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Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

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  1. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:08

    Blackburn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > twocent schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Griechenland will aber nicht einfach in die "Privatinsolvenz", sondern
    > noch
    > > mehr Geld haben. Selbst wenn man alle Kredite streichen würde, würden
    > die
    > > Ausgaben nicht vom Steuereinkommen gedeckt. Dem Privathaushalt nützt die
    > > Privatinsolvenz auch nur etwas, wenn man seine Ausgaben und Einnahmen in
    > > den Griff bekommt. Da werden einem auch harte Umstellungen und Disziplin
    > > abverlangt.
    >
    > Das ist so nicht richtig. Die Griechen wollten gerne andere Reformen als
    > die EU und Deutschland ihnen aufdiktiert hatten. Man hat ihnen nur nicht
    > ein mal zugehört.

    Ach hör doch auf. Das war doch nichts als die üblichen Floskeln und Hinhaltetaktiken. Die haben doch schon Dutzende Male Besserung versprochen und nichts ist passiert. Das ist ein durch und durch korruptes Land und du willst, dass man deren Geschwätz Glauben schenkt? Die hatten doch lange genug Zeit.

  2. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:15

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Mit keinem einzigen Wort kritisiert oder gar beleidigt er die Person
    > Dieter Nuhr.
    >
    > Natürlich tut er das. Er unterstellt ihm, ein alter Sack zu sein, der sich
    > in den sozialen Netzwerken anbiedert, um "hipp" zu sein und dazu zu
    > gehören. Wenn er ein Problem mit seinen Scherzen hat, soll er sich
    > gefälligts damit auseinander setzen, statt auf die Person dahinter
    > loszugehen.

    Bei aller Liebe, aber solch eine Vorgehensweise ist auch einem Dieter Nuhr nicht fremd.

  3. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:19

    urkel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > So ist er halt. Vor einigen Jahren hat der gute Mann auch vollkommen
    > unreflektiert auf der Piratenpartei herumgeprügelt (wohlgemerkt zu einer
    > Zeit, als es dazu noch kaum einen Grund gab). Nuhr ist kein Mensch, der zum
    > selbständigen Denken anregen möchte, er ist lediglich gewillt, der ganzen
    > Welt zu demonstrieren wie verblödet jene sind, die sich nicht seiner
    > Meinung anschließen.

    Kann es sein, dass du dich selbst beschreibst? Denn:

    > Warum der Mann hierzulande unter "Kabarett" geführt wird ist mir ein echtes
    > Rätsel. Im Vergleich zu Größen wie Hildebrandt, Pispers und Co. ist er
    > lediglich ein Geisteszwerg. Selbst mehr in Komödiantische abdriftende
    > Kollegen wie Malmsheimer oder Olaf Schubert rangieren intellektuell noch
    > immer in einem ganz anderen Stockwerk als Herr Nuhr. Glücklicherweise geht
    > mir sein pseudo-nachdenkliches Gebrummel und Gehauche mittlerweile dermaßen
    > auf den Keks, dass ich beim Zappen kaum mehr als eine Sekunde in einem
    > seiner (Gebührengeld-subventionierten) Auftritte verweile - durch
    > reflexartiges Umschalten.
    >
    > Gut, offenbar hat er Fans. Aber die hat Mario Barth auch. Und was sagt uns
    > das? Eben.

  4. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:22

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Herrn Nuhrs Umgang mit Kritik legt diesen Verdacht ja auch nahe.
    > Nichtsdestotrotz ist das in keinster Weise eine persönliche Beleidigung.
    >
    > Herr Nuhr beschwert sich nicht über Kritik, sondern über einen
    > gemeingefährlichen, aggressiven pöbelnden Haufen, der sich aufführt wie
    > eine Horde verbaler Hooligans. Wirkliche Kritik hat es weder nötig
    > persönlich beleidigend zu werden, noch den kritisierten zu bedrohen und ihm
    > körperliche Gewalt anzudrohen.

    Es zeugt aber auch nicht von Intelligenz, alle Kritiker über einen Kamm zu scheren und als "pöbelnden Haufen verbaler Hooligans" in eine Schublade zu packen. Und auch Nuhr hat nicht einige kritisiert, sondern alle.

  5. Re: "Die Mechanismen nicht verstehen"

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:26

    Der Rechthaber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > … wer aber soll entscheiden was eine richtige reaktion ist?

    Dass Morddrohungen nicht gehen, darüber sollte man sich eigentlich einig sein. Meinst du nicht auch?

  6. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:29

    Rulf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > wer die hitze nicht verträgt, sollte nicht koch werden...

    Sagst du das auch einem schwarzen Fußballer, der von gegnerischen Fans rassistisch beschimpft wird?

  7. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:37

    Blackburn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn es jetzt mit Schuldzuweisungen los geht, dann hab' ich auch einen.
    > Die EU ist mit schuld daran, dass Griechenland überhaupt in den Euro
    > reingelassen wurde.
    > Dass die ihre Angaben geschönt haben, hat jeder gesehen, der damals willens
    > war die Augen zu öffnen.
    > Geändert hat es freilich nichts. Und an dem Ergebnis sind alle Europäer
    > genauso schuld wie die Griechen an ihrer eigene Lage Schuld sind... ;)

    Nein sind sie nicht. Aber offenbar kannst du nur in Schwarz und Weiß denken und Abstufungen auch in Schuldfragen sind dir fremd. Natürlich trägt Griechenland die Hauptschuld. Genauso wie ein Dieb die Hauptschuld für den Diebstahl trägt, auch wenn ich leichtfertig die Tür offen gelassen habe.

  8. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:42

    Gesetze müssen nicht logisch sein und können daher auch keine Argumentationsbasis sein. Es gibt sehr wohl Menschen die der Meinung sind, dass Satire alles darf. Einer war Tucholsky. Da kannst du noch so oft mit dem Strafgesetzbuch kommen und andere als dämlich bezeichnen.

  9. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: Anonymer Nutzer 21.07.15 - 01:52

    Arkarit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ging mir nur darum, die offensichtliche Absurdität der
    > Behauptung, ein "Witz könne nicht falsch sein", generell darzustellen.

    Hört hört. Und wer beurteilt, welcher Witz "richtig" und welcher "falsch" ist? Ich vermute mal, du antwortest jetzt: die Richter. Auf welcher Basis? Dem Gesetz. Aha. Gesetze kann man ändern. Wird mit einem geänderten Gesetz ein zuvor richtiger Witz plötzlich falsch und ein zuvor falscher Witz plötzlich richtig? Eine eigenartige Grundlage. Recht beliebig, was damit auch einen allgemeingültige Beurteilung eines Witzes unmöglich macht. Womit bewiesen ist, dass es keine "richtigen" oder "falschen" Witze gibt.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.15 01:58 durch fluppsi.

  10. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: Arkarit 21.07.15 - 08:00

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gesetze müssen nicht logisch sein und können daher auch keine
    > Argumentationsbasis sein. Es gibt sehr wohl Menschen die der Meinung sind,
    > dass Satire alles darf. Einer war Tucholsky. Da kannst du noch so oft mit
    > dem Strafgesetzbuch kommen und andere als dämlich bezeichnen.

    Gut, dann bezeichne ich mich als Satiriker, und bepöble - nur mal so als theoretisches Beispiel - Herrn Nuhr natürlich rein satirisch mit unflätigen, inhaltslosen persönlichen Beschimpfungen. Darf ich das?

    Wenn ja, hat sich ja die ganze Diskussion erledigt. Jeder kann jegliche Pöbelei oder Morddrohung als Witz deklarieren und Herrn Nuhrs Empörung gegen den sog. "Shitstorm" ist vollkommen gegenstandslos geworden. Sämtliche Beleidigungsparagraphen können gestrichen werden. Ach, wenn ich recht überlege, eigentlich jegliche Paragraphen. Warum sollte Satire beim Wort aufhören?

    Wenn nein, warum nicht? Wer legt fest, wer Satiriker, was Satire, was erlaubt ist oder nicht? Genau, letzten Endes doch die Gerichte. Und glücklicherweise ist das der Ist-Zustand.

    Satire darf alles.
    Sie muss nur die Konsequenzen tragen.

    Im übrigen habe ich niemanden als "dämlich" bezeichnet, sondern das exakte Gegenteil. Vielleicht habe ich mich aber nicht klar genug ausgedrückt. Ich schätze "neocron" als Diskussionsgegner, aber diese Aussage ist überraschend weit unter seinem sonstigen Niveau.

  11. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Clown 21.07.15 - 09:17

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat doch niemand behauptet? Ich jedenfalls nicht.

    Hab ich damit auch nicht sagen wollen. Sondern, dass das generell in der EU und auch in Deutschland genauso passiert.

    > Lässt sich aber auch schwer vergleichen, denn an TTIP und CETA verdient der
    > kleine deutsche Bürger erst mal nichts - von laxen Steuergesetzen,
    > übertrieben hohen Renten und einem Beamtenstatus für fast Jedermann wie in
    > Griechenland profitiert aber auch der einfache Mann von der Straße.

    Uff.. Also bei laxen Steuergesetzen bin ich bei Dir. Jedoch "übertrieben hohe Renten" und "Beamtenstatus für fast Jedermann" sind Sprüche der Bild-Zeitung.
    Tatsache ist, dass die sog. übertrieben hohe Rente leider viel zu häufig Unterhalt für eine gesamte Familie bedeutet, weil entsprechende Sozialprogramme nicht existieren.
    Und Beamte hat das Land tatsächlich viele. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie a) daran nichts ändern und b) Beamte in Saus und Braus leben.

    > Und wenn TTIP und CETA derart geheim wären, dann wüsste wohl kaum jeder,
    > der hin und wieder mal ein wenig in Nachrichtenseiten im Netz blättert
    > bescheid. Selbst in Fußgängerzonen von Kleinstädten werden dazu
    > Info-Veranstaltungen von NGOs abgehalten, jeder Sender hat mittlerweile
    > seine kritische Sondersendung zum Thema gemacht - also die Zeiten, in denen
    > eine Regierung einfach mal was schnell in der Sommerpause oder während der
    > WM durchboxen kann, sind dank Web längst vorbei.

    Ach bitte! Wenn irgendjemand innerhalb der Verhandlungen nicht das Unrecht über den Kopf gestiegen wäre, dann hätte kein Schwein davon Wind bekommen. Und trotzdem: Obwohl die Verhandlungen und die Konsequenzen bekannt sind, macht das Gros der Bevölkerung nichts, außer sich am Stammtisch zu beschweren.

    > Und wenn die Wähler trotzdem wieder CDU wählen, und in ein paar Jahren sich
    > das ganze dann tatsächlich als Katastrophe herausstellt, dann werde ich
    > gerne wieder sagen: Ist der deutsche Michel selber schuld, denn damals
    > hätte er es verhindern können, wenn's ihn nur etwas mehr interessiert
    > hätte.

    Das halte ich neben den Gewohnheitswählern für die schlimmste Einstellung: Der Glaube mit dem Kreuzchen sämtliche Verantwortung abgetreten zu haben und sich tatsächlich zurücklehnen zu können? Lachhaft!

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  12. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Clown 21.07.15 - 09:20

    Tatsache ist: Dir und mir und allen anderen hier wurde exakt kein einziger Euro aus der Tasche gezogen.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  13. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: neocron 21.07.15 - 10:45

    Arkarit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also jetzt mal ernsthaft - spielst du hier absichtlich den Dummen? Denn so
    > dumm habe ich dich noch in keiner Diskussion erlebt.
    *gaehn* hauptsache irgend was mit "dumm" herausposaunt ...
    kehr vor der eigenen Tuer, bitte!

    > NATÜRLICH gibt es
    > falsche, geschmacklose, widerwärtige und sogar strafrechtlich relevante
    > "Witze".
    aha, was genau ist denn ein falscher witz, erzaehl mal?
    wer solch daemliche Behauptungen aufstellt, sollte diese kraeftig untermalen koennen und nicht einfach dahin schludern!
    Geschmacklos und widerwaertig sind subjektive Bewertungen ...
    subjektive Bewertungen sind NIEMALS Grundlage fuer eine absolute Bewertung von "falsch". Nichts ist falsch daran ... nichts ist falsch an Meinungsfreiheit bzw. Kunstfreiheit!
    Nur das Gesetz kann eine solche Grundlage bilden.
    Und dieses hat absolut nichts dagegen, raeumt sogar explizit Freiraeume dafuer ein!


    > Oder würdest du einen Willi Schaeffers, seinerzeit strammer
    > Nazi-"Komödiant"* genauso in Schutz nehmen?
    natuerlich, comedy ist comedy. Kunst ist Kunst ...
    Solange dies klar ersichtlich, bekannt, gekennzeichnet ist!

    Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit sind sehr hohe Gueter, teils hoeher als gewisse Persoenlichkeitsrechte! wie zB. dieses Urteil zeigte
    Nur weil du etwas als geschmacklos empfindest, ist das noch lange kein Mass fuer alle ... jeder der glaubt das Mass aller Dinge zu sein, sollte sich mal seine eigene Insignifikanz zu Gemuete fuehren!

    > Und Witze müssen durchaus auch nicht immer folgenlos bleiben, selbst wenn
    > man sich als "Kabarettist" bezeichnet.
    > www.wz-newsline.de
    nicht "man" bezeichnet sich als Kabarettist, sondern man arbeitet als solcher, einen Unterschied den du anscheinend nicht verstehen moechtest!
    du glaubst tatsaechlich du bist, was du behauptest ... so einfach wie in deinem Kopf ist die Realitaet nicht ...
    Nuhr ist kein unbekannter ...

    und der Spruch von Meckenstock hatte Konsequenzen, die er selbst zog!
    Sie mein Beispiel oben ... wie hoch die Kunstfreiheit doch gehen kann!
    Auch bei Meckenstock gab es keine rechtlichen Konsequenzen ...


    >
    > *Da das ja mit Sicherheit einige nicht verstehen werden: Ich will hier
    > weder Herrn Nuhrs Witz beurteilen, noch - Gott bewahre - Herrn Nuhr als
    > Nazi diffamieren. Es ging mir nur darum, die offensichtliche Absurdität der
    > Behauptung, ein "Witz könne nicht falsch sein", generell darzustellen.
    hast du jedoch nicht. DEine Ausfuehrung destilliert sich zu einer Aussage heraus: es ist so, und fertig!
    Und ich halte das fuer Bullshit.
    Wer Kabarett bzw. Kunst ernst nimm, weist meiner Meinung nach ein gravierendes Fehlen an Medienkompetenz auf!
    Dabei rede ich nicht von kritik, die ist immer gut und erlaubt ... ich rede von persoenlichen Angriffen, Drohungen und Beleidigungen (DIE tatsaechlich illegal sind) als Reaktion!

    Wenn man jedesmal zuruecktreten muesste, wenn man mit einem Scherz jemandem auf die Fuesse tritt oder weil irgend ein Spinner glaubt ein Scherz ueber Religion sei "geschmacklos" koennten wir alle gleich die Klappe halten!
    Jeder hat das recht ueber alles Scherze zu machen, solange es eben klar als solches zu erkennen ist!
    Niemand hat dagegen das Recht einen anderen zu bedrohen, zu beleidigen oder anzugreifen! Klare gesetzliche Abgrenzung!

  14. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: theonlyone 21.07.15 - 12:47

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aha, was genau ist denn ein falscher witz, erzaehl mal?

    Oh die gibt es. Alles rund um heikle Themen wie Vergewaltigung, gerade von Kindern sind schonmal sehr sehr "geschmacklos und widerwaertig".

    natürlich gibt es auch hier abstufungen. Gerade die Priester Witze sind ja durchaus verbreitet , da kann man zum einen den Fokus in der Kritik an der Kirche per se sehen (was es zum großteil auch ist) ; auf der anderen Seite stellt es den überraus ernsten Hintergrund eben auch in ein lächerliches Licht, was sicherlich nicht förderlich ist und gerade wenn es konkret wird mit Personen Bezug, kann so ein "Witz" ganz schnell garnicht mehr so witzig sein und wird schlichtweg zur Beleidigung / denuzieren / verhöhnen ; das ist dann wohl ersichtlich nicht mehr witzig.

    > Geschmacklos und widerwaertig sind subjektive Bewertungen ...
    > subjektive Bewertungen sind NIEMALS Grundlage fuer eine absolute Bewertung
    > von "falsch". Nichts ist falsch daran ... nichts ist falsch an
    > Meinungsfreiheit bzw. Kunstfreiheit!
    > Nur das Gesetz kann eine solche Grundlage bilden.

    Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit sind ein heikles Thema, wenn es zum Ziel hat Personen niederzumachen oder schlichtweg schlecht zu reden.

    Bei Politikern und anderen sehr öffentlichen Personen (gerade in macht-positionen) geht das in aller Regel noch in Ordnung und wird auch gestützt, wer das aber fokussiert und über sehr lange Zeiträume macht, da wird einem dann durchaus schon unterstellt das mit klaren bösen Absichten zu tun ; dann hat man auch mit Klagen auf unterlassung erfolg.

    Ob man sich angegriffen fühlt sich natürlich subjektiv, da haben einige sehr niedrige Schwellen und andere können viel aushalten , das hängt aber auch stark davon ab wie gefestigt und wieviel Rückhalt die person hat.

    Schwarzer Humor z.B. ist etwas das funktioniert in der Regel problemlos , aber auf einer Beerdigung sollte man das dann doch eher nicht auspacken (ergo, unpassend und geschmacklos, wenn man es noch mehr übertreibt wird man auch angezeigt, was durchaus sehr weit gehen kann).

    > Und dieses hat absolut nichts dagegen, raeumt sogar explizit Freiraeume
    > dafuer ein!

    In deutschland gibt es viele Hitler witze, selbst gegen Juden und über Nazis gibt es durchaus viele Witze, die können auch witzig sein, aber gerade mit dem Hintergrund kann das schnell sehr grenzwertig werden und wie immer, wenn man es da übertreibt ist man ebenfalls schnell dabei das es sogar zur "Volksverhetzung" werden kann.

    Das sind eben heikle Themen und da fühlen sich ganze Religions/Bevölkerungsgruppen wirklich tief verletzt, beliebig und komplett unüberlegt kann man da also nicht einfach rausposaunen was einem gefällt.

    > natuerlich, comedy ist comedy. Kunst ist Kunst ...
    > Solange dies klar ersichtlich, bekannt, gekennzeichnet ist!
    >
    > Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit sind sehr hohe Gueter, teils hoeher als
    > gewisse Persoenlichkeitsrechte! wie zB. dieses Urteil zeigte
    > Nur weil du etwas als geschmacklos empfindest, ist das noch lange kein Mass
    > fuer alle ... jeder der glaubt das Mass aller Dinge zu sein, sollte sich
    > mal seine eigene Insignifikanz zu Gemuete fuehren!

    Die Stärke gerade von Karrikaturen und Kabaret ist ja das man die Mächtigen , also gerade Politiker, Diktaturen, Religions-Oberhäupter etc. runterziehen kann auf die Stufe des "normalen" Menschen. Das funktioniert auch und hat absolut seine Berechtigung.

    Sobald das ganze aber auf ohnehin Schwache / hilfsbedürftige abzielt, ist es in jedem Fall mal "geschmackslos" und zu hinterfragen.

    Behinderte z.B. Darüber Witze zu reißen ist nicht sonderlich angebracht. Das kann durchaus funktionieren, aber letztlich muss man in solchen Bereichen einfach deutlich vorsichtiger sein.

    Den was als vermeintlich harmloser Witz anfängt, steigert sich schnell zu Mobbing, Rassen-hass und gipfelt in Krassen ausschreitungen wie Völkermord ; deshalb kann man nicht einfach blind alles hinnehmen und jede noch so unbedachte Äußerung mit "Meinungsfreiheit/Kunstfreiheit" deklarieren.

    > Jeder hat das recht ueber alles Scherze zu machen, solange es eben klar als
    > solches zu erkennen ist!

    Das ist dann genauso subjektiv wie der Rest. Was genau "klar" ist, steht eben auf einem ganz anderen Blatt.

    Es gibt schlichtweg problematische Themen, die werden zu stärkerem Feedback führen und man muss eben doch darauf achten das was man sagt, das gilt allgemein.

    > Niemand hat dagegen das Recht einen anderen zu bedrohen, zu beleidigen oder
    > anzugreifen! Klare gesetzliche Abgrenzung!

    Das Ding ist ja, machst du Witze über eine Religion, die in deinen Augen eben einfach Quark ist, für einen anderen aber Hoch essentiell, dann kannst du das nicht einschätzen, demnach, müsste man sich einfach mehr zurückhalten.
    Genauso wie man nicht zu einem Vergewaltigungs-Opfer geht und dann die Witze abfeuert zu dem Thema , das ist einfach nicht angebracht und das sollte man meinen auch verstehen.

    Bei Rassistischen Witzen im privaten Umfeld wird man nichts zu befürchten haben, aber baut man z.B. sein Bühnenprogramm darauf aus, wird man mit sicherheit wegen Volksverhetzung und ähnlichem vor Gericht seine Meinung kundtun können (oder man bekommt schlichtweg eine in die Fresse, je nachdem).

  15. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Dwalinn 21.07.15 - 13:23

    Der Witz ist einfach nur schlecht. Hat mich gut ne Minute gekostet bis ich ihn überhaupt verstanden habe...

    Mit "So schlecht geht es Schumi" + Bild von Lauda würde ich eher davon ausgehen das Lauda ein Interview gegeben hat anstatt gleich zu wissen das das ein Witz ist.

  16. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Dwalinn 21.07.15 - 13:32

    +1

    Wenn es Griechen gewesen wären hätten sie auch gleich wieder die "Nazi-Keule" geschwungen.

  17. Re: Herr Nuhr: Wer austeilt muss auch einstecken können

    Autor: Rulf 21.07.15 - 14:23

    ich weis zwar das das jetzt gegen die forenregeln verstößt,
    aber bist du noch ganz dicht?...
    ist alles was dir nicht passt gleich rassistisch?...

  18. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: neocron 21.07.15 - 15:32

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > natürlich gibt es auch hier abstufungen. Gerade die Priester Witze sind ja
    > durchaus verbreitet , da kann man zum einen den Fokus in der Kritik an der
    > Kirche per se sehen (was es zum großteil auch ist) ; auf der anderen Seite
    > stellt es den überraus ernsten Hintergrund eben auch in ein lächerliches
    > Licht, was sicherlich nicht förderlich ist und gerade wenn es konkret wird
    > mit Personen Bezug, kann so ein "Witz" ganz schnell garnicht mehr so witzig
    > sein und wird schlichtweg zur Beleidigung / denuzieren / verhöhnen ; das
    > ist dann wohl ersichtlich nicht mehr witzig.
    nein, was witzig ist, und was nicht, bleibt weiterhin im Auge des Betrachters ...
    Wenn auch nur einer lacht, muss man es wohl als witzig einstufen ...

    > > Geschmacklos und widerwaertig sind subjektive Bewertungen ...
    > > subjektive Bewertungen sind NIEMALS Grundlage fuer eine absolute
    > Bewertung
    > > von "falsch". Nichts ist falsch daran ... nichts ist falsch an
    > > Meinungsfreiheit bzw. Kunstfreiheit!
    > > Nur das Gesetz kann eine solche Grundlage bilden.
    >
    > Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit sind ein heikles Thema, wenn es zum Ziel
    > hat Personen niederzumachen oder schlichtweg schlecht zu reden.
    > Bei Politikern und anderen sehr öffentlichen Personen (gerade in
    > macht-positionen) geht das in aller Regel noch in Ordnung und wird auch
    > gestützt, wer das aber fokussiert und über sehr lange Zeiträume macht, da
    > wird einem dann durchaus schon unterstellt das mit klaren bösen Absichten
    > zu tun ; dann hat man auch mit Klagen auf unterlassung erfolg.
    >
    > Ob man sich angegriffen fühlt sich natürlich subjektiv, da haben einige
    > sehr niedrige Schwellen und andere können viel aushalten , das hängt aber
    > auch stark davon ab wie gefestigt und wieviel Rückhalt die person hat.
    >
    > Schwarzer Humor z.B. ist etwas das funktioniert in der Regel problemlos ,
    > aber auf einer Beerdigung sollte man das dann doch eher nicht auspacken
    > (ergo, unpassend und geschmacklos, wenn man es noch mehr übertreibt wird
    > man auch angezeigt, was durchaus sehr weit gehen kann).
    also da fehlen mir die Beispiele ... dort wo Witze tatsaechlich als solche verboten wurden. Gerade von bekannten komoedianten, sodass diese am Ende in einem Verfahren unterlagen. Soweit ich das sehe, ist die Kunstfreiheit dort fast immer der Gewinner! (zum Glueck)

    > > Und dieses hat absolut nichts dagegen, raeumt sogar explizit Freiraeume
    > > dafuer ein!
    >
    > In deutschland gibt es viele Hitler witze, selbst gegen Juden und über
    > Nazis gibt es durchaus viele Witze, die können auch witzig sein, aber
    > gerade mit dem Hintergrund kann das schnell sehr grenzwertig werden und wie
    > immer, wenn man es da übertreibt ist man ebenfalls schnell dabei das es
    > sogar zur "Volksverhetzung" werden kann.
    da ist Deutschland etwas empfindlich, sehe ich auch so.
    In den USA zB. haben Judenwitze einen ganz anderen Anklang. Dort gibt es diese Vorbelastung nicht und man kann wesentlich einfacher mit Stereotypen spielen. (sowohl bzgl. Rassen, Herkunft, Religion, ...)
    Langsam waermt es etwas auf in Deutschland, auch dank Nuhr sind Themen wie Religion kein Tabuthema mehr.

    > Das sind eben heikle Themen und da fühlen sich ganze
    > Religions/Bevölkerungsgruppen wirklich tief verletzt,
    weshalb ich ihnen Medieninkompetenz vorwerfe ...

    > beliebig und komplett
    > unüberlegt kann man da also nicht einfach rausposaunen was einem gefällt.
    Natuerlich kann man das. Solange es als das ersichtlich ist, und das steht meist zur debatte, NUR das!

    > Die Stärke gerade von Karrikaturen und Kabaret ist ja das man die Mächtigen
    > , also gerade Politiker, Diktaturen, Religions-Oberhäupter etc.
    > runterziehen kann auf die Stufe des "normalen" Menschen. Das funktioniert
    > auch und hat absolut seine Berechtigung.
    >
    > Sobald das ganze aber auf ohnehin Schwache / hilfsbedürftige abzielt, ist
    > es in jedem Fall mal "geschmackslos" und zu hinterfragen.
    zu hinterfragen ist alles, was es nicht ist:
    "in jedem Fall" geschmacklos ...

    > Behinderte z.B. Darüber Witze zu reißen ist nicht sonderlich angebracht.
    warum nicht? Soweit ich es sehe ziehen viele Behinderte es vor normal behandelt zu werden ... dann gehoert auch dies dazu ...
    > Das kann durchaus funktionieren, aber letztlich muss man in solchen
    > Bereichen einfach deutlich vorsichtiger sein.
    man hat die freie Wahl ...

    > Den was als vermeintlich harmloser Witz anfängt, steigert sich schnell zu
    > Mobbing, Rassen-hass und gipfelt in Krassen ausschreitungen wie Völkermord
    > ; deshalb kann man nicht einfach blind alles hinnehmen und jede noch so
    > unbedachte Äußerung mit "Meinungsfreiheit/Kunstfreiheit" deklarieren.
    und eben deshalb sprach ich von Medienkompetenz ... wer einen Scherz als bare Muenze nimmt, wer seine Ansichten auf Scherzen und Komikern basiert, ist inkompetent mit dem entpserchenden Medium umgegangen ...

    > Das ist dann genauso subjektiv wie der Rest. Was genau "klar" ist, steht
    > eben auf einem ganz anderen Blatt.
    Hier ist es klar, Nuhr ist kein unbekannter ...
    und auch im Internet kann vieles gekennzeichnet werden ...

    > Es gibt schlichtweg problematische Themen, die werden zu stärkerem Feedback
    > führen und man muss eben doch darauf achten das was man sagt, das gilt
    > allgemein.
    Genau so koennte ich fordern, dass alles halb so wild ist, und man sollte mal darauf achten wie man reagiert, und ob diese Reaktion angemessen ist!


    > > Niemand hat dagegen das Recht einen anderen zu bedrohen, zu beleidigen
    > oder
    > > anzugreifen! Klare gesetzliche Abgrenzung!
    >
    > Das Ding ist ja, machst du Witze über eine Religion, die in deinen Augen
    > eben einfach Quark ist, für einen anderen aber Hoch essentiell, dann kannst
    > du das nicht einschätzen, demnach, müsste man sich einfach mehr
    > zurückhalten.
    warte mal ...
    ich mache einen Scherz, meine also etwas gar nicht wortwoetrlich so, wie ich es sage
    Das ist klar ersichtlich gekennzeichnet (zB. weil ich Komiker bin, oder aehnliches)
    Warum sollte ICH mich nach der Dummheit der anderen richten, die etwas falsch interpretieren, bzw. ueberhaupt nicht das interpretieren, was gemeint oder gar gesagt wurde?
    ich halte es mal eher so, dass derjenige, der es aufnimmt, evtl. mal differenzierter betrachten sollte und differenzierter reagieren sollte!
    Das was du beschreibst, ist selbstzensur aus Angst!

    > Genauso wie man nicht zu einem Vergewaltigungs-Opfer geht und dann die
    > Witze abfeuert zu dem Thema , das ist einfach nicht angebracht und das
    > sollte man meinen auch verstehen.

    > Bei Rassistischen Witzen im privaten Umfeld wird man nichts zu befürchten
    > haben, aber baut man z.B. sein Bühnenprogramm darauf aus, wird man mit
    > sicherheit wegen Volksverhetzung und ähnlichem vor Gericht seine Meinung
    > kundtun können (oder man bekommt schlichtweg eine in die Fresse, je
    > nachdem).
    wohl kaum ... es gibt genuegend Programme von Komikern selbst in den USA die auf Vorurteilen beruhen ... religionen, rassen, kulturen, und und und ...
    Diskussionen gibt es natuerlich aber wo da jemals eine Volksverhetzung geurteilt wurde, wuerde mich mal interessieren.

  19. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: theonlyone 21.07.15 - 15:57

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warte mal ...
    > ich mache einen Scherz, meine also etwas gar nicht wortwoetrlich so, wie
    > ich es sage
    > Das ist klar ersichtlich gekennzeichnet (zB. weil ich Komiker bin, oder
    > aehnliches)
    > Warum sollte ICH mich nach der Dummheit der anderen richten, die etwas
    > falsch interpretieren, bzw. ueberhaupt nicht das interpretieren, was
    > gemeint oder gar gesagt wurde?
    > ich halte es mal eher so, dass derjenige, der es aufnimmt, evtl. mal
    > differenzierter betrachten sollte und differenzierter reagieren sollte!
    > Das was du beschreibst, ist selbstzensur aus Angst!

    Interessant.

    Der Punkt ist ja, man weiß das man eine Gruppe Menschen damit verletzt, tut es aber trotzdem, weil man ja sagen kann "ist ja nur ein Witz, ich darf das !" ; damit treibt man es dann.

    Unter dem Vorwand könnte man ja auch einfach herumlaufen und willkürlich Leute beleidigen und anpöbbeln , "ist ja nur ein Witz !" , oder in einer bank so tun als würde man sie überfallen "ist ja nur ein Witz!" (jeder wußte doch ich bin auch Komiker).

    Von daher kann man nicht einfach blind und blöd alles tun nur weil es ein Witz ist, man muss schon nachdenken was die Gegenseite denkt und im zweifel hält man eben doch lieber die Klappe (den im blödsten fall bekommst du eine reingezimmert, Witz hin oder her).

    Natürlich gilt das auch für die Gegenseite, ganz klar. Gerade Religionen sind ja meist wenig zimperlich und direkt schwer betroffen ; aber das weiß man ja auch vorher, auch als Komiker, das sollte man nicht einfach ignorieren, sondern zumindest etwas respektieren, auch wenn man mal einen Witz reißen kann, irgendwo ist da die Grenze eben schwimment, was noch ok ist und ab wann es einfach nur noch nervig wird (selbst wenn irgendwelche Bekloppten über alles lachen, das rechtfertigt es ja nicht, den es gibt auch schlichtweg kranken Humor, das fängt bei Jack-Ass an und geht in die ganz krassen Themen, wie die Obdachlosen die bezahlt wurden sich gegenseitig zu töten und manche sehen diese Clips und "lachen" darüber, ist wirklich kein Witz , absolut nicht).


    Von daher, es gibt grenzwertigen Humor und es gibt eben auch Witze die "unangebracht" sind.

    Als empfindungsfähiger Mensch hinterfragt man das eben und ist sich bewußt ob man da nicht jemanden verletzt der dann überreagiert.

    Das meine ich auch mit Macht-Positionen. Menschen die sowieso "höhergestellt" sind, die halten auch mal derbe Witze eher aus, man erwartet das eben auch.
    Aber wenn man über Leute witze macht denen es aktuell sowieso schlecht geht, dann kann das eben einfach echt unpassend sein.
    *Bei Behinderten ein "witzchen" zu machen stört wohl kaum. Aber auch da gibt es härtere Kaliber, die den Betroffenen dann doch seelisch verletzen, Witz hin oder her, selbst wenn der vermeintlich darüber lacht (weil alle lachen) , kann das einfach nur gespielt sein. Demnach, Witze auf Kosten von Menschen in ohnehin brikären Lebenslagen halte ich für allgemein unpassend ; auch wenn da Menschen drüber lachen, ist das für mich einfach nicht fair und nicht sozial (vor allem wenn man das mal selbst erlebt hat, will man das keinem Anderen zumuten).

    Das schlimme in solchen Situationen, gerade Mobbing, ist ja, wenn das dann alles als "Witz" läuft und vermeintlich garnicht so schlimm ist, kann man sich als Opfer auch nicht wehren. Genau da fängt es dann wirklich an handfest zu werden, den die Kunstfreiheit/Meinungsfreiheit ist ein wertvolles gut, wird aber auch des öfterten als Schutzschild missbraucht.


    Im Einzelfall dann eben doch nicht so einfach zu beantworten.

  20. Re: ich fand nuhr mal gut

    Autor: neocron 21.07.15 - 21:12

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant.
    >
    > Der Punkt ist ja, man weiß das man eine Gruppe Menschen damit verletzt, tut
    > es aber trotzdem, weil man ja sagen kann "ist ja nur ein Witz, ich darf das
    > !" ; damit treibt man es dann.

    > Unter dem Vorwand könnte man ja auch einfach herumlaufen und willkürlich
    > Leute beleidigen und anpöbbeln , "ist ja nur ein Witz !" , oder in einer
    > bank so tun als würde man sie überfallen "ist ja nur ein Witz!" (jeder
    > wußte doch ich bin auch Komiker).
    weshalb ich sagte, es sollte klar ersichtlich sein ...

    > Von daher kann man nicht einfach blind und blöd alles tun nur weil es ein
    > Witz ist, man muss schon nachdenken was die Gegenseite denkt und im zweifel
    > hält man eben doch lieber die Klappe (den im blödsten fall bekommst du eine
    > reingezimmert, Witz hin oder her).
    Das mag passieren, und passiert dies, wird derjenige fuer seine Reaktion zur Rechenschaft gezogen! So wie es bei Nuhr geschah, wenn auch inkonsequent ... rechtliche Schritte waeren angemessener.

    > Natürlich gilt das auch für die Gegenseite, ganz klar. Gerade Religionen
    > sind ja meist wenig zimperlich und direkt schwer betroffen ; aber das weiß
    > man ja auch vorher, auch als Komiker, das sollte man nicht einfach
    > ignorieren, sondern zumindest etwas respektieren,
    nenene, weshalb sollte man das respektieren?
    Tolerieren sollte man es!
    mehr aber auch nicht. Ich toleriere Religionen ... aber respektieren? wuerde mir nie einfallen, es waere ein Widerspruch, den ich begehen wuerde ...

    > auch wenn man mal einen
    > Witz reißen kann, irgendwo ist da die Grenze eben schwimment, was noch ok
    > ist und ab wann es einfach nur noch nervig wird (selbst wenn irgendwelche
    > Bekloppten über alles lachen, das rechtfertigt es ja nicht, den es gibt
    > auch schlichtweg kranken Humor, das fängt bei Jack-Ass an und geht in die
    > ganz krassen Themen, wie die Obdachlosen die bezahlt wurden sich
    > gegenseitig zu töten und manche sehen diese Clips und "lachen" darüber, ist
    > wirklich kein Witz , absolut nicht).
    letzteres ist auch nicht als Witz entstanden ...
    Es ist ja umgekehrt ... etwas wurde aus der Realitaet dokumentiert, und als Witz interpretiert ... und wieder koennte man die Medienkompetenz in Frage stellen!


    > Von daher, es gibt grenzwertigen Humor und es gibt eben auch Witze die
    > "unangebracht" sind.
    sehe ich nicht so ...


    > Als empfindungsfähiger Mensch hinterfragt man das eben und ist sich bewußt
    > ob man da nicht jemanden verletzt der dann überreagiert.
    nein, als geistig gegenwaertiger Mensch sollte es in keinem Fall zu einer Ueberreaktion kommen ... genau das sage ich ... etwas ist klar ein Witz ... jedwede illegale Reaktion darauf ist unangebracht und absolut erbaermlich ...

    > Das meine ich auch mit Macht-Positionen. Menschen die sowieso
    > "höhergestellt" sind, die halten auch mal derbe Witze eher aus, man
    > erwartet das eben auch.
    > Aber wenn man über Leute witze macht denen es aktuell sowieso schlecht
    > geht, dann kann das eben einfach echt unpassend sein.
    > *Bei Behinderten ein "witzchen" zu machen stört wohl kaum. Aber auch da
    > gibt es härtere Kaliber, die den Betroffenen dann doch seelisch verletzen,
    > Witz hin oder her, selbst wenn der vermeintlich darüber lacht (weil alle
    > lachen) , kann das einfach nur gespielt sein. Demnach, Witze auf Kosten von
    > Menschen in ohnehin brikären Lebenslagen halte ich für allgemein unpassend
    > ; auch wenn da Menschen drüber lachen, ist das für mich einfach nicht fair
    > und nicht sozial (vor allem wenn man das mal selbst erlebt hat, will man
    > das keinem Anderen zumuten).
    es tut mir leid, das sind alles keine Gruende etwas zu unterlassen ... bzw. gar zu verbieten!
    man kann es kritisieren (und Kritik hat Nuhr nirgends untersagt ...)

    > Das schlimme in solchen Situationen, gerade Mobbing, ist ja, wenn das dann
    > alles als "Witz" läuft und vermeintlich garnicht so schlimm ist, kann man
    > sich als Opfer auch nicht wehren. Genau da fängt es dann wirklich an
    > handfest zu werden, den die Kunstfreiheit/Meinungsfreiheit ist ein
    > wertvolles gut, wird aber auch des öfterten als Schutzschild missbraucht.

    > Im Einzelfall dann eben doch nicht so einfach zu beantworten.
    Es ist sogar sehr einfach ...
    eine illegale Antwort auf eine legale Handlung ist kaum, wenn ueberhaupt, zu rechtfertigen!

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