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Ohne öffentliche Förderung ...

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  1. Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Moe479 30.03.16 - 16:14

    ... scheint auch dieses Unternehmen nichts mehr zu unternehmen, oder kommt mir das nur so vor?

    Sozialismus 2.0 lässt grüßen!

  2. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: DerDy 30.03.16 - 16:37

    Ja, ich stimem dir zu. Es kommt nur dir so vor.

    Die Telekom investiert pro Jahr fast 5 Mrd Euro in den Netzausbau. Allein in dieser Dekade (2011-2020) werden es rund 47 Mrd Euro sein.
    Im selben Zeitraum stellt der Staat ganze 2,7 Mrd zur Verfügung und das Bundesland Bayern ca 1,5 Mrd Euro. Andere Bundesländer, wie z.B. NRW schaffen gerade mal 100 Mio Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung zu stellen.

    Und diese Subventitionen bekommt die Telekom nicht alleine, sondern auch die anderen Netzprovider in Deutschland. von 2005-2011 hat die Telekom weniger als 20 Mio Euro Fördergelder erhalten (http://www.billiger-telefonieren.de/festnetz/nachrichten/telekom-erhielt-fast-20-millionen-euro-foerdermittel_29538.html) und bis 2016 ca 500 Mio.

    Umgerechnet könnte man sagen, dass der Breitbandausbau bei der Telekom mit ca 2,2% staatlichen Fördergeldern unterstützt wird. Bei manchen anderen Netzprovidern ist es deutlich mehr. Dazu kommen die versteckten Subventitionen bei netcologne, M-Net, EWE Tel, HansaNet, die alle aus den lokalenn Stadtwerken hervorgegangen sind und sehr günstig ihre Leerrohre für Glasfaser bekommen haben und auch weiterhin bekommen.

    Auch beauftrag die Telekom keine Lohndumping Unternehmen wie Deutsche Glasfaser, die statt dem gesetzlichen Mindestlohn nur einen Stundenlohn von 2,30 ¤ wie im Kreis Heinsberg bezahlt haben.
    http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/aerger-um-den-glasfaser-ausbau-sprecher-nehmen-stellung-1.878831

  3. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: tralalala 30.03.16 - 17:50

    Sehr schöne Replik. Ich bin auch immer verwundert, warum kaum jemand einsieht, dass 2000 Meter neue Glasfaser + Technik auf beiden Seiten sich nicht lohnen, wenn ein paar Hütten zu 34,95¤/Monat mit Internet+Telefon versorgt werden sollen, von denen sich dann noch zwei den Anschluss teilen und einer zur Konkurrenz wechselt.

    Wenn die Leute ihren Telefonanschluss aus eigener Tasche finanzieren sollen, fangen sie immer an zu heulen - nachdem sie gerade ein Haus für 200.000 Euro gekauft haben, dabei aber im Vergleich zur Stadt weitere 200.000 gespart und noch einen Garten + Wäldchen dazu bekommen haben.

  4. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: plutoniumsulfat 30.03.16 - 18:34

    Ich glaube, bei den Häusern geht es eher um Altbestand von Zeiten, wo Telefon noch ein Fremdwort war.

    Aber hey, so eine Stadt vs. Land-Diskussion ist ja auch viel einfacher.

  5. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Moe479 30.03.16 - 22:42

    wenn es so marginal ist könnte man doch gleich darauf verzichten, richtig?

    wo genau wird heute ausbau _ohne_ förderung betrieben ... als wagnis mit alleiniger selbstlast, also allein privatwirtschaftlich getrieben?!?

    es ist doch eher so, dass auch die telekom abwartet bis endlich eine ausschreibung läuft ... und dannnnnn ... treffen sich sich alle interessenten am runden tisch und sprechen ab wer mit der kommune sein spiel treibt ...



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.16 22:46 durch Moe479.

  6. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: spezi 30.03.16 - 23:25

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > wo genau wird heute ausbau _ohne_ förderung betrieben ... als wagnis mit
    > alleiniger selbstlast, also allein privatwirtschaftlich getrieben?!?

    Im Wesentlichen überall da, wo Vectoring eingesetzt wird. Geförderte Gebiete sind recht gut daran zu erkennen, dass VDSL ohne Vectoring eingesetzt wird (also maximal 50 Mbit/s).

    Eine Liste von Städten, in denen im März 2016 VDSL-Vectoring-Ausbaugebiete in Betrieb gegangen sind, findest Du hier:
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Blog/Wir-bauen-aus/ba-p/1389412

    Ansonsten kannst Du auf
    https://t-map.t-mobile.de

    gehen, rechts "Festnetz" auswählen und dann "VDSL 100" anklicken. Dann bekommst Du einen Überblick, was an eigenfinanziertem Vectoring-Ausbau seit 2013 angefallen ist.

  7. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: spezi 30.03.16 - 23:52

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geförderte
    > Gebiete sind recht gut daran zu erkennen, dass VDSL ohne Vectoring
    > eingesetzt wird (also maximal 50 Mbit/s).

    P.S.:
    Der Vollständigkeit halber: das gilt natürlich für eher ländliche Gebiete. Auch beim VDSL-Ausbau vor 2013 wurde kein Vectoring eingesetzt, deswegen gibt es in vielen großen Städten (angefangen von Berlin, München, Hamburg,...) noch kein Vectoring (oder nur in wenigen Teilgebieten, die in letzter Zeit neu ausgebaut wurden). Das heißt natürlich nicht, dass der Ausbau dort gefördert wurde... Dazu kommen natürlich auch die VDSL-Gebiete um die Hauptverteiler, bei denen bisher auch kein Vectoring eingesetzt werden darf.

  8. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: DerDy 31.03.16 - 00:57

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wo genau wird heute ausbau _ohne_ förderung betrieben ... als wagnis mit
    > alleiniger selbstlast, also allein privatwirtschaftlich getrieben?!?
    Die EU hat staatliche Förderungen untersagt, bei denen Vectoring ausgebaut wird. Nur der Breitbandausbau darf gefördert werden, wenn anschließend ein Downloadtempo von mindestens 30 MBit/s ermöglicht wird. Damit kann nur VDSL25, VDSL50 gefördert werden, bei Glasfaser bin ich mir nicht sicher. Wichtig ist, dass verschiedene Provider mit eigene Technik den KV ausstatten können und damit die TAL (bekannt als "letzte Meile") betreiben können, was bei Vectoring aber nicht funktioniert und bei Glasfaser nur bedingt.

    Letztes Jahr hat die Telekom fast 5 Mio Haushalte in Deutschland mit Vectoring erschlossen und das Ziel ist bis 2018 ca. 80% der Haushalte in Deutschland mit Vectoring erreichen zu können, Stand heute ist, dass ca. 10 Mio Haushalte Vectoring haben, genaue Zahlen habe ich aber im Internet nicht gefunden.
    Auf jeden Fall soll ab 2018 dann flächendeckend Super-Vectoring mit 300 Mbit/s ausgebaut werden, was dann auch wieder ohne Fördermittel erfolgt.

    Fördermittel werden hauptsächlich in ländlichen Regionen verwendet. Die Kommunen machen Ausschreibungen, auf die sich jeder Provider mit einem Angebot melden können. Der Provider, der die wenigsten Fördergelder veranschlagt bzw. die höchsten Eigenmittel einsetzt und zeitnah ausbauen kann, erhält den Zuschlag,

    In den letzten Jahren hat die Telekom den Breitbandausbau weitesgehend optimiert und mit vielen Tiefbaufirmen Verträge abgeschlossen, so dass sie die Bedingungen für den geförderten Ausbau bestens erfüllt. Jedoch erscheint es einigen so, als wenn nur die Telekom gefördert wird, dem ist natürlich nicht so. Wie schon geschrieben, von den paar Mrd Euro Fördergeldern bekommt die Telekom nur paar hundert Mio, den großen Rest veranschlagen die alternativen Provider. Aber auf deren gewonnen Ausschreibungen hat sich die Telekom meistens auch gar nicht beworben.

  9. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: plutoniumsulfat 31.03.16 - 14:28

    Also 25% haben schon Vectoring und 12,5 % bekommen es pro Jahr neu. Wie schafft die Telekom es dann, in nicht mal 3 Jahren die restlichen 55% zu erschließen?

  10. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Ovaron 31.03.16 - 14:45

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also 25% haben schon Vectoring

    Hm...wirklich? Wurden 5,7 Millionen Kunden-Haushalte (von 20 Mio Kunden) vectoring-fähig gemacht oder 5,7 Millionen Haushalte in D (von 40 Mio Haushalten)?

    > und 12,5 % bekommen es pro Jahr neu.

    Hm...wirklich? Wer hat denn diese Zahlen für 2016 bis 2018 genannt?

  11. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: plutoniumsulfat 31.03.16 - 14:47

    DerDy scheint da mehr zu wissen.

  12. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Ovaron 31.03.16 - 14:51

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die EU hat staatliche Förderungen untersagt, bei denen Vectoring ausgebaut
    > wird.

    Korrekt. Allerdings scheint die Definition "staatlicher Förderung" enger zu sein als man annehmen würde. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat einen Zweckverband zum Breitbandausbau gegründet und der Telekom ein ordentliches Bakschisch gezahlt...und als Ergebnis gibt es seit zwei Jahren einen Ausbau auf 100 Mbit per Vectoring. Klingt seltsam, ist aber so. Siehe die FAQ des Verbandes.

  13. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Mentoker 31.03.16 - 15:12

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also 25% haben schon Vectoring
    >
    > Hm...wirklich? Wurden 5,7 Millionen Kunden-Haushalte (von 20 Mio Kunden)
    > vectoring-fähig gemacht oder 5,7 Millionen Haushalte in D (von 40 Mio
    > Haushalten)?

    Neubau, die vorher gebauten VDSL Gebiete mit 50 MBit/s werden erst Ende 2016/Anfang 2017 auf Vectoring umgebaut.

  14. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: spezi 31.03.16 - 18:18

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also 25% haben schon Vectoring und 12,5 % bekommen es pro Jahr neu. Wie
    > schafft die Telekom es dann, in nicht mal 3 Jahren die restlichen 55% zu
    > erschließen?

    Laut Geschäftsbericht der Telekom waren Ende 2015 55% der Haushalte in Deutschland an das "Glasfasernetz" anschliessbar (und darunter versteht die Telekom bekanntlich FTTx, also VDSL ohne/mit Vectoring und FTTB/H). Das entspricht etwa 22 Mio Haushalte. Ziehen wir mal die 3 Mio Haushalte ab, die laut Telekom über Förderprogramme ausgebaut wurden. Dann bleiben 19 Mio, also etwa 48%.

    Diese 48% setzen sich zusammen:
    (1) aus den Haushalten, die seit 2013 neu für Vectoring ausgebaut wurden
    (2) aus dem "VDSL-Altausbau", also den 50+x Städten die seit 2006 (aber vor 2013) weitgehend mit VDSL ausgebaut wurden
    (3) aus dem Nahbereich (=VDSL über Hauptverteiler)

    Für (2) und (3) gibt es noch kein Vectoring. Aber zumindest für (2) dürfte die technische Umstellung schon laufen. Für (3) ist der Ausbau beantragt. Falls die Telekom die Umstellung der "Altgebiete" (2) und (3) schafft, und gleichzeitig weiterhin etwa 11% pro Jahr ausbaut, würde sie auf 80% bis Ende 2018 kommen.

    Natürlich ist die Umstellung der Altgebiete auch noch zusätzlicher Aufwand. Aber zum einen ist er geringer als bei den bisher laufenden Neuausbauten (insbesondere sind in Gebiet (2) ja schon die Glasfaserkabel und die Multifunktionsghehäuse vorhanden). Und ausserdem hat sich das Ausbautempo ja bisher Jahr für Jahr erhöht. Da wurde sicher auch einiges an Kapazität aufgebaut (für Planung, Bau, Inbetriebnahme, ...) - sowohl bei der Telekom, als auch bei Zulieferern und Baufirmen.

  15. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: spezi 31.03.16 - 18:35

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DerDy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die EU hat staatliche Förderungen untersagt, bei denen Vectoring
    > ausgebaut
    > > wird.
    >
    > Korrekt. Allerdings scheint die Definition "staatlicher Förderung" enger zu
    > sein als man annehmen würde. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat einen
    > Zweckverband zum Breitbandausbau gegründet und der Telekom ein ordentliches
    > Bakschisch gezahlt...und als Ergebnis gibt es seit zwei Jahren einen Ausbau
    > auf 100 Mbit per Vectoring. Klingt seltsam, ist aber so. Siehe die FAQ
    > des Verbandes.

    Wobei in der FAQ steht: "Die 19 Kommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg [...] werden aufgrund eines Ausbauvertrages von der Deutschen Telekom mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s im Download bzw. bis zu 5 Mbit/s im Upload innerhalb ausgebaut. "

    Dazu gibt es noch die Information, dass mit Vectoring 100 Mbit/s möglich sind. Das heisst für mich aber nicht, dass es im Fördergebiet eingesetzt wird. Ich schätze, dass ist eher ein Hinweis darauf ist, was mit der verbauten Technik möglich ist. Soweit ich weiß gibt es ja die Hoffnung, dass Vectoring von der EU für Fördergebiete freigegeben wird. Dann wären eben 100 Mbit/s möglich.

    Zusätzlich wird man sicher auch Gebiete mit Eigenausbau definiert haben. Gerade solche Großprojekte mit einem gesamten Landkreis bieten da vielleicht auch Spielraum für etwas "Kreativität" (nach dem Motto: "Wir bauen auch diesen Ort auf eigene Kosten aus, wenn Ihr uns dafür woanders etwas mehr fördert"...).

  16. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: DerDy 31.03.16 - 20:57

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Korrekt. Allerdings scheint die Definition "staatlicher Förderung" enger zu
    > sein als man annehmen würde. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat einen
    > Zweckverband zum Breitbandausbau gegründet und der Telekom ein ordentliches
    > Bakschisch gezahlt...und als Ergebnis gibt es seit zwei Jahren einen Ausbau
    > auf 100 Mbit per Vectoring. Klingt seltsam, ist aber so. Siehe die FAQ
    > des Verbandes.
    Ordentliches Bakschisch? Insgesamt zahlt der Zweckverband 3,7 Mio Euro für die Tiefbauarbeiten. Profitieren werden davon rund 95.000 Haushalte, das sind knapp 38 Euro pro Haushalt.
    Siehe auch: http://www.fr-online.de/darmstadt/darmstadt-dieburg-schnelles-internet-im-landkreis,1472858,31780672.html
    Der Ausbau von VDSL2 kostet pro Haushalt ca 300 Euro und wenn es noch Vectoring geben soll, dann belaufen sich die Kosten pro Haushalt auf rund 500 Euro.

    Aber bevor wieder Gerüchte entstehen, dass irgendwo Vectoring staatlich subventioniert wird:
    Die Telekom baut für den Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg nur VDSL2 aus, das heißt es gibt erstmal nur 50MBit/s Down- und 10MBit/s Upload.

    Dem Zweckverband war es aber wichtig, dass die verbaute Technologie zukünftssicher ist und das ist VDSL2. Denn die Bandbreite kann mit Vecotring auf 100MBit/s und mit Super-Vectoring auf 250MBit/s erhöht werden. Diesen Ausbau können aber auch andere Provider machen, wenn sie sich bei der Bundesnetzagentur für die Region bewerben. Falls sie sich um den Breitbandausbau bemühen würden...

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also 25% haben schon Vectoring und 12,5 % bekommen es pro Jahr neu. Wie
    > schafft die Telekom es dann, in nicht mal 3 Jahren die restlichen 55% zu
    > erschließen?
    Die Telekom hat Leitungen zu rund 20 Mio Haushalten. Wer keine Leitung von der Telekom hat, der wird auch nicht von der Telekom ausgebaut. Ansonsten würde die Telekom ja die Leitungen anderer Anbieter ausbauen (z.B. EWE Tel, M-Net, netcologne, etc). Das würde der Breko und VATM sicher gefallen, aber macht wenig Sinn für die Telekom.

    In den letzten 2,5 Jahren hat die Telekom über 10 Mio Haushalte mit Vectoring und All-IP erschlossen, das sind gut 50% aller Haushalte. In den nächsten 2,5 Jahren werden die nächsten 30-40% erschlossen. Und wenn die Telekom den Nahbereich (500m um den HVt) auch erschließen darf, kommen weitere Mio Haushalte dazu.

  17. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Ovaron 31.03.16 - 22:07

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu gibt es noch die Information, dass mit Vectoring 100 Mbit/s möglich
    > sind. Das heisst für mich aber nicht, dass es im Fördergebiet eingesetzt
    > wird.

    Ja, das steht da nicht. Aus der Praxis heraus: Es wird eingesetzt.

  18. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: Ovaron 31.03.16 - 22:12

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ordentliches Bakschisch? Insgesamt zahlt der Zweckverband 3,7 Mio Euro

    Ja, 3,7 Millionen Euro sind genau das was ich als "ordentliches Bakschisch" bezeichne.

    > Der Ausbau von VDSL2 kostet pro Haushalt ca 300 Euro und wenn es noch
    > Vectoring geben soll, dann belaufen sich die Kosten pro Haushalt auf rund
    > 500 Euro.

    Und die Lebensdauer der geschaffenen Infrastruktur wird in zweistelligen Jahreszahlen gemessen. Und es gibt keinerlei Rückfluss des Kapitals dass da investiert wurde.

    Nochmal: Das ist genau das was ich als "ordentliches Bakschisch" bezeichne.

    > Aber bevor wieder Gerüchte entstehen, dass irgendwo Vectoring staatlich
    > subventioniert wird:
    > Die Telekom baut für den Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg nur VDSL2
    > aus, das heißt es gibt erstmal nur 50MBit/s Down- und 10MBit/s Upload.

    Bevor hier weiter Unwahrheiten verbreitet werden: Groß Umstadt, Wiebelsbach, Dieburg...die sind alle in diesem Ausbau enthalten und bekommen 100 Mbit. Und erzähle mir keiner das wäre bei Wiebelsbach so weil da eigenfinanziert wurde. Das sind 1200 Einwohner am Arsch der Welt, hinter der letzten Mülltonne rechts ab und dann 2 Kilometer den Feldweg entlang..

  19. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: spezi 31.03.16 - 23:09

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bevor hier weiter Unwahrheiten verbreitet werden: Groß Umstadt,
    > Wiebelsbach, Dieburg...die sind alle in diesem Ausbau enthalten und
    > bekommen 100 Mbit. Und erzähle mir keiner das wäre bei Wiebelsbach so weil
    > da eigenfinanziert wurde. Das sind 1200 Einwohner am Arsch der Welt, hinter
    > der letzten Mülltonne rechts ab und dann 2 Kilometer den Feldweg entlang..

    Warum gibt es dann in einigen ausgebauten Orten kein Vectoring? Mühltal, Ober-Romstadt, Fischbachtal, Eppertshausen, .... Wenn "gefördert oder nicht" egal ist, gäbe es keinen Grund, Vectoring dort nicht einzuschalten.

    Das auch mal kleinere Gemeinden bei so einem Ausbau in den Genuss von Vectoring kommen, kann auch an günstigen Umständen liegen, z.B. auf weiten Strecken vorhandenen Leerrohren. In der FAQ steht ja sogar explizit, dass die Telekom im Landkreis Darmstadt-Dieburg über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur verfügt, und das die entsprechenden Leerrohre natürlich mitbenutzt werden.

    Das würde auch die relativ geringe Fördersumme von 3,7 Mio Euro für 90000 Haushalte erklären. Zum Vergleich: in Bayern kann die Fördersumme für eine einzelne Gemeinde schon bei mehreren 100.000 Euro liegen. Und der Kreis Rottweil (64.000 Haushalte) hat auch einen Kooperationsvertrag mit der Telekom zum kreisweiten Ausbau abgeschlossen. Die Telekom baut 42.000 HH auf eigene Kosten aus. Für die verbleibenden 22.000 HH zahlt der Kreis einen Zuschuss von 12 Mio Euro (und trotzdem bleiben 5% aussen vor):
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-internet-vertrag-ist-jetzt-besiegelt.70903e97-1af1-4715-85a7-1785bb7657be.html

    Auch wenn wir es hier sicher nicht abschliessend klären können, aber: aufgrund des oben geschriebenen scheint es mir deutlich plausibler, dass Darmstadt-Dieburg einfach gut wegkommt, mit einem ziemlich hohen Eigenausbau und Eigenanteil der Telekom, und relativ wenigen Haushalten, die gefördert ausgebaut werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.16 23:10 durch spezi.

  20. Re: Ohne öffentliche Förderung ...

    Autor: DerDy 01.04.16 - 01:52

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der Ausbau von VDSL2 kostet pro Haushalt ca 300 Euro und wenn es noch
    > > Vectoring geben soll, dann belaufen sich die Kosten pro Haushalt auf rund
    > > 500 Euro.
    > Und die Lebensdauer der geschaffenen Infrastruktur wird in zweistelligen
    > Jahreszahlen gemessen. Und es gibt keinerlei Rückfluss des Kapitals dass da
    > investiert wurde.
    Das stimmt ja so nicht. Das Gewerbe vor Ort hat wieder mehr interesse zu Investieren, denn viele Geschäftsbeziehungen benötigen ja doch eine schnelle Internetverbindung. Und (fast) alle Hausbewohner bekommen jetzt für wenig Geld schnelles Internet. Dadurch ist ihr Ort wieder ein bisschen attraktiver geworden. Wer zieht denn auch schon in ein Dorf, wenn da nur 2 Mbit/s zur Verfügung stehen?

    > Bevor hier weiter Unwahrheiten verbreitet werden: Groß Umstadt,
    > Wiebelsbach, Dieburg...die sind alle in diesem Ausbau enthalten und
    > bekommen 100 Mbit. Und erzähle mir keiner das wäre bei Wiebelsbach so weil
    > da eigenfinanziert wurde. Das sind 1200 Einwohner am Arsch der Welt, hinter
    > der letzten Mülltonne rechts ab und dann 2 Kilometer den Feldweg entlang..
    Was für dich der Arsch ist, ist für andere ein schöner Ort wo man sicht wohlfühlen kann. Und warum beleidigst du die 400 Hausbesitzer? Viele Menschen entscheiden sich bewusst gegen Metropolen und wollen ganz ländlich leben.

    Und bevor noch mehr Unwahrheiten erzählt werden:
    Der Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg hat VDSL2 (bis zu 50MBit/s) bestellt und erhalten. Das war vertraglich so abgesprochen und der Breitbandausbau wurde erfolgreich abgeschlossen sowie alle Arbeiten sind im Zeit- und Finanzrahmen geblieben.
    Anschließend hat der Zweckverband am 10. September 2015 in der Groß-Umstadt Stadthalle eine Bürgerinformationsveranstaltung abgehalten, wo die Telekom ihre eigene Pläne zu Vectoring vorgestellt hat. Und alle Anwesenden können schon an diesem Abend einen Antrag für Vectoring (100MBit/s) stellen.
    Für diese Erweiterungsstufe wurde weder vom Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg noch von einer anderen staatlichen Institution irgendwelche Gelder an die Telekom gezahlt.

    Tja, was machen wir jetzt? Weder der Zweckverband noch irgendwer anderes Geld an die Telekom bezahlt...aber erzählen darf man das nicht? Dann bleibt es eben unter uns ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.04.16 01:56 durch DerDy.

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