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Kapitalismus

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Neues Thema


  1. Kapitalismus

    Autor: notuf 18.04.22 - 13:18

    Schon Mal in einem Callcenter gearbeitet oder mit Leuten unterhalten, die dort arbeiten? Je niedriger das Gehalt, desto mehr ist die Arbeit durchgetaktet bis ins letzte Detail. Warum Kapitalismus in der Überschrift? Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles Anhäufen.

    Selbst die gesetzlichen 30-45 Min Pause sind lächerlich wenig. 8h Arbeit sind lächerlich viel für einen Menschen. Aber der Mensch als Individuum zählt nicht. Wie schon die Debatte um Home-Office und Pendelnd zeigt.

  2. Re: Kapitalismus

    Autor: Darock 18.04.22 - 14:17

    Nicht nur im Kapitalismus, auch im Kommunismus ging es denen die den Plan nicht rechtzeitig erfüllten an den Kragen!

  3. Re: Kapitalismus

    Autor: Oktavian 18.04.22 - 14:52

    > Warum Kapitalismus in der Überschrift?
    > Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um
    > Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles
    > Anhäufen.

    Richtig, die etwas älteren unter uns werden sich erinnern. Im kapitalistischen Westen nagten die Menschen am Hungertuch, alles war grau, die Schaufenster leer, und die Menschen standen immer in langen Schlangen, um das nötigste zum Leben zu tauschen.

    Aber im sozialistischen Osten, in der Planwirtschaft, da ging es allen gut, es flossen Milch und Honig, alle Guter waren ausreichend vorhanden und jeder konnte sie sich leisten, es gab genug Wohnraum. Jeder erhielt nach seinen Bedürfnissen, jeder leistete nach seinen Fähigkeiten. Deshalb brauchte man ja auch den antiimperialistischen Schutzwall, um nicht von den Horden von Westlern überrannt zu werden, die die Segnungen des Ostens genießen wollten.

    Ja, das kapitalistische System hat eine ganze Menge an Nachteilen. Es hat gegenüber allen anderen Systemen aber einen entscheidenden Vorteil: Es funktioniert.

    Jedes Experiment mit sozialistischen Ideen führte zu Armut, Hunger, Misswirtschaft, Gewalt, Terror, Unfreiheit und Tod. Jedes, ausnahmslos jedes Experiment ist schief gegangen. Aber manche wollen die Probleme von heute immer noch lösen mit Ideen von vor 150 Jahren. Seit 100 Jahren probiert man diese Ideen aus, seit 100 Jahren immer mit dem gleichen Ergebnis. Manche wollen einfach nicht lernen.

  4. Re: Kapitalismus

    Autor: Nutzer-name 18.04.22 - 14:59

    Viel schlimmer noch!!
    Es wird sogar erwartet, dass während der Arbeitszeit gearbeitet wird!
    Das ist doch maximal lächerlich!

  5. Re: Kapitalismus

    Autor: Oktavian 18.04.22 - 15:01

    > Viel schlimmer noch!!
    > Es wird sogar erwartet, dass während der Arbeitszeit gearbeitet wird!
    > Das ist doch maximal lächerlich!

    Und das auch noch mit Motivation, also mit Leistungsbereitschaft. Unverschämt. Das war im Sozialismus doch besser, da zählte Anwesenheit. Und deshalb waren da alle glücklich. So glücklich, dass man um diese sozialistischen Sonderzonen eine Mauer bauen musste, damit nicht von außen alle reinströmen.

  6. Re: Kapitalismus

    Autor: notuf 18.04.22 - 18:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Warum Kapitalismus in der Überschrift?
    > > Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um
    > > Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles
    > > Anhäufen.
    >
    > Richtig, die etwas älteren unter uns werden sich erinnern. Im
    > kapitalistischen Westen nagten die Menschen am Hungertuch, alles war grau,
    > die Schaufenster leer, und die Menschen standen immer in langen Schlangen,
    > um das nötigste zum Leben zu tauschen.
    >
    > Aber im sozialistischen Osten, in der Planwirtschaft, da ging es allen gut,
    > es flossen Milch und Honig, alle Guter waren ausreichend vorhanden und
    > jeder konnte sie sich leisten, es gab genug Wohnraum. Jeder erhielt nach
    > seinen Bedürfnissen, jeder leistete nach seinen Fähigkeiten. Deshalb
    > brauchte man ja auch den antiimperialistischen Schutzwall, um nicht von den
    > Horden von Westlern überrannt zu werden, die die Segnungen des Ostens
    > genießen wollten.
    >
    > Ja, das kapitalistische System hat eine ganze Menge an Nachteilen. Es hat
    > gegenüber allen anderen Systemen aber einen entscheidenden Vorteil: Es
    > funktioniert.
    >
    > Jedes Experiment mit sozialistischen Ideen führte zu Armut, Hunger,
    > Misswirtschaft, Gewalt, Terror, Unfreiheit und Tod. Jedes, ausnahmslos
    > jedes Experiment ist schief gegangen. Aber manche wollen die Probleme von
    > heute immer noch lösen mit Ideen von vor 150 Jahren. Seit 100 Jahren
    > probiert man diese Ideen aus, seit 100 Jahren immer mit dem gleichen
    > Ergebnis. Manche wollen einfach nicht lernen.

    oh ich habe nur darauf gewartet, dass wieder jemand getriggert wird und sofort unterstellt, dass ich Sozialismus oder Kommunismus als einzige Alternative meine. Wie Recht ich wieder habe. Herrlich und Lachhaft zugleich.

    Man sieht sehr gut, wie eingeschränkt die Leute sind und wie Schwarz Weiß ihr Denken ist. Wie wäre es Mal mit einem echten Wandel hin zu einem humanistischen System, das erst noch erfunden werden muss?

  7. Re: Kapitalismus

    Autor: Nutzer-name 18.04.22 - 19:09

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oh ich habe nur darauf gewartet, dass wieder jemand getriggert wird und
    > sofort unterstellt, dass ich Sozialismus oder Kommunismus als einzige
    > Alternative meine. Wie Recht ich wieder habe. Herrlich und Lachhaft
    > zugleich.

    Also wieder einer von dem Schaumschlägern?

    >
    > Man sieht sehr gut, wie eingeschränkt die Leute sind und wie Schwarz Weiß
    > ihr Denken ist. Wie wäre es Mal mit einem echten Wandel hin zu einem
    > humanistischen System, das erst noch erfunden werden muss?

    Na dann.. hopp, hopp! Her mit den sinnvollen Vorschlägen! Sich über das Vorhandene beschweren, jedoch selbst nichts besseres vorschlagen zu können und auf fremde Schultern zu verlagern ist noch schlimmer als das was du kritisierst.

  8. Re: Kapitalismus

    Autor: notuf 18.04.22 - 19:18

    Nutzer-name schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > oh ich habe nur darauf gewartet, dass wieder jemand getriggert wird und
    > > sofort unterstellt, dass ich Sozialismus oder Kommunismus als einzige
    > > Alternative meine. Wie Recht ich wieder habe. Herrlich und Lachhaft
    > > zugleich.
    >
    > Also wieder einer von dem Schaumschlägern?
    >
    > >
    > > Man sieht sehr gut, wie eingeschränkt die Leute sind und wie Schwarz
    > Weiß
    > > ihr Denken ist. Wie wäre es Mal mit einem echten Wandel hin zu einem
    > > humanistischen System, das erst noch erfunden werden muss?
    >
    > Na dann.. hopp, hopp! Her mit den sinnvollen Vorschlägen! Sich über das
    > Vorhandene beschweren, jedoch selbst nichts besseres vorschlagen zu können
    > und auf fremde Schultern zu verlagern ist noch schlimmer als das was du
    > kritisierst.

    jetzt hast du es mir aber gegeben. Vorschläge? Wo schon die BRD genannt wurde, wie wäre es wieder mit einer sozialen Marktwirtschaft? Die haben wir heute nicht mehr. Wie wäre es mit einer Obergrenze vom Vermögen bei "sozialistisch anmutenden" 10 Mrd? Wie wäre es mit einer Kappung der Unternehmensgewinne bei sozialistisch anmutenden 10 mrd und den Rest an die Mitarbeiter ausschütten, die es auch erwirtschaftet haben?

  9. Re: Kapitalismus

    Autor: Nutzer-name 18.04.22 - 19:21

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > jetzt hast du es mir aber gegeben.

    Was genau soll ich dir gegeben haben?

    >Vorschläge? Wo schon die BRD genannt
    > wurde, wie wäre es wieder mit einer sozialen Marktwirtschaft? Die haben wir
    > heute nicht mehr. Wie wäre es mit einer Obergrenze vom Vermögen bei
    > "sozialistisch anmutenden" 10 Mrd? Wie wäre es mit einer Kappung der
    > Unternehmensgewinne bei sozialistisch anmutenden 10 mrd und den Rest an die
    > Mitarbeiter ausschütten, die es auch erwirtschaftet haben?

    Du darfst ruhig länger als 5 Miniten nachdenken, wir wollen ja sinnvolle Vorschläge ;-)

  10. Re: Kapitalismus

    Autor: notuf 18.04.22 - 19:28

    Nutzer-name schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > jetzt hast du es mir aber gegeben.
    >
    > Was genau soll ich dir gegeben haben?
    >
    > >Vorschläge? Wo schon die BRD genannt
    > > wurde, wie wäre es wieder mit einer sozialen Marktwirtschaft? Die haben
    > wir
    > > heute nicht mehr. Wie wäre es mit einer Obergrenze vom Vermögen bei
    > > "sozialistisch anmutenden" 10 Mrd? Wie wäre es mit einer Kappung der
    > > Unternehmensgewinne bei sozialistisch anmutenden 10 mrd und den Rest an
    > die
    > > Mitarbeiter ausschütten, die es auch erwirtschaftet haben?
    >
    > Du darfst ruhig länger als 5 Miniten nachdenken, wir wollen ja sinnvolle
    > Vorschläge ;-)


    auch diese Antwort habe ich erwartet. der Unterschied zwischen mir und dir ist, dass ich 1. Vorschläge liefere und zweitens erst ausprobieren möchte ehe ich etwas kritisiere. Du hingegen machst es dir einfach und meckerst nur. Was spricht denn dagegen, es Mal mit den o.g. Vorschlägen zu versuchen?

    Kapitalismus hat versagt. Es hat unseren Lebensraum nachhaltig beschädigt. Die Depressionen nehmen zu, die Menschen sind immer unglücklicher. Offensichtlich ist das System defekt. Wo sind denn deine Vorschläge außer einem: weiter so?

  11. Re: Kapitalismus

    Autor: Oktavian 18.04.22 - 20:52

    > auch diese Antwort habe ich erwartet. der Unterschied zwischen mir und dir
    > ist, dass ich 1. Vorschläge liefere und zweitens erst ausprobieren möchte
    > ehe ich etwas kritisiere.

    Ganz ehrlich, ich möchte nicht ausprobieren. Ich finde, wir in D haben der Menschheit mit gleich mehreren Experimenten in den letzten 150 Jahren reichlich gedient. Wir haben so viele Beispiele geliefert, die noch lange in den Geschichtsbüchern bleiben werden, wir haben echt unser Soll erfüllt. Reichlich. Und ich glaube, allen um uns herum wäre auch gedient, wenn nicht schon wieder am deutschen Wesen die Welt genesen soll.

    Wie wäre es, wenn wir einfach mal die anderen ausprobieren lassen? Vielleicht mal die Spanier? Oder die Polen? Vielleicht die Dänen? Oder die Malteser? Wenn die das geniale Wirtschaftssystem finden, das deutlich besser ist als unseres, bei dem alle in Glückseeligkeit baden, dann machen wir das auch so. Aber solange, lass uns einfach weiter machen wie bisher. Denn von allen Phasen der letzten 150 Jahre gefällt mir die jetzt eigentlich am besten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.04.22 20:53 durch Oktavian.

  12. Re: Kapitalismus

    Autor: mnementh 18.04.22 - 21:07

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Warum Kapitalismus in der Überschrift?
    > > Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um
    > > Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles
    > > Anhäufen.
    >
    > Richtig, die etwas älteren unter uns werden sich erinnern. Im
    > kapitalistischen Westen nagten die Menschen am Hungertuch, alles war grau,
    > die Schaufenster leer, und die Menschen standen immer in langen Schlangen,
    > um das nötigste zum Leben zu tauschen.
    >
    > Aber im sozialistischen Osten, in der Planwirtschaft, da ging es allen gut,
    > es flossen Milch und Honig, alle Guter waren ausreichend vorhanden und
    > jeder konnte sie sich leisten, es gab genug Wohnraum. Jeder erhielt nach
    > seinen Bedürfnissen, jeder leistete nach seinen Fähigkeiten. Deshalb
    > brauchte man ja auch den antiimperialistischen Schutzwall, um nicht von den
    > Horden von Westlern überrannt zu werden, die die Segnungen des Ostens
    > genießen wollten.
    >
    > Ja, das kapitalistische System hat eine ganze Menge an Nachteilen. Es hat
    > gegenüber allen anderen Systemen aber einen entscheidenden Vorteil: Es
    > funktioniert.
    >
    > Jedes Experiment mit sozialistischen Ideen führte zu Armut, Hunger,
    > Misswirtschaft, Gewalt, Terror, Unfreiheit und Tod. Jedes, ausnahmslos
    > jedes Experiment ist schief gegangen. Aber manche wollen die Probleme von
    > heute immer noch lösen mit Ideen von vor 150 Jahren. Seit 100 Jahren
    > probiert man diese Ideen aus, seit 100 Jahren immer mit dem gleichen
    > Ergebnis. Manche wollen einfach nicht lernen.
    Wenn Du jetzt noch aufeigen würdest, wo der OP von Sozialismus gesprochen hat, dann würde Deine Replik eventuell Sinn machen. Oder anders gesagt: nicht jeder der Kapitalismus für seine Probleme kritisiert will Sozialismus. Als wenn es nur schwarz und weiß gäbe.

  13. Re: Kapitalismus

    Autor: Oktavian 18.04.22 - 21:16

    > Wenn Du jetzt noch aufeigen würdest, wo der OP von Sozialismus gesprochen
    > hat, dann würde Deine Replik eventuell Sinn machen. Oder anders gesagt:
    > nicht jeder der Kapitalismus für seine Probleme kritisiert will
    > Sozialismus. Als wenn es nur schwarz und weiß gäbe.

    Das ist schon richtig. Deshalb meinte ich ja, Kapitalismus hat gegenüber allen anderen Systemen einen Vorteil: Er funktioniert.

    Ich fände jetzt auch eine Subsistenzwirtschaft nicht so prickelnd, Feldarbeit liegt mir einfach nicht. Auch die Abschaffung des Geldes und Rückkehr zur Tauschwirtschaft ist nicht so prickelnd, Tauschgüter sind so schlecht transportabel. Ich könnte es mir auch nicht gut vorstellen, im Feudalismus zu leben und Hand- und Spanndienste leisten zu müssen, außer vielleicht wenn ich selbst oberster Lehensherr bin, das ist okay. Mit Theokratien hab ich auch so meine Bedenken, da glaub ich einfach nicht dran.

  14. Re: Kapitalismus

    Autor: mnementh 18.04.22 - 21:23

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wenn Du jetzt noch aufeigen würdest, wo der OP von Sozialismus
    > gesprochen
    > > hat, dann würde Deine Replik eventuell Sinn machen. Oder anders gesagt:
    > > nicht jeder der Kapitalismus für seine Probleme kritisiert will
    > > Sozialismus. Als wenn es nur schwarz und weiß gäbe.
    >
    > Das ist schon richtig. Deshalb meinte ich ja, Kapitalismus hat gegenüber
    > allen anderen Systemen einen Vorteil: Er funktioniert.
    >
    > Ich fände jetzt auch eine Subsistenzwirtschaft nicht so prickelnd,
    > Feldarbeit liegt mir einfach nicht. Auch die Abschaffung des Geldes und
    > Rückkehr zur Tauschwirtschaft ist nicht so prickelnd, Tauschgüter sind so
    > schlecht transportabel. Ich könnte es mir auch nicht gut vorstellen, im
    > Feudalismus zu leben und Hand- und Spanndienste leisten zu müssen, außer
    > vielleicht wenn ich selbst oberster Lehensherr bin, das ist okay. Mit
    > Theokratien hab ich auch so meine Bedenken, da glaub ich einfach nicht
    > dran.

    Wie wäre es mit: Kapitalismus mit einigen Reformen?

    Seinen wir doch mal realistisch, unser heutiger Kapitalismus ist doch schon nicht mal annähernd identisch mit dem Manchester-Kapitalismus den Marx erlebte. Da klingt doch 'der Kapitalismus funktioniert' recht hohl, weil die nächste Frage ist: Welcher Kapitalismus? Und unter welchen Randbedingungen?

    Es muss jederzeit möglich sein Kritik an den derzeitigen Auswirkungen und Problemen des Kapitalismus zu äußern, denn wenn wenn man Probleme erkennt, dann kann man Lösungen dafür finden. Wenn man sich aber die Augen zuhält dann nicht. Und dann nach X Reformen kommt jemand daher und sagt, dass das derzeitige System schon gar kein Kapitalismus ist, sondern XYZismus. Denn so war es ja auch früher, da wurde nicht über Nacht Kapitalismus eingeführt, sondern er entwickelte sich über Jahrzehnte.

    Wenn man jedoch aufhört den Kapitalismus zu reformieren, dann stagniert man und wird bald zu einem Land der Vergangenheit.

  15. Re: Kapitalismus

    Autor: Nutzer-name 18.04.22 - 21:25

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > auch diese Antwort habe ich erwartet. der Unterschied zwischen mir und dir
    > ist, dass ich 1. Vorschläge liefere und zweitens erst ausprobieren möchte
    > ehe ich etwas kritisiere. Du hingegen machst es dir einfach und meckerst
    > nur. Was spricht denn dagegen, es Mal mit den o.g. Vorschlägen zu
    > versuchen?

    Bitte was? :-) Nun bin ich derjenige der meckert? Was war dein erstes Posting nochmals?

    Du lieferst Vorschläge? Sobald man ein wenig mehr als paar Minuten nachdenkt, dann stellt man fest, dass die Vorschläge nichts wert sind. Kappung der Unternehmensgewinne? Na dann gründet man halt ein zweites Unternehmen und teilt die Gewinne.
    Ab wann hat der Arbeitnehmer es denn "erwirtschaftet" ? Wenn er im Unternehmen von Anfang an dabei ist? Oder ab drei Monate? Und wie wird dann verteilt? Anteilig?
    Deine Vorschläge sind auf dem Kindergartenniveau...

    >
    > Kapitalismus hat versagt. Es hat unseren Lebensraum nachhaltig beschädigt.
    > Die Depressionen nehmen zu, die Menschen sind immer unglücklicher.
    > Offensichtlich ist das System defekt. Wo sind denn deine Vorschläge außer
    > einem: weiter so?

  16. Re: Kapitalismus

    Autor: OutOfCoffee 18.04.22 - 21:55

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon Mal in einem Callcenter gearbeitet oder mit Leuten unterhalten, die
    > dort arbeiten? Je niedriger das Gehalt, desto mehr ist die Arbeit
    > durchgetaktet bis ins letzte Detail. Warum Kapitalismus in der Überschrift?
    > Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um
    > Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles
    > Anhäufen.
    >
    > Selbst die gesetzlichen 30-45 Min Pause sind lächerlich wenig. 8h Arbeit
    > sind lächerlich viel für einen Menschen. Aber der Mensch als Individuum
    > zählt nicht. Wie schon die Debatte um Home-Office und Pendelnd zeigt.

    Mal abgesehen von den generellen Arbeitsbedingungen in einem Callcenter, läßt sich die Arbeit in einem Callcenter nicht mit der Arbeit in der Softwareentwicklung vergleichen. In der Softwareentwicklung bist Du zumeist Problemlösend und Kreativ unterwegs, das läßt sich nicht so einfach durchtakten (auch wenn es einige gerne so haben würden und Entwickler als Code Affen ansehen die nur was runter tippen). Das ist selten etwas was Du 0815 nach Fließband Manier machen kannst ausser einiger bestimmter Sachen.

  17. Re: Kapitalismus

    Autor: Oktavian 18.04.22 - 22:06

    > Wie wäre es mit: Kapitalismus mit einigen Reformen?

    Das wird unserem OP aber nicht reichen. Ich darf mal zitieren:

    "Warum Kapitalismus in der Überschrift? Weil es um Ausbeutung geht."

    Er setzt also Kapitalismus prinzipiell mit Ausbeutung gleich. Da helfen auch ein paar Reförmchen nicht, die wir ja nun ständig machen. Da muss schon ein Systemwechsel her. Nur wohin.

    Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich da doch an den Feudalismus mit mir als obersten Lehensherrn. Mir würde das gefallen. Ich würde Dich auch zum Herzog machen, vielleicht sogar zum Großherzog. Deal?

  18. Diese Pseudo-Intellektuellen mal wieder...

    Autor: Extrawurst 19.04.22 - 01:40

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Warum Kapitalismus in der Überschrift?
    > > > Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um
    > > > Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles
    > > > Anhäufen.
    > >
    > > Richtig, die etwas älteren unter uns werden sich erinnern. Im
    > > kapitalistischen Westen nagten die Menschen am Hungertuch, alles war
    > grau,
    > > die Schaufenster leer, und die Menschen standen immer in langen
    > Schlangen,
    > > um das nötigste zum Leben zu tauschen.
    > >
    > > Aber im sozialistischen Osten, in der Planwirtschaft, da ging es allen
    > gut,
    > > es flossen Milch und Honig, alle Guter waren ausreichend vorhanden und
    > > jeder konnte sie sich leisten, es gab genug Wohnraum. Jeder erhielt nach
    > > seinen Bedürfnissen, jeder leistete nach seinen Fähigkeiten. Deshalb
    > > brauchte man ja auch den antiimperialistischen Schutzwall, um nicht von
    > den
    > > Horden von Westlern überrannt zu werden, die die Segnungen des Ostens
    > > genießen wollten.
    > >
    > > Ja, das kapitalistische System hat eine ganze Menge an Nachteilen. Es
    > hat
    > > gegenüber allen anderen Systemen aber einen entscheidenden Vorteil: Es
    > > funktioniert.
    > >
    > > Jedes Experiment mit sozialistischen Ideen führte zu Armut, Hunger,
    > > Misswirtschaft, Gewalt, Terror, Unfreiheit und Tod. Jedes, ausnahmslos
    > > jedes Experiment ist schief gegangen. Aber manche wollen die Probleme
    > von
    > > heute immer noch lösen mit Ideen von vor 150 Jahren. Seit 100 Jahren
    > > probiert man diese Ideen aus, seit 100 Jahren immer mit dem gleichen
    > > Ergebnis. Manche wollen einfach nicht lernen.
    >
    > oh ich habe nur darauf gewartet, dass wieder jemand getriggert wird und
    > sofort unterstellt, dass ich Sozialismus oder Kommunismus als einzige
    > Alternative meine. Wie Recht ich wieder habe. Herrlich und Lachhaft
    > zugleich.

    Du hast drauf gewartet, weil du es so dermaßen offensichtlich auch drauf anlegst - nur um dir dann bei der selbsterfüllenden Prophezeiung auch noch einreden zu können, was für ein toller Hecht du bist.

    Erinnert stark an diese pseudo-intellektuellen "Diskussionskultur" des Internets der 2000er.
    Da war diese Taktik in fast jedem Forum omnipräsent. War damals schon nervig, und ist es auch heute noch. Und wirklich schlauer waren diese Leute auch damals wie heute nicht.

    Egal wie sehr du auf Schlaumeier machst, es ist ein absoluter Nobrainer, dass diese 0815 Antikapitalismus-Rhetorik darauf abzielt, Sozalismus-Vorwürfe zu farmen, über die du dich dann echauffieren kannst. Schon daran erkennbar, dass du eben Sozialismus/Kommunismus nicht präventiv ausschließt und keine alternative Lösung mitgibst. Von was soll man also sonst ausgehen, wenn nicht Sozialismus/Kommunismus?

    Es gibt zwar auch andere antikapitalistische Strömungen (Anarchismus, Faschismus, soziale Marktwirtschaft), aber diese spielen in den allgemeinen politischen Debatten (zumindest in Deutschland) keine Rolle - und letzteres ist bereits etablierter Standard in DE.

    Auch wenn die "Deutschland hat keine soziale Marktwirtschaft"-Fraktion das leugnet: Es gibt auf der Welt wenige Länder mit ähnlich arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsgesetzen, hohen Löhnen und vergleichsweise viel Urlaub sowie einen Staat, der mit viel Steuergeldern den Status Quo der Wirtschaft am Leben erhält (selbst bei Unternehmen, die durchaus einen Bankrott verdient hätten). Wer ernsthaft meint, Deutschland wäre ein kapitalistisches Dystopia, empfehle ich ein paar Reisen in Zweite-Welt-Länder, wo der Sozialstaat quasi nicht existent ist, und wirklich alles bisschen an Wohlstand für die Bürger über knochenharte Arbeit in der Wirtschaft kommt. Wo sich der Staat auch wenig drum schert, welche negativen Effekte bestimmte Entwicklungen in der Wirtschaft haben. Wo der Staat keine lokalen Unternehmen vor ausländischen Großunternehmen schützt. Insbesondere in Südost-Asien ist das weit verbreitet.

    Die meisten, die über Deutschland jammern, haben sich noch nie ernsthaft mit Situationen in anderen Ländern auseinander gesetzt - und haben keine Ahnung, was echter, ungezügelter Kapitalismus wirklich ist. Meistens vergleichen diese Jammerer Deutschland dann nur mit dünn besiedelten nordischen Ländern, wo ja eh immer nur Milch und Honig fließt - wohin man aber trotzdem bisher nicht ausgewandert ist.

    Wir haben in Deutschland mit der sozialen Marktwirtschaft bereits mit das beste System.
    Es wird nur an vielen Stellen nicht richtig durchgesetzt. Wir brauchen daher keine rote (oder braune oder sonstig gefärbte) Revolution, sondern einfach ein konsequentes Austrocknen der Korruption und Unfähigkeit, die sich in vielen politischen Ämtern breit macht.

    Man kauft doch auch nicht gleich ein neues Auto, nur weil ein Reifen platt ist.

    Dieses Gekreische nach "Systemwandel" ist einfach nur derbe Cringe. Vor allem, weil es meist von denjenigen kommt, die selbst am meisten vom sozialen Kapitalismus profitieren. Der geringverdienende Auslieferer von Sub-Sub-Unternehmen XY wird eher weniger Zeit und Lust haben, solche Kommentare im Internet abzuladen.

    Mich würde es nicht mal wundern, wenn die meisten antikapitalistischen Kommentare im Internet von Apple-Geräten abgeschickt werden.

  19. Re: Kapitalismus

    Autor: Thinal 19.04.22 - 07:47

    > Das ist schon richtig. Deshalb meinte ich ja, Kapitalismus hat gegenüber allen anderen
    > Systemen einen Vorteil: Er funktioniert.

    Echt? Fragen wir doch mal den Mann im Kongo, der für $2 am Tag das Kobalt mit der Spitzhacke aus der Erde kratzt. Oder die Frau in China im Reinraum, die in 14h Schichten dein iPhone zusammenschraubt oder auch die rumänischen Werksarbeiter, die bei Thönnies deine Schnitzel schneiden und deren Lohn für Essen und Unterkunft direkt wieder einbehalten wird. Oder die Kinder in Indien, denen die Fabrik-Dächer auf den Kopf fallen, während sie deine T-Shirts zusammen nähen, statt in der Schule zu sein.

    Oder auch nur die Erde, die wir gerade nicht vor dem Hitzetod retten können, weil das "zu teuer" wäre. Die werden dir alle sagen, wie super der Kapitalismus funktioniert.

    Ich möchte deinen Kapitalismus gerne mal sehen, wenn all die Menschen, die für unseren Reichtum sorgen und dazu beitragen, dass der Kapitalismus für uns funktioniert, einen gerechten Lohn und die gleichen Lebensbedingungen bekommen, wie wir sie haben. Wenn das geschehen ist, dann gebe ich dir Recht, dann funktioniert der Kapitalismus.

  20. Re: Kapitalismus

    Autor: ip_toux 19.04.22 - 08:28

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon Mal in einem Callcenter gearbeitet oder mit Leuten unterhalten, die
    > dort arbeiten? Je niedriger das Gehalt, desto mehr ist die Arbeit
    > durchgetaktet bis ins letzte Detail. Warum Kapitalismus in der Überschrift?
    > Weil es um Ausbeutung geht. Nicht um gesunden Menschen sondern um
    > Gewinnmaximierung damit wenige wenig arbeiten müssen und dafür alles
    > Anhäufen.
    >
    > Selbst die gesetzlichen 30-45 Min Pause sind lächerlich wenig. 8h Arbeit
    > sind lächerlich viel für einen Menschen. Aber der Mensch als Individuum
    > zählt nicht. Wie schon die Debatte um Home-Office und Pendelnd zeigt.

    Kann ich nicht so nicht stehen lassen.

    1. Gibt es einen Unterschied zwischen inbound und Outbound.
    2. Gibt es Strukturen in den Callcenter, nehmen wir Mal als Beispiel ein typisches IT-Callcenter: Du arbeitest hauptsächlich im First-Level, also Erstkontakt, hier nimmst du das Problem auf, versuchst erste Lösungswege (einfache, kurze) helfen die nicht, gibst du das Problem/den Kunden an die Fachabteilung weiter.
    3. Sind die Vorgaben Durchschnittsangaben, benötigst du also für einig Calle weniger Zeit, kannst dir auch Mal bei einem anderen Problem etwas mehr Zeit lassen.
    4. Man sollte sich schon bewusst sein in welcher Position man gerade angestellt ist.
    5. Kann man als ungelernter Quereinsteiger nicht erwarten ein Gehalt zu bekommen dass gleichzusetzen ist wie mit einem Ausgebildeten Handwerker.

    Ich arbeite in besagter Position, bin zufrieden und komme mit den Vorgaben (15min pro call) zurecht, meine Quote liegt bei rund 75% (Problem gelöst innerhalb von 15min). Man wird ja auch immer besser mit der Zeit, da sich Abläufe und Probleme immer wiederholen. Ich lasse mir aber auch Mal 30minten oder 1h Zeit, hängt von meinem Puffer ab und wie die Line besetzt ist. In der Regel bei Tickets die bereits 1 Monae nicht gelöst sind, falsch geroutet, fehlerhaft aufgenommen wurden, damit der Anwender auch Mal Glücklich aus dem Telefonat geht.

    Wer im Callcenter arbeitet und Jammert, war noch nie im Lager arbeiten.

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