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10x weniger...

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  1. 10x weniger...

    Autor: cpt.dirk 01.09.19 - 02:45

    ... Werbung und Propaganda, 10x weniger Kleingedrucktes, in denen den Kunden das Fell über die Ohren gezogen wird, dafür bestehende Altanschlüsse und "letzte Meilen" 10x höher priorisieren, das wär mal ein überzeugendes Argument für die TK.

  2. Re: 10x weniger...

    Autor: einglaskakao 01.09.19 - 10:42

    Als ich hier eingezogen bin gingen gerade 6 Mbit, es folgten 16, danach der Sprung auf 50Mbit und nun habe ich echte 250MBit mit echten 40Mbit Upload.
    Beschweren kann ich mich mit meiner Mietwohnung in einer Kleinstadt nicht.

  3. Re: 10x weniger...

    Autor: cpt.dirk 01.09.19 - 15:28

    Gratulation - vor Ort sind es seit >10 Jahren 12Mbit +- 2MBit, in einer durchschnittlichen westdeutschen Stadt egal, ob direkt von TK, Vadderphone oder etwas anderes.

  4. Re: 10x weniger...

    Autor: Bendix 01.09.19 - 17:11

    einglaskakao schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ich hier eingezogen bin gingen gerade 6 Mbit, es folgten 16, danach der
    > Sprung auf 50Mbit und nun habe ich echte 250MBit mit echten 40Mbit Upload.
    > Beschweren kann ich mich mit meiner Mietwohnung in einer Kleinstadt nicht.

    Das gleiche bei mir.

    5.000 Einwohner, Köln/Bonner Region.

  5. Re: 10x weniger...

    Autor: LinuxMcBook 01.09.19 - 18:45

    Und, was machen eure Bürgermeister dagegen? Aus Berlin würde es Fördergelder für schnelleres Internet geben...

  6. Re: 10x weniger...

    Autor: AynRandHatteRecht 01.09.19 - 20:34

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und, was machen eure Bürgermeister dagegen? Aus Berlin würde es
    > Fördergelder für schnelleres Internet geben...

    Nichts. Die meisten Bürger wollen die Erschliessungskosten, im Gegensatz zu Gas, Wasser, Straßen nicht bezahlen. Deshalb hat Deutsche Glasfaser regelmäßig Probleme, 40% Zusagen zu erlangen.

    Dazu kommt, dass ein FTTH-Anschluss ein Monopol für den Bauträge darstellt und damit das Ende des marktwirtschaftlichen Konkurrenzkampfes. Man sieht das sehr häufig an den miesen Angeboten für FTTH, zB 100/50 für 99¤ im Monat und so Scherze.

  7. Re: 10x weniger...

    Autor: Faksimile 01.09.19 - 22:05

    Und das liegt auch daran, das wir keinen regulierten Ausbau mit konkreten Vorgaben der Technik und Öffnung für alle habe. "Der Markt wird es schon richten" trifft nicht immer zu.

  8. Re: 10x weniger...

    Autor: AynRandHatteRecht 01.09.19 - 22:15

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das liegt auch daran, das wir keinen regulierten Ausbau mit konkreten
    > Vorgaben der Technik und Öffnung für alle habe. "Der Markt wird es schon
    > richten" trifft nicht immer zu.


    Der Markt richtet es ziemlich gut. Das bedeutet aber natürlich auch, dass unlukrative Gegenden nicht erschlossen werden. Aber dort wo die Masse wohnt, kann man sich hohe Bandbreiten über 2-3 verschiedene Anbieter holen.

    Gerade aber dort, wo der Staat in Form von Fördermitteln eingreift, werden Monopole geschaffen. Das ist ja die Perversion daran. Was nutzt mir ein Haus auf dem Land, wenn ich einmalig 2000¤ Erschliessungskosten und den FTTH-Ausbau zahlen muss um dann für 1000/1000 nochmal 250¤ im Monat zu bezahlen. Das ist einfach Blödsinn.

    In der Schweiz hat die dortige Regulierung mit allen Marktteilnehmern vor 15 Jahren einen Standard für FTTH geschaffen. Jeder Anbieter kann die physisch realisieren, sie sind aber anderen Betreibern bei Bedarf gegen standardisierte Gebührensätze zu überlassen. Init7 zB hat meines Wissens nur wenige Gebäude überhaupt angeschlossen, das meiste hat die Swisscom gemacht. Da aber die Tarife der Swisscom teuer und lahm sind, hat Init7 ein besseres Angebot gemacht.

    Letztlich so wie bei uns DSL auch funktioniert, die Leitung gehört der Telekom, ein dritter kann sie mieten und dann an einem PoP "ausfädeln" bzw an sein eigenes Netzwerk anbinden. Natürlich überleget sich dann jeder Anbieter trotzdem einen Ausbau, wenn er mit Konkurrenten rechnen muss, die sich einfach ins gemachte Bett legen (wie zB 1&1 es lange gemacht hat bzw macht).

    Letztlich habe ich nicht einmal etwas gegen Vectoring auf dem Land, weil es die allermeisten Kunden ausreichend versorgt und auch nach oben noch etwas Luft haben wird. Was ich nicht verstehe: Selbst wenn man bereit ist, deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen (als Unternehmenskunde), kriegt man kein FTTH realisiert. Die Angebote sind auch dort reine Abschreckungsangebote, wo der Outdoor-DLSAM mit LWL-Anbindung direkt vor dem Haus steht.

    (Ähnlich ist es hier in München, wo die M-net zwar in tausende Keller LWL anbieten kann, es aber keine Hausverkabelung gibt. Möchte man als Freiberufler dann Gigabit-Angebote haben, wird man mit vierstelligen Summen pro Monat abgewimmelt.)

  9. Re: 10x weniger...

    Autor: BlindSeer 02.09.19 - 07:55

    Eigentlich zeigt die Entwicklung, dass es besser wäre Leitung und Provider zu trennen. Bei uns führte der geförderte Ausbau auch zu überzogenen Preisen, da es nur einen unregulierten lokalen Anbieter gibt, bei dem sich dann niemand aufschaltet.
    IMHO gehört die Leitung eigentlich in eine staatliche Stiftung, die für den Ausbau und Erhalt zuständig ist und die Leitung dann an die Provider vermietet (von mir aus auch eine eigene Firma. Stiftung, weil diese nicht gewinnorientiert sein muss, sondern erhaltorientiert, daher können Überschüsse in den Ausbau. Staatlich einfach, weil ich der Meinung bin, dass Infrastruktur Aufgabe der Gesellschaft und somit des Staats ist). So gilt dann Verhandlungsgeschick und Interesse der Provider wer wo versuchen möchte Fuß zu fassen.

  10. Re: 10x weniger...

    Autor: Bendix 02.09.19 - 08:01

    Sehe ich auch so. Gestern hab ich noch einen Bericht gesehen, wo die Gemeinde selbst ausgebaut hat. 90 Prozent der Kosten wurden von Fördermitteln des Land und Bundes getragen.

  11. Re: 10x weniger...

    Autor: nightmar17 02.09.19 - 08:10

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und, was machen eure Bürgermeister dagegen? Aus Berlin würde es
    > Fördergelder für schnelleres Internet geben...

    Nichts. Die haben keine Ahnung davon oder sind nicht betroffen. Bei uns im Gebiet gab es vor zwei oder drei Jahren ein Interessenbekundungsverfahren. Die Telekom hat ihr Interesse gemeldet und wollte ausbauen. Diese Aussage war nicht bindend, dass bedeutet, dass die Telekom immer noch abspringen kann.

    Nun sind mindestens zwei Jahre vergangen und es ist bisher nichts passiert. Unsere Gemeinde ist nicht in der Lage etwas dazu zu sasgen, weil "man die Pläne der Telekom nicht kennt und die Frist von drei Jahren abwarten muss". Nach diesen drei Jahren dürfte unser Gebiet neu ausgeschrieben werden.
    Von der Telekom habe ich ebenfalls keine Info bekommen. Die Hotline weiß nichts und auf Mails wird nicht reagiert.

    Im besten Fall wird also nächstes Jahr die Telekom sagen, dass die den Ausbau doch nicht machen wollen und dann wird das Gebiet neu ausgeschrieben.
    Vielleicht haben wir in 5-6 Jahren hier auch mal schnelleres Netz. Aktuell bekommen wir bis zu 6 Mbit. LTE kann man vergessen, da dies ziemlich ausgelastet ist, denn Hybrid von der Telekom kann man auch nicht buchen.

  12. Re: 10x weniger...

    Autor: AynRandHatteRecht 02.09.19 - 12:52

    BlindSeer schrieb:
    > IMHO gehört die Leitung eigentlich in eine staatliche Stiftung, die für
    > den Ausbau und Erhalt zuständig ist und die Leitung dann an die Provider
    > vermietet (von mir aus auch eine eigene Firma. Stiftung, weil diese nicht
    > gewinnorientiert sein muss, sondern erhaltorientiert, daher können
    > Überschüsse in den Ausbau. Staatlich einfach, weil ich der Meinung bin,
    > dass Infrastruktur Aufgabe der Gesellschaft und somit des Staats ist). So
    > gilt dann Verhandlungsgeschick und Interesse der Provider wer wo versuchen
    > möchte Fuß zu fassen.

    Naja, so einfach ist das nicht. Man sieht es ja bei der Bahn. Eine Bahn ohne eigenes Netz (=Schienen, Stellwerke, Bahnhöfe) wäre nicht rentabel. Die Aufwände um eine "neutrale Plattform" zu betreiben und diese dann an privatwirtschaftliche Anbieter bereitzustellen (open access) ist nunmal höher als sie nur "einem" Kunden bereitzustellen.

    Bei der Telekom wurde das halbherzig über die Regulierung versucht. In der Schweiz sind die FTTH-Anschlüsse auch reguliert und man kann den Provider wechseln (der muss die Faser dann vom Eigentümer anmieten). Das bedeutet in der Schweiz aber auch: Wer ausbaut, verliert. Swisscom gräbt und installiert, dann kommt Init7 mit attraktiven Tarife und sammelt die Kunden ein (ohne selbst zu bauen).

    Würde man Netze in staatlicher Hand halten, oder einer "neutralen" Stiftung, so steht man vor folgendem Dilemma: Ab wann ist eine Technologie, eine Bahnstrecke, ein Netzausbau oder -Upgrade sinnvoll? Und wie läuft das gerecht ab? Eine staatliche Entität hat ganz andere Anforderungen. Glasfaser-Recht für alle? Wer zahlt die 200 Milliarden Euro dafür? Alle?

    Und dann gibt es trotzdem ein Problem: Stell Dir ein 200 EW-Dorf mit neutraler Infrastruktur vor. Welcher große Provider möchte dort selbst eine Leitung hinlegen und sich dann Anschlüsse akquirieren? Das lohnt selbst dann nicht. Viele Gemeinden haben schon vor 10..15 Jahren nach dem Motto "Wir legen LWL und die Provider werden schon kommen" agiert und haben so gut wie immer verloren.

    Versatel bzw heute 1&1 hat sich da günstig eingekauft, als viele Städte/Stadtwerke das Zeug wieder los werden wollten - und das in großen, eher lukrativen Orten wie zB Kiel.

  13. Re: 10x weniger...

    Autor: Faksimile 02.09.19 - 18:43

    Könnte auch ein Problem der nicht vereinheitlichten Struktur/Technik sein.

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