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  1. Re: rechts is back

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 21.07.15 - 21:51

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist absoluter Blödsinn.

    Eine höchst fundierte Gegenargumentation. Ich bin schwer beeindruckt.

    > Bei den rechten Parteien wird nur genauer hingeschaut

    Tatsächlich? Ich könnte schwören, dass sowohl Behörden als auch Medien zumeist auf dem rechten Auge blind sind. Behörden haben jahrelang linke Politiker überwacht und die NSU machen lassen. Medien legen alles, was von der Linken kommt auf die Goldwaage und von der Rechten ... nun, von denen kommt ja nichts Berichtenswertes. Jedenfalls so lange nicht, bis sie sich öffentlich - vorzugsweise auf (Massenveranstaltungen - als strunzdoof outen oder ihr Fußvolk mal wieder etwas abfackelt. Das hat dann Unterhaltungs- oder Aufmerksamkeitswert und ist interessant für unsere "Qualitätsmedien".

    Ach so, Linksextreme fackeln natürlich auch gelegentlich etwas ab. Allerdings nimmt es die politisch unentschlossene Allgemeinheit in der Regel wohlwollend auf, wenn sich die Zündelei gegen Sachwerte und nicht gegen Menschen richtet. Außer natürlich, es trifft das eigene Auto, denn eigene Asylbewerber hat man ja als "unpolitischer" Bürger nicht. :-P

    > Ein ehemals rechter Schläger als Außenminister?
    > Undenkbar.
    > Ein ehemals linker Schläger als Außenminister?
    > Schon passiert.

    Das könnte man natürlich auch so werten, dass sich radikale Linke weiterentwickeln können, während rechte Schläger eben immer rechte Schläger bleiben und/oder ihnen das grundlegende intellektuelle Rüstzeug zum Bekleiden eines politischen Postens fehlt. Aber das darf natürlich nicht sein, und deshalb ist es natürlich die "links-jüdisch unterwanderte Lügenpresse", die es verhindert.

    Apropos ... Ausgerechnet der israelische Außenminister Avigdor Lieberman ist ein ehemaliger rechter Schläger, inzwischen zündelt er verbal. Rein aus Interesse gefragt: Wie passt so etwas eigentlich in die rechte Verschwörungswelt?

  2. Re: rechts is back

    Autor: SelfEsteem 21.07.15 - 21:52

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bundestagswahl 2013:
    > CDU + CSU = 34,1+7,4 = 41,5
    > SPD, Linkspartei, Grüne = 25,7 + 8,6 + 8,4 = 42,7

    Da waere wir eben bei der Frage, was genau die SPD ist.
    Die SPD dreht sich seit ueber zehn Jahren um die Mitte. Sie war definitiv mal eher links der Mitte einzuordnen (wenn wohl auch nicht so weit link wie die Linkspartei), aber sie haben einen deutlichen rechtsdrift hingelegt.
    Ob die nun gerade so noch links der Mitte, punkt genau auf der Mitte oder dezent rechts der Mitte einzuordnen sind ... ich tue mich schwer, das einzuordnen.

    Frueher hat insbesondere das Festbeissen an der sozialen Marktwirtschaft sie als "eher links" ausgewiesen, doch das ist kaum noch vorhanden. Sie schlucken die Forderungen seitens CDU/CSU in Richtung einer immer freieren Marktwirtschaft nach US-Vorbild mehr und mehr. Ebenso geben sie mehr und mehr der Ueberwachungsgeilheit der Christdemokraten nach und versuchen in deren Lagern zu fischen.

    Ich haette jedenfalls schon Bauchschmerzen dabei, sie in einer Linie mit Linke und Gruene zu nennen - dafuer sind die nicht wirklich linkslastig genug.
    Ich wuerde mich aber ohne Murren darauf einlassen, die SPD direkt in die Mitte zu setzen.

  3. Re: rechts is back

    Autor: DrWatson 21.07.15 - 22:11

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bundestagswahl 2013:
    > > CDU + CSU = 34,1+7,4 = 41,5
    > > SPD, Linkspartei, Grüne = 25,7 + 8,6 + 8,4 = 42,7
    >
    > Da waere wir eben bei der Frage, was genau die SPD ist.
    > Die SPD dreht sich seit ueber zehn Jahren um die Mitte. Sie war definitiv
    > mal eher links der Mitte einzuordnen (wenn wohl auch nicht so weit link wie
    > die Linkspartei),

    Die Linkspartei ist ja auch Linksradikal, da ist das kein Wunder.


    > Ob die nun gerade so noch links der Mitte, punkt genau auf der Mitte oder
    > dezent rechts der Mitte einzuordnen sind ... ich tue mich schwer, das
    > einzuordnen.

    Die SPD rechts der Mitte? Vorhin hast du noch geschrieben

    > Steht man zu weit auf einer
    > Seite, empfindet man ein gemaessigtes Rechts- oder Linksbild schnell als
    > "weit weit weg"

    Auf einer Skala von 1 bis 11, wobei 1 für links- und 11 für rechtsextrem steht und 6 für Mitte, wird die SPD im Schnitt 4,8 zugeordnet. (quelle)


    > Frueher hat insbesondere das Festbeissen an der sozialen Marktwirtschaft
    > sie als "eher links" ausgewiesen, doch das ist kaum noch vorhanden.

    Die SPD stand eigentlich nie für soziale Marktwirtschaft, sondern war bis in die 50er Jahre sozialistisch und steht seit den 60ern eher für Konzertierte Aktion, Wohlfahrtsstaat und Dritter Weg.

    > Sie
    > schlucken die Forderungen seitens CDU/CSU in Richtung einer immer freieren
    > Marktwirtschaft nach US-Vorbild mehr und mehr.

    Immer freiere Marktwirtschaft? Mindestlohn und Mietpreisbremse haben nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun.

    > Ebenso geben sie mehr und
    > mehr der Ueberwachungsgeilheit der Christdemokraten nach und versuchen in
    > deren Lagern zu fischen.

    "Ueberwachungsgeilheit" hat mit Rechts oder Links nichts zu tun. Es gibt Linksautoritäre und Rechtsautoritäre Ansichten.

    > Ich haette jedenfalls schon Bauchschmerzen dabei, sie in einer Linie mit
    > Linke und Gruene zu nennen - dafuer sind die nicht wirklich linkslastig
    > genug.
    > Ich wuerde mich aber ohne Murren darauf einlassen, die SPD direkt in die
    > Mitte zu setzen.

  4. Re: rechts is back

    Autor: SelfEsteem 21.07.15 - 22:20

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der nicht lustige Witz an der ganzen Geschichte ist ja, dass sich (nicht
    > nur) die bundesdeutsche Rechte *selbst* über kurz oder lang in extreme
    > Gedanken versteigt, diese auch ausposaunt und dann herumheult, weil nicht
    > die erwartete breite Zustimmung eingeht.
    >
    > Bei der Linken bin ich mir noch nicht so sicher, ob die ebenso extreme
    > Ziele verfolgen und dabei einfach nur intelligenter sind, weshalb man's
    > nicht sofort merkt oder ob da wirklich ein Kurs gefahren wird, der die
    > Linkspartei über kurz oder lang zu einem inhaltlichen und vor allem
    > wählbaren Ersatz für die Sozialdemokraten macht, die ihre Ideale und
    > sämtliche Kompetenz längst über Bord geworfen haben.
    >
    > Ich bin da sehr, sehr vorsichtig, aber je dümmer die Rechte und je
    > reformunfreudiger die Mitte auftritt, um so häufiger konnte ich mich in den
    > letzten Jahren mit zahlreichen Positionen der Linken anfreunden. Sobald ich
    > ganz sicher bin, dass die kein Wolf im Schafspelz sind, sind sie eine
    > Alternative. Für mich, wohlgemerkt, wer's anders sieht, soll's anders sehen
    > - und sich nicht scheuen, seine Gedanken mitzuteilen. So kommt man nämlich
    > bei der Einschätzung voran.

    Nein, nein und nochmals nein!

    Eine Partei - egal welche - ist niemals eine generelle Alternative fuer irgendetwas.
    Ob sie mit ihrem aktuellen Program eine Alternative darstellen, muss jedes mal mit jeder Wahl immer wieder aufs Neue ueberprueft werden. So viel Zeit kostet das doch nicht - man liesst doch ohnehin jeden Tag kurz die Nachrichten und was die Parteien so treiben.

    Natuerlich hat auch die ansonsten relativ entspannt wirkende Linke extremistische Personen inne. Die haben einen ganzen Kommunistenfluegen. Die gehen mit ihren Extremisten lediglich besser um als es die Toelpel von CDU und CSU tun.
    Sie hauen ihren Extremisten intern eher mal auf die Muetze und lassen sie das Land zerstoeren wie es bei CDU und CSU der Fall ist.
    Nun ... noch tun sie es nicht.
    Denn:
    Hinzu kommt, dass wahrscheinlich jede Partei nach "Ergreifung der Macht" ihren Status Quo wird sichern wollen, was wiederum bedeutet, dass sie dann nicht mehr waehlbar wird. Das wuerde der Linken genauso passieren, wie es den Christdemokraten unlaengst passiert ist, ohne dass das Wahlfieh das registriert hat.

    Ehemalige linke Parteien haben den glorifizierten Kommunismus auch in eine abartige Diktatur gewandelt - aus genau diesem grund: Um den Status Quo zu erhalten.

    Hier und jetzt empfinde ich die Linke als eine waehlbare Alternative, die mir nicht zu viele Bauchschmerzen bereitet (obgleich sie es doch etwas tut - lediglich weniger als deren grossen Konkurrenten).
    Warum man abwarten will, ist fuer mich schleierhaft. Wenn eine Partei versagt, muss sie mit der naechsten Wahl abgestraft werden. Darauf basiert unser ganzes System.
    Zehn Jahre lang abwarten um zu sehen, wie sich eine Partei entwickelt, mit der man sympathisiert und waehrend dessen immer weiter die gleiche Sosse waehlen, laeuft unserem System massiv zuwider. So funktioniert das nicht.

    Unser System laeuft im 4-Jahres-Takt. Mit jedem Zyklus kann und darf sich alles veraendern, wenn die bisherigen Parteien versagt haben. Aktuell ist dem so und die CDU/CSU sind nicht waehlbar.
    Die SPD ist ebenso wenig waehlbar, da sie die Partei der Grashalme im Wind ist und unabhaengig ihrer jeweils aktuellen Position, die einmal im Monat geaendert wird, keinerlei Identitaet besitzt.

  5. Re: rechts is back

    Autor: SelfEsteem 21.07.15 - 22:33

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Linkspartei ist ja auch Linksradikal, da ist das kein Wunder.

    Aehm ... nein, Radikalismus ist etwas anderes.
    Oder haettest du die SPD vor 20 Jahren als linksradikal eingeschaetzt?

    > Die SPD rechts der Mitte? Vorhin hast du noch geschrieben
    Ich weiss, was ich geschrieben habe und ich habe mir nirgends widersprochen.
    Ich sagte, ich tue mich bei der Zuordnung der SPD schwer. Ich sagte unten auch, dass ich sie wohl direkt auf die Mitte setzen wuerde.

    > Die SPD stand eigentlich nie für soziale Marktwirtschaft, sondern war bis
    > in die 50er Jahre sozialistisch und steht seit den 60ern eher für
    > Konzertierte Aktion, Wohlfahrtsstaat und Dritter Weg.
    Sie haben den Begriff afaik bis in die 70er hinein nicht gemocht, aendert aber nichts daran, dass sie seit den 50ern - davor hast du recht, waren sie eher sozialistisch - das Konzept stuetzen.

    > Immer freiere Marktwirtschaft? Mindestlohn und Mietpreisbremse haben nichts
    > mit freier Marktwirtschaft zu tun.
    Oh, pardon, zitiere bitte die Stelle, an der ich behaupte, sie wuerden in die freie Marktwirtschaft druecken.
    Hm? Hab ich garnicht geschrieben, sagst du? Tatsaechlich ...
    Ich sagte lediglich, dass sie dem immer mehr nachgeben. Ich unterstelle nicht, dass sie nichts anderes tun als umzufallen, das waere unfair.

    > "Ueberwachungsgeilheit" hat mit Rechts oder Links nichts zu tun. Es gibt
    > Linksautoritäre und Rechtsautoritäre Ansichten.
    Ueberwachung war in jedem bisherigen System - da koennen wir so weit in die Vergangenheit schauen, wie es Aufzeichnungen ueber menschliche Zivilisationen gibt - immer ein Werkzeug zur Absicherung des aktuellen Systems.
    Natuerlich ist Uberwachung selbst weder links noch rechts, aber bei Einsatz dieses Werkzeug wird der aktuelle Status zementiert. Dieser ist in DE momentan nicht links, sondern insbesondere CDU/CSU getrieben nunmal eher rechts (wenn eben auch nicht rechtsextrem).

    Und nein, dass heisst nicht, dass ich eine Zementierung von linken Strukturen gut heissen wuerde - ich wuerde jegliche Versteifung ablehnen.

  6. Re: rechts is back

    Autor: DrWatson 21.07.15 - 22:54

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Linkspartei ist ja auch Linksradikal, da ist das kein Wunder.
    >
    > Aehm ... nein, Radikalismus ist etwas anderes.
    > Oder haettest du die SPD vor 20 Jahren als linksradikal eingeschaetzt?

    Der Vergleich ist quatsch. Die Linkspartei hat Ihre Wurzeln in der SED und vertritt zum Teil auch noch die gleichen Werte.
    Eine Partei, die "Schlüsselindustrien" nationalisieren und den "Systemwechsel" will ist ganz klar radikal.

    > > Immer freiere Marktwirtschaft? Mindestlohn und Mietpreisbremse haben
    > nichts
    > > mit freier Marktwirtschaft zu tun.
    > Oh, pardon, zitiere bitte die Stelle, an der ich behaupte, sie wuerden in
    > die freie Marktwirtschaft druecken.

    > > > Sie schlucken die Forderungen seitens CDU/CSU in Richtung einer immer freieren Marktwirtschaft nach US-Vorbild mehr und mehr.

    > Ich sagte lediglich, dass sie dem immer mehr nachgeben. Ich unterstelle
    > nicht, dass sie nichts anderes tun als umzufallen, das waere unfair.

    Nenn doch mal Beispiele.


    > Natuerlich ist Uberwachung selbst weder links noch rechts, aber bei Einsatz
    > dieses Werkzeug wird der aktuelle Status zementiert. Dieser ist in DE
    > momentan nicht links, sondern insbesondere CDU/CSU getrieben nunmal eher
    > rechts (wenn eben auch nicht rechtsextrem).

    Woran machst du das fest?

  7. Re: rechts is back

    Autor: SelfEsteem 21.07.15 - 23:05

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Vergleich ist quatsch. Die Linkspartei hat Ihre Wurzeln in der SED und
    Und andere Parteien haben - bezogen auf ihre ehemaligen (Gruendungs)mitglieder ihre Wurzeln in der NSDAP. Heisst das automatisch, dass die Parteien identisch mit diesen Verbrechern sind? Doch hoffentlich nicht.

    > vertritt zum Teil auch noch die gleichen Werte.
    > Eine Partei, die "Schlüsselindustrien" nationalisieren
    Dir ist soweit aber bewusst, dass es bei dem Thema nicht um deutsche Schluesselindustrien wie VW und BMW geht, oder?

    > und den
    > "Systemwechsel" will ist ganz klar radikal.
    Zeige mir bitte kurz eine vernuenftige Quelle, in der die Linke einen vollstaendigen Systemumsturz und -wechsel fordert.
    Ich stimme zu, das waere radikal. Ich glaube auch gern, dass die Partei so einige Vollverwirrte hat, die gern zurueck in den Kommunismus moechten, aber das ist nunmal nicht die Stimme der Partei als ganzes.

    Und nein, ich bin kein Stammwaehler und Fan der Linken, aber etwas Fairness sollte doch bitte bleiben.

    > > Ich sagte lediglich, dass sie dem immer mehr nachgeben. Ich unterstelle
    > > nicht, dass sie nichts anderes tun als umzufallen, das waere unfair.
    >
    > Nenn doch mal Beispiele.
    Ganz aktuell? Wie waers mit dem Hofknick vor TTIP?

    > Woran machst du das fest?

    An den vorherrschenden Parteien?
    Entwickelst du gerade einen Beissreflex, weil ich das Wort "rechts" gebrauche, ohne dass ich das wirklich negativ meine?
    Wie oben geschrieben, halte ich sowohl gemaessigte Rechts- als auch Links-Auffassungen fuer durchaus gesund. Mir kommt es vor, als wuerdest du etwas verteidigen wollen, was ich garnicht angreife.

  8. Re: rechts is back

    Autor: DrWatson 21.07.15 - 23:57

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Vergleich ist quatsch. Die Linkspartei hat Ihre Wurzeln in der SED
    > und
    > Und andere Parteien haben - bezogen auf ihre ehemaligen
    > (Gruendungs)mitglieder ihre Wurzeln in der NSDAP. Heisst das automatisch,
    > dass die Parteien identisch mit diesen Verbrechern sind? Doch hoffentlich
    > nicht.

    Die NSDAP wurde nach dem Krieg verboten. Die SED hat sich einfach umbenannt. Das ist schon ein großer Unterschied. Übrigens war die SED nach dem Krieg auch voller Altnazis, wie so ziemlich jede Partei.

    > > vertritt zum Teil auch noch die gleichen Werte.
    > > Eine Partei, die "Schlüsselindustrien" nationalisieren
    > Dir ist soweit aber bewusst, dass es bei dem Thema nicht um deutsche
    > Schluesselindustrien wie VW und BMW geht, oder?

    Was denn sonst?

    "In Deutschland werden besonders häufig die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemieindustrie als Schlüsselindustrien bezeichnet" (Wikipedia)

    >
    > > und den
    > > "Systemwechsel" will ist ganz klar radikal.
    > Zeige mir bitte kurz eine vernuenftige Quelle, in der die Linke einen
    > vollstaendigen Systemumsturz und -wechsel fordert.

    http://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/praeambel-dafuer-steht-die-linke/

    > > > Ich sagte lediglich, dass sie dem immer mehr nachgeben. Ich
    > unterstelle
    > > > nicht, dass sie nichts anderes tun als umzufallen, das waere unfair.
    > >
    > > Nenn doch mal Beispiele.
    > Ganz aktuell? Wie waers mit dem Hofknick vor TTIP?

    Kompromisse sind ganz normal in einer Koalition oder nicht?

    > > Woran machst du das fest?
    >
    > An den vorherrschenden Parteien?

    Also ist für dich die aktuelle Regierung rechts?

    > Entwickelst du gerade einen Beissreflex, weil ich das Wort "rechts"
    > gebrauche, ohne dass ich das wirklich negativ meine?

    Nein.

    > Wie oben geschrieben, halte ich sowohl gemaessigte Rechts- als auch
    > Links-Auffassungen fuer durchaus gesund. Mir kommt es vor, als wuerdest du
    > etwas verteidigen wollen, was ich garnicht angreife.

    Ich finde es nicht schlüsig, dass du eine Koalition aus einer Mitte-Links- und einer Mitte-Rechts-Partei als rechts bezeichnest.

    Wenn man sich anguckt, was die so machen (Mindestlohn, Mietpreisbremse), ist das doch eher links?

  9. Re: rechts is back

    Autor: Moe479 22.07.15 - 01:30

    Tolleranz=Das Ertragen, Aktzeptanz=Das Einverständnis, bitte nicht absichtlich verwechseln!

  10. Re: rechts is back

    Autor: Janquar 22.07.15 - 15:13

    Wow, also was Parteien schon alles gesagt haben und wie im Anschluß gehandelt wurde... da brauch hier keiner mit einem rausgepickten Einzelfall ankommen.

  11. Re: rechts is back

    Autor: Janquar 22.07.15 - 15:17

    Mit beiden Seiten nichts anfangen können ist gut. Wenn jeder den Wahlomat benutzt, wissen wir welche Parteien am Ende gewählt werden würden. Es wären jedenfalls nicht CDU oder SPD, aber Bumm es geht ja nicht um Inhalt...

    Immerhin geht es hier um diesen mistigen SED Vergleich und damit braucht keiner mehr ankommen! Ich weiß nicht wieso hier alles breitgetreten wird in der Diskussion, wenn man nicht mal so einfache Dinge wie SED Müll mit der Linken gleichzusetzen. Das ist einfach keine Grundlage für ein gesundes poltisches Verständnis und übelstes Klieschee.

  12. Re: rechts is back

    Autor: Janquar 22.07.15 - 15:34

    Das sind zementierte Feindbilder hier. Wir leben hier in einem Nuhr vs Pispers Gefielde.
    Es geht nicht darum radikale Ziele zu verfolgen. Aber es geht darum die politische Opposition als radikal zu diffamieren. Dabei ist die aktuelle Politik viel radikaler, aber das wird uns so verkauft. Erbschaftssteuer, Millionärssteuer oder das Verbot von Waffenexporten, sollten eigentlich bei jedem gesunden Verstand als etwas normales angesehen werden, aber es wird uns als schlecht, unannehmbar und radikal verkauft.

    Deutsche Banken und Kaptitalsysteme haben mächtig in Griechenland Profit geschlagen, aber die Diskussion dreht sich jetzt darum, warum der normale Grieche die schuld trägt.

  13. Re: rechts is back

    Autor: Trollversteher 22.07.15 - 15:40

    >Deutsche Banken und Kaptitalsysteme haben mächtig in Griechenland Profit geschlagen, aber die Diskussion dreht sich jetzt darum, warum der normale Grieche die schuld trägt.

    Mal abgesehen davon, dass bei einem solchen komplexen Thema die Schuldfrage nie eindimensional beantwortet werden kann, muss man schon zwischen den ursprünglichen Verursachern der Krise und den Geiern, die daraus Gewinn geschlagen (und die Krise weiter angeheizt) haben unterscheiden.

  14. Re: rechts is back

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 22.07.15 - 16:19

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Partei - egal welche - ist niemals eine generelle
    > Alternative fuer irgendetwas.

    Das habe ich auch gar nicht behauptet, weshalb ich deine heftige Reaktion nicht nachvollziehen kann ...

    > Ob sie mit ihrem aktuellen Program eine Alternative darstellen, muss jedes
    > mal mit jeder Wahl immer wieder aufs Neue ueberprueft werden.

    Unter anderem. Allerdings sehe ich nicht das Wahlprogramm als alleinig oder auch nur hauptsächlich entscheidend an, denn dieses ist bestenfalls eine aufrichtige Absichtserklärung, manchmal auch nur Teil der Wahlwerbung. Viel aussagekräftiger sind doch das Tagesgeschäft (auch in der Opposition) und das allgemeine öffentliche Auftreten. Ob eine Partei eine wählbare Alternative darstellt, musst *ständig* geprüft werden, schon allein damit man vor der Wahl erkennt, ob da nicht plötzlich nur zu diesem Anlass Kreide gefressen wurde.

    > Warum man abwarten will, ist fuer mich schleierhaft.

    Ich habe weder geschrieben noch impliziert, dass Abwarten irgend etwas bringen könnte. Bitte lies meinen Beitrag noch einmal in aller Ruhe, denn ich werde das Gefühl nicht los, dass dich irgend etwas aufgeregt hat, was deine ansonsten sehr klare Sicht (Ja, das meine ich so, auch wenn wir gelegentlich nicht derselben Ansicht sind ...) etwas getrübt hat.

    > Wenn eine Partei versagt, muss sie mit der naechsten
    > Wahl abgestraft werden.
    > [...]
    > Zehn Jahre lang abwarten um zu sehen, wie sich
    > eine Partei entwickelt, mit der man sympathisiert
    > und waehrend dessen immer weiter die gleiche Sosse
    > waehlen, laeuft unserem System massiv zuwider.

    Heiratest du auch alle vier Jahre, weil die Braut gerade ganz nett aussieht und du darauf hoffst, dass irgendwann schon mal die Passende dabei sein wird? Nein? Dann verstehe ich dein Wahlverhalten nicht.
    Übrigens, nicht gleich mit jeder vor den Altar zu treten bedeutet nicht automatisch, dass du mit deiner bisherigen Frau verheiratet bleiben musst, wenn die Ehe nicht funktioniert.

    Unser System scheitert ebenso sehr an sturen Gewohnheitswählern wie an Wahl-Nomaden, die jedem gerade genehmen Trend hinter jagen und ihre Stimme entweder an irgendwelche kurzlebigen politischen Erscheinungen vergeuden oder eben Parteien an die Macht bringen, die entweder einfach noch nicht reif dafür oder zu gefährlich dafür sind. Auf eine Zufallstreffer hoffend ins Blaue zu schießen ist gleichbedeutend damit, die Fehler der Weimarer Republik zu wiederholen, soweit unser Wahlsystem das noch zulässt.

  15. Re: rechts is back

    Autor: DrWatson 22.07.15 - 19:06

    Janquar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erbschaftssteuer,
    > Millionärssteuer oder das Verbot von Waffenexporten, sollten eigentlich bei
    > jedem gesunden Verstand als etwas normales angesehen werden, aber es wird
    > uns als schlecht, unannehmbar und radikal verkauft.

    Tolle Ansicht: Jeder, der einen gesunden Verstand hat muss meiner Meinung sein. Als wäre alles so einfach.

  16. Re: rechts is back

    Autor: ffx2010 23.07.15 - 12:16

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SelfEsteem schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Bundestagswahl 2013:
    > CDU + CSU = 34,1+7,4 = 41,5
    > SPD, Linkspartei, Grüne = 25,7 + 8,6 + 8,4 = 42,7

    Naja, die SPD ist inzwischen eher eine konservative Partei. In Hamburg z.b., der SPD Hochburg, gilt die SPD dort schon immer eher als konservativ, und macht auch eine solche Politik. Die heutige SPD hat mit der ursprünglichen Idee nichts mehr gemeinsam.

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