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Klimaschutz in DE wenig kreativ

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  1. Klimaschutz in DE wenig kreativ

    Autor: splash42 19.06.21 - 10:51

    Weniger Fliegen, weniger Benzinverbrauch, mehr Bahn - alles "nett", aber löst das Problem nicht. Der ÖPNV und Regionalverkehr kommt bei einer Gesamtrechnung auch locker auf 6 Liter/100 PersonenKM (Nebenzeiten und -Strecken, längere Wege, da keine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, Anfahrten etc.) und dieser Fokus auf Sparen insgesamt mag Zeit erkaufen, aber man wird die CO2-Produktion damit höchstens reduzieren, aber nicht auf 0 bringen oder sogar darunter. Hier hilft nur Technologie, aber das Geld, was dafür vorgesehen ist, ist echt überschaubar.

    Man muss größer denken und vor allem nicht mit der Technik von gestern das Problem von morgen! Z.B. mehr Geld für Fusionsenergie, was bei den Grünen nicht einmal im Programm vorkommt. Dauert zwar noch ein paar Jahre, aber inzwischen zeichnet sich eine gewisse Machbarkeit ab und bis Solar und Windkraft inkl. Netze umgebaut sind, steht ja ebenfalls 2050 auf dem Fahrplan und der Flächenfraß ist enorm. Fokus auf die Schiene ist das gleiche Problem - mag sein, dass die mal regenerativ fährt, aber der Umbau dauert auch da Jahrzehnte, kostet immense Summen und die Akzeptanz ist mittel. Bis dahin gibt es bessere Verkehrsmittel. Leichte, autonome 2-Personen-Pods könnte man wahrscheinlich auch auf <1 Liter/100pkm runterprügeln und die würden auch akzeptiert, weil sie einen bequem von Ort zu Ort bringen. Baut den ÖPNV aus, ich würde durch Umsteigen auf vielen Strecken trotzdem fast doppelt so lange wie mit dem Auto brauchen. Warum nicht gleich die Investitionen in die richtige Richtung lenken, die Bahn ist ein Auslaufmodell (außer vielleicht auf Langstrecken).

    Außerdem das Klima global und geht über Deutschland hinaus. Würde man effizient denken, würde man eine globale Liste aller Einsparungsmöglichkeiten aufstellen und dann von oben abarbeiten. Ob ich die Tonne CO2 in Deutschland oder in Afrika einspare, ist dem Klima egal, in Afrika gibt es allerdings Standorte, wo ich pro Euro ein Vielfaches der Einsparung erreichen kann. Nebenbei könnte man in solchen Regionen die Energieversorgung stabilisieren und Arbeitsplätze schaffen. Heißt nicht, dass man dann in Deutschland auf Maßnahmen verzichten kann, aber man hätte hier vielleicht mehr Luft, die Maßnahmen ordentlich durchzuführen und den technologischen Fortschritt mitzunehmen. Aber das ist wie mit den FFP2-Masken auf der menschenleeren Straße oder der Ausgangssperre nachts um 2:00: Bringt nichts, aber man fühlt sich trotzdem gut, weil man was getan und sich abverlangt hat...

    Für FFF vielleicht der Tipp: Fordert nicht (nur), sondern fördert auch! Informiert euch, findet Möglichkeiten, studiert das richtige, versucht in die richtigen Positionen zu kommen und sorgt dafür, dass es richtig gemacht und nicht nur (teilweise) blinder Aktionismus wird. Denkt größer! Noch sind viele in der Schule, aber Klima ist ein Marathon und 2050 gehört ihr fast schon zu den sprichwörtlichen alten weißen Männern oder hoffentlich auch nicht!

  2. Re: Klimaschutz in DE wenig kreativ

    Autor: AvailableLight 19.06.21 - 11:27

    Ich denke auch, dass die Politik nicht in der Lage ist, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Diese müssen aus dem Wissenschafts- und Technologiesektor kommen, denen die Politik deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen sollte. Politisch Verzicht vom Wähler fordern? Ablasshandel mit CO2-Zertifikaten betreiben? Überall massiv die Kosten für Private erhöhen und die Industrie mit Freibriefen ausstatten? Funktioniert als wirksamer Klimaschutz alles nicht.

  3. Re: Klimaschutz in DE wenig kreativ

    Autor: Flasher 19.06.21 - 11:35

    Verzicht ist für mich ebenfalls keine Lösung und schon gar nicht der Weg in die Zukunft. Wir müssen uns weiterentwickeln und das wird nur durch massive Investitionen in Wissenschaft und Forschung möglich

  4. Re: Klimaschutz in DE wenig kreativ

    Autor: Antischwurbler 20.06.21 - 11:27

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weniger Fliegen, weniger Benzinverbrauch, mehr Bahn - alles "nett", aber
    > löst das Problem nicht. Der ÖPNV und Regionalverkehr kommt bei einer
    > Gesamtrechnung auch locker auf 6 Liter/100 PersonenKM (Nebenzeiten und
    > -Strecken, längere Wege, da keine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, Anfahrten
    > etc.) und dieser Fokus auf Sparen insgesamt mag Zeit erkaufen, aber man
    > wird die CO2-Produktion damit höchstens reduzieren, aber nicht auf 0
    > bringen oder sogar darunter. Hier hilft nur Technologie, aber das Geld, was
    > dafür vorgesehen ist, ist echt überschaubar.
    >
    > Man muss größer denken und vor allem nicht mit der Technik von gestern das
    > Problem von morgen! Z.B. mehr Geld für Fusionsenergie, was bei den Grünen
    > nicht einmal im Programm vorkommt. Dauert zwar noch ein paar Jahre, aber
    > inzwischen zeichnet sich eine gewisse Machbarkeit ab und bis Solar und
    > Windkraft inkl. Netze umgebaut sind, steht ja ebenfalls 2050 auf dem
    > Fahrplan und der Flächenfraß ist enorm. Fokus auf die Schiene ist das
    > gleiche Problem - mag sein, dass die mal regenerativ fährt, aber der Umbau
    > dauert auch da Jahrzehnte, kostet immense Summen und die Akzeptanz ist
    > mittel. Bis dahin gibt es bessere Verkehrsmittel. Leichte, autonome
    > 2-Personen-Pods könnte man wahrscheinlich auch auf <1 Liter/100pkm
    > runterprügeln und die würden auch akzeptiert, weil sie einen bequem von Ort
    > zu Ort bringen. Baut den ÖPNV aus, ich würde durch Umsteigen auf vielen
    > Strecken trotzdem fast doppelt so lange wie mit dem Auto brauchen. Warum
    > nicht gleich die Investitionen in die richtige Richtung lenken, die Bahn
    > ist ein Auslaufmodell (außer vielleicht auf Langstrecken).
    >
    > Außerdem das Klima global und geht über Deutschland hinaus. Würde man
    > effizient denken, würde man eine globale Liste aller
    > Einsparungsmöglichkeiten aufstellen und dann von oben abarbeiten. Ob ich
    > die Tonne CO2 in Deutschland oder in Afrika einspare, ist dem Klima egal,
    > in Afrika gibt es allerdings Standorte, wo ich pro Euro ein Vielfaches der
    > Einsparung erreichen kann. Nebenbei könnte man in solchen Regionen die
    > Energieversorgung stabilisieren und Arbeitsplätze schaffen. Heißt nicht,
    > dass man dann in Deutschland auf Maßnahmen verzichten kann, aber man hätte
    > hier vielleicht mehr Luft, die Maßnahmen ordentlich durchzuführen und den
    > technologischen Fortschritt mitzunehmen. Aber das ist wie mit den
    > FFP2-Masken auf der menschenleeren Straße oder der Ausgangssperre nachts um
    > 2:00: Bringt nichts, aber man fühlt sich trotzdem gut, weil man was getan
    > und sich abverlangt hat...
    >
    > Für FFF vielleicht der Tipp: Fordert nicht (nur), sondern fördert auch!
    > Informiert euch, findet Möglichkeiten, studiert das richtige, versucht in
    > die richtigen Positionen zu kommen und sorgt dafür, dass es richtig gemacht
    > und nicht nur (teilweise) blinder Aktionismus wird. Denkt größer! Noch sind
    > viele in der Schule, aber Klima ist ein Marathon und 2050 gehört ihr fast
    > schon zu den sprichwörtlichen alten weißen Männern oder hoffentlich auch
    > nicht!

    Wg. Informieren: da sind viele FFFs bereits weiter, als du. Kernfusion, seriously? Wird von den Kosten niemals an Erneuerbare Energien und P2G herankommen.

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