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Passus bzgl. der Farben der Flagge

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  1. Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: MWO 29.03.22 - 12:57

    Inwieweit spielt dieser Passus eine Rolle? Werden zufällig die Farben verwendet oder hat die Gruppe sich dazu bekannt, dass hier die UPA als Vorbild genutzt wurde? Mit dem Passus kommt es mir so vor, als wenn hier unterschwellig die Aussage Russlands zur Entnazifizierung bedient wird.

  2. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: xUser 29.03.22 - 13:13

    MWO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Inwieweit spielt dieser Passus eine Rolle? Werden zufällig die Farben
    > verwendet oder hat die Gruppe sich dazu bekannt, dass hier die UPA als
    > Vorbild genutzt wurde? Mit dem Passus kommt es mir so vor, als wenn hier
    > unterschwellig die Aussage Russlands zur Entnazifizierung bedient wird.

    Das ist nicht unterschwellig, sondern direkte Kritik, weil sich eben diverse "freiwillige" Einheiten in der Ukraine der NS Symbolik bedienen und sich auch in der Tradition sehen (aka gegen Russland). Die Gruppen pflegen gute Freundschaft zu diversen (Neo) Nazinetzwerken in der westlichen Welt, z.b. zum deutschen "3. Weg".
    Das spielt der russischen Propaganda natürlich in die Hände.

  3. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: M.P. 29.03.22 - 13:23

    Über v. Stauffenberg würde Golem wohl auch nur seine Zeit vor dem Hitler-Attentat erwähnen....

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainische_Aufst%C3%A4ndische_Armee

    > Gründung und Zweiter Weltkrieg
    > Die UPA wurde am 14. Oktober 1942 als militärischer Flügel der Organisation Ukrainischer Nationalisten gegründet und war hauptsächlich in der Westukraine aktiv.[7] 1943 wurde Dmytro Kljatschkiwskyj Kommandeur der UPA. Anfang 1944 übernahm Roman Schuchewytsch bis zu seinem Tod 1950 das Amt. Der letzte Oberbefehlshaber war Wassyl Kuk.[8]

    > Während des Zweiten Weltkriegs kollaborierte sie mit dem nationalsozialistischen Deutschland, von dem sie sich vergeblich Unterstützung für einen unabhängigen ukrainischen Staat erhoffte. In dieser Zeit war die UPA an der Tötung von Juden beteiligt.[9][10] Zugleich waren jedoch auch in der UPA jüdische Kämpfer und Ärzte vertreten.[11]

    > Da die deutschen Besatzer einen unabhängigen ukrainischen Staat nicht zuließen, wendete sich die UPA gegen die Wehrmacht. Im Sommer 1943 kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der UPA und den deutschen Streitkräften in der Oblast Wolyn, bei denen laut Viktor Korol etwa 3000 deutsche Soldaten durch UPA-Kämpfer getötet worden sein sollen.[12] Auf Seiten der UPA starben bei diesen Kämpfen 1237 Personen. Im Herbst desselben Jahres wurden 1500 deutsche Soldaten durch die UPA getötet.[12] Zeitweilig verbündete sich die UPA mit sowjetischen Partisanen gegen die Deutschen.[13]

    > Zugleich bekämpfte die UPA die Polnische Heimatarmee, die Armee des Polnischen Untergrundstaates. Die Territorialstreitigkeiten endeten im Massaker von Wolhynien und Ostgalizien, bei dem annähernd 100.000 polnische Zivilisten ermordet wurden. Ebenso beanspruchte die UPA Gebiete Weißrusslands und der Tschechoslowakei, wodurch es auch dort zu einzelnen Kampfhandlungen kam.

    > Nachkriegszeit und Auflösung
    > Nach dem Krieg setzte die UPA ihren Kampf gegen die Sowjetunion fort. Von 1945 bis 1946 gelang es der UPA, die Hälfte der Ukraine unter ihre Kontrolle zu bringen. 1947 schlossen die Sowjetunion, Polen und die Tschechoslowakei ein Geheimabkommen, um die UPA gemeinsam zu bekämpfen. Die UPA löste sich mit der Zeit auf und operierte immer mehr in kleineren Gruppen.[14]

    > 1947 führte die Polnische Volksarmee die Aktion Weichsel durch, bei der etwa 150.000 Ukrainer aus ihrer bisherigen, nun zu Polen gehörenden Heimat vertrieben wurden. Die UPA versuchte diese Umsiedlung zu verhindern und bekämpfte die polnischen Streitkräfte. 1950 wurde Roman Schuchewytsch, der wichtigste Oberbefehlshaber in der Geschichte der UPA, getötet. 1954 wurde die UPA von Truppen der Sowjetarmee und des MGB endgültig zerschlagen.[15]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.22 13:23 durch M.P..

  4. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: koelnerdom 29.03.22 - 13:51

    Tja, ich z.B. kann die Heldenverehrung von Stauffenberg nicht verstehen. Ich werde ihn auch nicht verteufeln, er war eine Person dieser Zeit mit allen Zwängen und einer Sozialisierung, die wir heute schwer nachvollziehen können.
    Einen lupenreinen Demokraten hätte den vermutlich noch nicht mal ein Ex-Kanzler genannt, denn eine Demokratie war jetzt nicht wirklich der Plan nach dem Anschlag.

  5. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: M.P. 29.03.22 - 14:03

    Eine gewisse Zurückhaltung sollte man da schon haben, Querschläger haben wir schon z.B. aus Polen und Ungarn genug in der EU ...

    Ansonsten soll Stauffenberg ja durchaus auch Kontakte zum Kreisauer Kreis gehabt haben, die eine mir durchaus sympathische Neuordnung nach dem Sturz des Regimes im Auge gehabt haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.22 14:03 durch M.P..

  6. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: Pecker 29.03.22 - 14:08

    MWO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Inwieweit spielt dieser Passus eine Rolle? Werden zufällig die Farben
    > verwendet oder hat die Gruppe sich dazu bekannt, dass hier die UPA als
    > Vorbild genutzt wurde? Mit dem Passus kommt es mir so vor, als wenn hier
    > unterschwellig die Aussage Russlands zur Entnazifizierung bedient wird.

    Ich finde das auch irgendwie irritierend. Die Ukraine hat 2014 verstanden, dass sie sich schützen muss und sie haben recht behalten. Da hat man jede Unterstützung dankend angenommen und man sieht aktuell auch den "Erfolg", wenn man das so nennen darf. Wählerisch zu sein, was die politische Gesinnung der Truppen angeht, konnten und können die halt nicht sein. Hauptsache sie kämpfen für das gemeinsame Ziel, die Ukraine zu verteidigen.
    BTW haben wir in der Bundeswehr / Polizei ja ein extrem ähnlich gelagertes Phänomen. Da werden Einsatzfahrzeuge einfach mal mit Symbolen des dritten Reiches gesichtet. Hier können wir uns das leisten sowas nicht zu dulden und trotzdem gäbe das auch bei uns. Wir sind aber weit weg davon entnazifiziert werden zu müssen, bzw. findet man solche Gruppen einfach überall auf der Welt.

  7. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: koelnerdom 29.03.22 - 14:28

    Ich kritisiere ja auch vor allem die Heldenverehrung. Stauffenberg halt auch der, der am Anfang des Krieges Dinge schrieb wie:
    „Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu brauchen, arbeitsam, willig und genügsam.“

    Es gibt andere Kinder dieser Zeit, die so etwas wohl nicht so gesehen hätten.

  8. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: x2k 30.03.22 - 07:58

    MWO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Inwieweit spielt dieser Passus eine Rolle? Werden zufällig die Farben
    > verwendet oder hat die Gruppe sich dazu bekannt, dass hier die UPA als
    > Vorbild genutzt wurde? Mit dem Passus kommt es mir so vor, als wenn hier
    > unterschwellig die Aussage Russlands zur Entnazifizierung bedient wird.


    Nicht jedes land auf der welt hat die selben ansichten wie wir hier in Deutschland.
    Ich vermute mal das einfach nur eine symbolik gesucht wurde um den Wiederstand gegen eine Besatzung zu unterstreichen.

  9. Re: Passus bzgl. der Farben der Flagge

    Autor: minnime 30.03.22 - 13:16

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Wahl anderer Farben völkerrechtliche Gründe hat. Hätten sie die offiziellen Farben genommen, hätte man die Geräte den offiziellen Streitkräften zugehörig halten können und ihre Bediener für Soldaten, wobei sie dafür auch noch eine Art Uniform gebraucht hätten. Da sie jetzt andere Farben haben, haben sie den Status als Partisanen, was eigentlich der schlechteste ist. Und in sofern passt es dass sie sich die Farben einer ehemaligen Partisanenorganisation gewählt haben.

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