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Das ist das Ende von Virgin Orbit

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  1. Das ist das Ende von Virgin Orbit

    Autor: tritratrulala 26.05.20 - 16:42

    Ganz unironisch: Virgin Orbit war schon verdammt spät dran, füllt mit Launcher One nur eine sehr kleine Nische. Die Konkurrenz lauert und braucht anders als Virgin Orbit keine ~10 Jahre, um fertig zu werden. Und dann kommt jetzt auch noch so ein katastrophaler Unfall. Die Rakete ist ja praktisch direkt nach dem Start verunglückt, da wurde kaum ein Meilenstein im Flug erreicht. Ein Fehlschlag ist eine Sache, aber dieser hier war besonders wenig ergiebig.

    Würde mich nicht wundern, wenn die wenigen restlichen Kunden mit Startvertrag nun auch kündigen und Virgin Orbit die Türen dichtmacht. Richard Branson hat zwar viel Geld, aber er ist kein jeff Bezos und kann es sich nicht leisten, die Milliarden einfach so rauszuhauen.

  2. Re: Das ist das Ende von Virgin Orbit

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 26.05.20 - 17:17

    Das ist so direkt sehr unwahrscheinlich, hängt von den Umständen un der (derzeit unbekannten) Fehlerursache ab. Die nächste Rakete steht schon fast bereit. Es kann durchaus ein einfacher Fehler gewesen sein, der vielleicht bei normalem Luftdruck auf dem Teststand nicht auffiel und leicht korrigierbar ist. Im schlimmsten Fall ist es ein Konstruktionsfehler im Triebwerk (etwa in den Turbopumpen etc.), dann wäre das in der Tat existenzbedrohend für das Unternehmen.

    Das gleiche wäre der Fall, wenn das Unternehmen bereits in Zahlungsschwierigkeiten steckte (was ich hier keinesfalls behaupten will, das ist nur ein Szenario) und nun darauf hoffte, dass ein Start schon funktionieren würde, obwohl er vorzeitig ist. Aber Probleme beim ersten Start neuer Raketen sind völlig normal, so dass man keinesfalls von einem Fehlstart auf Schlamperei oder Zeitdruck schließen kann.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Das ist das Ende von Virgin Orbit

    Autor: blaub4r 27.05.20 - 03:33

    Wo hast du was von einem katastrophalen Unfall gelesen ? Im Artikel steht nichts ?

    Und wie musk schon sagte er hat 4 versuche gebraucht.


    Wenn wir jedesmal aufgeben wenn wir scheitern, wir würden noch in der Höhle wohnen und am Lagerfeuer Wölfe grillen.

  4. Re: Das ist das Ende von Virgin Orbit

    Autor: Schnuffel 27.05.20 - 08:24

    blaub4r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn wir jedesmal aufgeben wenn wir scheitern, wir würden noch in der Höhle
    > wohnen und am Lagerfeuer Wölfe grillen.

    Glaubst du wirklich, dass wir dann ein Lagerfeuer hätten? Kann ich mir nicht vorstellen.

  5. Re: Das ist das Ende von Virgin Orbit

    Autor: tritratrulala 27.05.20 - 12:16

    blaub4r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo hast du was von einem katastrophalen Unfall gelesen ? Im Artikel steht
    > nichts ?
    >

    Die Rakete ist kurz nach dem Start verunglückt. Das ist in der Hinsicht katastrophal, dass man wenig Daten über den Flug sammeln konnte und nichts darüber sagen kann, ob spätere Flugphasen funktionieren.

    Rocketlab hatte bspw. beim ersten Start der Electron auch einen Unfall, aber erst nach der Stufentrennung als die praktisch schon im Orbit waren. Trotz Unfall konnte Rocketlab damit zeigen, dass Booster und Zweitstufe prinzipiell funktionieren. Virgin Orbit kann da eben bisher noch nicht viel vorweisen.

    > Und wie musk schon sagte er hat 4 versuche gebraucht.
    >

    Ja, aber das war eine andere Zeit. Das waren die Anfänge der kommerziellen Raumfahrt. Bei der heutigen Konkurrenzsituation kann man sich das nicht mehr leisten. SpaceX hat auch nicht über 10 Jahre für die Entwicklung gebraucht. Virgin Galactic bzw. später Virgin Orbit eiert schon seit 2009 mit groben Plänen und seit 2012 mit konkreteren Plänen zum Launcher One herum. Frag mich schon lange, warum die Geldgeber da noch mitmachen.

    SpaceX haben als blutige Anfänger ca. 4 Jahre für die Entwicklung der Falcon 1 benötigt. Rocketlab hat ähnlich lange für die Electron gebraucht. Selbst die Ariane 6 wird trotz viel hin und her in der Planungsphase nach ca. 7 Jahren Entwicklungszeit fliegen.

    > Wenn wir jedesmal aufgeben wenn wir scheitern, wir würden noch in der Höhle
    > wohnen und am Lagerfeuer Wölfe grillen.

    In diesem Fall würde ich eher auf die sunk cost fallacy verweisen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.20 12:23 durch tritratrulala.

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