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Technologie sucht Anwendungen...

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  1. Re: Technologie sucht Anwendungen...

    Autor: AllDayPiano 10.12.18 - 21:18

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist halt immer das Problem... wie viel an Technik ist man bereit zu
    > investieren, um eine "ausreichend stabile" Vorhersage machen zu können.

    So ein System darf nicht auf Vorhersagen und Prognosen basieren, sondern auf Fakten.

    > Faktisch kann man all das schon heute.

    Sagen wir eher: könnten.

    > Es gibt Laser-Sensoren, die die
    > Temperatur gradgenau ermitteln könnten.

    Pyrometer arbeiten mit Infrarot-Detektoren. Nicht mit Laser. Das haben nur die China-Kracher als Zielhilfe.

    > Aber eben nicht als
    > Pfennig-Artikel. Denn Sensoren erkennen auch heute schon, ob es regnet.

    Ja, indem man einen Infrarot-Lichtstrahl im Zickzack durch die Windschutzscheibe jagt und guckt, wieviel am Ende noch ankommt.

    Und das funktioniert alles andere als fehlerfrei.

    > Und
    > wie gesagt: Über ESP bekommt man auch heute schon mit, ob und im Vergleich
    > wie viel Haftung ein Reifen gerade hat.

    Nein, genau das tut man nicht. Ich stelle zunehmend fest - ihr habt irgendwie eine komplett falsche Vorstellung davon, was ESP kann.

    > Aber wie Du schon schriebst: Die Technik muss letztlich auch so stabil
    > sein, dass Leute sie EINSETZEN.

    Nicht nur stabil, sondern auch billig und zuverlässig. Die letzten beiden Punkte sind das Problem.

    > War es Waymo oder Uber, wo die Techniker
    > den Notbrems-Assistenten bei dem Volvo deaktiviert haben, weil sie ihrem
    > eigenen System mehr vertrauten und die Rad-Schieberin daraufhin ums Leben
    > kam? :S

    Und dann erinnere man sich bitte an die Konsequenzen.

  2. Re: Technologie sucht Anwendungen...

    Autor: AllDayPiano 10.12.18 - 21:31

    Letzteres. Auf Schulphysik reduziert kürzt sich die Masse heraus. Dass in der Praxis die Masse doch einen Einfluss hat, resultiert aus sehr vielen Nichtlinearitäten, die bei vereinfachter Betrachtung zwar wegfallen, in der realen Welt aber leider doch Einfluss haben. So als ganz abstraktes Beispiel: v = s/t. Bekannte Formel. Gilt aber nur bis ~ < 1/10*c. Sobald man näher an die Lichtgeschwindigkeit kommt, und relativistische Einflüsse zunehmend eine Rolle spielen, kann man die Formel in die Tonne treten. Das heißt nicht, dass bei den für Menschen relevanten bis 200km/h keine relativistischen Einflüsse auftreten, denn das tun sie; sie spielen nur keine Rolle für uns :-)

  3. Re: Technologie sucht Anwendungen...

    Autor: Eheran 10.12.18 - 21:57

    >So ein System darf nicht auf Vorhersagen und Prognosen basieren, sondern auf Fakten.

    So eine Aussage ist halt schon ein bisschen traurig. Was sind denn Fakten? Wenn ein Mensch drüberguckt und XYZ sieht und aufschreibt, ist das dann ein Fakt? Oder hat der sich vielleicht verguckt oder verschrieben?
    So ein System KANN nur auf einem Modell basieren, genau wie alles andere in unserer Gesellschaft. Dieses Modell muss halt entsprechend vorher verifiziert / validiert sein.

  4. Re: Technologie sucht Anwendungen...

    Autor: AllDayPiano 11.12.18 - 09:08

    Ein Faktum wäre: Ein Sensor misst konstant während der Fahrt die Reibungszahl und nutzt den gemessenen(!) Wert für die Berechnung des Bremsweges.

    Haltlose Spekulation wäre: Das ABS Steuergerät merkt sich von *irgendeinem* Bremsvorgang der *irgendwann* auf *irgendeinem* Untergrund stattgefunden hat *irgendwelche* Werte und nutzt diese als Basis, um *irgendwas* zu berechnen um dann *irgendwelche* vermeintlich richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

    Ein Modell wäre Punkt Nr. 2 gepaart mit einem definierten, und bekannten Untergrund (z.B. immer der gleiche Beton in der Werkshalle für den Gabelstapler), das erlaubt, aus bekannten Parametern eine Vorhersage zu treffen. Was hier aber vorgeschlagen wird, ist Kaffeesatzleserei.

  5. Re: Technologie sucht Anwendungen...

    Autor: quark2017 11.12.18 - 09:25

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letzteres. Auf Schulphysik reduziert kürzt sich die Masse heraus.

    Haben wir da etwa eine Formel vergessen?
    Wie wäre es mit Reibung? Da spielt die Masse sehr wohl eine Rolle.

    Selbst wenn die Bremsen eine maximale Verzögerung erreichen, muss der Reifen dies noch auf die Straße bringen.

    Btw. die Verzögerungswerte von Vorausfahrenden Fahrzeugen sind nicht sehr aussagekräftig, wenn man am Limit (möglichst geringer Abstand) fahren will.
    Denn z.B. durch Bitumenstreifen auf der Fahrbahn und andere Reifenbreiten und Spurversatz kann sich für das nachfolgende Fahrzeug ein ganz anderer Bremsweg einstellen, als der theoretisch errechnete Wert.

    Diese vielen Überlegungen fußen doch alle auf perfekte Umgebungen, die man in der Realität so nicht antreffen wird.

  6. Re: Technologie sucht Anwendungen...

    Autor: Eheran 11.12.18 - 12:31

    Ach SO meinst du das. Einverstanden.

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