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"Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: Satan 05.12.12 - 23:27

    Meine Güte, diese DRM-Fantasien werden immer perverser. Ich möchte nicht wissen, wie viele Milliarden ausgegeben werden für Techniken, die die Nutzbarkeit von digitalen Medien einschränken bzw. verhindern ("Heute schon den BluRay-Player gepatcht?")...

  2. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: JP 06.12.12 - 02:18

    Ich fürchte die Verlage werden nicht eher ruhen bevor sie eine solche Technik haben, in der sie für jede Seite einzeln definieren dürfen wie viel Google für das Abrufen der Seite bezahlen muss. Und natürlich ist Google durch die Quasi-Monopolstellung gezwungen seiner Listing- und Bezahlpflicht nachzukommen. Das ist dann wie eine Steuer die von Google eingezogen wird um Verlage gesund und evtl. sogar reich zu finanzieren.

    Google als Fortschrittstaliban zu bezeichnen ist auch eine solche krasse Umkehr der Sachverhalte, dass man spätestens jetzt dem Herrn Kesse jede Argumentationsfähigkeit absprechen kann. Jetzt fangen die Verlage an mit Matsch zu werfen... Google wehrt sich mit einer, zugegeben auch emotionalisierten, Aufklärungs-Kampagne und Google muss sich anhören, dass ihre Kampagne perfide ist.

    Wir sind jetzt schon beim Schimpfwort "Taliban" angekommen, zumindest ja vor rund 10 Jahren das schlimmste Feindbild der "westlichen freien Welt". Ich bin gespannt wann der Herr Keese Google mit einem Kinderpornoring vergleicht... Ich tippe auf 2-3 Wochen... "Wer für Google ist, ist auch für Kinderschänder", damit dürfte man doch jeden Gegner mundtot machen können, oder?

  3. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: Sharra 06.12.12 - 04:35

    Google hat nur blöderweise keine Monopolstellung. În Sachen Suchmaschinen gibts Alternativen. Dass diese von den Usern nicht genutzt werden, ist Pech für die Konkurrenz.
    Und in Sachen News ist Google wohl erst recht weit entfernt von irgend einem Monopol. Dafür gibts einfach viel zu viele Newsseiten im Netz.

  4. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: jayrworthington 06.12.12 - 06:42

    JP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fürchte die Verlage werden nicht eher ruhen bevor sie eine solche
    > Technik haben, in der sie für jede Seite einzeln definieren dürfen wie viel
    > Google für das Abrufen der Seite bezahlen muss. Und natürlich ist Google
    > durch die Quasi-Monopolstellung gezwungen seiner Listing- und Bezahlpflicht
    > nachzukommen. Das ist dann wie eine Steuer die von Google eingezogen wird

    Listingpflicht? KEIN Wettbewerbsrecht kann Google verpflichen zu Listen *UND* dafuer zu bezahlen, worst case, fliegt Deutschland komplett aus dem GooDex, dass Google durchaus irgendwo klare grenzen zieht, hat man bei China gesehen, das war ein Milliardenmarkt, und trotzdem haben irgendwann die Reis(s)leine gezogen. Warum sind soche Flachpfeiffen wie Kääse nicht faehig, von Belgien zu lernen? Ich kann nur hoffen, das Google, wenn die dann zwei Tage nach dem Delisting angekrochen kommen, nicht die einfach wieder in den Index aufnimmt.

  5. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: JP 06.12.12 - 06:51

    jayrworthington schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JP schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich fürchte die Verlage werden nicht eher ruhen bevor sie eine solche
    > > Technik haben, in der sie für jede Seite einzeln definieren dürfen wie
    > viel
    > > Google für das Abrufen der Seite bezahlen muss. Und natürlich ist Google
    > > durch die Quasi-Monopolstellung gezwungen seiner Listing- und
    > Bezahlpflicht
    > > nachzukommen. Das ist dann wie eine Steuer die von Google eingezogen
    > wird
    >
    > Listingpflicht? KEIN Wettbewerbsrecht kann Google verpflichen zu Listen
    > *UND* dafuer zu bezahlen, worst case, fliegt Deutschland komplett aus dem
    > GooDex, dass Google durchaus irgendwo klare grenzen zieht, hat man bei
    > China gesehen, das war ein Milliardenmarkt, und trotzdem haben irgendwann
    > die Reis(s)leine gezogen. Warum sind soche Flachpfeiffen wie Kääse nicht
    > faehig, von Belgien zu lernen? Ich kann nur hoffen, das Google, wenn die
    > dann zwei Tage nach dem Delisting angekrochen kommen, nicht die einfach
    > wieder in den Index aufnimmt.


    Stimme dir ja zu, aber in der Verlagsparallelwelt denken die anders. Der Keese hat ja auch schon gedroht, sollte Google anfangen seinen Index zu bereinigen. entsprechend rechtlich vorzugehen. Normalerweise könnte man sagen: "Sollen sie doch, die Gerichte werden das schon richten"... aber es gibt da auch wieder genug Beispiele, dass Gerichte merkwürdige Entscheidungen treffen. Siehe Newsletter-Bestätigungsmail = Spam

  6. Die interessante Frage ist...

    Autor: Casandro 06.12.12 - 07:21

    ... warum gehen die Verlage dann nicht einfach her, stellen jeweils einen Mitarbeiter zur Verfügung und definieren diese Sprache?
    Das wäre doch das Mindeste was man erwarten könnte.

  7. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: jayrworthington 06.12.12 - 07:41

    JP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimme dir ja zu, aber in der Verlagsparallelwelt denken die anders. Der
    > Keese hat ja auch schon gedroht, sollte Google anfangen seinen Index zu
    > bereinigen. entsprechend rechtlich vorzugehen. Normalerweise könnte man
    > sagen: "Sollen sie doch, die Gerichte werden das schon richten"... aber es
    > gibt da auch wieder genug Beispiele, dass Gerichte merkwürdige
    > Entscheidungen treffen. Siehe Newsletter-Bestätigungsmail = Spam

    Ja. Aber egal wie Verleger-Freundlich die Gerichte auch entscheiden moegen, Google wird unter keinen Umstaenden fuer das Indexing bezahlen, das waer schlussendlich das Ende der Searchengines in ihrer jetzigen Form.

    Ich behaupte, ENTWEDER irgendjemand stoppt die feuchten Träume der Verlage (Politik oder Richter), ODER Google klemmt im Zweifelsfall *alle* kommerziellen (kein Wettbewerbsrechtlicher Verstoss), im schlimmsten Fall ALLE deutschen Websites ab.

    Wenn das passiert ist, und der Käse vielleicht mal das Wort "Symbiose" nachgeschlagen hat, kommen die dann schnell gekrochen, weil deren Websites keine Hits mehr abkriegen.

    Das Spiel mit dem robots.txt geht auch umgekehrt, Google koennte nur noch websites indexieren, die ein *explizites* allow fuer den GoogleBot drin haben, das duerfte vermutlich auch vor Gericht als eindeutige willensbekundung durchgehen, das die Website Google aktiv erlaubt hat, zu indexieren....

    Aber ich glaub mit gesundem Menschenverstand kommt man hier nicht weiter, denke wir werden alle einfach abwarten muessen, ob das Gesetz ueberhaupt kommt, und wenn, wie sich Google verhält. Erpressen lassen werden sie sich sicher nicht.

  8. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: JP 06.12.12 - 08:21

    Ein Deutschland ohne Google-Services dürfte bestimmt die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel sein. Hat schon seine Gründe warum Deutschland im Internet kaum eine Rolle spielt. Die Position sollte Deutschland unbedingt weiter ausbauen...

  9. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: Xyn 06.12.12 - 08:26

    Was soll man noch zum Thema sagen. Wenn man sich die Nachrichten anschaut, wie "neutral" berichtet wird sagt einem doch schon das da was faul sein muss. Wenn man sich mit dem Thema dann noch selbst beschäftigt, fragt man sich wie ist sowas in unserer "Rechtsstaatlichkeit" möglich. Muss ich demnächst Angst haben jemand den Weg zu beschreiben, das ich dann von einem Navigationshersteller verklagt werde?

    JP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Keese hat ja auch schon gedroht, sollte Google anfangen seinen Index zu
    > bereinigen. entsprechend rechtlich vorzugehen.

    das wäre ja genial, wenn er tatsächlich so gesagt hätte. Kannst du mir einen Link zu dieser Aussage von ihm geben?

  10. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: JP 06.12.12 - 08:40

    Xyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das wäre ja genial, wenn er tatsächlich so gesagt hätte. Kannst du mir
    > einen Link zu dieser Aussage von ihm geben?

    War ein Interview hier auf golem:
    https://www.golem.de/news/leistungsschutzrecht-axel-springer-konzern-gibt-entwarnung-fuer-wikipedia-1207-92880.html < Seite 2, letzter Absatz

    "Die Stellungnahme von Herrn Rohleder könnte als Drohung eines Delistings durch den Marktbeherrscher Google zu verstehen sein für den Fall, dass Verlage ihre legitime Forderung nach Vergütung ihrer in Anspruch genommenen Leistungen aufrechterhalten. Beim Aussprechen solcher Drohungen ist es ratsam, das Wettbewerbsrecht im Auge zu behalten."

  11. Re: Die interessante Frage ist...

    Autor: Sir Dragon 06.12.12 - 08:54

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... warum gehen die Verlage dann nicht einfach her, stellen jeweils einen
    > Mitarbeiter zur Verfügung und definieren diese Sprache?
    > Das wäre doch das Mindeste was man erwarten könnte.

    Das hat mich an dem Statement vom Herrn Kees auch wirklich auf die Palme gebracht. Da wird ein eventueller Missstand erkannt, aber anstatt zu sagen:
    "Da müssen wir jetzt ansetzen und eine Lösung finden",
    rennt man wie ein weinendes Kind zur Politik und fordert ein Gesetz ein um aus dieser Unzulänglichkeit Kapital zu schlagen?

  12. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: marvin42 06.12.12 - 09:16

    JP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimme dir ja zu, aber in der Verlagsparallelwelt denken die anders. Der
    > Keese hat ja auch schon gedroht, sollte Google anfangen seinen Index zu
    > bereinigen. entsprechend rechtlich vorzugehen. Normalerweise könnte man
    > sagen: "Sollen sie doch, die Gerichte werden das schon richten"... aber es
    > gibt da auch wieder genug Beispiele, dass Gerichte merkwürdige
    > Entscheidungen treffen. Siehe Newsletter-Bestätigungsmail = Spam

    Ja das ist das Problem an der Sache und da Axel Springer AG in Hamburg ist, werden sie auch zuerst dorthin rennen und wir wissen doch ganz genau wie es in Hamburg läuft, wenn es um Internet und neue Medien geht. ;-)

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  13. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: Sprachwissenschaftler 06.12.12 - 09:23

    jayrworthington schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    "... Das Spiel mit dem robots.txt geht auch umgekehrt, Google koennte nur noch websites indexieren, die ein *explizites* allow fuer den GoogleBot drin haben, das duerfte vermutlich auch vor Gericht als eindeutige willensbekundung durchgehen, das die Website Google aktiv erlaubt hat, zu indexieren...."

    Also wenn ich mich recht entsinne, muss man sich AKTIV bei Google News anmelden/eintragen, um dort mit seinen News gelistet zu werden ...

  14. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: fratze123 06.12.12 - 11:15

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google hat nur blöderweise keine Monopolstellung. În Sachen Suchmaschinen
    > gibts Alternativen. Dass diese von den Usern nicht genutzt werden, ist Pech
    > für die Konkurrenz.

    Deswegen nennt sich das in diesem Fall auch "Quasi-Monopol".

  15. Re: Die interessante Frage ist...

    Autor: Clown 06.12.12 - 11:42

    Gibt es ja: ACAP
    Und ein zweites namens LCC ist in der Mache.
    Das "Problem" ist nur: Google verweigert (m.E. zurecht) den Einsatz dieser Sprachen, da mit robots.txt und nosnippet-metatags eine vollkommen ausreichende, bereits bewährte Technik existiert.
    An Googles Stelle würd ichs einfach drauf ankommen lassen: Von jetzt auf gleich ohne große Ankündigung die deutschen Verlage aus dem Index nehmen. Wenn alle draußen sind, wird ja keiner bevorzugt und Google zum Nutzen UND Zahlen zu zwingen wird nach hiesiger Rechtsprechung wohl kaum möglich sein.

  16. Re: "Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache [...]"

    Autor: jayrworthington 06.12.12 - 12:16

    Sprachwissenschaftler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "... Das Spiel mit dem robots.txt geht auch umgekehrt, Google koennte nur
    > noch websites indexieren, die ein *explizites* allow fuer den GoogleBot
    > drin haben, das duerfte vermutlich auch vor Gericht als eindeutige
    > willensbekundung durchgehen, das die Website Google aktiv erlaubt hat, zu
    > indexieren...."
    >
    > Also wenn ich mich recht entsinne, muss man sich AKTIV bei Google News
    > anmelden/eintragen, um dort mit seinen News gelistet zu werden ...

    Um's mit Penny zu sagen: "Oh you are just coitussing with me" ;)???

    Wenn das wirklich so ist, sollte Google die Verlage gleich direkt vor Gericht zerren, das kann doch nur noch Betrug sein, sich fuer einen Service anzumelden und dann von dem Geld erpressen zu wollen, das der macht was er soll??

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