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  5. › LEDs: Schlimmes Flimmern

Frage an den Autor

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  1. Frage an den Autor

    Autor: Kacha 04.07.19 - 14:14

    Wieviele Menschen sind wirklich von diesem Effekt betroffen? Gibt es dazu belastbare Studien? Keine Umfragen, sondern wirklich nachgeprueft und Placebo ausgeschlossen.

    Das ist relativ wichtig um das ganze einordnen zu koennen und auch die Vorgabe, die die EU durchsetzen will besser zu verstehen. Gerade da das ganze technisch nicht ganz billig ist und im Endeffekt dann fuer alle teurer werden wird. Auch dazu, warum schlaegt die EU keine unterschiedlichen Stufen vor nachdem dann jeder kaufen will was er will?

    An andere Forenteilnehmer, bitte keine Anekdoten ob man jetzt davon betroffen ist, Freunde/Familie betroffen ist, oder sonstiges. Bitte nur belastbare Zahlen.

  2. Re: Frage an den Autor

    Autor: Wolfgang Messer 04.07.19 - 14:36

    Wie im Beitrag schon erwähnt und verlinkt, sind vor allem jüngere Menschen photosensibel. Untersuchungen gehen hier von 7,5 bis 10% aus - mit Spitzen in der Pubertät. Für Erwachsene liegen mir keine Zahlen vor - vermutlich, weil man sich erstmal auf eine wirklich aussagekräftige Methodik der Studie und eine Altersstruktur der Probanden einigen müsste. Und dann wäre noch die Frage der Finanzierung dieser Untersuchung.

    Meine Vermutung: 100-Hertz-Flimmern dürfte wohl von bis zu rund 5% der Gesamtbevölkerung bewusst oder unbewusst statisch wahrgenommen werden können (ohne Berücksichtigung des Stroboskop- bzw. Perlschnureffekts - da sind's natürlich rund 100%).

  3. Re: Frage an den Autor

    Autor: Truster 04.07.19 - 14:48

    Aus der Zerit der CRT Monitore kann ich sageb bis 86Hz konnte ich es wahr nehmen. Bei 100Hz konnte ich kein flimmern mehr erkennen. Und ja, ich bin auch sehr anfällig dafür - geht bei mir mit Migräne mit Aura einher.

  4. Re: Frage an den Autor

    Autor: encad 05.07.19 - 10:58

    2015 wurde eine Empfehlung der IEEE veröffentlicht. Bei der schwersten Form der photosensitiven Epilepsie sind es 5% aller Epilepsieerkrankten, ca. 0,5% der Bevölkerung. Bei allen anderen Effekten (Migräne, reine Wahrnehmung) ist es nicht wirklich klar. Die Wahrnehmung an sich kann man, je nach Situation, bei nahezu jedem auslösen.

    Wäre aber auch interessiert ob es hier neuere Zahlen gibt, die mehr Aussagekraft haben.

  5. Re: Frage an den Autor

    Autor: Wolfgang Messer 05.07.19 - 12:50

    @encad: Photosensitive Epilepsie wird durch weitaus geringere Frequenzen ausgelöst (ca. 10 bis 20 Hertz) als das vergleichsweise hochfrequente 100-Hertz-Flimmern von LED-Lampen. Das betrifft also eher bestimmte Videospiele, sichtbar flackerndes Licht oder Lichtblitze (nicht umsonst warnt beispielsweise die BBC in ihren Anmoderationen vor TV-Beiträgen, die "flash photography" enthalten):
    https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/epileptische-anfaelle-welche-muster-anfaelle-ausloesen-a-1146960.html

    Insofern taugen die Epilepsie-Daten nicht zur alleinigen Beurteilung von Flimmer-Auswirkungen.

  6. Re: Frage an den Autor

    Autor: encad 05.07.19 - 13:38

    Wolfgang Messer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @encad: Photosensitive Epilepsie wird durch weitaus geringere Frequenzen
    > ausgelöst (ca. 10 bis 20 Hertz) als das vergleichsweise hochfrequente
    > 100-Hertz-Flimmern von LED-Lampen. Das betrifft also eher bestimmte
    > Videospiele, sichtbar flackerndes Licht oder Lichtblitze (nicht umsonst
    > warnt beispielsweise die BBC in ihren Anmoderationen vor TV-Beiträgen, die
    > "flash photography" enthalten):
    > www.spiegel.de
    >
    > Insofern taugen die Epilepsie-Daten nicht zur alleinigen Beurteilung von
    > Flimmer-Auswirkungen.

    Ja, das ist korrekt. Die Empfindlichkeit kann sogar bereits im einstelligen Frequenzbereich beginnen und erstreckt sich bis etwa 42 Hz, die meisten Anfälle werden aber, wie von Ihnen angesprochen, zwischen 10 und 20 Hz ausgelöst und die Empfindlichkeit mit dem Alter stark sinkt.
    Was ich eher ausdrücken wollte, dass das bisher die einzige Zahl in diesem Kontext ist, die etwas konkreter wird.
    Bei etwas neueren Studien gab es wohl teilweise Ergebnisse, dass die Hälfte der Befragten über Probleme klagte. Aber soweit ich weiß gibt es für den Bereich der weniger starken Beeinflussung durch Flimmern (Migräne, Einschränkung der Lesefähigkeit, etc.) bisher kaum gesicherte Zahlen.
    Würde mich hier aber auch gerne belehren lassen, wenn jemand aktuelle Zahlen hat.
    Glaube das bekannteste Beispiel im Fernsehen war der "Pokemon"-Incident, seitdem wird erheblich öfter gewarnt, oftmals ja auch in Computerspielen.

    Edit: Rechtschreibung...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.19 13:43 durch encad.

  7. Re: Frage an den Autor

    Autor: jkow 06.07.19 - 13:45

    Die Tatsache, dass der Lobbyverband der betoffenen Industrie keine entsprechende Studie vorlegt (oder doch?), lässt die Relevanz vermuten.

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