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Die Ariane ist in einem Punkt überlegen
Autor: Anonymer Nutzer 05.11.16 - 08:34
Sie produziert weniger Weltraumschrott, wirft ihre letzte Stufe zuverlässiger gen Erde zurück, zum Verglühen.
Der Weltraumschrott wird uns auf Generationen "grounden" und selbst den zuverlässigen Satbetrieb unmöglich machen, wenn der Orbit weiter so zugemüllt wird. Dann ist es Selbstmord für Astronauten noch in das Sperrfeuer aufzusteigen und jeden neuen Sat zerfetzt es in immer kürzerer Zeit, was die Schrottpartikelzahl weiter wachsen lässt, ein Teufelskreis.
Die privaten Akteure und die neuen Raumfahrnationen wiederholen leider alle Fehler der Amerikaner, Russen und Europäer.
Die Frage des Weltraumschrotts ist eigentlich die wichtigste aller technischen Fragen, siehe die Gefahr des "Kessler Syndrome". -
Re: Die Ariane ist in einem Punkt überlegen
Autor: Sebbi 05.11.16 - 11:54
Lügenbold schrieb:
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> Sie produziert weniger Weltraumschrott, wirft ihre letzte Stufe
> zuverlässiger gen Erde zurück, zum Verglühen.
Was machen andere mit ihrer Oberstufe? Die landet doch immer in einem GTO und solche Orbits sind nicht stabil, d.h. irgendwann ist der niedrigste Punkt so niedrig, dass die Stufe einfach verglüht.
>
> Der Weltraumschrott wird uns auf Generationen "grounden" und selbst den
> zuverlässigen Satbetrieb unmöglich machen, wenn der Orbit weiter so
> zugemüllt wird. Dann ist es Selbstmord für Astronauten noch in das
> Sperrfeuer aufzusteigen und jeden neuen Sat zerfetzt es in immer kürzerer
> Zeit, was die Schrottpartikelzahl weiter wachsen lässt, ein Teufelskreis.
Da braucht es ziemlich viele Partikel. Unwahrscheinlich.
>
> Die privaten Akteure und die neuen Raumfahrnationen wiederholen leider alle
> Fehler der Amerikaner, Russen und Europäer.
Die Russen und die Chinesen. Haben letztere nicht mal einen Satelliten abgeschossen? Dessen Trümmerteile machen einen Großteil der Trümmer da oben aus. Bei den Russen ist ein Satellit mit einem Iridium Satellit kollidiert. Aber selbst so große Trümmerwolken verglühen recht schnell. Kleine leichte Teile werden stark von der Atmosphäre gebremst.
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> Die Frage des Weltraumschrotts ist eigentlich die wichtigste aller
> technischen Fragen, siehe die Gefahr des "Kessler Syndrome".
Bei den Abständen da oben sehr unwahrscheinlich. Das ist nicht wie bei dem Kinofilm Gravity, in dem die Protagonisten super einfach von Shuttle zu Raumstation zu Raumstation umherdüsen konnten. Fiction nennt man so etwas ;-)
Am Ende wird es so etwas wie im Spiel Space Quest geben müssen. Eine Müllabfuhr für den Weltraum. -
Re: Die Ariane ist in einem Punkt überlegen
Autor: Ovaron 05.11.16 - 14:39
Sebbi schrieb:
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> > Die privaten Akteure und die neuen Raumfahrnationen wiederholen leider
> > alle Fehler der Amerikaner, Russen und Europäer.
> Die Russen und die Chinesen. Haben letztere nicht mal einen Satelliten
> abgeschossen? Dessen Trümmerteile machen einen Großteil der Trümmer da oben
> aus.
Afaik: Nein, ein Schrotschuß macht da noch keine globale Trümmerwolke. Das Problem war bisher bzw. ist teilweise immer noch das sich ein Großteil dessen was als Beifang im Orbit landet (Transferstufen, Sprengbolzen, Adapter,...) sich dabei zerlegt - wenn man nicht explizit darauf achtet und so konstruiert das die Teile beisammen bleiben. -
Re: Die Ariane ist in einem Punkt überlegen
Autor: mnementh 07.11.16 - 14:12
Ovaron schrieb:
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> Sebbi schrieb:
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> > > Die privaten Akteure und die neuen Raumfahrnationen wiederholen leider
> > > alle Fehler der Amerikaner, Russen und Europäer.
>
> > Die Russen und die Chinesen. Haben letztere nicht mal einen Satelliten
> > abgeschossen? Dessen Trümmerteile machen einen Großteil der Trümmer da
> oben
> > aus.
>
> Afaik: Nein, ein Schrotschuß macht da noch keine globale Trümmerwolke. Das
> Problem war bisher bzw. ist teilweise immer noch das sich ein Großteil
> dessen was als Beifang im Orbit landet (Transferstufen, Sprengbolzen,
> Adapter,...) sich dabei zerlegt - wenn man nicht explizit darauf achtet und
> so konstruiert das die Teile beisammen bleiben.
Beides wird wohl stimmen. Sicher entsteht viel Weltraummüll durch die normale Raumfahrt. Pro Start entstehen dabei eine ganze Menge Einzelteile. Die zwei größeren anormalen Ereignisse haben aber auch viel beigetragen. Fengyun-1C hat 40.000 Trümmerteile über 1cm Größe und Millionen von kleineren produziert. Die Kosmos-Iridium-Kollision hat über 2000 katalogisierte Trümmerteile und geschätzt eine halbe Million Teile über 1mm Größe.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fengyun-1C
https://de.wikipedia.org/wiki/Satellitenkollision_am_10._Februar_2009
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraummüll -
Re: Die Ariane ist in einem Punkt überlegen
Autor: spammeloop 13.11.16 - 13:33
Wenn wir über Weltraumschrott reden ist (im Monent) das größte Problem alte Satelliten in wichtigen Orbits (z.B. GSO). Ausgebrannte Raketestufen sind natürlich auch ein Problem. Oberstufen verbleiben aber in einem GTO und sind sehr groß im Vergleich zu ihrer Masse, also sinkt ihr Orbit relativ schnell.
"Modene" Oberstufen sind aber in der Lage ihre Triebwerk wiederzuzünden oder werden wenigstens "passiviert" (Tanks entleehrt). Die Ariane benuzt ein nicht wiederstartbares Triebwerk, das ist Problematisch da Teile der Stufe über Bewohntem Gebiet einschlangen könnten und es reduziert die Effizienz da eine nichtoptimale Startsequenz gewählt werden muss .
Richtig Gefährlich können aber lose Bolzen oder Schrauben werden die bei der Trennung der Nutzlast von der Oberstufe sich von der Stufe trennen und auf lange Zeit im Orbit verbleiben und schwer zu Verfolgen sind.



