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Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

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  1. Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: kayozz 18.04.19 - 21:56

    Der Hauptgrund, warum das so schleppend voran geht ist doch folgender:

    Anbieter verlegt Glasfaser bis ins Haus, das ist teuer, der Tarif ist entsprechend teurer.

    Nehmen wir an ein Mietshaus ist komplett per Glasfaser angebunden, es zieht jemand neues ein und vergleicht die Tarife:

    VDSL 100 Mbit kostet 30 EUR / Monat, Kabel 200 Mbit 35 EUR / Monat und 1GB 40 EUR / Monat.

    Welcher Tarif wird wohl genommen? "Wozu brauche ich den Gigabit, mir reicht ...".
    90% der Kunden ist dabei jetzt völlig egal, dass der Glasfaseranschluss die zukunftssicherere Technologie ist, es zählt allein der eigene Kostenvorteil. Ist ja auch verständlich.

    Die großen Anbieter sind ja nicht blöd, die wissen das. Nur irgendwann lässt sich der Breitbandausbau nicht mehr aufschieben.

    Hoffe das Konzept von Inexio geht auf.

    IMOH hätte da schon der Staat vor Jahren die Sache selber in die Hand nehmen müssen.

  2. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: aPollO2k 18.04.19 - 22:37

    Was hätte der Staat machen sollen? Der hat dich erst alles privatisiert?
    Wieder alles bezahlen und aufbauen und dann den privaten Unternehmen schenken damit die damit Gewinne einfahren können?

    Versteht mich nicht falsch, ich bin selber Telekom Aktionär. Aber das ist doch einfach bekloppt.

  3. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: Sharra 18.04.19 - 22:59

    Klar nimmt der Neumieter erst mal den Kabelanschluss. Allerdings eben auch nur dann, wenn vorhanden. Denn genauso, wie die Kabelanbieter Knebelverträge (1000 Jahre Laufzeit, kein anderer Anbieter erlaubt...) können das auch die Telcos machen. In dem Fall bekommst du zwar Kabelfernsehen, aber kein Internet. Dürfte allerdings, nach wie vor, so herum die Ausnahme sein.

    Viel mehr wird zum Flaschenhals, dass die Kabelsegmente meist einfach zu groß dimensioniert sind. Wenn alle in einem Block meinen, sie müssten das größte Paket Kabel nehmen, schauen um 16 Uhr alle in die Röhre. Und Segmente verkleinern kostet eben auch.

  4. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: aPollO2k 18.04.19 - 23:05

    Unitymedia hat es in Stuttgart zumindest hin bekommen das zu liefern was sie versprochen haben.
    Ich habe oft gelesen Kabel sei scheiße weil überbucht aber ich habe die Erfahrung nie gemacht und meine Kollegen die ebenfalls Unitymedia hatten waren genau so zufrieden. Ist glaube ich auch eine Frage des Anbieters.

  5. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: Sharra 18.04.19 - 23:08

    1. ist es natürlich eine Frage des Anbieters.
    2. du kannst Glück haben, du kannst Pech haben, und das Glück kann sich in 6 Monaten in Pech verwandeln, wenn mehr Neukunden (oder Aufstocker) dazu kommen, als das Segment verträgt.
    Genauso kannst du aber auch aus Pech wieder Glück machen, wenn genügend angepisste Kunden in deinem Segment kündigen.

  6. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: DASPRiD 19.04.19 - 12:49

    aPollO2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unitymedia hat es in Stuttgart zumindest hin bekommen das zu liefern was
    > sie versprochen haben.

    Liegt aber auch daran, dass das hier ursprünglich KabelBW war, und die tatsächlich ein vernünftiges Netz ausgebaut hatten, sogar damals schon FTTH in Neubaugebieten bevor sie von Unitymedia aufgekauft wurden.

  7. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: EDIZ 19.04.19 - 12:58

    aPollO2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unitymedia hat es in Stuttgart zumindest hin bekommen das zu liefern was
    > sie versprochen haben.
    > Ich habe oft gelesen Kabel sei scheiße weil überbucht aber ich habe die
    > Erfahrung nie gemacht und meine Kollegen die ebenfalls Unitymedia hatten
    > waren genau so zufrieden. Ist glaube ich auch eine Frage des Anbieters.

    Genau wie von Sharra beschrieben war es bei mir der Fall. Ich war 6 Monate lang glücklicher UM Kunde und dann ab Januar 2019 wurde alles extrem schlecht. Ich hab von Anfang an meine Segmentauslastung gemonitored. Da war sie noch bei 50% und innerhalb von 6 Monaten war es dann komplett überbucht. Abends Paketloss von 10% und Download sowie Upload 90% schlechter als normal. 3 Techniker waren da, die konnten das Problem nicht beheben. Gab ja auch nichts zu beheben. Das Segment war halt voll. 2 Wochen später hab ich die Sonderkündigung eingereicht und jetzt bin ich "nur" noch mit VDSL 250 unterwegs und bald dann hoffentlich FTTH 600/300. Also bei Kabel kanns halt schnell sein das irgendwas schief läuft und dann kannst du auch mal 6 Monate warten bis irgendwas repariert wird. Ich habe es nur 2 Monate ausgehalten.

  8. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: Inori-Senpai 19.04.19 - 14:59

    Kommt auch drauf an, ob du per IPv6 oder per IPv4 angebunden bist. IPv6 haben sie ja immer noch nicht im Griff. Schon witzig, dass sie einen für funktionierendes Internet noch einmal extra zahlen lassen.

  9. Re: Und deshalb gehört der Ausbau in die öffentliche Hand.

    Autor: superdachs 21.04.19 - 13:26

    aPollO2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hätte der Staat machen sollen? Der hat dich erst alles privatisiert?
    > Wieder alles bezahlen und aufbauen und dann den privaten Unternehmen
    > schenken damit die damit Gewinne einfahren können?
    >
    > Versteht mich nicht falsch, ich bin selber Telekom Aktionär. Aber das ist
    > doch einfach bekloppt.

    Als erstes die Telekom enteignen. Die Infrastruktur gehört nicht in privathand. Die anderen Anbieter freilich auch.
    Dann massiv ausbauen und zwar mit Steuergeldern. Für Rüstung und Polizeipanzer ist auch Haufen Kohle da.
    Dann die Infrastruktur von einem Staatsunternehmen vermieten lassen. Ganz einfach.

    Alternativ ginge auch der Grundversorgeransatz wie beim Strom.

    Gut, Aktionäre sind die Verlierer aber die tragen eh nix sinnvolles bei und haben schlicht Pech gehabt.

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