:33

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele denken ja Koaxial sei weil es Kupfer ist genauso schlecht wie der
    > Telekom ihr zweiadriger Klingeldraht. Dem ist aber weit gefehlt. Das Signal
    > breitet sich in so einem Leiter genaus aus wie in der Glasfaser.

    warum habe ich dann mit FTTH einen Ping von 3-5ms, während ich vorher bei Unitymedia eher so 40-50ms und davor mit VDSL 20-30ms hatte?

  9. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Anonymer Nutzer 19.10.17 - 10:46

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreierLukas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Viele denken ja Koaxial sei weil es Kupfer ist genauso schlecht wie der
    > > Telekom ihr zweiadriger Klingeldraht. Dem ist aber weit gefehlt. Das
    > Signal
    > > breitet sich in so einem Leiter genaus aus wie in der Glasfaser.
    >
    > warum habe ich dann mit FTTH einen Ping von 3-5ms, während ich vorher bei
    > Unitymedia eher so 40-50ms und davor mit VDSL 20-30ms hatte?

    Weil Ihre alten Anschlüsse offenbar minderwertig verlegt und/oder angeschlossen waren. Es gibt ja auch große Unterschiede in der Qualität der Coaxial- bzw. Telefonkabel (wie auch bei Ethernet- und Glasfaserkabeln). Mein VDSL hat in jedem Speedtest stabil 8 ms wenn auf speedtest.net gehe und das reicht mir vollkommen aus.

  10. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: M.P. 19.10.17 - 13:36

    Was für ein Kabelrouter?
    Fritzbox oder Connect Box sind von diesem Problem betroffen:
    http://www.badmodems.com/

  11. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Faksimile 19.10.17 - 15:51

    Full Ack.

  12. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Faksimile 19.10.17 - 16:08

    ermic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die letzten Meter sind so oder so nicht mehr das Problem. Ob über das alte
    > Telefonkabel, das Fernsehkabel oder einen neu verlegten Lichtwellenleiter,
    > es gibt einsatzbereite Technik um dem Endkunden auf den letzten Metern
    > hunderte Megabit pro Sekunde an Bandbreite zu liefern. Man muss sie nur
    > einbauen.
    >
    > Das Problem ist zunehmend die Anbindung dieser letzten Meter an das
    > restliche Internet. So häufen sich beispielsweise Beschwerden von Nutzern
    > in diversen Foren über abendliche Geschwindigkeitseinbrüche ihrer
    > nagelneuen FTTH Anschlüsse der "Deutschen Glasfaser". Die gibt es zwar auch
    > bei Nutzern die per VDSL oder Fernsehkabel online sind, aber genau das ist
    > ja der Punkt, FTTH ist halt nicht das Allheilmittel und alles andere ist
    > doof und altmodisch. So wird es aber immer idealisiert, insb. unter IT
    > Nerds in Deutschland.
    >
    Jetzt wird ein Schuh daraus. Weil man sich das Geld für den Peering-Ausbau sparen will, versorgt man "den Kunden" weiterhin mit langsameren Internet, damit er die Fehler des Traffic-Managements in der Verantwortlichkeit des Providers nicht bemerkt?
    Selbsverständlich erwartet der Kunde eine passende Infrastruktur auch im Backbone-Bereich und beim Peering.

    > Und angesichts dessen, dass ca. 20 Millionen Haushalte in Deutschland am
    > Kabelfernsehnetz hängen (nur ca. 17,5 Mio. davon nutzen es auch, der Rest
    > bevorzugt zB aus Kostengründen Sat TV, DVB-T oder nutzt Telekom Entertain
    > oder was auch immer... aber hat prinzipiell trotzdem die Möglichkeit den
    > vorhandenen Kabelanschluss auch zu nutzen) - bei einer Gesamtzahl von ca.
    > 40 Mio. Haushalten in der Bundesrepublik - kann man ziemlich genau die
    > Hälfte der Bevölkerung mit etwas Aufwand an Gigabitspeed per Docsis 3.1
    > anschließen und braucht auf Jahre an sowas wie FTTH einfach nicht zu denken.

    Ich werde ums verrecken keinen Kabelanschluss buchen. Den miesen Upload könen sie denen anbieten, die nur konsumieren.
    Ich möchte einen vernünftigen Anschluß mit Übertragungsraten wie in einem LAN. Das ist technisch möglich und preislich auch für den Privatmann in "noch akzeptablen" Größenordnungen via SDN realisierbar. Und keine "Krücken- und Übergangslösungen"

    > Der Rest kann größtenteils per Supervectoring mit vergleichsweise
    > wenig Aufwand erschlossen werden, es muss aber halt auch gemacht werden.
    > Da, wo der Upgrade von bestehender Infrastruktur nicht möglich ist bzw.
    > keinen Sinn ergibt kann man dann ja auch gleich FTTH verlegen, keine Frage.
    >
    > Aber wenn es einfach darum geht, dass z. B. 95 % der Haushalte in
    > Deutschland mittelfristig mindestens 100 mbps bekommen können, dann
    > brauchen wir keinen flächendeckenden FTTH Ausbau, der ja flächendeckend (!)
    > nur mit vielen Milliarden Fördergeld möglich ist.

    > Es gibt genug andere Dinge in die man das Geld sinnvoller investieren kann (oder auch einfach
    > mal Schulden tilgen, wäre ja auch mal eine Idee). Auch gehört zu einem
    > zeitgemäßen Umgang mit Ressourcen, dass man das, was man hat, bestmöglich
    > nutzt. Wir haben nur eine Erde.

    Stimmt. Sparen wir uns also das Erdöl für die chemische Industrie auf statt es zu verbrennen. Bauen wir Autos mit Radnabenmotoren (das Kupfer nehmen wir aus den CuDAs und Koaxkabeln) und Brennstoffzellen mit kleinem Pufferakku. Den Wasserstoff produieren wir alle mit der hauseigenen Photovoltaik, die auch den Strom für die Wärmepumpe liefert.
    Keine Mineralölmonopole mehr, keine Verbrennung von Primärbrennstoff zum heizen und endlich Glasfaseranschlüsse für alle. Das ist das Ziel!

  13. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Autor: Ovaron 19.10.17 - 20:32

    FreierLukas schrieb:
    -------------------------------------------------------------------
    > Viele denken ja Koaxial sei weil es Kupfer ist
    > genauso schlecht wie der Telekom ihr
    > zweiadriger Klingeldraht. Dem ist aber weit
    > gefehlt.

    Korrekt. Weder hat die Telekom Klingeldraht noch ist die KupferDoppelader per se schlecht.

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