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  5. › Linux auf dem Switch: Freiheit kann…

was definiert ein vollwertiges linux system?

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  1. was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.04.17 - 14:15

    alle diese linux firmwares sind eher mogelpackungen. es steht zwar linux drauf, drin ist aber linux und eine unmenge an propritärer closed source software. vor allem die treiber für die switchchips ist closed source. dadurch kann man nicht einfach einen eigenen kernel compilieren und installieren. diese firmwares haben mehr mit android zu tun als mit den normalen linux distributionen.
    mögliche wäre es allerdings recht leicht, da meistens sogar normale x86er-hardware verwendet wird und die switchchips per pci(e) angehängt sind. schlussendlich bräuchte es ein framework im kernel für switchchips, um generisch per netlink die einzelnen ports konfigurieren zu können. ethtool zb wäre hier zu erwähnen. man könnte sogar zb einfache netfilter regeln an die hardware weitergegeben. damit könnte man einiges sehr sauber implementieren und die linux standardsoftware dafür einsetzen. zusätzlich würden aber immer noch open source implementierungen für höhere switchfunktionen wie zb stacking fehlen.

    man möge mich nicht falsch vestehen. ich wäre der erste, der soetwas verwenden würde, aber aktuell hat es nur minimale vorteile, weil die freiheit (noch) eine android-artige ist und keine (debian,redhat,gentoo,arch,suse,ubuntu,...)-artige.

  2. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: Wallbreaker 19.04.17 - 15:24

    Absolut. Was sonst auf diesen Geräteklassen landet, könnte öftmas kaum weiter von einem GNU/Linux entfernt sein. Und ist vielfach weitaus unsicherer, und dazu noch schlecht konfiguriert. Aber hinterher heisst es bei Problemen dann regelmäßig, wie schlecht Linux doch sei, ohne jede Differenzierung.

  3. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: tunnelblick 19.04.17 - 16:16

    bjs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > alle diese linux firmwares sind eher mogelpackungen. es steht zwar linux
    > drauf, drin ist aber linux und eine unmenge an propritärer closed source
    > software. vor allem die treiber für die switchchips ist closed source.
    > dadurch kann man nicht einfach einen eigenen kernel compilieren und
    > installieren. diese firmwares haben mehr mit android zu tun als mit den
    > normalen linux distributionen.
    > mögliche wäre es allerdings recht leicht, da meistens sogar normale
    > x86er-hardware verwendet wird und die switchchips per pci(e) angehängt
    > sind. schlussendlich bräuchte es ein framework im kernel für switchchips,
    > um generisch per netlink die einzelnen ports konfigurieren zu können.
    > ethtool zb wäre hier zu erwähnen. man könnte sogar zb einfache netfilter
    > regeln an die hardware weitergegeben. damit könnte man einiges sehr sauber
    > implementieren und die linux standardsoftware dafür einsetzen. zusätzlich
    > würden aber immer noch open source implementierungen für höhere
    > switchfunktionen wie zb stacking fehlen.
    >
    > man möge mich nicht falsch vestehen. ich wäre der erste, der soetwas
    > verwenden würde, aber aktuell hat es nur minimale vorteile, weil die
    > freiheit (noch) eine android-artige ist und keine
    > (debian,redhat,gentoo,arch,suse,ubuntu,...)-artige.

    der vorteil ist eher, dass dadurch überhaupt erst eine entkopplung von hard- und software möglich ist. dass man sich damit den teufel mit ins haus holt, ist offensichtlich (keine neuen kernel, da keine neuen treiber, massen-reboots und dienste-neustarts bei exploits etc.pp).
    wer denkt, dass damit alles besser wird, hat nicht verstanden, was der eigentliche vorteil ggü. bestehenden lösungen ist.
    schlimmer sind aber die, die nicht verstehen, was alles schlechter wird.

  4. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: timo.herzig 19.04.17 - 20:49

    Ich denke man muss hier differenzieren.

    Aktuelle, traditionelle Netzwerkgeräte basieren zumeist auch schon auf Unix/Linux/BSD. Doch das ist definitiv kein "vollwertiges" Linux, so wie wir es definiert haben.

    Bei Open Networking ist das anders. Cumulus Linux beispielsweise ist ein Debian-Derivat. Wie Ubuntu. Es fühlt sich an wie ein Linux, es ist ein Linux. Wir haben Paketmanager etc. Ich sehe im Aspekt "Offenheit" keinen Rückschritt zu bekannten, geschlossenen, traditionellen Netzwerkgeräten à la Cisco.

    Aber ja, alles ist nicht Open Source. Treiber sind sowieso eine ganz spezielle Sache.

    Vielleicht helfen diese Quellen etwas.
    1) https://ttboj.wordpress.com/tag/switchd/
    2) https://cumulusnetworks.com/blog/cumulus-networks-open-source/

    Mit freundlichen Grüßen

    Timo Herzig

  5. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.04.17 - 20:55

    die switches sind genauso open wie windows.

  6. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: superdachs 19.04.17 - 20:59

    Das beste an der Geschichte ist doch dass du dir deinen Switch auch selbst bauen kannst und dennoch verhält er sich wie ein "richtiger" standardmainboard, standardnics und fertig ist die Laube.

  7. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.04.17 - 22:30

    aber genau das geht eben nicht. es ist wie davor: man kauft sich den switch und jetzt halt dazu von drei oder vier anbietern die software. mal sehen, wieviel das dann mehr kostet. man zahlt ja den switch und die softwarelizenz. und die dell switches kosten genauso viel wie die cisco. die software kommt noch dazu. und die software kannst du ja nicht wirklich ändern. du kannst ein paar sachen dazu installieren. das is aber auch schon alles.

  8. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: Neuro-Chef 20.04.17 - 03:13

    timo.herzig schrieb:
    > Wir haben Paketmanager etc. Ich sehe im Aspekt "Offenheit" keinen
    > Rückschritt zu bekannten, geschlossenen, traditionellen Netzwerkgeräten à
    > la Cisco.
    Naja, kennst du einen, kennst du alle, zumindest bei den Catalysts. Wenn man zukünftig umfassende Linux- statt einer handvoll IOs-Kenntnisse bräuchte, wäre das doof. Als Option ist es an sich zu begrüßen. Aber z.B. im Bereich Firewalls sind die neuen Firepower Threat Defense-Images mit dem "Firepower Linux" verglichen mit dem kleinen ASA OS einfach nur riesig, fett und träge, bei ungewissem Nutzen. Das verhält sich wie EFI zu BIOS.
    Ich denke, damit es sich für alle richtig lohnt müsste bei gleicher Einfachheit, Kompatibilität, Sicherheit und gleichen Features der Hardware-Hersteller komplett austauschbar werden. Das dauert wohl noch etliche Jahre, wenn überhaupt..

    -> Heul' doch! ¯\_(ツ)_/¯

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  9. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: tunnelblick 20.04.17 - 08:33

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das beste an der Geschichte ist doch dass du dir deinen Switch auch selbst
    > bauen kannst und dennoch verhält er sich wie ein "richtiger"
    > standardmainboard, standardnics und fertig ist die Laube.

    damit bekommst du aber keine standard-switching-performance, wie sie marktüblich sind. wenn du alles als standard haben willst mit standard-pc-hardware, kannst du dir das jetzt bereits mit linux bauen, dafür brauchst du *nichts* extra.

  10. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: tunnelblick 20.04.17 - 08:35

    timo.herzig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke man muss hier differenzieren.
    >
    > Aktuelle, traditionelle Netzwerkgeräte basieren zumeist auch schon auf
    > Unix/Linux/BSD. Doch das ist definitiv kein "vollwertiges" Linux, so wie
    > wir es definiert haben.
    >
    > Bei Open Networking ist das anders. Cumulus Linux beispielsweise ist ein
    > Debian-Derivat. Wie Ubuntu. Es fühlt sich an wie ein Linux, es ist ein
    > Linux. Wir haben Paketmanager etc. Ich sehe im Aspekt "Offenheit" keinen
    > Rückschritt zu bekannten, geschlossenen, traditionellen Netzwerkgeräten à
    > la Cisco.
    >
    > Aber ja, alles ist nicht Open Source. Treiber sind sowieso eine ganz
    > spezielle Sache.
    >
    > Vielleicht helfen diese Quellen etwas.
    > 1) ttboj.wordpress.com
    > 2) cumulusnetworks.com

    aber reine netzwerker wollen kein linux. es ist auch egal, ob es linux ist, da üblicherweise über eine dedizierte cli mit netzwerkgeräten gearbeitet wird. das ist ein ganz wichtiger aspekt und grade cumulus scheint keine eigene cli zu haben, sondern tatsächlich einfach nur eine bash anzubieten. das macht das switch-management aus reiner netzwerkersicht eher schlechter als besser.

  11. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: chewbacca0815 20.04.17 - 09:05

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das beste an der Geschichte ist doch dass du dir deinen Switch auch selbst bauen kannst und dennoch verhält er sich wie ein "richtiger" standardmainboard, standardnics und fertig ist die Laube.

    Will ich mir einen Switch wirklich "selber bauen"? Will ich mich zufrieden geben müssen, ein "Standard-Ding" zu haben ohne die speziellen Vorteile einer auf diesen Einsatzzweck entwickelten Lösung? Ich will's nicht, weil ich mit "Standard" viel zu sehr eingeschränkt bin. Da nehm ich lieber "proprietäres" Zeug und weiß, dass a) die Performance stimmt und b) ich selbst mich nicht drum kümmern muss, wie ich "die Software" konfigurieren muss, um an's Ziel zu kommen. Zeit ist der teuerste Faktor.

  12. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: throgh 20.04.17 - 15:43

    Den Faktor Zeit zahlst du dann aber nachher dreifach zurück, wenn der eingekaufte Standard Lücken, Fehler oder Probleme hat. Und das Wissen dazu bleibt ebenfalls als Zahlmittel auf der Strecke!

  13. Re: was definiert ein vollwertiges linux system?

    Autor: Neuro-Chef 20.04.17 - 18:34

    throgh schrieb:
    > Den Faktor Zeit zahlst du dann aber nachher dreifach zurück, wenn der
    > eingekaufte Standard Lücken, Fehler oder Probleme hat. Und das Wissen dazu
    > bleibt ebenfalls als Zahlmittel auf der Strecke!
    Das kann man so nicht sagen. Im normalen Unternehmenseinsatz sind die Netze eher simpel strukturiert und "laufen einfach". In Rechenzentren mit tausenden von Geräten und ständigen Änderungen mag es freilich anders aussehen und sich deshalb lohnen, genau aus dem Umfeld kommt der SDN-Kram (der bei Linux auf dem Switch definitiv Thema ist) ja auch.

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