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Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

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  1. Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Unix_Linux 27.07.14 - 10:41

    Interessant fand ich die Aussage: " Außerdem achten ja auch japanische Unternehmen bei ihren Arbeitskräften verstärkt auf Kommunikationsfähigkeiten. Ich glaube, dass dadurch auch viele Spieler solche Games suchen, in denen sie kommunizieren müssen."

    diese entwicklung ist mir auch in D aufgefallen. es gibt immer mehr vor allem junge menschen, die nur noch in der lage sind über messenging dienste, chats etc. zu kommunizieren.

    wenn man sie direkt anspricht, also live mit worten im realleben, gucken sie ziemlich verdutzt. können sich teilweise nicht artikulieren, fangen an ganz hektisch mit den augen hin und her zu schauen.

    wir stellen gerade in der firma mehrere azubis ein (zum 1.9.2014). ich war bei den vorstellungesprächen dabei. es war so viel trauriges elend dabei. ich war schon einigermassen geschockt.

    zum glück findet man ja noch die einen oder anderen junge menschen, die noch nicht so sind. aber ich meine einen trend erkennen zu können, dass da gewaltig was auf der strecke bleibt.

    ich finde allgemein entwickelt sich die kommunikationsfähigkeit der Digitalisierten Menschen ist eine sehr merkwürdige richtung. ich meine ich nutze digitale kommunikationsmöglichkeiten auch sehr stark, jedoch hab ich null probleme jemanden auch live anzusprechen und mit ihm ganz altmodisch zu kommunizieren.

    einige meiner jüngeren arbeitskollegen, altersbereich 21-26 sind auch ziemlich verkorkst was kommunikation betrifft.

    nicht mal ein gruss bekommen die mehr "sauber" hin. da wird mal ein "hi" vor sich hergenuschelt. der kopf bewegt sich 8 stunden lang nicht vom display weg. wenn man fragen stellen will oder ähnliches versuche ich es gar nicht mehr live, da die merke, dass sie es als unangenehm empfinden. also schreibe ich lieber über den chat.

    pausen mache ich grundzätzlich eher mit meiner altersklasse (35+). ich habe es auch mit den jüngeren probiert. es funktioniert einfach nicht. die reden nur über IT themen. es ist sehr schwierig mit denen über etwas anderes zu reden, musik, leidenschaft, das andere geschlecht, politik usw. ....nicht nicht möglich. irgendwann war mir das zu blöd. und ich habe mich meinen altergenossen angeschlossen.

    ich hatte dieses thema auch mit meinem vorgesetzten besprochen. die meinten auch, dass sie versuchen bei neueinstellungen jetzt stärker auf kommunikationsfähigkeit zu achten. und das denen das auch sehr stark aufgefallen ist. diese jungen spezialisten werden jetzt in unserer firma nur noch im hintergrund als spezialthemen eingetzt und das lösen von sehr komplexen aufgaben. die etwas älteren werden für den kunden kontakt eingesetzt, da die kommunikation mit kunden bei uns sehr wichtig ist.

    eins muss ich den jungen mitarbeitern aber zurechnen, die lösen wirklich jedes problem in kurzer zeit. sei es noch so komplex. wenn ich dann frage, wie er das so schnell lösen konnte, sagen die dann sowas wie: " ich sas gestern noch bis 5 uhr morgens zuhause und habe es gelöst". dann wusste ich auch wieso, die sich so merkwürdig entwickeln. scheinbar gibt es da nichts ausser die IT und der Arbeit.

    ich will das jetzt nicht verallgemeinern. aber ich meine da einen trend absehen zu können. vielleicht liegt es aber auch an der branche, in der ich arbeite: stark spezialisierte IT . jeder in der firma ist wirklich extrem spezialisiert und sehr gut ,was ihr fachkönnen angeht. doch alles andere an deren persönlichkeitsentwicklung ist für mich sehr befremdlich.

    von 8 jungen mitarbeitern die ich so jetzt in den letzen jahren kennengelernt habe, hat auch nur einer eine freundin (soweit ich das herausbekommen konnte). die anderen leben alle in singlehaushalten und haben keine beziehung.

    steuern wir in eine BOT da sein hin ? oder ist das nur in unserer branche so stark vertreten. ich weiss es nicht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.14 10:56 durch Unix_Linux.

  2. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: waswiewo 27.07.14 - 10:49

    Ich habe den Eindruck, dass das leider nicht nur auf deine Branche bezogen ist.

    Oft fehlt es auch schon an der deutschen Sprache und das hat nichts mit Ausländern oder Migrationshintergrund zu tun. Man sagt etwas eigentlich ganz normales, verwendet ganz normale deutsche Wörter und im besten Fall weiß das Gegenüber nicht, was man meint ... im schlechtesten Fall, wie ich es auch immer wieder erlebe, meint das Gegenüber man will es beleidigen oder ähnliches. Ähnliches in anderer Richtung: man wird angesprochen und muss raten, was das Gegenüber jetzt wohl genau meint und fragt, sich, warum nicht einfach ein kompletter deutscher Satz gebildet worden ist, dann könnte man sich das raten sparen. Die gleichen Personen wiederum lesen/hören nicht einfach, was man schreibt oder sagt, sondern interpretieren da irgendwelche Dinge hinein weil sie wohl einen Teil der Wörter oder ihre eigentliche Bedeutung gar nicht mehr kennen.

    Und ganz simpel: es ist erstaunlich, wie viele Menschen einen ansehen, als wäre man nicht von dieser Welt, wenn man sie ganz normal und nett grüßt oder ihnen die Hand reicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.14 10:49 durch waswiewo.

  3. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Anonymer Nutzer 27.07.14 - 11:08

    Subjektivität. So wie ich extrem überlange Posts subjektiv als nicht lesenswert erachte... Hat nichts mit Leseschwäche zu tun oder Aufmerksamkeitsschwächen. Aber meine Zeit ist mir zu schade und dazu sind meine Erfahrungen mit extrem überlangen Posts so, dass diese hauptsächlich ins extreme, oft sehr verschrobene gehen.

    Kurz: TLTR LOL YOLO

  4. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: NeoTiger 27.07.14 - 11:47

    Das Gejammere über die vermeintliche Nitchtsnutzigkeit der Jugend ist schon so alt wie die Menschheit selbst, das hat nichts mit Smartphones oder Videospielen zu tun.

    Jede ältere Generation vergisst einfach, dass auch sie selbst einen Reifeprozess unterlaufen musste und kann sich heute nicht mehr vorstellen, dass sie vielleicht mit 16-20 genauso unbeholfen und nichtsnutzig in den Augen der vorherigen Genration war.

    Und zweitens vergisst sie gerne ihre eigene Wirkung als "der Ältere" auf "den Jüngeren". Wenn deine jüngeren Kollegen sich mit dir nicht über private Dinge unterhalten wollen, liegt das schlichtweg daran, dass sie kein Interesse haben sich mit einer Person, die zur Generation ihrer Eltern gehören könnte, über solche Dinge zu reden. Jede Generation grenzt sich gerne von der vorhergehenden ab. Das war in den 68ern so, das ist auch noch heute so. Das muss aber auch nicht mal rebellisch gemeint sein. Manchmal will der jüngere Kollege auch einfach nur die soziale Respekt-Distanz zum Älteren bewahren, weil es sich für ihn so einfach natürlicher anfühlt. In der IT Branche vergisst man nur zu leicht den Altersunterschied, weil wir nicht die klaren Hierarchien wie z.B. im Handwerk haben, wo die reine Berufserfahrung auch deutlich erkennbarer ist als in den Computerwissenschaften.

    Und in 20 Jahren werden diejenigen "unbeholfenen" Azubis, über die du dich jetzt lustig machst, auch reifer geworden sein und exakt die gleiche Leier über ihre Nachfolger herziehen. Auch das ist so alt wie die Menschheit.

  5. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: SirFartALot 27.07.14 - 11:49

    Benutzername123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Subjektivität. So wie ich extrem überlange Posts subjektiv als nicht
    > lesenswert erachte... Hat nichts mit Leseschwäche zu tun oder
    > Aufmerksamkeitsschwächen. Aber meine Zeit ist mir zu schade und dazu sind
    > meine Erfahrungen mit extrem überlangen Posts so, dass diese hauptsächlich
    > ins extreme, oft sehr verschrobene gehen.

    Ich fand's interessant, was er schrieb. Spielt aber eigentlich keine Rolle. Jeder so gut er kann, nicht wahr? Was das Theme Zeit betrifft. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.

    > Kurz: TLTR LOL YOLO

    Mhm, ja. Das passt eigentlich ganz gut zum Thema.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  6. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: currock63 27.07.14 - 11:50

    Kommt hin. Mir kommt es auch so vor, als arbeiten die meisten Leute nur noch im Sendebetrieb, zuhören tun die nicht mehr oder nur ganz oberflächlich.

  7. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: SirFartALot 27.07.14 - 11:54

    Komisch nur, dass ich mit 20 Jahren auch wusste, wie man sich verstaendlich und vernuenftig ausdrueckt, egal was ich sonst so angestellt habe. :)

    Ich denke, das ist eine Sache des Charakters. Wie will ich wahrgenommen werden und wieviel bin ich bereit, dafuer zu investieren. Das ist mMn nach aber nur zum Teil dem Alter geschuldet.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  8. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: currock63 27.07.14 - 11:55

    Benutzername123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Subjektivität. So wie ich extrem überlange Posts subjektiv als nicht
    > lesenswert erachte... Hat nichts mit Leseschwäche zu tun oder
    > Aufmerksamkeitsschwächen. Aber meine Zeit ist mir zu schade und dazu sind
    > meine Erfahrungen mit extrem überlangen Posts so, dass diese hauptsächlich
    > ins extreme, oft sehr verschrobene gehen.
    >
    > Kurz: TLTR LOL YOLO

    Wenn Du den Post nicht gelesen hast, dann frage ich mich aber, worauf Du überhaupt geantwortet hast.
    Im übrigen kann Kommunikation nur funktionieren, wenn eine gemeinsame Basis verwendet wird. Von Deinen Abkürzungen kenne ich nur 2 auf Anhieb, wüsste aber nicht, was die hier mit dem Thema zu tun haben.
    Die andere bin ich jetzt, so wie Du, zu faul nachzuschlagen. Merkst Du nicht, daß gerade Du einer von denen bist, die Kommunikation verlernen oder nie gelernt haben?
    Wenn Dir der Post oben schon zu lang ist, was ist dann mit Zeitungsartikeln, News oder gar Büchern/ebooks?
    Tu was!

  9. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: naice 27.07.14 - 12:09

    Früher war alles besser .... sogar die Zukunft

  10. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Unix_Linux 27.07.14 - 12:34

    NeoTiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Gejammere über die vermeintliche Nitchtsnutzigkeit der Jugend ist schon
    > so alt wie die Menschheit selbst, das hat nichts mit Smartphones oder
    > Videospielen zu tun.

    nichtsnutz habe ich so nicht gesagt. ich habe ja auch erwähnt, dass die junge generation zumindest bei uns teilweise extrem gute techniker sind, und probleme lösen können (am besten nochmal meinen post lesen).

    es ging eher um die kommunikationsfähigkeit. ich konnte schon mit 15 ordentlich grüssen. wieso das jetzt einige 20+ nicht schaffen ist mir ein rätsel. ein dahergenuscheltes "hi" von einem 20+ jährigen finde ich schon ein wenig schwach. die beispiele könnte ich endlos weiterführen. diese leute kann man teilweise nicht auf kunden loslassen. damit blamiert sich eine firma nur.

    und wenn schon firmen anfangen, siehe japan, oder auch als beispiel bei uns mehr danach zu beurteilen ob jemand in der lage ist zu kommunizieren. dann scheint das schon etwas anderes zu sein, als das worauf du hinaus willst.

    ausserdem ist, das mit dem was sokrates und co. nicht zu vergleichen. jahrhunderte lang, war es notwendig real zu kommunizieren, sonst ging gar nichts.

    heutzutage, verlieren die jungen menschen durch die voll digitalisierung immer mehr den bezug zur realität und können nur über "yolo, lol, roflmao" und ähnliches ihren gefühlen ausdruck verleihen.

    ohne whatsapp, fb und co. funktioniert scheinbar nichts mehr.

    nicht falsch verstehen. ich bin keineswegs ein ewig gestriger. auch wenn ich mich wiederhole. ich nutze die neue art der kommuniktion auch sehr stark. jedoch sollte man doch seine sozialkompetenz und kommunikationsfähigkeit im realleben nicht verlieren.

    ich meine irgendwann muss man doch auch mal das bedürfnis haben, ein beziehung einzugehen oder vielleicht auch mal nachfahren zeugen. vielleicht ist es ja für einige doch wichtiger einen char aufzuziehen, als einen realen nachkommen.

    ich will ja jetzt nicht mit sowas kommen wie heiraten, das ist ja schon ein fremdwort. aber glauben wir wirklich, so in der form, auf lange sicht weiter existieren zu können ?

    neulich habe ich mit einer jungen arbeitskollegin gesprochen (19 jahre alt). sie hat sich massiv über die nicht existierenden interessanten jungen männer beschwert. dabei sieht sieht relativ gut aus.

    sie meinte, dass sie kaum mehr jemanden findet den sie ernst nehmen kann. die meisten jungen männer scheinen in einer anderen welt zu leben.

    mir soll es recht sein. so habe ich viel mehr auswahl. ich zumindest habe nie probleme gehabt eine partnerin (auch jüngere) zu finden, da die konkurrenz ziemlich schwächelt aufgrund der fehlenden kommunikationsfähigkeiten.

    im prinzip ist es ja auch egal. es gab schon viele zivilisationen die untergegangen sind. einer mehr oder weniger in der menscheitsgeschichte macht den braten auch nicht mehr fett.

  11. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Oktavian 27.07.14 - 12:46

    Kommunikation ist ein Wechselspiel, senden und empfangen, nachdenken, auf mein Gegenüber eingehen, es wertschätzen, das Spiel und meine Gegenwart für mein Gegenüber so angenehm wie möglich zu machen.

    Für mich gehört dazu auch, in der schriftlichen Kommunikation meinem Gegenüber die Aufnahme des Geschriebenen so einfach und angenehm wie möglich zu machen. Insbesondere dann, wenn es keine Punkt zu Punkt Kommunikation ist, sondern ich an viele Schreibe. Mir macht das vielleicht 5 Minuten mehr Arbeit, als wenn ich alles nur hinrotze, für 100 Andere spart es aber jeweils 2 Minuten und das Lesen ist für sie eher ein Genuss denn eine Last.

    So erschwert zum Beispiel durchgehende Kleinschreibung das Lesen ungemein, und es korrekt zu machen erhöht den Aufwand nur Minimal bis gar nicht. Wenn man chattet, mag sowar ja okay sein, einer schreibt, einer liest, kurze Sätze, einzelne Wörter.

    Ich finde es lustig, dass Du diese Schreibweise nutzt, gleichzeit Dich aber über die mangelnde Kommunikationsfähigkeit der jungen Generation beklagst.

  12. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 27.07.14 - 13:17

    Unix_Linux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wir stellen gerade in der firma mehrere azubis ein (zum 1.9.2014). ich war
    > bei den vorstellungesprächen dabei. es war so viel trauriges elend dabei.
    > ich war schon einigermassen geschockt.
    >

    Tipp falls dir langweilig ist: Stell mal eine technische Frage bei der man ein Bisschen überlegen muss und gebe dem Kandidaten 20 Minuten für die Antwort. Allerdings darf er Smartphone und Internet nicht als Hilfsmittel benutzen. Reaktion abwarten: Stirnrunzeln, Schweißperlen, panisches links rechts nach Fluchtweg suchen, oder auch (soll auch vorkommen) souveräne Problemlösung mit Papier und Bleistift, manchmal auch mit stochastischem ausloten des Antwortraums durch vehementes Rückfragen. Letzteres finde ich persönlich auch OK.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  13. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: daarkside 27.07.14 - 13:19

    Physik, Mathematik, Latein - können die meisten mit 30 Schlechter, die meisten haben nach der Schule wenig Übung. Anders sieht es mit der Sprache aus, vor allem dem Sprechen der Sprache, die ist mit 26 besser als mit 16 und mit 36 besser als mit 26.

    Selbst wenn[/] die heute 16 Jährigen wirklich im schnitt schlechter sprechen können, selbst dann wird sich das in Zukunft ändern.

    Logisch macht die OP These aber auch keinen Sinn, denn unser Zeitalter ist so Text und damit Sprachlastig wie kein Zeitalter zuvor.

  14. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Hege 27.07.14 - 13:21

    @Oktavian

    Ja, das mit den Schreibfehlern ist schon ein Problem. Lass mich dir helfen:

    "Minimal" schreibt man klein, anstatt "sowar" wolltest du "sowas" schreiben und die "gleichzeit" von der du sprachst sollte wohl ursprünglich ein "gleichzeitig" werden.

    Sorry, eigentlich hast du recht, aber das musste sein.

  15. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Thurius 27.07.14 - 13:37

    Unix_Linux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich meine irgendwann muss man doch auch mal das bedürfnis haben, ein
    > beziehung einzugehen oder vielleicht auch mal nachfahren zeugen.
    > mir soll es recht sein. so habe ich viel mehr auswahl. ich zumindest habe
    > nie probleme gehabt eine partnerin (auch jüngere) zu finden, da die
    > konkurrenz ziemlich schwächelt aufgrund der fehlenden
    > kommunikationsfähigkeiten.

    Hast du mit 19-25 Jahren Nachwuchs gezeugt?

    > neulich habe ich mit einer jungen arbeitskollegin gesprochen (19 jahre
    > alt). sie hat sich massiv über die nicht existierenden interessanten jungen
    > männer beschwert. dabei sieht sieht relativ gut aus.

    Naja in deinen Augen sieht sie vielleicht "relativ gut aus".Nicht jeder ist so Oberflächlich wie du bzw. stehen nicht auf Frauen die nur oberflächlich "gut aussehen",

  16. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: ElMario 27.07.14 - 13:37

    Was ist das hier, philosophische Politik ?

    Ihr habt beide Recht und Ihr könnt es beide nicht mehr aufhalten.

    Ihr werdet euch beide weiterhin tolerieren müssen.

    Nichts hat sich geändert.

  17. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: smabalambajamba 27.07.14 - 13:41

    Ich kann dir da leider nur zustimmen, aber nicht alle sind in der Altersgruppe so und es gibt auch durchaus ältere Menschen die genauso reagieren wie du es beschreibst.
    Ich bin (leider ...) auch kein so extrem Smartphone verrückter der alle 10 Sekunden auf das Teil starren muss, das wissen auch alle meine Kontakte das die nicht sofort eine Antwort bekommen außer sie rufen an wenn es dringend ist.
    Das mit den Pausen ist absolut nachvollziehbar aber sei mal froh das man überhaupt noch miteinander redet. Du willst nicht wissen wie unangenehm es ist wenn 2 Mädchen mit dir an einen Tisch sitzen und beide nichts anderes zu tun haben außer aufs Handy zu starren und bei normalen Fragen erst 2 Minuten später eine Antwort geben, weil auf dem Handy wohl der Gruppenchat so schnell verläuft. Na immerhin hat eine es versucht aber wenn alle 2 Sekunden das Handy vibriert hat sich das dann auch schnell erledigt. Zum Schluss ist mir dann auch noch aufgefallen das beide Mädchen im selben Gruppenchat aktiv waren...
    Das mit dem Grüßen kannst dir eigentlich komplett abschminken, bei uns in der Gegend wird man generell verdutzt angeschaut daher grüße ich auch nicht mehr.
    Mit wenigen älteren Leuten kann man sich noch unterhalten aber das wird auch langsam bald wegfallen. Ich sage dazu nur: Wilkommen in der neuen Welt.
    Ansonsten kannst du ein Bewerbungsgespräch nicht für voll nehmen, manchmal muss man da eben den Schnabel halten um was durchzusetzen, das ist ja was völliges anderes als ein ungezwungenes Gespräch.
    Generell würde ich sagen, der Mensch hat nichts verlernt eher sind alle verfremdet und eher ängstlicher geworden. Da gibt es so einige Menschen die schon einen Panik Anfall bekommen nur wenn sie das Haus verlassen...

  18. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Mr Miyagi 27.07.14 - 14:45

    Hmm, ich finde sowohl im Interview als auch hier im Artikel wird sich im Wesentlichen selbst widersprochen. Ein Hauptkritikpunkt im Raum ist "es würde zu wenig kommuniziert". Gleichzeitig wird sich beschwert die Jugend und auch teilweise die ältere Generation würde nur noch auf ihr Handy starren soziale Netzwerke nutzen, bis 0500 Uhr wach bleiben, um Probleme zu lösen. Viele vergessen offenbar, Textmitteilungen sind auch Kommunikation. Insofern glaube ich das heutzutage mehr kommuniziert wird als je zuvor. Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und behaupten das teilweise sogar zu viel Kommuniziert wird, in sozialen Netzwerken/Kurznachrichtendiensten, wo Kommunikation oftmals reiner Selbstzweck ist, soll heißen es wird um des Kommunizierens willens kommuniziert und nicht mehr zum Informationsaustausch/Pflegen sozialer Kontakte.

    Gut Quantität und Qualität sind natürlich auch zwei verschiedene Paar Schuhe. Gibt es Nachteile an nicht persönlicher Kommunikation? Klar, es fehlt die Komponente der Körpersprache möglicherweise fällt es Leuten die häufiger online kommunizieren daher schwerer Körpersprache zu deuten (das dürfte übrigens auch ein Grund für die häufige Verwendung von Akronymen wie LOL sein, es dient zum Kompensieren der fehlenden Körpersprache). Ist das problematisch? Bedingt, wenn zwei Kommunikationspartner unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten haben, einer versucht (natürlich unterbewusst weil er es so gewohnt ist) Dinge über Körpersprache auszudrücken und der Andere es nicht oder falsch deutet. Für Kommunikation zum reinen Informations-/Wissensaustausch ist so etwas sicherlich von untergeordneter Bedeutung. Im Zweifelsfall wird halt bei Missverständnissen nachgefragt. Schwerwiegender ist ein solcher unterschied bei „sozialer Kommunikation“, d.h. knüpfen von Freundschaften und Partnersuche. Hier wird der verschiedene Kommunikationsstil oft befremdlich wirken und dafür sorgen dass man sich gegenseitig unsympathisch erscheint.

    Ist das nun wirklich schlimm? Vermutlich nicht - im Gegenteil solch unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten weisen auf unterschiedliche Interessen und Gewohnheiten hin, im Endeffekt wird dies dazu führen, dass Menschen mit bestimmten Kommunikationsgewohnheiten beim Kennenlernen schon viel schneller filtern können wer zu ihnen passt und wer nicht.

    Was passiert mit der Qualität der Kommunikation? Mein Eindruck ist, dass die Qualität der Kommunikation - abseits des „virtuellen Geschnatters“ gestiegen ist. Man findet schnell Bekanntschaften Communities mit bestimmten Interessen, mit denen man Erfahrungen über Ausbildung, Schule, Beruf Hobbies austauschen kann, Leute die man in der „Prä-Internet-Ära“ nicht getroffen hätte. Man lernt tagtäglich viel mehr, weil man einen ganz anderen Zugang zu Informationen hat als früher. Die Informationen sind wesentlich umfangreicher, detaillierter und schneller zur Hand als früher. Natürlich gibt es da auch Schattenseiten - man findet in der Informationsmenge auch viel Schund (sachlich Falsches). Aber auch das kann die sog. Medienkompetenz trainieren, man muss früh lernen sinnvolle, fundierte Information von besagtem Schund zu trennen.

    Haben wir also Kommunikationsprobleme, kommunizieren wir zu wenig? Ich denke nicht.

    Wo ist also das Problem um nochmal den Bogen zu Datingsimulation aus dem Artikel zu spannen, warum gibt es sie?

    Die Menschen heutzutage wachsen in einer Kultur auf die von Individualisierung und Selbstverwirklichung geprägt ist, verfolgen der eigenen Interessen, arbeiten an der Karriere, erfüllen seiner Träume. Dies sind sehr zeitintensive Tätigkeiten bzw. Ziele und der Fokus rückt weg von den Menschen um das Individuum herum hin zum Individuum selbst. Hierbei sind Datingsimulationen natürlich ungemein praktisch - wenn man gerade keine Zeit für den „virtuellen Partner“ hat schaltet man ihn einfach aus.

    In diesem Zusammenhang finde ich den Post von „Unix_Linux“ recht interessant mit dem Bericht über die 19-jährige Dame. Aus ihrer Sicht der Dinge haben junge Männer ihr zu gefallen und sie zu unterhalten - sie sollen „interessant“ sein. Auf die Idee das die jungen Männer vielleicht noch andere Ziele und Interessen verfolgen und ihr Existenzgrund nicht einzig darin besteht sie zu bespaßen, kommt die gute Dame scheinbar nicht. Vielleicht sollte sie mal eine Datingsimulation versuchen, vermutlich findet sie dort genau das was sie sucht ;)

  19. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: lestard 27.07.14 - 14:45

    Du verstehst also deren Sprache nicht und die verstehen deine Sprache nicht. Der Grund liegt aber jeweils bei den anderen. Interessant.

  20. Re: Kommunikation üben. Die Menschliche Rasse verlernt es scheinbar...

    Autor: Tiggr 27.07.14 - 14:51

    Volle Zustimmung! :-)

    Meine Eltern haben auch den Kopf geschüttelt, wie wir Jugendlichen uns unterhalten!

    Und jetzt mit über 40 erwische ich mich dabei, wie ich den Kopf über genau die selben Dinge schüttel, die ich damals selbst gemacht habe! :-D

    Ich kann nur feststellen: Die Jugend von heute ist genauso Scheiße, wie ich es damals war! :-D

    Und ganz ehrlich: Das muss so sein! Die Jugend ist dazu da, die Grenzen auszuloten, und seinen Platz in der Welt zu finden. Da muss man Experimentieren, anders sein, über Grenzen treten und auch mal Scheiße bauen!

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