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Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Mopsmelder500 06.08.16 - 11:19
ist klar das er nun Neue sucht.
Der will wirklich wirklich in ein US Gefängniss und legt es drauf an.
Oder er glaubt das man Megaupload 2 irgendwie seriös und gesetzeskonform hinbekommt und dann noch erfolgreich obwohl man einen schlechten Ruf hat.
Der Erfolg kam durch die Raubkopien und ohne wird das nichts.
Ich vermute das wird sein Tauschobjekt bei den Verhandlungen mit der USA. Der liefert alle neu gesammelten Raubkopierkontakte an die US Behörden aus und bekommt eine geringer Strafe -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: FreiGeistler 06.08.16 - 13:23
Klar, mehrere Jahre Gefängnis weil man einen Filehoster betreibt auf dem Urheberrechtsverstösse begangen werden. In den USA regiert das Geld. Dass Erdogan Journalisten wegen (für ihn) negativer Berichterstattung verhaftet, ist da vergleichbar.
Was das "seriös und Gesetzeskonform™" betrifft; Er will auf dem Client verschlüsseln, da wird man auf seinen Platten nichts verwertbares finden. Damit ist auch Vertrauenwürdigkeit sichergestellt, sofern er bekannte brauchbare Verschlüsselung nutzt.
Du magst Kim einfach persönlich nicht, stimmts? -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Moe479 06.08.16 - 14:01
die frage ist, von gesetzes wegen, ob wenn es dir technisch nicht möglich ist in den inhalt von speichern zu schauen, du überhaupt für die bereitstellung und nutzung solcher angreifbar bist, oder sagt das gesetz das es technisch möglich sein muss den inhalt von speichern überprüfen zu können, es keinen anbieter es ohne diese möglichkeit geben darf?
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Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 14:29
Moe479 schrieb:
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> das es technisch möglich sein muss den inhalt von speichern überprüfen zu
> können, es keinen anbieter es ohne diese möglichkeit geben darf?
Das Problem ist doch nicht der Upload sondern der Grund warum man diesen macht. Ich beschaffe doch nicht Inhalte Dritter nur zum Spass und Lade sie dann überall hoch. Das macht man eben nur, wenn dies irgendwie ein Job ist. Irgendwo verdient man Geld, Premiumaccounts oder Werbung oder Crapware.
Somit braucht man immer eine breite Zielgruppe und damit werden die URLs bekannt. Und fast alle Hoster löschen sich einen Ast (Youtube angeblich bis zu 50% des Tagesuploads! innerhalb von drei Tagen).
Das Original-Megaupload wollte nicht löschen, deswegen verfolgen ihn die Amis. Das Wissen über die Inhalte wurde via Email eines umgedrehten Mitstreiters bewiesen.
Wenn man also im Businessmodell des Sharehosters ist, und nicht einen Großteil des Traffics schnell wieder löschen möchte, erlaubt man weder direkte Verschlüsselung, noch lange Liegezeiten und sperrt den Gesamtaccount sofort wenn nur ein Upload angemadet wird. So gibt es eben nur sehr wenige bekannte, langsame Warezboxen die sich als Sharehoster tarnen. Ohne Premiums kommt man da an den Content nicht ran.
Wenn jetzt Kim angeblich einen Weg gefunden hat, P2P zu machen ohne zu wissen was drin ist, wird man trotzdem mitschuldig beim Ausliefern der Daten sein - speziell in Abmahnländern wie Deutschland.
Mega.nz mag verschlüsseln, aber sie löschen sich auch einen Ast. Die Mega-Links vom Untergrund sind immer die Ersten die sofort sterben. Die haben es gelernt, aber dann verdient man eben auch keine 100te Millionen im Jahr mit Payaccounts. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 14:32
FreiGeistler schrieb:
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> Klar, mehrere Jahre Gefängnis weil man einen Filehoster betreibt auf dem
> Urheberrechtsverstösse begangen werden.
Nein, weil man die Dateien die man löschen soll, nicht löschen will. Als wenn der Hehler bei einem Polizeizugriff entscheidet, dass er für sein Hehlergeschäft doch noch Ware braucht und dann in die Diskussion geht dass er mindestens acht Kartons braucht damit das "Geschäft" weiterläuft. Und die Polizei sagt "Klar, wir nehmen nicht das gesamte Lager mit, sie haben Recht, sie müssen ja weiter noch Hehlern können".
Deswegen treten sie ihm ans Schienbein. Er hat es gewusst und sich auch noch Feinde in den USA gemacht. Der Fall ist längst politisch motiviert. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: crazypsycho 06.08.16 - 15:38
Trockenobst schrieb:
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> Das Original-Megaupload wollte nicht löschen, deswegen verfolgen ihn die
> Amis. Das Wissen über die Inhalte wurde via Email eines umgedrehten
> Mitstreiters bewiesen.
Das ist nicht richtig. Auch bei Megaupload wurde gelöscht. Und das nicht zu knapp.
Megaupload war nicht illegaler als die ganzen anderen Hoster.
Und das Kim selbst Dateien hochgeladen und veröffentlicht hat, wurde bisher nicht bewiesen. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: plutoniumsulfat 06.08.16 - 16:10
Dann wäre jeder Cloudspeicher schon dran. Dropbox schon gesperrt wegen Filesharing?
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Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 17:47
plutoniumsulfat schrieb:
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> Dann wäre jeder Cloudspeicher schon dran. Dropbox schon gesperrt wegen
> Filesharing?
Ich kann in drei Sekunden sicherlich nicht genehmigte Daten bei mega.nz mit Google finden.
So und nun gibst du mir die Links mit ähnlichen Daten von Dropbox. Da bin ich aber gespannt. Wer so redet findet sofort was, nicht. ;)
Hier geht es nicht um schnöde Theorie. Sondern um harte Fakten. Fakt ist dass, der eine Hoster intensiv für sowas verwendet wird und der andere nicht. Weil es sehr aufwendig ist ständig neue Dropbox Accounts anzulegen während Mega anonyme Uploads zulässt. Den Unterschied sieht man schon auf der Homepage:
https://www.dropbox.com/
https://mega.nz/
Nicht das mit Dropbox und Co. auch gewisse Netzwerke ihre "Daten" verteilen. Aber das ist ja dann nicht öffentlich - und genau darum geht es hier. Äpfel werden mit Bananenkisten verglichen und komische Argumente gemacht. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 17:54
crazypsycho schrieb:
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> Das ist nicht richtig. Auch bei Megaupload wurde gelöscht. Und das nicht zu knapp.
Ich finde es lustig das genau in deiner Antwort der Grund, warum er von dem Amis gejagt wird. Da ist nichts mit "nicht zu knapp".
Es wird *alles* gelöscht was angemadet wird, nicht nur das was der Hehlerkönig für löschenswert erachtet. Wenn er alles löschen muss, verdient er nichts mehr mit den Payaccounts, das war das "Problem".
http://arstechnica.com/tech-policy/2013/12/us-unveils-the-case-against-kim-dotcom-revealing-e-mails-and-financial-data/
"Dotcom OK'd the increase; Warner could take down 5,000 links per day but "not unlimited," he stressed."
Ich bin dafür das jeder die Freiheit und jeden Shit behaupten und jeden Unsinn durchziehen kann, wenn er die Eier dafür hat. Es gibt aber keinen Grund danach die Fakten zu verdrehen. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: plutoniumsulfat 06.08.16 - 17:57
Ich meine nur, dass Über jeden Hoster verteilt wird und der Anbieter das nicht alles kontrollieren kann. Und wenn der Anbieter nichts sieht, kann er auch nicht dafür verurteilt werden, denn wer könnte nachweisen, dass der Anbieter Kenntnis davon hatte, dass bestimmte Daten geteilt wurden?
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Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 18:21
plutoniumsulfat schrieb:
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> auch nicht dafür verurteilt werden, denn wer könnte nachweisen, dass der
> Anbieter Kenntnis davon hatte, dass bestimmte Daten geteilt wurden?
Heutzutage findet Bots alles. Solange der Anbieter alles innerhalb von Minuten löscht, ist ja alles ok. Das tat aber Kim damals nicht und genau deswegen hat er ärger. Und übrigens sind danach alle Hoster die lange Liegenzeiten hatten und nicht löschen wollten Schlag auf Schlag vom Markt verschwunden.
Die Mischung "lange Liegezeit" und "öffentlicher Link" funktionieren nicht, wenn du sofort löschen müsst. Youtube hat deswegen sogar ein eigenes System entwickelt, weil sie es als sinnlos empfinden das jemand was hochläd was sofort wieder gelöscht werden darf.
Inzwischen hat sich das Rad weitergedreht, mega etwa ist für den Zweck wertlos geworden weil sie konsequent durch löschen. Also für den Westen. In Asien ist der Dienst groß, aber auf die entsprechenden Foren und Blogs kommen die westlichen Bots nicht :) Der Trick ist also zu verhindern, dass die Links zu bekannt werden.
Letztendlich zahlt Kim das Lehrgeld der Branche. Einen erwischt es immer. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: plutoniumsulfat 06.08.16 - 18:38
Nicht, wenn es verschlüsselt ist.
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Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Tobias Claren 06.08.16 - 18:59
@ Trockenobst
"P2P"?
Dann hätte doch Schmitz gar nichts damit zu tun.
Außer dass er evtl. die Technik dafür bereit stellen würde,.
"P2P" läuft doch Serverlos.
Abgesehen von P2P mit einem Startserver wie Zattoo.
Zumindest früher war Zattoo P2P, allerdings muss Zattoo selbst ja erst mal mit Receivern das Signal bereit stellen. Einmal sah Ich eine Fehlermeldung eines Receivers statt dem TV-Stream.
Also nicht mal über die Netzwerkbuchse, sondern über den HDMI oder gar Analogausgang (in Streamgerät).
Echtes P2P wäre nicht schlecht.
Ein neues oder weiter entwickeltes "OFF", denn das wurde ja schon so designt, dass der Tausch von Daten rechtlich nicht angreifbar ist.
Die Daten wurden verschlüsselt und dann zerhackt, und jeder lud diese Bröckchen und die von anderen runter. In einen freigegebenen Order, in dem auch Teile anderer Dateien geladen wurden.
Jede Datei für sich ist nur Datenmüll, besitzt kein Urheberrecht.
Und das System sorgte auch dafür, dass nicht immer einige online sein müssen, sondern die Inhalte immer bei anderen Nutzern, die die eigentlichen Daten gar nicht laden verteilt sind.
Mit den Filehostern, den "OCH" blieb OFF dann bei Version 0.1-irgendwas hängen.
Wollte er wirklich schocken, sollte er echtes P2P mit einer neuen Software und seinem Namen etablieren. Auch in Deutschland sicher vor Abmahnung. Zumindest über "Zuschauer". Falls was bei jemand zufällig mitgefunden wird, oder im Rahmen eines anderen bekannten Urheberrechtsverstoß, wäre das natürlich was anderes (ohne zu sagen dass Haussuchungen dafür legitim wären).
Für Filme, Audios etc. wäre abmahnsicheres P2P und Streaming DAS Ding.
Aber wie sollte das gehen. Außer natürlich über ein VPN wie angeblich bei Popcorntime.
Hört man nichts mehr von.
So etwas mit Inhalten in gutem Full-HD (90min mind. 10GB, also wenigstens TV-Qualität bzw. etwas besser), und viel Deutschem Material, auch 4K, das könnte ein Erfolg werden.
Ist die Frage, wie das geht, wenn viele max. 10Mbit/s Upload haben, einige 40Mbit/s (VDSL100), Kabelkunden oft nur 5Mbit/s haben.
Da müsste es evtl. eine automatische Speicherung auf der Platte geben, und die Daten werden dann für x Zeit vorgehalten, um dann auch ohne dass man den Film sieht zum Stream beizutragen.
Wenn das Ganze z.B. automatisch über ein VPN läuft, zumindest in den Ländern wo das nötig ist, ist das ziemlich sicher.
Wenn es einen anonymen "Macher" hinter so etwas gäbe, könnten die auch Werbung einblenden. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: crazypsycho 06.08.16 - 19:47
Trockenobst schrieb:
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> plutoniumsulfat schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > auch nicht dafür verurteilt werden, denn wer könnte nachweisen, dass der
> > Anbieter Kenntnis davon hatte, dass bestimmte Daten geteilt wurden?
>
> Heutzutage findet Bots alles. Solange der Anbieter alles innerhalb von
> Minuten löscht, ist ja alles ok. Das tat aber Kim damals nicht und genau
> deswegen hat er ärger. Und übrigens sind danach alle Hoster die lange
> Liegenzeiten hatten und nicht löschen wollten Schlag auf Schlag vom Markt
> verschwunden.
Nein die Hoster müssen nicht innerhalb von Minuten löschen, das ist technisch gar nicht möglich, da ja tausende Meldungen am Tag eingehen.
Glaube es waren 72 Stunden. Und Mega hat auch damals schon rechtskonform gelöscht, genau wie alle anderen. Mega hatte sogar eine direkte Schnittstelle für die Content-Industrie.
> Die Mischung "lange Liegezeit" und "öffentlicher Link" funktionieren nicht,
> wenn du sofort löschen müsst. Youtube hat deswegen sogar ein eigenes System
> entwickelt, weil sie es als sinnlos empfinden das jemand was hochläd was
> sofort wieder gelöscht werden darf.
Das System haben sie quasi freiwillig entwickelt. Bzw unter anderem um die Gema in ein schlechtes Licht zu rücken. Verpflichtet wären sie dazu nicht.
Erst wenn etwas gemeldet wird, müssen sie es löschen. Aber wie gesagt, nicht innerhalb von Minuten.
> Inzwischen hat sich das Rad weitergedreht, mega etwa ist für den Zweck
> wertlos geworden weil sie konsequent durch löschen. Also für den Westen. In
> Asien ist der Dienst groß, aber auf die entsprechenden Foren und Blogs
> kommen die westlichen Bots nicht :) Der Trick ist also zu verhindern, dass
> die Links zu bekannt werden.
Ich darf jederzeit eine DVD rippen (sofern ich keinen Schutz umgehe) und natürlich auch bei Mega hochladen. Das einzige was ich nicht darf, ist ein Link für andere zu erstellen (es also öffentlich machen).
> Letztendlich zahlt Kim das Lehrgeld der Branche. Einen erwischt es immer. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: crazypsycho 06.08.16 - 19:53
Trockenobst schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> crazypsycho schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Das ist nicht richtig. Auch bei Megaupload wurde gelöscht. Und das nicht
> zu knapp.
>
> Ich finde es lustig das genau in deiner Antwort der Grund, warum er von dem
> Amis gejagt wird. Da ist nichts mit "nicht zu knapp".
>
> Es wird *alles* gelöscht was angemadet wird, nicht nur das was der
> Hehlerkönig für löschenswert erachtet. Wenn er alles löschen muss, verdient
> er nichts mehr mit den Payaccounts, das war das "Problem".
>
> arstechnica.com
>
> "Dotcom OK'd the increase; Warner could take down 5,000 links per day but
> "not unlimited," he stressed."
>
> Ich bin dafür das jeder die Freiheit und jeden Shit behaupten und jeden
> Unsinn durchziehen kann, wenn er die Eier dafür hat. Es gibt aber keinen
> Grund danach die Fakten zu verdrehen.
Die hatten sogar ne Schnittstelle um einfacher Löschanträge zu erstellen.
Und jede Löschung muss natürlich vorher kontrolliert werden.
5000 am Tag ist schon ne Menge.
Und eine nicht durchgeführte Löschung ist keine Urheberrechtsverletzung (denn die hat immer der User begangen). Da liegt keine Straftat vor. Wenn könnte Schadensersatz gefordert werden (für eine verspätete Löschung), das ist aber nur zivilrechtlich. Und es haftet da nur die Firma, nicht Kim persönlich. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 20:37
crazypsycho schrieb:
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> 5000 am Tag ist schon ne Menge.
"Hallo wir haben gesehen sie haben 100 geklaute Ringe im Angebot"
"Ja sie können 20 mitnehmen Herr Polizist."
"Aber die sind alle geklaut!"
"Ja, aber irgendwie muss ich doch noch ein Geschäft machen"
Kann man alles so korrekt sehen. Muss man aber nicht.
> Und eine nicht durchgeführte Löschung ist keine Urheberrechtsverletzung
Sie ist der Betrieb einer "kriminellen Vereinigung" zum Zwecke der "Ermöglichung" der massenhaften Urheberrechtsverletzung. Keine Strawmen hochziehen bitte.
Er hätte es ja ganz einfach machen können: einfach die USA und Europa im Adressraum blocken, so wie es inzwischen sehr viele Seiten machen. Problem gelöst.
Deswegen gibt es auch kein Dope oder verschreibungspflichtige Medikamente im Netz legal auf einer DE Adresse zu kaufen. Auch wenn es in Amsterdam oder Lissabon oder Sonstwoistan legal wäre. Komisch dass da die Leute nicht zu selben Erkenntnissen kommen wie die Leute hier im Forum. "Ist alles legal, ist alles gut". Milliardengewinne winken!
Warum existieren dann die Seiten nicht? Weil man mit zwei drei Sätzen internationales Recht mit "muss ich nicht studieren, dass habe ich so im Gefühl" nicht abhaken kann.
Natürlich ist es Bullshit, aber das ändern an den Tatsachen nichts. Er hat sich mit der Hand in der Keksdose erwischen lassen. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 20:43
crazypsycho schrieb:
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> Glaube es waren 72 Stunden. Und Mega hat auch damals schon rechtskonform
> gelöscht, genau wie alle anderen. Mega hatte sogar eine direkte
> Schnittstelle für die Content-Industrie.
Nur das es sich nicht lohnt eine Traffikvernichter(!) zu bauen, der 99% der Links löscht.
Genau deswegen haben viele Firmen diesem Businessmodell eine Absage erteilt, weil es eben nicht funktioniert.
Man kann den Effekt sogar live sehen. Irgendein neuer Hoster tritt in den Markt ein. Große Dateien, großer Speed, 4 Wochen Liegenzeiten, große Freigrenzen.
Dann plötzlich: Drosselung. Limitierung pro Tag Wartezeiten. Capchas. Und innerhalb von vier bis acht Wochen ist er genau dort wo alle anderen sind. Gegen 99% Leecherkultur ist man eben nicht gefeilt, die kommen fast alle zum genau selben Ergebnis.
> Das System haben sie quasi freiwillig entwickelt.
Weil es weitaus effizienter ist sämtliche Varianten zu markieren als jedes einzelne Video zu überprüfen. Und man weiß auch dort dass es Tricks gibt das System zum umgehen, etwa den Film mit doppelten Speed hochzuladen und dann im Player auf halben Speed zurückzustellen. So findet man da 100te von Filmen.
> natürlich auch bei Mega hochladen. Das einzige was ich nicht darf, ist ein
> Link für andere zu erstellen (es also öffentlich machen).
Das hat auch niemand anders behauptet. Es gibt Dropbox und andere Cloud-Tauschringe in die man nur schwierig reinkommt, aber dort liegen Pentabytes an "Content". Nur eben nicht für die Wald+Wiesen Leecher. Genau auf diese Details kommt es eben aber an. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: Trockenobst 06.08.16 - 20:54
Tobias Claren schrieb:
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> Und das System sorgte auch dafür, dass nicht immer einige online sein
> müssen, sondern die Inhalte immer bei anderen Nutzern, die die eigentlichen
> Daten gar nicht laden verteilt sind.
Deswegen spricht er auch von "hosts" also VPN-Servern oder Cloudshares die da mitmachen sollen. Örtlichkeiten die eben nicht daheim auf der Abmahnstrecke sind. Das Problem war ja schon immer das Auffinden nicht das Verschlüsseln. Wenn man es nicht finden kann, nützt das Hosting nichts. Wenn jeder es finden kann, findet es auch derjenige der das Recht hat es löschen zu lassen.
Das wäre ein großes Ding wenn er das Schaffen könnte.
> TV-Qualität bzw. etwas besser), und viel Deutschem Material, auch 4K, das
> könnte ein Erfolg werden.
Wer soll den Traffik bezahlen? Das ist doch das Problem. Bei der Masse an Kunden kriegt es Netflix und Amazon nur mit ganzen Serverfuhrparks immer wieder nicht hin und es hat legal 10 Jahre und mehr gedauert. Für ein bisschen Spackerei ist das nichts.
> Wenn das Ganze z.B. automatisch über ein VPN läuft, zumindest in den
> Ländern wo das nötig ist, ist das ziemlich sicher.
Glaube ich nicht. Der Traffik ist das Problem bei sehr vielen VPN Anbietern. Die verlangen und verlangten Premiumpreise für Netflix und Co. Die werden sich nicht die Finger mit solchen Experimenten schmutzig machen. Haben sie vorher auch nicht.
Einen echten "Lösungsansatz" für das Problem habe ich sogar. :^)
Man kann z:B. ein mp3 in eine Reihe von textuellen Zitaten umwandeln. Dieser Text liegt dann öffentlich auf einem Server. Mit dem passenden Tool kann man dieses mp3 dann wieder zurückverwandeln. Da der Text selbst nicht "illegal" sein kann, kriegt man den auch nicht gelöscht.
Ich habe mal mit einem Kumpel so was experimentell gemacht. Das funktioniert bläht aber die Datei von 3mb auf 10mb hoch oder so. Wenn man sie wieder zipt kommt man in die Nähe der 3-4mb.
Die Fragmente der Textabschnitte holt man sich aus gemeinfreien Büchern. Z.B. aus der Bibel.
Wenn die Musikindustrie also dann die Texte löschen lassen will, steht in den IT-News "Musikindustrie will die Bibel verbieten lassen". Der Rest sind dann Implosionsgeräusche ;) Das Problem hier ist jedoch, dass man sehr viel künstlichen Traffik erzeugt, die Daten in ein untypisches Format zu wandeln. Mit Dateien im GB Bereich wäre das hirnrissig. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: crazypsycho 06.08.16 - 21:58
Trockenobst schrieb:
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> crazypsycho schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > 5000 am Tag ist schon ne Menge.
>
> "Hallo wir haben gesehen sie haben 100 geklaute Ringe im Angebot"
> "Ja sie können 20 mitnehmen Herr Polizist."
> "Aber die sind alle geklaut!"
> "Ja, aber irgendwie muss ich doch noch ein Geschäft machen"
>
> Kann man alles so korrekt sehen. Muss man aber nicht.
Dein Beispiel stimmt so aber nicht.
Eher so:
"Hallo, wir behaupten sie haben 100 gefälschte Ringe in ihren vermieteten Lagern, bitte zerstören sie diese."
"Gerne, aber wir müssen erst prüfen, ob diese wirklich gefälscht sind, sind ja nicht unsere Ringe"
> > Und eine nicht durchgeführte Löschung ist keine Urheberrechtsverletzung
>
> Sie ist der Betrieb einer "kriminellen Vereinigung" zum Zwecke der
> "Ermöglichung" der massenhaften Urheberrechtsverletzung. Keine Strawmen
> hochziehen bitte.
Bullshit. Es ist ein normaler Sharehoster. Da ist nichts kriminell dran. Dafür was die User hochladen, kann Mega ja nichts.
Klar Mega profitiert davon, aber da ist nichts illegales dran.
> Er hätte es ja ganz einfach machen können: einfach die USA und Europa im
> Adressraum blocken, so wie es inzwischen sehr viele Seiten machen. Problem
> gelöst.
Warum sollte er das? Es war ein legaler Hosting-Dienst. Dann müsste man ja auch Youtube komplett blocken, da gibt es auch Filme die nicht gleich gelöscht werden.
> Deswegen gibt es auch kein Dope oder verschreibungspflichtige Medikamente
> im Netz legal auf einer DE Adresse zu kaufen. Auch wenn es in Amsterdam
> oder Lissabon oder Sonstwoistan legal wäre. Komisch dass da die Leute
> nicht zu selben Erkenntnissen kommen wie die Leute hier im Forum. "Ist
> alles legal, ist alles gut". Milliardengewinne winken!
Dann ist also Ebay illegal, wenn Händler dort illegal Medikamente verkaufen?
Genau wie ein Sharehoster, muss Ebay die Auktionen nur löschen (sobald sie davon in Kenntnis gesetzt werden). Denn nicht Ebay verkauft die Medikamente (genausowenig wie Mega die Dateien öffentlich macht), sondern derjenige der es reinstellt.
> Natürlich ist es Bullshit, aber das ändern an den Tatsachen nichts. Er hat
> sich mit der Hand in der Keksdose erwischen lassen.
Nein, bei ihm wurde quasi eingebrochen, denn die Durchsuchung war nicht legal (da nichts gegen ihn vorliegt). Man wollte Mega (bzw den Geschäftsführer dahinter) loswerden, weil die Lobby das so wollte. -
Re: Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet 2/15
Autor: crazypsycho 06.08.16 - 22:06
Trockenobst schrieb:
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> crazypsycho schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Glaube es waren 72 Stunden. Und Mega hat auch damals schon rechtskonform
> > gelöscht, genau wie alle anderen. Mega hatte sogar eine direkte
> > Schnittstelle für die Content-Industrie.
>
> Nur das es sich nicht lohnt eine Traffikvernichter(!) zu bauen, der 99% der
> Links löscht.
> Genau deswegen haben viele Firmen diesem Businessmodell eine Absage
> erteilt, weil es eben nicht funktioniert.
Es funktioniert für den Hoster schon. Die Dateien sind ja paar Tage oder Wochen verfügbar. Werden gelöscht, nen Tag später wieder hochgeladen und sind wieder ne Weile online.
> Man kann den Effekt sogar live sehen. Irgendein neuer Hoster tritt in den
> Markt ein. Große Dateien, großer Speed, 4 Wochen Liegenzeiten, große
> Freigrenzen.
Logisch, um Kunden/Besucher zu gewinnen.
> Dann plötzlich: Drosselung. Limitierung pro Tag Wartezeiten. Capchas. Und
> innerhalb von vier bis acht Wochen ist er genau dort wo alle anderen sind.
> Gegen 99% Leecherkultur ist man eben nicht gefeilt, die kommen fast alle
> zum genau selben Ergebnis.
Das hat aber nichts mit der Löschung von Dateien zutun. Mit der Drosselung sorgt man für zahlende Kunden, welche mehr bringen als die Werbung.
> > Das System haben sie quasi freiwillig entwickelt.
>
> Weil es weitaus effizienter ist sämtliche Varianten zu markieren als jedes
> einzelne Video zu überprüfen. Und man weiß auch dort dass es Tricks gibt
> das System zum umgehen, etwa den Film mit doppelten Speed hochzuladen und
> dann im Player auf halben Speed zurückzustellen. So findet man da 100te von
> Filmen.
Aber ist eben nicht notwendig um gesetzeskonform zu sein. Und bei einen Filehoster auch sinnfrei. Denn hochladen darf man ja alles, solange es nicht öffentlich verfügbar gemacht wird. Bei Youtube ist jedes Video erstmal öffentlich verfügbar.
> > natürlich auch bei Mega hochladen. Das einzige was ich nicht darf, ist
> ein
> > Link für andere zu erstellen (es also öffentlich machen).
>
> Das hat auch niemand anders behauptet. Es gibt Dropbox und andere
> Cloud-Tauschringe in die man nur schwierig reinkommt, aber dort liegen
> Pentabytes an "Content". Nur eben nicht für die Wald+Wiesen Leecher. Genau
> auf diese Details kommt es eben aber an.
Die Links sind dort nur weniger verbreitet und darum für die Content-Industrie schwieriger zu finden (da die eben nicht in diesen Tauschringen sind).



