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Der Mittelstand solls immer zahlen..

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  1. Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: McWiesel 18.06.21 - 15:28

    Das ist das Hauptproblem dieser ganzen verlogenen Politik

    Den Reichen, den betrifft es überhaupt nicht. Ob der jetzt beim SUV volltanken 90¤ oder 135¤ oder für den Kurztrip nach Malle 35¤ oder 135¤ zahlt, egal. Der Arme, der konnte und kann sich sowas sowieso nie leisten, selbst Heiz- und Stromkosten gehen oft direkt ans Amt, daher geht der Lenkungseffekt der Politik auch an ihm vorbei.

    Wer richtig geschröpft und in die Armut gedrückt wird, das sind eben die Leute mit einem normalen Einkommen, die ordentlich was gelernt haben und ein vernünftiges Leben führen. Die bringen heute schon 60% ihres Gehaltes für Miete, Altersvorsorge, Versicherungen und was man alles haben muss auf und die restlichen 40% des Gehalts sollen dann für irgendwelche co2-Phantasien draufgehen. Da fragt man sich zurecht, warum man dann noch arbeiten gehen soll, wenn das eh am Ende ne Nullnummer wird und man genauso wie der Hartz-IV-Empfänger mangels Geld nur noch vorm Fernseher sitzen kann. Denn wenn man für absolute Grundbedürfnisse wie warmes Essen und Heizung (wo schon eh jeder normale Mensch dran spart) dank co2-Steuer alles Geld aufwenden muss, dann bleibt halt auch keinerlei Geld mehr für ehrenamtliche Tätigkeiten, Spenden oder für die allgemeine Wirtschafft so wichtigen Investitionen, z.B. in umweltfreundlichere Technik, nachhaltigere (teurere) Produkte und Lebensmittel.

    Es muss endlich mal eine komplette steuerliche Abschöpfung von irgendwelchen Millionen-Verdiensten (niemand braucht eine Million als Privatvermögen) und einige neue Luxus-Steuern (z.B. aufs SUV, auf die 4. Fernreise im Jahr, auf ein Auto ohne privaten Stellplatz, auf Inlandsflüge für den Besuch eines Fußballspiels, etc. pp) her, und dann sollte man mal sehen, was man hier bereits für ein Effekt mit dem reinen Verbot von purer Verschwendung und Prasserei erzielen könnte.

    Aber nein, die helige Kuh rührt man nicht an, es soll bitte ausschließlich der normale Mensch an seinen elementarsten Grundbedürfnissen sparen, also das Kleinkind aufm kalten Boden rumkrabbeln, weil die Eltern dank vielfältig verfehlter Politik weder das Geld für eine topmoderne Wärmepumpe+Fußbodenheizung haben, noch dank co2-Besteuerung künftig das Öl bezahlen können, das halt leider Gottes die vor 15 Jahren eingebaute Heizung nunmal braucht.

    Aber da sieht der dumme Staat ja nur blind 80k Jahreseinkommen brutto und wendet fast sein Spitzensteuersatz darauf an, als ob der normale Durchschnittshaushalt das ganze Geld rein zum Ausgeben hätte. Dass mittlerweile dank immer höheren Allgemeinkosten von allen Seiten das Geld für reine Notwendigkeiten draufgeht und man am Ende weniger übrig hat als ein Sozialhilfeempfänger, das will man einfach nicht sehen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.21 15:36 durch McWiesel.

  2. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Emulex 18.06.21 - 15:38

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (niemand braucht eine Million als
    > Privatvermögen)

    Diese Grenze ist viel zu niedrig und willkürlich angesetzt.
    Jedes größere Haus in begehrter Lage ist mehr wert.

    Und ansonsten ist das natürlich insgesamt extrem sozialistischer Tobak, das Eigentum begrenzen zu wollen.

  3. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: FusionEnergy 18.06.21 - 15:43

    In dem Kommentar sind viele richtige und wichtige Punkte genannt. Allerdings werde ich nie verstehen, warum Leute Rechts wählen wenn sie eine linkere Politik erwarten...

  4. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Emulex 18.06.21 - 15:45

    FusionEnergy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In dem Kommentar sind viele richtige und wichtige Punkte genannt.
    > Allerdings werde ich nie verstehen, warum Leute Rechts wählen wenn sie eine
    > linkere Politik erwarten...

    Weil Links näher an Rechts ist als beide zur Mitte - das verwirrt.

  5. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: DevSec 18.06.21 - 15:48

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber da sieht der dumme Staat ja nur blind 80k Jahreseinkommen brutto und
    > wendet fast sein Spitzensteuersatz darauf an, als ob der normale
    > Durchschnittshaushalt das ganze Geld rein zum Ausgeben hätte.

    Der Spitzensteuersatz ist bereits ab 57.919¤ fällig. Früher galt der Spitzensteuersatz für die richtig gut verdienenden. Ehepaar mit Kindern, nur einer arbeitstätig mit Haus und Auto. Heute trifft es schon deutlich mehr und da gehen dann beide arbeiten und können sich kein Haus leisten.

  6. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: McWiesel 18.06.21 - 15:53

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > (niemand braucht eine Million als
    > > Privatvermögen)
    >
    > Diese Grenze ist viel zu niedrig und willkürlich angesetzt.
    > Jedes größere Haus in begehrter Lage ist mehr wert.

    Ja, prima, wenn sich das keiner mehr leisten kann, gehen die Preise von allein runter. Und andersherum, wer ein Haus abzahlt, der fliegt als Normalverdiener auch nicht mehr 4x im Jahr in Urlaub. Das sind rein die Großköpfe und die sollen halt gerne auch etwas überproportional für ihren übergroßen co2-Fußabdruck zahlen.

    > Und ansonsten ist das natürlich insgesamt extrem sozialistischer Tobak, das
    > Eigentum begrenzen zu wollen.

    Ja, aber wohin hat uns der Kapitalismus geführt? Dass der Planet in der Form wahrscheinlich in hundert Jahren nicht mehr existiert, sondern dem Setting irgendwelchen dystopischen Filmen (von Idiocrazy bis Terminator) gleicht.

    Problem ist halt, dass die Sozialisten wieder in die andere Richtung übertreiben. Da soll ja jeder, der sich aus Leistungsbereitschaft 3¤ mehr verdient hat, gleich damit aus purer Nächstenliebe alle möglichen arbeitsunwilligen "Sozialschmarotzer" mitfinanzieren, die dann überhaupt kein Interesse mehr an einer seriösen Arbeit zeigen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.21 15:59 durch McWiesel.

  7. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Hallonator 18.06.21 - 16:41

    FusionEnergy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In dem Kommentar sind viele richtige und wichtige Punkte genannt.
    > Allerdings werde ich nie verstehen, warum Leute Rechts wählen wenn sie eine
    > linkere Politik erwarten...

    Naja, wofür stehen die linken denn und wofür die rechten?

    Wer zahlt bei der AFD mehr für Bekämpfung des Klimawandels?
    Niemand, gibt es ja nicht.

    Wer zahlt bei der AFD für Flüchtlinge?
    Jedenfalls nicht wir.

  8. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Emulex 18.06.21 - 16:46

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > McWiesel schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > (niemand braucht eine Million als
    > > > Privatvermögen)
    > >
    > > Diese Grenze ist viel zu niedrig und willkürlich angesetzt.
    > > Jedes größere Haus in begehrter Lage ist mehr wert.
    >
    > Ja, prima, wenn sich das keiner mehr leisten kann, gehen die Preise von
    > allein runter. Und andersherum, wer ein Haus abzahlt, der fliegt als
    > Normalverdiener auch nicht mehr 4x im Jahr in Urlaub. Das sind rein die
    > Großköpfe und die sollen halt gerne auch etwas überproportional für ihren
    > übergroßen co2-Fußabdruck zahlen.

    Zwischen "etwas überproportional" und "niemand braucht eine Million" liegt aber ein großer Unterschied ;)
    Bei meinen letzten Flugreisen über den Teich lag der Kompensationsbetrag laut atmosfair bei rund 150¤ für zwei Personen... das ist ein völliger Witz im Vergleich zu den Kosten des Urlaubs.
    Selbst die Sitzplatzreservierungen für Hin- und Rückflug waren kaum billiger.
    Einfach auf den Ticketpreis drauf und gut ists - spar ich mir den zusätzlichen Aufwand.

    Ich glaube vielen sind die Relationen nicht klar, um die es hier geht.

    >
    > > Und ansonsten ist das natürlich insgesamt extrem sozialistischer Tobak,
    > das
    > > Eigentum begrenzen zu wollen.
    >
    > Ja, aber wohin hat uns der Kapitalismus geführt?

    Erstmal zu Wohlstand, den kein sozialistisches oder kommunistisches Land je erreicht oder länger gehalten hat.

    > Dass der Planet in der
    > Form wahrscheinlich in hundert Jahren nicht mehr existiert, sondern dem
    > Setting irgendwelchen dystopischen Filmen (von Idiocrazy bis Terminator)
    > gleicht.

    Ist zu bezweifeln, dass es mit sozialistischen Systemen anders wäre.

    >
    > Problem ist halt, dass die Sozialisten wieder in die andere Richtung
    > übertreiben. Da soll ja jeder, der sich aus Leistungsbereitschaft 3¤ mehr
    > verdient hat, gleich damit aus purer Nächstenliebe alle möglichen
    > arbeitsunwilligen "Sozialschmarotzer" mitfinanzieren, die dann überhaupt
    > kein Interesse mehr an einer seriösen Arbeit zeigen.

    Nicht zu vergessen die politische Kaste der - meist - einen großen Partei, die sich genauso die Taschen voll macht wie die Kapitalisten.
    Nur auf noch ekelhaftere weil vollkommen leistungslose Weise.

  9. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Isodome 18.06.21 - 16:52

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist das Hauptproblem dieser ganzen verlogenen Politik
    >
    > Den Reichen, den betrifft es überhaupt nicht. Ob der jetzt beim SUV
    > volltanken 90¤ oder 135¤ oder für den Kurztrip nach Malle 35¤ oder 135¤
    > zahlt, egal. Der Arme, der konnte und kann sich sowas sowieso nie leisten,
    > selbst Heiz- und Stromkosten gehen oft direkt ans Amt, daher geht der
    > Lenkungseffekt der Politik auch an ihm vorbei.
    > [...]
    > Es muss endlich mal eine komplette steuerliche Abschöpfung von
    > irgendwelchen Millionen-Verdiensten (niemand braucht eine Million als
    > Privatvermögen) und einige neue Luxus-Steuern (z.B. aufs SUV, auf die 4.
    > Fernreise im Jahr, auf ein Auto ohne privaten Stellplatz, auf Inlandsflüge
    > für den Besuch eines Fußballspiels, etc. pp) her, und dann sollte man mal
    > sehen, was man hier bereits für ein Effekt mit dem reinen Verbot von purer
    > Verschwendung und Prasserei erzielen könnte.

    Mir scheint du hast das Problem nicht verstanden. Um unseren Planeten zu retten müssen wir weniger CO2 rausblasen. Das geht mit aktuellem Stand der Technik nur mit Verzicht. Selbst wenn wir ganz D mit Solar und Windräder zupflastern, haben wir nicht genug Energie um unseren Bedarf zu decken (Strom, Heizen, Mobilität, Industrie, Nahrung(!), etc.).

    Ist nur noch die Frage, wer auf was verzichten muss. Jetzt leben wir nun mal im Kapitalismus und der kennt nur eine Art, knappe Ressourcen zu verteilen: Wer am meisten zahlt, bekommt den Zuschlag (Es gibt in D bestimmt Ausnahmen, mir fällt aber keine ein). Das heißt, egal wie du die Energiewende aufsetzt, es gilt, umso wohlhabender, umso weniger muss man verzichten.

    Die einzige Alternative ist eine staatliche Behörde, die in jedem Einzelfall entscheidet, wer was darf. Wollen wir das?

  10. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Trockenobst 18.06.21 - 16:56

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Der Arme, der konnte und kann sich sowas sowieso nie leisten, selbst Heiz- und Stromkosten > gehen oft direkt ans Amt, daher geht der Lenkungseffekt der Politik auch an ihm vorbei.

    Die ersten Energiesparlampen haben noch 20 Euro gekostet. Erst durch das Verbot der Glühbirne ist was passiert. Wir müssen den Druck aufrecht erhalten, weil eben das die Industrie dazu bringt dem Massenmarkt Angebote zu machen. In der anderen News gibt es jetzt wohl Akkus ohne Lithium, auch das wäre nicht ohne Druck und Hype passiert. Das muss aufrecht erhalten werden.
    Das es dabei nicht immer Gerecht zugeht, das ist schon länger so....

    > Aber nein, die helige Kuh rührt man nicht an, es soll bitte ausschließlich
    > der normale Mensch an seinen elementarsten Grundbedürfnissen sparen

    ...denn der komische Mensch, der immer noch im Glauben konservativ wählt, weil er meint irgendwann zu denen zu gehören. Durch beruflichen Aufstieg etwa. Ist natürlich meist Quatsch, aber die ekeligen Verbotsgrünen, die "versifften" Linken und die "Abnicker" SPD gehen ja gar nicht. Seien wir ehrlich: die Partei die diese Leute dazu bringt nicht mehr CDU zu wählen, gibt es in ganz Europa nicht. Die wollen selbst an den Trog und die Illusion stirbt zuletzt. Die gemäßigte Linke kann noch so viele soziale Errungenschaften durchsetzen, gewählt wird sie nicht dafür.

    Das Wahlvolk ist voller Heuchler, wer hätte das gedacht. Und dann kriegt man eben auch die Politik, die einen selbst mehr schadet als hilft.

  11. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: krucki 18.06.21 - 19:07

    Viel richtiges genannt, finde mich im Text wieder. Ich befinde mich kur vor dem Spitzensteuersatz, kinderlos, Pendler und fühle mich wie eine totgemolkene Kuh.

    Andere machen zum Vergnügen jährlich Fernreisen, haben mit einem niedrigeren Alter mehr Flugmeilen auf dem Konto, als ich im ganzen Leben haben werde aber der Pendler solls mit seinem Auto richten. Flugreisen sind viel zu günstig. Statt das sie was besonderes sind, wie früher, sind sie Standard und jeder der nicht um die halbe Welt jettet wird als merkwürdig angesehen.

    Warum aber Luxusteuer auf SUVs und Autos ohne Stellplatz?
    Ein SUV verbraucht oft nicht mehr als ein Golf, als Hybrid oder E-Auto sogar weniger. So pauschal kann man das also nicht sagen.
    Wenn ich im Dorf in einem Miethaus ohne Stellplatz wohne und das Auto am Straßenrand parke, bin ich alles andere als wohlhabend.

  12. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: dobeldo 18.06.21 - 20:25

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...denn der komische Mensch, der immer noch im Glauben konservativ wählt,
    > weil er meint irgendwann zu denen zu gehören. Durch beruflichen Aufstieg
    > etwa. Ist natürlich meist Quatsch, aber die ekeligen Verbotsgrünen, die
    > "versifften" Linken und die "Abnicker" SPD gehen ja gar nicht. Seien wir
    > ehrlich: die Partei die diese Leute dazu bringt nicht mehr CDU zu wählen,
    > gibt es in ganz Europa nicht. Die wollen selbst an den Trog und die
    > Illusion stirbt zuletzt. Die gemäßigte Linke kann noch so viele soziale
    > Errungenschaften durchsetzen, gewählt wird sie nicht dafür.
    >
    > Das Wahlvolk ist voller Heuchler, wer hätte das gedacht. Und dann kriegt
    > man eben auch die Politik, die einen selbst mehr schadet als hilft.
    Wie soll man denn die gemaessigte Linke waehlen? Alle 3 Parteien habe genug Spinner die auch einen Posten haben wollen und auch bekommen werden. Vielleicht sollte man mal das Listenwahlrecht abschaffen, dann sieht der Bundestag schnell anders aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.21 20:25 durch dobeldo.

  13. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: losbrandos 18.06.21 - 21:38

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FusionEnergy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In dem Kommentar sind viele richtige und wichtige Punkte genannt.
    > > Allerdings werde ich nie verstehen, warum Leute Rechts wählen wenn sie
    > eine
    > > linkere Politik erwarten...
    >
    > Weil Links näher an Rechts ist als beide zur Mitte - das verwirrt.

    Die beste Antwort die ich mir vorstellen kann.
    Schön dass in Deutschland noch ein paar intelligente Menschen existieren :)

  14. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Myrso 18.06.21 - 22:15

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist das Hauptproblem dieser ganzen verlogenen Politik
    >
    > Den Reichen, den betrifft es überhaupt nicht. Ob der jetzt beim SUV
    > volltanken 90¤ oder 135¤ oder für den Kurztrip nach Malle 35¤ oder 135¤
    > zahlt, egal. Der Arme, der konnte und kann sich sowas sowieso nie leisten,
    > selbst Heiz- und Stromkosten gehen oft direkt ans Amt, daher geht der
    > Lenkungseffekt der Politik auch an ihm vorbei.
    >
    > Wer richtig geschröpft und in die Armut gedrückt wird, das sind eben die
    > Leute mit einem normalen Einkommen, die ordentlich was gelernt haben und
    > ein vernünftiges Leben führen. Die bringen heute schon 60% ihres Gehaltes
    > für Miete, Altersvorsorge, Versicherungen und was man alles haben muss auf
    > und die restlichen 40% des Gehalts sollen dann für irgendwelche
    > co2-Phantasien draufgehen. Da fragt man sich zurecht, warum man dann noch
    > arbeiten gehen soll, wenn das eh am Ende ne Nullnummer wird und man genauso
    > wie der Hartz-IV-Empfänger mangels Geld nur noch vorm Fernseher sitzen
    > kann. Denn wenn man für absolute Grundbedürfnisse wie warmes Essen und
    > Heizung (wo schon eh jeder normale Mensch dran spart) dank co2-Steuer alles
    > Geld aufwenden muss, dann bleibt halt auch keinerlei Geld mehr für
    > ehrenamtliche Tätigkeiten, Spenden oder für die allgemeine Wirtschafft so
    > wichtigen Investitionen, z.B. in umweltfreundlichere Technik, nachhaltigere
    > (teurere) Produkte und Lebensmittel.
    >
    > Es muss endlich mal eine komplette steuerliche Abschöpfung von
    > irgendwelchen Millionen-Verdiensten (niemand braucht eine Million als
    > Privatvermögen) und einige neue Luxus-Steuern (z.B. aufs SUV, auf die 4.
    > Fernreise im Jahr, auf ein Auto ohne privaten Stellplatz, auf Inlandsflüge
    > für den Besuch eines Fußballspiels, etc. pp) her, und dann sollte man mal
    > sehen, was man hier bereits für ein Effekt mit dem reinen Verbot von purer
    > Verschwendung und Prasserei erzielen könnte.
    >
    > Aber nein, die helige Kuh rührt man nicht an, es soll bitte ausschließlich
    > der normale Mensch an seinen elementarsten Grundbedürfnissen sparen, also
    > das Kleinkind aufm kalten Boden rumkrabbeln, weil die Eltern dank
    > vielfältig verfehlter Politik weder das Geld für eine topmoderne
    > Wärmepumpe+Fußbodenheizung haben, noch dank co2-Besteuerung künftig das Öl
    > bezahlen können, das halt leider Gottes die vor 15 Jahren eingebaute
    > Heizung nunmal braucht.
    >
    > Aber da sieht der dumme Staat ja nur blind 80k Jahreseinkommen brutto und
    > wendet fast sein Spitzensteuersatz darauf an, als ob der normale
    > Durchschnittshaushalt das ganze Geld rein zum Ausgeben hätte. Dass
    > mittlerweile dank immer höheren Allgemeinkosten von allen Seiten das Geld
    > für reine Notwendigkeiten draufgeht und man am Ende weniger übrig hat als
    > ein Sozialhilfeempfänger, das will man einfach nicht sehen.

    Was hat das Einkommen einiger weniger mit dem Klimaschutz zu tun? Prinzipiell bin ich auch dafür, dass Superreiche (xx Millionen Vermögen; x Millionen Jahreseinkommen) mehr zahlen sollten, aber mit Klimaschutz hat das nichts zu tun.

    Weniger CO2 wird ausgestoßen, wenn die breite Masse der Bevölkerung weniger CO2 ausstößt. Nicht, wenn nur 0,01% der Superreichen sich einschränken. Ja, es kann sogar sein, dass ein Superreicher doppelt so viel CO2 ausstößt, weil z.B. ein Lambo Urus 13 Liter verbraucht und nicht nur 6-7 Liter. Dann verbrauchen 0,01% halt 0,02% oder 0,03% vom CO2 Ausstoß in Deutschland.

    Nein, eine CO2-Steuer MUSS der breiten Mittelschicht weh tun. Die CO2-Steuer MUSS dann zur Überlegung führen, hmm - ich kann mir das eigentlich gar nicht leisten - also steige ich um. Nicht mehr jeden Tag Fleisch. Fahrrad und ÖPNV statt Auto und das Auto nur für den Wochenendausflug nutzen. Hmm, vielleicht mal in eine besser gedämmte Wohnung ziehen und/oder eine Wärmepumpe nachrüsten.

    Zu diesen Überlegungen MUSS es kommen und zwar nicht bei 0,01% der Superreichen, sondern bei 90% der Bevölkerung. Den Superreichen Geld wegnehmen löst kein Klimaproblem, wenn 80 Millionen Deutsche weiter Golf fahren, jeden Tag Fleisch essen und eine Ölheizung oder Gasheizung betreiben.

    Und ja, in allen anderen Ländern der Welt muss das auch passieren. Wir können das Problem nur in Deutschland lösen, Frankreich muss es in Frankreich lösen, Österreich in Österreich usw. - und wenn dann am Ende sogar noch 0,01% der Weltbevölkerung weiterhin Verbrenner fahren - ja, dann ist es aus Klimaschutzsicht kein Problem mehr.

  15. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Valanx 18.06.21 - 22:27

    +1

    Finde du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

  16. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Schnarchnase 18.06.21 - 23:36

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jedes größere Haus in begehrter Lage ist mehr wert.

    Das stimmt nicht. Solche Preise werden aufgerufen, ja, aber der Wert ist nicht da. Wenn du heute eine solche Immobilie kaufst, will die Bank in der Regel eine zusätzliche Sicherheit von dir, weil der Gegenwert schlicht nicht da ist.

  17. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Myrso 18.06.21 - 23:44

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jedes größere Haus in begehrter Lage ist mehr wert.
    >
    > Das stimmt nicht. Solche Preise werden aufgerufen, ja, aber der Wert ist
    > nicht da. Wenn du heute eine solche Immobilie kaufst, will die Bank in der
    > Regel eine zusätzliche Sicherheit von dir, weil der Gegenwert schlicht
    > nicht da ist.

    Ich weiß nicht, welche esoterische Definition von Wert du verwendest, aber nach allgemeiner Auffassung ist eine Immobilie den Preis X wert, wenn es dafür mindestens einen Käufer gibt, der diesen Preis zu zahlen bereit ist.

    Das hat mit deiner persönlichen Einschätzung nichts zu tun. Mir sind z.B. Autos fernab einfacher Fortbewegung von A nach B nichts wert. Für einen neuen Mercedes GLS würde ich maximal 10.000 Euro zahlen (er ist neu, also fährt er noch einige Jahre - daher dieser relativ hohe Wert). Trotzdem ist der GLS eben keine 10.000 Euro wert, weil es am Markt genug Käufer gibt, welche dafür 80.000 Euro zahlen. Dass ich nur 10.000 Euro zahlen kann oder möchte, ändert nichts am allgemeinen Marktwert eines neuwertigen Mercedes GLS.

  18. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Schnarchnase 18.06.21 - 23:51

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß nicht, welche esoterische Definition von Wert du verwendest, aber
    > nach allgemeiner Auffassung ist eine Immobilie den Preis X wert, wenn es
    > dafür mindestens einen Käufer gibt, der diesen Preis zu zahlen bereit ist.

    Nein ist es nicht, wenn dir Niemand das Geld ohne zusätzliche Sicherheit geben will. Das ist dann nur noch ein Spekulationsobjekt, mit Wert hat das nichts zu tun. Das perverse ist, dass heute mit allem möglichen spekuliert wird oder warum denkst du, dass Häuser gekauft und leerstehen gelassen werden?

  19. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Myrso 19.06.21 - 00:13

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Myrso schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich weiß nicht, welche esoterische Definition von Wert du verwendest,
    > aber
    > > nach allgemeiner Auffassung ist eine Immobilie den Preis X wert, wenn es
    > > dafür mindestens einen Käufer gibt, der diesen Preis zu zahlen bereit
    > ist.
    >
    > Nein ist es nicht, wenn dir Niemand das Geld ohne zusätzliche Sicherheit
    > geben will. Das ist dann nur noch ein Spekulationsobjekt, mit Wert hat das
    > nichts zu tun. Das perverse ist, dass heute mit allem möglichen spekuliert
    > wird oder warum denkst du, dass Häuser gekauft und leerstehen gelassen
    > werden?

    Die Kreditfinanzierungswürdigkeit von Wirtschaftsgütern sagt nichts über deren Wert aus, sondern nur darüber, ob Banken denken, damit ein gutes Geschäft zu machen oder nicht. BTW ist mir nicht bekannt, dass Banken bei normalen Häusern, auch gerne mal siebenstellig, zusätzliche Sicherheiten verlangen, wenn man die üblichen 20% plus Nebenkosten hinterlegt.

    Es hätte aber keinen Einfluss darauf. Nur ganz wenige Banken geben z.B. Lombardkredite für Aktien und falls sie das machen, ist die Beleihungssumme häufig nur 30-50%. Bedeutet das also, dass jede Aktie weltweit quasi nur 30-50% vom aktuellen Kaufpreis wert ist?

    Das ist keine gültige Definition vom Wert. Die gültige Definition habe ich dir oben genannt. Wenn es jemand für diesen Preis kauft, dann hat es diesen Wert. Es kann passieren, dass in 10 Jahren ein ganz anderer Marktpreis gilt (höher oder niedriger), aber heute und aktuell ist der Marktpreis der richtige, für welchen das Wirtschaftsgut aktuell gehandelt wird.

  20. Re: Der Mittelstand solls immer zahlen..

    Autor: Schnarchnase 19.06.21 - 00:35

    Das ist nicht dein Ernst oder? Aktien sind reine Spekulationsobjekte.

    Der reelle Wert lässt sich übrigens aus der Summe aller Einzelteile ermitteln und wenn der so enorm von dem aufgerufenen Preis abweicht, dann kannst du dir denken, dass du über den Tisch gezogen wirst.

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