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Geheule eines Kaufmannes

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  1. Geheule eines Kaufmannes

    Autor: Sharra 05.06.19 - 17:38

    Sorry, aber es macht einfach absolut keinen finanziellen Unterschied, ob ein Block mit 2 Mio oder 13 Mio startet. Der Unterschied liegt darin, dass man nicht 5 Tage warten muss, bis sich die Streithähne soweit gegenseitig überboten haben, dass er Block bei 13 Mio ist, und dann stur weiter machen.
    Es kürzt nur ab.

    Aber in einem Punkt haben sie recht. Es ist ein Zeichen, dass es nicht optimal läuft. Aber daran ist nicht die Auktion, nicht die Regierung, nicht die Bundesnetzagentur schuld, sondern einzig und allein die Provider, die auf Blöcke bieten, bis zur Insolvenz.

    Nur weil KEINER der Provider nachgibt, steigen die Kosten. Aber Schuld sind eben immer die anderen.

  2. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: randya99 05.06.19 - 17:54

    Ich habe mir die Blockverteilung mal angeschaut und da schien es als wären es D1/D2, die die Preise treiben/Konkurrenten verdrängen wollen. O2/1&1 haben schon "nachgegeben", aber die sollem halt verdrängt werden.

  3. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: ko3nig 05.06.19 - 18:46

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, aber es macht einfach absolut keinen finanziellen Unterschied, ob
    > ein Block mit 2 Mio oder 13 Mio startet. Der Unterschied liegt darin, dass
    > man nicht 5 Tage warten muss, bis sich die Streithähne soweit gegenseitig
    > überboten haben, dass er Block bei 13 Mio ist, und dann stur weiter machen.
    >
    > Es kürzt nur ab.
    >
    > Aber in einem Punkt haben sie recht. Es ist ein Zeichen, dass es nicht
    > optimal läuft. Aber daran ist nicht die Auktion, nicht die Regierung, nicht
    > die Bundesnetzagentur schuld, sondern einzig und allein die Provider, die
    > auf Blöcke bieten, bis zur Insolvenz.
    >
    > Nur weil KEINER der Provider nachgibt, steigen die Kosten. Aber Schuld sind
    > eben immer die anderen.

    Ist es nicht ein wenig naiv, das auf die Provider zu schieben? Das letzte Mal als ich in meinem Mikroökonomik Buch geschmökert habe, stand da nichts von den Vorteilen des Nachgebens in einer Marktwirtschaft?
    Spaß beiseite, die Schuld liegt doch höchstens an den Rahmenbedingungen?

    Golem Pur?
    Klar, nennt sich (NoScript, True)

  4. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: demon driver 05.06.19 - 19:21

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] Aber in einem Punkt haben sie recht. Es ist ein Zeichen, dass es nicht
    > optimal läuft. Aber daran ist nicht die Auktion, nicht die Regierung, nicht
    > die Bundesnetzagentur schuld, sondern einzig und allein die Provider [...]

    Ja – abgesehen davon, dass schon die Idee, die Frequenzen zu versteigern, katastrophal falsch war und die Entwicklung, wie wir sie bisher haben, darin bereits programmiert, mit drei separaten, katastrophal löchrigen Netzen, von denen der Endanwender sich für eins entscheiden muss, und die selbst zusammengenommen noch löchrig sind.

  5. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: gast22 05.06.19 - 19:39

    Mir scheint, dass der Leidtragende (wie bei der ersten Versteigerung vor Jahren) letztlich immer der einfache Bürger ist.

    Damals waren es glaub ich insgesamt 95 Milliarden, die die Anbieter auf den Tisch legten. Wer hat die Summe letztlich aufgebracht? - Der Kunde -

    ... und mit dem Ergebnis, dass wir sehr hohe Preise zu akzeptieren hatten - immer noch!
    ... und mit dem Ergebnis, dass wir großflächig so gut wie gar nichts zeitgemäßes haben!
    ... und mit dem Ergebnis, dass die Regierung mit Steuermitteln nachbessern musste (was gegenwärtig geschieht), denn die ehemaligen Einnahmen waren ja schon längst ausgegeben!
    ... und mit dem Ergebnis, dass die Konzerne sicherlich bei allem nicht zu kurz kamen!

    Vielleicht sehe ich das falsch, werden Viel oder einige sagen. Irrtum: Ich sehe das so!

  6. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: blackbirdone 05.06.19 - 20:11

    Sollen Sie halt aufhören zu bieten. Dann ist sofort Ende. Geht super schnell. Der BNA wird das nur Recht sein.

  7. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: NeoXolver 06.06.19 - 02:59

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > [...] Aber in einem Punkt haben sie recht. Es ist ein Zeichen, dass es
    > nicht
    > > optimal läuft. Aber daran ist nicht die Auktion, nicht die Regierung,
    > nicht
    > > die Bundesnetzagentur schuld, sondern einzig und allein die Provider
    > [...]
    >
    > Ja – abgesehen davon, dass schon die Idee, die Frequenzen zu
    > versteigern, katastrophal falsch war und die Entwicklung, wie wir sie
    > bisher haben, darin bereits programmiert, mit drei separaten, katastrophal
    > löchrigen Netzen, von denen der Endanwender sich für eins entscheiden muss,
    > und die selbst zusammengenommen noch löchrig sind.


    Aber wie soll denn die Verteilung sonst aussehen? Bei den Bietern handelt es sich (zumindest rechtlich) ausschließlich um Privatgesellschaften. Wenn die BNA Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 einfach unter Auflagen gleichzeitig die Frequenzen schenken würde, würde mindestens ein Max Mustermann mit seiner kleinen Firma kommen und auch seinen Anspruch auf einen Teil des Kuchens fordern.
    Eine Auktion ist nunmal eine klare Möglichkeit den Wert einer Sache festzulegen, die nicht üblich am Markt gehandelt wird.

    Die einzige Alternative wäre nunmal, dass der Staat die Versorgung wieder selbst in die Hand nehmen würde.

  8. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: mark.wolf 06.06.19 - 07:28

    Die Auktion ist einfach nur volkswirtschaftlicher Unfug. Damit ist das geld für Investitionen verblasen und der Netzausbau kommt nicht voran. Auch werden sich bei den sich darus ergebenden Preisen für Kunden, nur ganz wenige finden, dei das ausgeben wollen. Mal ganz abgesehen davon, dass für 5G eigentlich kein Bedarf da ist, wenn 4G wirklich flächendeckend ausgebaut ist. Nach wie vor gibt es Gebiete, wie z. B. die Schwäbische Alb, wo max. Edge geht, wenn überhaupt. 5G wird es dort niemals geben, denn die Topographie macht den Ausbau absolut unrentabel.

    Wie man sieht geht es um reine Protektion. Die Etablierten wollen unter keinen Umständen einen weiteren Anbieter im Markt haben.Kann man nachvollziehen, denn dann wird es noch schwieriger damit Geld zu verdienen. Allein das nationale Roaming und die Aufteilung des 5G Ausbaus unter den Netzanbietern, hätte positive Wirkungen auf das Preisgefüge am Markt, also sinkende Mobilfunkpreise und Anpassung an das allgemeine Marktniveau in Europa gebracht. So hat man den Eindruck die BNetzA protegiert die etablierten Netzanboieter zu Lasten der Nutzer, die aber gleichzeitig von der Strahlenbelastung von 5G abgekocht werden.
    Alles in Allem eine einzige Katastrophe. Auch für den Standort Deutschland.

  9. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: bplhkp 06.06.19 - 09:09

    NeoXolver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn
    > die BNA Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 einfach unter Auflagen gleichzeitig
    > die Frequenzen schenken würde, würde mindestens ein Max Mustermann mit
    > seiner kleinen Firma kommen und auch seinen Anspruch auf einen Teil des
    > Kuchens fordern.

    Wahrscheinlich würden auch die mit den geschenkten Frequenzen klagen bis sich die Balken biegen, weil sie sich unfair behandelt fühlen. Dann landen die Milliarden nicht beim Staat und werden zum Wohle aller investiert, sondern bei Anwälten.

    Abgesehen davon werden die Telcos immer so viel aus den Kunden rauspressen wie geht - und zwar unabhängig davon ob die Lizenzen was kosten oder nicht.
    Wichtig ist jetzt, dass wirklich vier Qualitätsnetze aufgebaut werden - dann reguliert sich das mit den Preisen schon von selbst.

  10. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: knete 06.06.19 - 09:52

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damals waren es glaub ich insgesamt 95 Milliarden, die die Anbieter auf den
    > Tisch legten. Wer hat die Summe letztlich aufgebracht? - Der Kunde -
    >
    > ... und mit dem Ergebnis, dass wir sehr hohe Preise zu akzeptieren hatten -
    > immer noch!
    >
    > Vielleicht sehe ich das falsch, werden Viel oder einige sagen. Irrtum: Ich
    > sehe das so!

    niemand wird gezwungen übertuerte produkte zu kaufen. und niemand muss sich unterwegs social media und youtube geben. bei alditalk gibts mittlerweile 2gb für 8¤ und bei winsim sogar 3gb ist dann aber nen vertrag.

  11. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: DjNorad 06.06.19 - 10:28

    knete schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gast22 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Damals waren es glaub ich insgesamt 95 Milliarden, die die Anbieter auf
    > den
    > > Tisch legten. Wer hat die Summe letztlich aufgebracht? - Der Kunde -
    > >
    > > ... und mit dem Ergebnis, dass wir sehr hohe Preise zu akzeptieren hatten
    > -
    > > immer noch!
    > >
    > > Vielleicht sehe ich das falsch, werden Viel oder einige sagen. Irrtum:
    > Ich
    > > sehe das so!
    >
    > niemand wird gezwungen überteuerte produkte zu kaufen. und niemand muss sich
    > unterwegs social media und youtube geben. bei alditalk gibts mittlerweile
    > 2gb für 8¤ und bei winsim sogar 3gb ist dann aber nen vertrag.



    und ob wir gezwungen werden.,.... der bedarf für mobile bandbreite ist ja nunmal da....

    und die tarife sind immer noch derbe überteuert, wenn man das mal mit AT oder FR oder anderen ländern vergleicht..... 100 GB für 20 EUR und so nen spaß.....

    davon träumen wir in "D"....

  12. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: x2k 06.06.19 - 11:27

    NeoXolver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die einzige Alternative wäre nunmal, dass der Staat die Versorgung wieder
    > selbst in die Hand nehmen würde.
    Man könnte ja die Frequenzen lizensieren und diese z.b. Auf ein oder zwei Jahren begrenzen, so gibt es regelmäßig Geld für den Staat, der Provider hätte kalkulierbare kosten und das Netz könnte besser ausgebaut werden. Ggf haben Unternehmen die Möglichkeit einzusteigen die eben keine Milliarden übrig haben oder nur lokal einsteigen möchten. Schlau wäre auch die Preise daran zu koppeln wir dicht das netzt ist um eine Motivation zu haben es auszubauen.

  13. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: Sharra 06.06.19 - 12:10

    Auch dir, welche Investitionen zum Henker?
    Unwirtschaftliche Regionen würden NIE versorgt, auch wenn die Provider Milliarden bei den Auktionen sparen würden. Unwirtschaftlichkeit taucht im Rechenschaftsbericht auf. Und dann rennen die Aktionäre zum nächsten Gericht und weinen.

    Selbst wenn man den Providern noch Geld geben würde, dafür dass sie die Frequenzen überhaupt nehmen, würde das NICHTS ändern.
    Es gibt nur 2 Mittel um Provider dazu zu bewegen, unrentable Regionen zu versorgen:
    Zwang, durch Gesetze oder Ähnliches.
    Oder zweckgebundene Förderung, und da kann es dir passieren, dass einfach trotzdem keiner will.

  14. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: Trockenobst 06.06.19 - 12:47

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder zweckgebundene Förderung, und da kann es dir passieren, dass einfach
    > trotzdem keiner will.

    In Deutschland gehen jedes Jahr angeblich 1000+ Baufirmen pleite.
    Gleichzeitig wird behauptet, man braucht 6+ Monate um einen Trupp zu finden in Obertupfingen ein paar 100m mit schnellem Trenching bedient. Irgendwas stimmt da nicht. Irgendwer lügt.

    Fakt ist, der Markt versagt hier seit 20 Jahren. Beim Mobilfunk und beim Internet. Es werden sich die besten und profitablesten Strecken ausgesucht, wenn der Staat baggert und Rohre legt werden drei Kabel gleichzeitig verlegt und dann muss das Kaff mit 200 Leuten doch noch 2 Jahre auf den DSLAM oder irgendeinen riesen Cisco Router warten den man bewusst nicht auf Halde hat. Warum auch, man hat ja endlos Zeit in Deutschland.

    Es war von Anfang klar, das D1/D2 aber so gar nicht wollen das 1und1 mit im Spiel ist.
    Deswegen soll dieser Kack ruhig bis 10billionen gehen, sie beweisen den Financiers von 1und1 nur dass der Markt so wichtig ist das sie bereit sind bis zum Äußersten zu gehen.

    Die Politik wird sich mit der großen Koalition nicht ändern und die Rahmenbedingungen auch nicht ändern. Man könnte mal 100 Hotspots aussuchen und sagen, wir schreiben hier die Tower und Baggerung aus, wenn keiner der Anbieter bereit ist innerhalb einer harten Zeitrahmens eine Zusage zu machen. Da wird man sehen wie schnell jede Scheune 5G und Glasfaser hat, wenn man die Türsteher aus dem Spiel nimmt.

  15. Re: Geheule eines Kaufmannes

    Autor: Sharra 06.06.19 - 18:22

    Du vermischst hier Themen, die nichts miteinander zu tun haben.
    Baufirma ist nicht gleich Baufirma. Ein Maurerbetrieb verlegt dir keine Kabel/Rohre.

    Davon abgesehen ist der Markt extremst umkämpft. Viele Firmen gehen durch Misswirtschaft oder durch Dumping anderer zugrunde.

    Davon abgesehen bringt es dir nichts, wenn du im Süden von Deutschland ein Bauvorhaben hast, und eine Firma in Hamburg hätte ein paar Kapazitäten frei, hat aber keine Möglichkeit Mensch und Maschinen da runter zu bringen, und rechtzeitig wieder zurück. Ausserdem kostet das auch wieder Geld. Und solche Aufträge haben meist auch ein gewisses Volumen. Wenn du das nicht stemmen kannst, wirst du abgelehnt. Teilaufträge werden äusserst ungern vergeben. Keine Firma will, dass in ihrem Auftrag, am selben Objekt 2 oder noch mehr Firmen das Gleiche machen. Das verursacht Aufwand, und dadurch wieder Kosten, und meist auch Probleme.

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