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Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

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  1. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Emulex 20.07.15 - 15:33

    Pricejester schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir in Deutschland sollten aber vorsichtig sein, laut Google stehen die
    > Griechen im Moment mit 28.800 pro einwohner in der Kreide, wir Deutschen
    > mit 27.500 .... nur das unser BIP merklich besser ist, was uns vor dem
    > Staatsbankrott rettet ... und das werden wir vermutlich zu 90% unserer
    > geographische Lage verdanken.

    Demgegenüber steht in etwa das Sechsfache an Vermögenswerten pro Kopf.
    Und jetzt erkläre mir bitte wo es gerecht wäre, wenn private Bundesanleihenbesitzer oder ausländische Gläubiger mit Schuldenschnitt oder Totalverlust rechnen müssten, nur weil weiter Misswirtschaft auf Bundesebene betrieben wird, anstatt den Haushalt zu konsolidieren? Die können doch nix dafür (und ich bin weder das eine noch das andere).
    Ich würde meinen Teil zahlen - ohne wenn und aber...von mir aus auch sozial gerecht, weil viele einfach garnix haben.

    In Griechenland ists doch genauso. Warum sollte ich dafür geradestehen, dass die dort gut situierte Bevölkerungsschicht ihr teilweise durch Steuerhinterziehung angehäuftes Vermögen nicht verlieren will?
    Wieso wird nicht mal auf das Geld in der Schweiz geguckt?
    Das is doch Irrsinn was da abläuft...

  2. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 20.07.15 - 16:12

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich bin der Meinung, die Bürger eines Landes
    > müssen für dessen Schulden geradestehen.
    > Das scheint aber nicht der Fall zu sein und das finde ich
    > traurig bis abenteuerlich.

    Sprich, wenn ein Angehöriger deiner Familie Schulden macht, würdest du auf jeden Fall dafür einstehen? Auch wenn's der nichtsnutzige Bruder, der kurz nach der Geburt verschwundene Herr Papa oder ein Cousin drölften Grades wäre? - Dann wärst du entweder nobler als die meisten Menschen oder du hast deine Überlegung nicht zu Ende gedacht.

    Was übrigens den Unterschied von Volks- und Hauswirtschaft angeht: Auch in der Volksökonomie steckt natürlich noch das griechische "oikos" (= Haus) drin, aber seit der Antike, in der Freie tatsächlich nur ihr eigenes Haus (zuzüglich Hof und Ländereien) bewirtschafteten und ihre Mittel mit anderen Freien in fest umrissenen Fällen für ein Gemeinwesen zusammenlegten, ist viel Wasser den Styx hinunter geflossen.

    Es ist heutzutage nun einmal nicht praktikabel, alle Geldgeber der Gemeinschaft auf der Agora zusammenzutrommeln und gemeinsam auszudiskutieren, für was die gemeinsamen Gelder verwendet werden, aber heutzutage sind gewisse Gestalten dazu übergangen, ohne jegliche Diskussion - sozusagen alternativlos - darüber zu verfügen und ihnen droht auch weder ein Scherbengericht noch der Schierlingsbecher.

    Auch auf der Agora soll es trotz festgelegter Redezeit und -ordnung mitunter nicht fein zugegangen sein und wer geballten Stuss von sich gab, bekam da auch zu hören. Das Ausbuhen ist quasi die antike, analoge Variante zum Shitstorm und leider nicht mehr praktikabel, weil sich unsere regierenden Dummschwätzer nur noch selten unmittelbar der Öffentlichkeit stellen. Sie haben den Luxus, dem "demos" nicht mehr in die Augen blicken zu müssen, dann soll ihnen wenigstens die digitale Scheiße um die Ohren fliegen - zumal sie die Fäkalien überwiegend selbst produziert haben oder doch zumindest der Grund sind, warum so viele Durchfall haben. Und das, was da so herumfliegt, ist ja womöglich der Dünger für eine spätere und bessere Diskussionskultur.

  3. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: kylecorver 20.07.15 - 16:20

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sprich, wenn ein Angehöriger deiner Familie Schulden macht, würdest du auf
    > jeden Fall dafür einstehen? Auch wenn's der nichtsnutzige Bruder, der kurz
    > nach der Geburt verschwundene Herr Papa oder ein Cousin drölften Grades
    > wäre? - Dann wärst du entweder nobler als die meisten Menschen oder du hast
    > deine Überlegung nicht zu Ende gedacht.

    Ähm ja ... genau das ist das Prinzip des Sozialstaats.

  4. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Emulex 20.07.15 - 16:34

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich persönlich bin der Meinung, die Bürger eines Landes
    > > müssen für dessen Schulden geradestehen.
    > > Das scheint aber nicht der Fall zu sein und das finde ich
    > > traurig bis abenteuerlich.
    >
    > Sprich, wenn ein Angehöriger deiner Familie Schulden macht, würdest du auf
    > jeden Fall dafür einstehen? Auch wenn's der nichtsnutzige Bruder, der kurz
    > nach der Geburt verschwundene Herr Papa oder ein Cousin drölften Grades
    > wäre? - Dann wärst du entweder nobler als die meisten Menschen oder du hast
    > deine Überlegung nicht zu Ende gedacht.
    >

    Oder aber du missverstehst mich.
    VOLKswirtschaft - ich bin Teil des Volkes, Teil dieser Wirtschaft, das Land "gehört" zu diesem Teil mir.
    Das hat nichts mit Familienangehörigen zu tun - die gehn mich in der Tat nichts an.
    Aber ein Land welches Infrastruktur, Bildung, Gerichte, Polizei, Verteidigung, ... FÜR MICH zur Verfügung stellt, ist etwas gänzlich anderes.
    Die Schulden wurden indirekt für mich gemacht, also muss ich sie bezahlen - so einfach ist das.

  5. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Anonymer Nutzer 20.07.15 - 16:54

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ha! Das ist ein interessantes Thema.
    >
    > Ich persönlich bin der Meinung, die Bürger eines Landes müssen für dessen
    > Schulden geradestehen.
    > Das scheint aber nicht der Fall zu sein und das finde ich traurig bis
    > abenteuerlich.
    >
    > Insofern finde ich den Witz von Dieter Nuhr nicht so unangebracht.

    Ja klar! Dann komm du mal für die über 30.000¤ Schulden auf, die pro Kopf und somit auch auf dir lasten! -.- Weil die Politiker korrupte Banken und ein kaputtes, ausbeuterisches Wirtschaftssystem unterstützen... Viel Spaß dabei! Ich beteilige mich aber nicht daran! :)

  6. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 20.07.15 - 17:00

    kylecorver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm ja ... genau das ist das Prinzip des Sozialstaats.

    Der Sozialstaat trägt zwar selbst die Lebenserhaltungskosten von fahrlässigen Schuldnern, begleicht jedoch nicht deren Schulden.

    Es entspricht der Situation, in der man dem nichtsnutzigen Bruder, dem damals verschwundenen Vater oder dem Cousin aus meinem ersten Beispiel ein Dach über den Kopf und etwas zu essen gibt, weil sie eben doch irgendwie zur Familie gehören. Aber man steht deswegen noch lange nicht für deren Schulden ein.

    Übertragen wir das noch auf eine Volkswirtschaft, bedeutet dies, dass man auch den Verursachern einer volkswirtschaftlichen Krise oder gar eines Zusammenbruchs nicht ans Lebensnotwendigste oder gar ans Leben gehen muss, weshalb auch Bank(st)er nach der Bankenkrise weder enteignet noch am nächsten Laternenmast aufgeknüpft wurden. Aber was der Bürger schon während der Bankenkrise - Zu Recht! - nicht einsah und auch jetzt bei der Griechenlandkrise nicht einsieht ist, warum er dafür einstehen muss, dass einige Leute fett gelebt haben und nun nicht nur ungeschoren, sondern sogar ungemolken davon kommen.

    Nur: Das geht aber dem Ouzo-, ähem, Otto-Normal-Griechen nicht anders, denn der hat auch seine 35- bis 40-Stunden-Woche geleistet, sich etwas gespart und sich auf die Rente gefreut. Dass diese nun erst später angetreten werden darf, damit kann wohl auch der durchschnittliche Grieche leben, denn das ist die logische Folge einer politischen Fehlentwicklung, wie sie auch Deutschland irgendwann treffen kann. Mit der Entwertung der Ersparnisse und dem Ausverkauf des Staates können die Griechen jedoch nicht leben und sollten es auch nicht müssen.

  7. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 20.07.15 - 17:20

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Schulden wurden indirekt für mich gemacht, also
    > muss ich sie bezahlen - so einfach ist das.

    Nein, so einfach ist es nicht. Erst einmal rechnet man die Staatseinnahmen gegen die Staatsausgaben auf, die für den Betrieb und Erhalt des Gemeinwesens erforderlich, als *gerechtfertigt* sind. Wenn letztere die Staatseinnahmen überschreiten, haben wir den Fall vorliegen, an den du vermutlich denkst: Der Bürger ist zu wenig in den Staatsbetrieb eingespannt und zieht mehr heraus, als er einbringt. Dann muss man den Bürger logischerweise mehr einspannen.

    Meistens ist es aber so, dass Staatsausgaben die Staatseinnahmen überschreiten, weil fahrlässiges oder gar kriminelles Verhalten in prominenten Positionen im Spiel ist. Dann müssen diejenigen bestraft werden, die für zu geringe Staatseinnahmen und/oder zu hohe Staatsausgaben verantwortlich sind, nicht aber der Bürger. Der sollte dann lediglich die Maßnahmen mittragen müssen, die nötig sind, um einen korrigierten Staatshaushalt auf die Beine zu stellen - nicht aber die Strafe mittragen müssen.

    Wenn ich dir jeden Monat 100 Euro schenke, damit du leichter leben kannst und irgendwann stellt sich heraus, das ich mich dafür verschuldet habe, sind das *meine* Schulden. Wenn ich zudem Geld unterschlagen haben sollte, um diese Schenkung vornehmen zu können, ist das *mein* Vergehen. Von dir ist dann nur zu erwarten, dass du dich zukünftig auf eine Lebensführung ohne 100 Euro monatlich einstellst, aber niemand wird von dir sämtliche Zahlungen zurückfordern - es sei denn, es ist nachweisbar, dass konkrete Beträge unterschlagen und direkt an dich weitergeleitet wurden. So funktioniert aber eine Volkswirtschaft nicht, denn Steuern werden beispielsweise nur selten bis gar nicht zweckgebunden erhoben.

  8. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 18:44

    Naja, es gibt einen Unterschied ein staat muss weiter existieren nach einer Pleite schon ein Betrieb muss das nicht.

    Dann gibts aber auch im Privathaushalt das private Insolvenzrecht, nach 7 jahren wo dir alles weg genommen wird ausser nen freibetrag werden dir alle schulden erlassen.

    Das Problem bei ner einzelperson kannst auch verkraften wenn die verzweifelt sich um bringt oder zum penner wird, ist nicht schoen find ich kacke aber es hat keine Systemischen Folgen, das fuer ein ganzes Land an zu ordnen (und ja die Selbstmorde sind dort schon auf Rekordniveau) sollte nicht gehen.

    Ausserdem hat der glaeubiger auch nix davon, er bekommt deshalb kein geld, aber wenn man ihnen alle schulden entlaesst und sie irgendwie in ein funktionierendes modell bringt kann man mit ihm wirtschaften und so auch den eigenen wohlstand wieder mehren, ob das dann der euroaustritt und schuldenerlass oder schuldenerlass und nen laenderfinanzausgleich ist ist dann noch ne 2. rangige frage.

    dazu kommt das man jemanden nur haftbar machen kann voll wenn er die volle verantwortung traegt, wenn jetzt also 10% schon immer sariza oder sonst was gewaehlt haben wieso willst ihn dann bestrafen fuer die politik der anderen parteien die das angerichtet haben?

    Bei ner einzelperson kannst die schuld relativ gut fest machen, zumindest auf der schuldner seite, das die glaeubiger eventuell die augen verbissen zu gemacht haben und weg geschaut haben waere noch ein anderes kapitel das koennte auch bei privatpersonen passieren.

    man sieht also schnell das man die 2 sachen schwer vergleichen kann, selbst eine firma und ein staat sind sehr sehr anders aber ein privathaushalt koennte nicht anderster sein.

  9. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 18:46

    naja ich musste bei der hitze fest stellen das ich nicht arbeiten konnte, nicht mal wirklich schlafen, also kann man wohl besser in kaelteren laendern arbeiten.

  10. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 18:48

    kannst du mir bitte den link schicken wo explizit gesagt wurde das man die schulden erlaesst, soweit ich weis wurde da nur irgend eine waage aussage dazu hin gedeutet, weils deutschland in kram passte.

  11. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 18:51

    es gibt nicht die griechen

  12. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 18:56

    die jahresdurchschnitttemperatur ist sowohl in schweiz als auch deutschland deutlich niedriger als in griechenland und die anderen heissen laender sind auch die PIGS staaten also auch alle schlecht dran. klar griechenland ist der spitzenreiter, aber heissere laender tun sich offenbar schwerer klar bei bock hitze waechst weniger und man knan nicht denken also nix erfinden.

    Auch Afrika und suedamerika ist daher nicht sonderlich erfolgreich.

  13. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 19:07

    ja und das faellt grad haufenweise leuten aufn kopf die lebenslang gespart haben und jetzt fest stellen das der staat sich da dran gesund spart und das alles fuer pflege ein kassiert.

    Kann man ja fuer legitim halten, fakt ist heute muss man strohdumm sein fuers alter geld an zu sparen.

    Gut passt eh gut zusammen da heute eh fast nur noch hungerloehne gezahlt werden.

    ich bin fuer individualismus der sozialstaat offenbar fuer kommunismus auf ne sehr strange weise. Der sozialstaat sollte eigentlich die sippenhaft ueberwinden zementiert diesen aber.

    Wir sind ueberall individuen aber beim geld ploetzlich tritt der staat zurueck sichert uns das nicht und wir sind in der archaischen Familien Sippenhaft bande zurueckversetzt, schrecklich.

    In dem Staat wo jegliches einkommen immer sofort wieder zu 80 bis 100% anrechnungen bei sozialleistungen also quasi abzuege heisst fang ich doch nicht an zu arbeiten, wenn die reichen schon wegen 47% spitzensteuer jammern soll ich bei 80 bis 100% abzuegen von hartz4 anfangen zu arbeiten nein. Not gonna happen.

    Unser Sozialstaat ist am ende wir brauchen das bge damit sich arbeit wieder lohnt!

  14. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: kylecorver 20.07.15 - 19:17

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...] aber heissere laender tun sich offenbar schwerer klar
    > bei bock hitze waechst weniger und man knan nicht denken also nix
    > erfinden.
    >
    > Auch Afrika und suedamerika ist daher nicht sonderlich erfolgreich.

    Ah aso. Deshalb gibts im Supermarkt auch so viele regionale Bananen, Kaffeebohnen und Oliven zu kaufen. Weil's hier besser wächst.

  15. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: spiderbit 20.07.15 - 19:38

    naja die angesprochenen laender sind auch recht trocken. das mag im Regenwald anders aus sehen, und ja die anzahl der Kartoffel kcal sollte die bananen schon uebersteigen, deshalb stellt man zucker auch nimmer aus zuckerrohr her auch wenn der zuckergehalt sicher groesser ist, stattdessen baut man da hier so rueben an.

    aber das mit den ertraegen ist nur der kleinere Punkt, wir sind nicht deshalb griechenland ueberlegen in erster linie wegen der landwirtschaft sondern wegen dem mehr denken koennen wegen besserem wetter und natuerlich eine jahrhundert lange entwicklung wir hatten im grunde mehr maschienen direkt nachm 2. weltkrieg als die griechen heute haben selbst auf die bevoelkerung um gerechnet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.07.15 19:42 durch spiderbit.

  16. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Anonymer Nutzer 20.07.15 - 20:11

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > naja ich musste bei der hitze fest stellen das ich nicht arbeiten konnte,
    > nicht mal wirklich schlafen, also kann man wohl besser in kaelteren
    > laendern arbeiten.

    So ist es auch! :)

  17. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 20.07.15 - 20:14

    kylecorver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ah aso. Deshalb gibts im Supermarkt auch so viele
    > regionale Bananen, Kaffeebohnen und Oliven zu
    > kaufen. Weil's hier besser wächst.

    Der Knackpunkt ist, dass besseres Bedingungen bei der Feldwirtschaft zwar die Chance auf Selbstversorgung erhöht, aber nicht unbedingt die volkswirtschaftliche Stärke, denn die steigt anfänglich mit der Industrialisierung (später ggf. durch einen starken Dienstleistungssektor). Industrialisierung wiederum hängt an Faktoren wie dem Vorhandensein von Rohstoffen und wie leicht/schwer diese zu fördern sind, an der Bevölkerungszahl und Dichte und natürlich an den klimatischen Bedingungen, denn wenn du zu gewissen Zeiten so heiß ist, dass man nicht mit voller Leistung oder gar nicht malochen kann, fehlt entweder Tagesarbeitszeit oder es steigt der Energiebedarf für die Klimatisierung von Produktionsstätten.

    Und dann gibt es natürlich noch historisch-politische Gründe wie zum Beispiel die, ob man über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte als Kolonie ausgebeutet und/oder auf Zulieferer von Rohstoffen fürs Mutterland getrimmt wurde oder früh anfangen konnte, selbstständig eigene Fertigungskapazitäten aufzubauen. Es spielt auch einen Rolle, ob man gebombt hat oder gebombt wurde und ob man danach von einem Kumpel aus Übersee mit massiven Ressourcen Zucker in den Hintern geblasen bekam und gezielt zum starken Partner aufgebaut wurde oder eingekeilt zwischen Interessensphären nur wenige naheliegende Wirtschaftszweige entwickeln, aber kaum diversifizieren konnte.

    Grundsätzlich haben allzu einfache Erklärung gute Chancen, entweder erlogen oder schlichtweg falsch zu sein. ;-)

  18. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Anonymer Nutzer 20.07.15 - 20:28

    Ja der Sozialstaat geht so nicht mehr. Aber er MUSS da sein! Aber ein Austausch gegen das Grundeinkommen ist eine gute Idee. Das sollte jeder haben und somit ein zustehendes Recht OHNE Scham dafür haben zu müssen auf Leben und ein würdevolles dazu! Wir müssen uns endlich weiterentwickeln, weg von Egoismus und Barbarei, hin zu sozialen und vorallem gemeinschaftlich denkenden Wesen die nicht mehr von Gier zerfressen sind! :)

  19. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Anonymer Nutzer 20.07.15 - 23:48

    redrazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ha! Das ist ein interessantes Thema.
    > >
    > > Ich persönlich bin der Meinung, die Bürger eines Landes müssen für
    > dessen
    > > Schulden geradestehen.
    > > Das scheint aber nicht der Fall zu sein und das finde ich traurig bis
    > > abenteuerlich.
    > >
    > > Insofern finde ich den Witz von Dieter Nuhr nicht so unangebracht.
    >
    > Ich persönlich bin auch der Meinung, dass Banken, die sich mit fremdem Geld
    > verspekuliert haben, nicht vom Steuerzahler gerettet werden sollten. Das
    > scheint aber nicht der Fall zu sein...

    Kann man nicht für beides sein?

  20. Re: Unterschied Volkswirtschaft zu Hauswirtschaft

    Autor: Anonymer Nutzer 20.07.15 - 23:55

    BadRobot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, da fällt mir so auf Anhieb der Schuldenschnitt nach dem 2. WK ein.

    Hast du schön aus der Presse unreflektiert übernommen. Dass man das aber nicht mal im Ansatz vergleichen kann. Es ging ja hauptsächlich um Schulden, die Deutschland nach dem ersten Weltkrieg künstlich auferlegt wurden, nur weil die Deutschen so "blöd" gewesen sind und den Krieg mit einer Kapitulation beenden wollten. Ein Krieg an dem alle Seiten schuld hatten und nicht nur Deutschland. Es ist viel eher ein Skandal, dass diese "Schulden" überhaupt auferlegt wurden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.15 00:00 durch fluppsi.

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