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Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

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  1. Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: postb1 20.07.15 - 16:37

    ...wird das nix mit dem Marktführer:
    Für einen flächendeckenden Ausbau FTTH werden hierzulande Milliardenbeträge im hohen zweistelligen Bereich veranschlagt - die 450Mio sind da im Vergleich der Tropfen auf den heißen Stein...
    Und rechnen müssen sich die Investitionen für alle, auch für die DG.
    Und da die mit dem "gleichen Wasser kochen" wie die Telekom, scheinen Zweifel an den hochgesteckten Plänen der DG angebracht. Klingt für mich fast wie eine neue "IT-Blase".
    Mal sehen, was daraus in der Praxis wird.
    Wenn es wirklich so einfach wäre, wie es sich anhört, hätten es andere wie die Telekom schon längst flächendeckend in Angriff genommen.

    Und auch wenns keiner hören will:
    Hinzu kommt daß es kein Gesetz ist, daß der Bandbreitenbedarf weiter in die Höhe schnellt - irgendwo gibts eine Grenze der Vernunft, mehr braucht man nicht und ist auch nicht bereit dafür zu zahlen.

  2. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: chewbacca0815 20.07.15 - 16:55

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Klingt für mich fast wie eine neue "IT-Blase". ...

    Sehe ich ähnlich, zumal "einfach mal schnell Strasse aufgraben" nicht möglich sein wird in den allermeisten Fällen.

  3. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: narfomat 20.07.15 - 16:58

    >Wenn es wirklich so einfach wäre, wie es sich anhört, hätten es andere wie die Telekom schon längst flächendeckend in Angriff genommen.

    das stimmt so nicht: wenn dein geschäftsmodell technik A ist, und das rentabel ist, dann gibt es möglicherweise einfach keinen grund in technik B unsummen zu investieren, so lange kein anderer mit technik B kommt die deiner technik A überlegen ist und dein geschäftsmodell zerstört.

    weiterhin ist ftth BEI WEITEM FÖRDERUNGSWÜRDIGER als DSL technik. sehr wohl kann auch die DG fördergelder für breitbandausbau beantragen. wenn dann entschieden wird, wer die gelder bekommt, musst du mit einer alten, nicht-nachhaltigen technik schon sehr gute lobbyisten haben, damit du mit deiner DSLtechnik aus dem letzten jahrhundert die fördergelder bekommst und nicht die bude, die ftth verlegen will, weil ftth nun mal nachhaltiger ist. egal ob die bandbreite die theoretisch möglich ist heute oder morgen oder in 5 jahren gebraucht wird. wer leitungen verlegt denkt langfristig, und wer fördergelder ausgibt mit dem ziel nachhaltigen breitbandausbau voranzutreiben erst recht.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.07.15 17:03 durch narfomat.

  4. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: postb1 20.07.15 - 18:15

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weiterhin ist ftth BEI WEITEM FÖRDERUNGSWÜRDIGER als DSL technik. sehr wohl
    > kann auch die DG fördergelder für breitbandausbau beantragen.

    Im Prinzip ja, allerdings beantragt nicht ein Anbieter die Fördergelder, sondern die Gemeinde, welche am Förderprogramm des entsprechenden Bundeslandes teilnimmt.
    Und dann folgt erstmal eine Ausschreibung.
    Hab mir mal die Ausscheibungsunterlagen unserer Gemeinde angesehen, sind ja als pdf im Netz abrufbar.
    Dort wird ausdrücklich technologieneutral ausgeschrieben, Outdoor-DSL/VDSL ist also kein "muss".
    Dabei bekommt nicht unbedingt der "billigste" Anbieter den Zuschlag, es kann auch eine teurere Lösung (es ist meist die vom Magenta T) sein wenn unterm Strich das PLV besser ist und die Anlage künftig günstig erweitert werden kann. Es gibt enorme technische Unterschiede zwischen den FTTC-Angeboten, wie hier bei uns festzustellen ist.
    Die DG muß sich also nur an den Ausschreibungen beteiligen, scheint aber gegen deren Geschäftsmodell zu sein. Die wollen soviel ich weiß das alles aus Eigenmitteln finanzieren - und gerade dahinter muß man schon ein dickes Fragezeichen setzen wie das gehen soll...

  5. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: postb1 20.07.15 - 18:18

    chewbacca0815 schrieb:

    > Sehe ich ähnlich, zumal "einfach mal schnell Strasse aufgraben" nicht
    > möglich sein wird in den allermeisten Fällen.

    Laut Artikel verwenden die wohl das "Micro-Trenching"-Verfahren, bei dem die Asphaltschicht quasi nur "angeritzt" wird.
    Das ist zunächstmal billig, wird aber bei späteren Straßensanierungen oder dem Erneuern etwa von Kanalrohren umso teurer.

  6. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: plutoniumsulfat 20.07.15 - 23:57

    Dafür kann man es später relativ günstig richtig verlegen.

  7. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: plutoniumsulfat 20.07.15 - 23:58

    Naja, es gibt genug Leute, die in der IT-Welt geschrieben haben, es sei genug ;)

    Vielleicht gibt es in nicht allzu ferner Zukunft Hologramme und tadaaa, der Bandbreitenbedarf steigt sprungartig wieder an ;)

  8. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: postb1 21.07.15 - 06:20

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht gibt es in nicht allzu ferner Zukunft Hologramme und tadaaa, der
    > Bandbreitenbedarf steigt sprungartig wieder an ;)

    Du kannst selbstverständlich immer neue Anwendungen künstlich kreieren, die immer mehr Bandbreitenbedarf nach sich ziehen.
    Aber irgendwo ist die Vernunftgrenze erreicht, alles darüberhinaus ist "nice to have" aber sonst nichts und findet so nur einen überschaubaren Benutzerkreis.

    War doch in der Technik schon immer so.
    Betamax und V2000 waren beispielsweise hochentwickelte Systeme mit vielen theoretischen Vorteilen für den Nutzer, aber massenweise durchgesetzt hat sich eben das deutlich primitivere und billigere VHS weil die Vorteile der anderen in der Praxis sowieso kaum einer genutzt hat.
    Und Musik hört man heute wie? In der Regel als MPEG3, die qualitativ deutlich höherwertige Audio-CD interessiert nur noch wenige, und Nachfolgetechniken im Audiobereich die noch mehr bieten als die CD haben sich gar nicht erst durchgesetzt.
    Nur mal 2 Beispiele.

    Was den künftigen Bandbreitenbedarf von Entertainment-Geschichten angeht bin ich mir sicher, daß es auch dort Bedarfsgrenzen geben wird.
    Das Medium "Fernsehen" hat schon jetzt massiv an Bedeutung verloren und das wird sich noch verstärken in Zukunft.
    Die Industrie möchte den (eigentlich gedeckten) Bedarf künstlich anheizen mit immer mehr Auflösung (und damit mehr Bandbreitenbedarf) aber ob diese Rechnung aufgeht? Es werden sich immer einige wenige finden die meinen 4k, 8k oder mehr brauchen zu müssen, aber große Stückzahlen werden damit auch nicht generiert werden können.Streaming oberhalb HD dürfte daher die Ausnahme bleiben.

    Ein Blick in die benachbarte Kreisstadt bestätigt meine Ansicht:
    Mehrere Telekom Hvt, VDSL praktisch überall, KabelDeutschland flächendeckend sogar auf den eingemeindeten Dörfern außenrum.
    IP-TV selbstverständlich dort auch nutzbar.
    Und trotzdem nutzen die meisten Kunden Standard-Verträge der Telekom mit 16/1 bzw ggf. 16/2,4 wobei die "16" hier natürlich überall mit Volldampf anliegen und nicht nur "bis zu" wie draußen auf dem Land sind, viele Kabelkunden sogar nur dieses 9,99¤-Angebot 10/0,6.
    Deutlich schneller ginge es überall, aber die Kunden sehen keinen Bedarf dafür.
    Selbst die Nutzerzahlen für IP-TV sind dort sehr niedrig obwohl die Preise dafür nicht wirklich hoch sind.
    In solchen Gebieten ist der Ruf nach immer mehr Bandbreite schon jetzt nur noch leise zu hören.

  9. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 10:40

    postb1 schrieb:

    > Du kannst selbstverständlich immer neue Anwendungen künstlich kreieren, die
    > immer mehr Bandbreitenbedarf nach sich ziehen.
    > Aber irgendwo ist die Vernunftgrenze erreicht, alles darüberhinaus ist
    > "nice to have" aber sonst nichts und findet so nur einen überschaubaren
    > Benutzerkreis.

    Das liegt daran, dass die meisten Leute noch in der Vergangenheit leben.

    Beispiel Arbeit: Es ist immer noch völlig normal für die meisten Arbeitnehmer, dass sie mit dem eigenen Auto täglich ins Büro fahren. Zu monatlichen Kosten (Auto...) vom 10-20 fachen eines zeitgemäßen Internet Anschlusses.

    Gerade wenn man am Land, im Grünen lebt wäre die Arbeit von zuhause aus ein unglaublicher Komfort- und Zeitgewinn. Nebenbei würden sich die Mobilitätskosten und negative Effekte des Verkehrs (Staus, Umwelt...) verringern.

    Dafür braucht man einen guten Internetzugang, da man plötzlich ALLE Dateien (oder alternativ den Bildschirminhalt) rasch übertragen muss, und da HD Videokonferenzen gut funktionieren müssen.
    100 MBit up/down sind da ein guter Ausgangspunkt, in einigen Jahren wird mit Sicherheit mehr benötigt (allein schon um die 4-5k Bildschirme mit Inhalt zu versorgen).

    Auch wenn das in Deutschland noch Neuland ist - andere Staaten wie die Niederlande sind schon deutlich weiter (Recht auf Homeworking...).

    Das ist alles kein "nice to have", sondern für die Zukunftsfähigkeit des Landes in etwa so wichtig wie Straßen, Strom und Wasser.

  10. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: NotAlive 21.07.15 - 11:31

    Das sind alles Ansichten eine IT-lers. Die, die keinen Bezug zu solchen Themen haben und denen es reicht wenn es "läuft" geben sich nach wie vor mit dem zufrieden. Für die meisten Dinge reichen einfach 16k-25k. IP-TV, Streaming, moderat was runterladen - läuft.

    Dinge wie 4-5k Inhalte werden nur vereinzelt kommen, und wahrscheinlich auch im Bezug auf die Masse floppen. Wenn schon technikaffine Leute zwei Mal überlegen ob sie sich nen 4k Bildschirm holen, was denkt dann die breite Masse?

    Home-Office schön und gut, aber bei der Arbeit in einem Büro hast du meist auch nur ca. 5-10MB Bandbreite, reicht ja auch, oder?

    FTTx wäre wirklich toll, und auch definitiv zukunftssicher, aber wer braucht das jetzt gerade schon? Alles Nice to have.

  11. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: postb1 21.07.15 - 11:38

    fox82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das liegt daran, dass die meisten Leute noch in der Vergangenheit leben.
    >
    > Beispiel Arbeit: Es ist immer noch völlig normal für die meisten
    > Arbeitnehmer, dass sie mit dem eigenen Auto täglich ins Büro fahren. Zu
    > monatlichen Kosten (Auto...) vom 10-20 fachen eines zeitgemäßen Internet
    > Anschlusses.
    Auch wenns kaum einer für möglich hält:
    Nicht jede Arbeit findet im Büro statt.

    > Gerade wenn man am Land, im Grünen lebt wäre die Arbeit von zuhause aus
    > ein unglaublicher Komfort- und Zeitgewinn. Nebenbei würden sich die
    > Mobilitätskosten und negative Effekte des Verkehrs (Staus, Umwelt...)
    > verringern.
    Das ist richtig. Theoretisch. In der Praxis ist es oft gar kein Zeitgewinn wenn beispielsweise der Nachwuchs nervt und einen vom Konzentrierten Arbeiten abhält...

    > Dafür braucht man einen guten Internetzugang, da man plötzlich ALLE Dateien
    > (oder alternativ den Bildschirminhalt) rasch übertragen muss, und da HD
    > Videokonferenzen gut funktionieren müssen.
    > 100 MBit up/down sind da ein guter Ausgangspunkt, in einigen Jahren wird
    > mit Sicherheit mehr benötigt (allein schon um die 4-5k Bildschirme mit
    > Inhalt zu versorgen).
    Das ist falsch. Zumindest die "Telearbeiter" mit klassischen Bürojobs die mir bekannt sind (arbeiten bei größeren Unternehmen und Behörden) kommen mit ihren häuslichen 16mbit DSL-Zugang prima zurecht. Mehr braucht man nur in Ausnahmefällen, bei Audio/Videoproduktionen etwa.

    > Auch wenn das in Deutschland noch Neuland ist - andere Staaten wie die
    > Niederlande sind schon deutlich weiter (Recht auf Homeworking...).
    Naja, gleiches Recht für alle: was wohl der Fabrikarbeiter zum "Homeworking" sagt?

    > Das ist alles kein "nice to have", sondern für die Zukunftsfähigkeit des
    > Landes in etwa so wichtig wie Straßen, Strom und Wasser.

    Für die Zukunftsfähigkeit ist was ganz anderes wichtig, ein Land mit 50Mbit VDSL ist nicht weniger zukunftsfähig wie eines mit 200Mbit-Glafaserzugängen.

  12. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: Icestorm 21.07.15 - 11:45

    NotAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind alles Ansichten eine IT-lers. Die, die keinen Bezug zu solchen
    > Themen haben und denen es reicht wenn es "läuft" geben sich nach wie vor
    > mit dem zufrieden. Für die meisten Dinge reichen einfach 16k-25k. IP-TV,
    > Streaming, moderat was runterladen - läuft.

    Nein, sind sie nicht!
    Wenn man heute meint, genug sei genug, so landen wir in 10 Jahren wieder bei der selben Problematik und Diskussion.
    "Brauchen wir wirklich 1 Gb-Netze, oder reichen auch 400 Mb?"
    Selbst wenn wir dann nicht 1 Gb brauchen sondern "nur" 600 Mb, so müssen wir doch nicht unmittelbar wieder die ganzen verlegten Leitungen abschreiben.

  13. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: postb1 21.07.15 - 12:05

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, sind sie nicht!
    > Wenn man heute meint, genug sei genug, so landen wir in 10 Jahren wieder
    > bei der selben Problematik und Diskussion.


    Bin ich der Einzige hier, der es NICHT für ein Naturgesetz hält, daß der Bandbreitenbedarf in Zukunft weiter ins unmäßige gesteigert wird?
    In VDSL50-Gebieten sind doch jetzt schon massive Sättigungseffekte vorhanden, viele sehen bereits in VDSL oder sehr schnellen Kabelinternet-Zugängen keinen Sinn mehr.
    Einzig für diesen aufgeblähten Entertainmentmist mit dem das Netz zugemüllt wird wären schnellere Zugänge wirklich flächendeckend sinnvoll. Aber hier schießt sich die Industrie gerade mal wieder selber ins Knie und schmeißt Pseudoinnovationen in einen völlig übersättigten Markt - ich wette, daß 4K und mehr auch in 10 Jahren keine Rolle spielen wird. In der großen Verbreitung dürfte bei HD das Ende erreicht sein. Das Medium "Fernsehen" wird noch mehr Bedeutung verlieren als jetzt schon und nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.15 12:08 durch postb1.

  14. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: tingelchen 21.07.15 - 13:08

    Nein, da bist du nicht der einzige. Für den Bedarf des Kunden (nicht ISP), werden wir in den nächsten Jahren keinen Sprung mehr erleben. Mit einem 100MBits Anschluss kann man eine 4 Köpfige Familie mit 3 Full HD Videostreams versorgen und dennoch nebenher Telefonieren und im Internet Surfen. Wichtig dabei ist lediglich QoS. Damit die Streams, besonders bei VoIP nicht abreißen.

    Als Müll würde ich den Entertainment Kram allerdings nicht bezeichnen. Das Klassische Fernsehen stirbt aus. Zum Glück. Die Menschen wollen ihre Sendungen sehen wann sie Zeit und Lust dazu haben und nicht, wann der Sender einem Vorschreibt vorm TV zu sitzen.
    Das war mit dem Aufkommen von VoD Diensten absehbar und wird in Zukunft zulegen.

    Somit wird der Bandbreitenbedarf in Zukunft für den ISP noch dramatisch ansteigen.

    Das ist allerdings keine Argumentation auf FTTH/B zu verzichten. Beim Ausbau von Infrastruktur muss man darauf achten diese für die nächsten 50 Jahre und mehr betreiben zu können. D.h. es bedarf Luft nach oben. Es bedarf keiner Glaskugel um zu wissen das in den nächsten 5 bis 10 Jahren für den Kunden kein größerer Sprung beim Bedarf zu erwarten ist. Aber alles was danach kommt ist nur schwer ab zu sehen.

  15. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: tingelchen 21.07.15 - 13:17

    > Für die Zukunftsfähigkeit ist was ganz anderes wichtig, ein Land mit 50Mbit VDSL ist
    > nicht weniger zukunftsfähig wie eines mit 200Mbit-Glafaserzugängen.
    >
    An diesem Punkt muss ich widersprechen. Die Zukunft eines Landes wird in Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten gerechnet. Ein Land ist kein Kapitalunternehmen das man mal eben zu machen kann.

    Ein Land das heute 200MBit Anschlüsse landesweit anbieten kann, hat mehr Zukunft als ein Land das lediglich Stückelhaft 200MBit Anschlüsse anbieten kann und wo man sich noch in 20 Jahren streiten wird, wer FTTB/H verlegen soll.
    Denn dieses Land kann erheblich schneller reagieren um einen höheren Bedarf zu decken, als ein Land, wie wir, das noch immer darüber Diskutiert wer nun eigentlich die Kupferleitungen ersetzen soll.

  16. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: DrWatson 21.07.15 - 13:24

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Land das heute 200MBit Anschlüsse landesweit anbieten kann, hat mehr
    > Zukunft

    Du musst aber auch so ehrlich sein und sagen, dass das Geld irgendwo herkommen muss und irgendwoanders Gespart werden muss.

    D.h. dein Vergleich müsste heißten: Ein Land, dass viel für FTTH und z.b. wenig für Bildung ausgibt vs. ein Land, dass wenig für FTTH und viel für Bildung ausgibt.

    Bildung ist jetzt nur ein Beispiel. Man könnte auch die Renten kürzen oder die Steuern erhöhen, aber irgendwo muss das Geld halt her kommen um am Ende bezahlst du so oder so.

    Welches Land hat nun mehr Zukunft?

  17. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: Nocta 21.07.15 - 14:23

    Homeoffice macht doch keinen Spaß. Erstens vermischt man ganz schnell Arbeit und Privates, wenn man nicht sehr diszipliniert ist. Zweitens muss man sowieso sehr diszipliniert sein, weil man viel mehr Freiheiten hat. Drittens fehlt der persönliche Austausch doch irgendwo? Klar wenn du nur Deppen um dich rum hast und sowieso schon "alles weißt", dann bringt dir auch der persönliche Kontakt nichts. Aber dann ist man vielleicht auch in der falschen Firma.
    Man ist nun mal kreativer (=produktiver?) und glücklicher, wenn man mit anderen Menschen zusammen arbeitet, statt nur alleine.

    Also gerade dein Beispiel finde ich daher eher nicht so gut, das Internet soll nicht jegliche Kommunikation ersetzen. Aber natürlich gibt es Fälle, wo das wünschenswert wäre. Wenn man krank zu Hause ist (also natürlich nicht Fieberkrank sondern man kann zB temporär nicht laufen), zum Beispiel.

    Aber von de konkreten Beispiel mal abgesehen bin ich natürlich auch für mehr Bandbreite ... 100 MBit/s sind heute noch viel, kann man oft nicht ordentlich auslasten und den meisten reicht daher auch weniger. Aber in Zukunft gibt es sicherlich viele Anwendungen, wo man mit 100 MBit/s so dasteht, wie heute mit einem 56K-Modem. Auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, bisher hat die technische Entwicklung doch oft gezeigt, dass man schon so seine Anwendungszwecke für sehr hochentwickelte Technologie findet. Nicht zuletzt bei Computern dachte man ja auch, dass man niemals so schnelle und leistungsfähige Dinger bauen wird und überhaupt braucht. Heute will man endlich noch bessere Hardware, um noch mehr zu erreichen.

    GBit/s synchron für jedermann, so wie zu Hause im Lan kann doch eigentlich jeder gebrauchen. Was bringt mir ein NAS, wenn ich nur von zu Hause darauf zugreifen kann und unterwegs nur mit 6MBit/s weil der Upload so bescheiden ist? Natürlich bringt es im LAN was, aber warum auf's LAN beschränken?

  18. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: NotAlive 24.07.15 - 11:55

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NotAlive schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das sind alles Ansichten eine IT-lers. Die, die keinen Bezug zu solchen
    > > Themen haben und denen es reicht wenn es "läuft" geben sich nach wie vor
    > > mit dem zufrieden. Für die meisten Dinge reichen einfach 16k-25k. IP-TV,
    > > Streaming, moderat was runterladen - läuft.
    >
    > Nein, sind sie nicht!
    > Wenn man heute meint, genug sei genug, so landen wir in 10 Jahren wieder
    > bei der selben Problematik und Diskussion.
    > "Brauchen wir wirklich 1 Gb-Netze, oder reichen auch 400 Mb?"
    > Selbst wenn wir dann nicht 1 Gb brauchen sondern "nur" 600 Mb, so müssen
    > wir doch nicht unmittelbar wieder die ganzen verlegten Leitungen
    > abschreiben.

    Ich würde gern wissen für was du atm mehr als 50Mb brauchst. Ich verstehe das ganze geschreihe nicht nach Glas. JETZT. SOFORT. Die können sich auch noch 10 Jahre langsam nach und nach ausbauen und es wäre immer noch der Bedarf der breiten Bevölkerung gedeckt.

    Es sind immer nur IT'ler die gerade meckern. Natürlich ist Glas die Zukunft und Sinnvoll, bestreite ich auch nicht. Aber noch nicht Flächendecken benötigt.

  19. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: Anonymer Nutzer 24.07.15 - 12:21

    Man muss jetzt sofort ausbauen, damit man es in 10 Jahren halbwegs verfügbar hat. Infrastruktur dauert eben.

    Wenn man durch einen Berg buddelt plant man auch mal 10-20 Jahre, dann baut man 10 Jahre und dann kann man durchfahren.

    Die Argumentation "also jetzt gerade brauche ich es noch nicht" ist bei Infrastruktur schlicht nicht zielführend.

    Leider ist es für viele Menschen schwierig für den zukünftigen Bedarf zu planen. zB meine Nachbarin: Hat 8mbit von der Telekom. Könnte 75mbit via Kabel bekommen (ähnlicher Preis) WENN sie sich das Kabel rüber legen lassen würde. Was bevor wir asphaltiert haben sehr einfach möglich gewesen wäre. Aber nein, JETZT braucht sie ja noch nichts schnelleres. Viel Spaß beim Straße aufbuddeln lassen wenn sie es denn doch mal braucht...

    Wofür man schnelleres Internet braucht? zB Cloud Speicher: Man hat 1TB Speicher in der Cloud, über den ein verteiltes Team, Home Office Leute etc. zusammenarbeiten. Ein Teammitglied uploaded die neuen Produktfotos, ein anderes bearbeitet sie, wieder wer andere pflegt sie auf der Webseite ein. Da ist jedes MBit das man mehr hat sehr willkommen.

    Wenn man nun so eine schnelle Verbindung hat ist ein effizientes Arbeiten zB von der ländlichen Region aus möglich. Wenn man es nicht hat dann nicht, man verbringt also wohl viele Stunden mehr im Auto um zu einem Büro zu kommen, nur weil die Datenleitung nicht ausreicht. Schade.

    Mit Datenleitung: Landflucht kann vielleicht verlangsamt werden. Verkehrsüberlastung auf Straßen kann reduziert werden.
    Ohne Datenleitung: Mehr Landflucht, mehr Verkehr.

    "braucht" man die schnelle Datenleitung nun? Naja, muss jeder für sich beurteilen, ich wäre sehr dafür schnelle Leitungen zu verlegen, auch wenn sich 90% der Leute HEUTE noch nicht vorstellen können was sie damit machen sollen.

  20. Re: Begrüßenswert, aber mit 450Mio...

    Autor: kt1 27.07.15 - 20:40

    Richtig, das Geld kann nur einmal ausgegeben werden - man kann es in Internetanschlüsse stecken, oder aber in Bildung.

    Nur: bei uns will die Deutsche Glasfaser GmbH (DG) ausbauen, bietet für 35 EUR p.M. 100Mbit synchron an, Anschlusskosten für den Kunden: 0,00 EUR. Gleichzeitig baut die Telekom plötzlich von 2 MBit auf VDSL aus und verlangt dann den gleichen Preis.

    Aus meiner Sicht gibt es hier keinen vernünftigen Grund, als Kunde auf Vectoring zu setzen - für das gleiche Geld bekomme ich zukunftssichere Glasfaser ! Nach zwei Jahren Mindestlaufzeit kann jeder auf Wunsch zurück zur Telekom/Kupferader, hat dann aber schon mal Glasfaser im Haus. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, aber: wir haben derzeit Probleme, die 40% zusammenzubekommen, denn viele sagen (bei gleichen Kosten !!) "VDSL reicht mir".

    Die Frage ist also nicht, ob wir das Geld in Internet oder Bildung stecken (was übrigens durchaus nicht überschneidungsfrei ist ...), sondern ob wir das Monopol der Telekom finanzieren, oder ob die monatliche Gebühr in neue Infrastruktur gesteckt wird wie bei der DG.

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