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"ein Staat auf der Erde"
Autor: elgooG 14.11.16 - 11:56
Also nur ein "Staat auf der Erde" darf so etwas anordnen. Da will wohl jemand unbedingt die selben politischen Probleme wie in Babylon 5 erzeugen.
Aber mal im Ernst, hier weitet man wieder enorm staatliche Befugnisse aus, nur um möglichst viel Geld abgreifen zu können. Selber ist ja kaum mehr eine staatliche Weltraumorganisation zu solcher Pionierarbeit fähig, also muss man möglichst große Anteile für sich beanspruchen.
Ach diese Eingrenzung auf "Staaten auf der Erde" und Ausgrenzung von Privaten ist einfach eine deutliche Überschreitung staatlicher Befugnisse. Haben die schon jetzt Angst, dass jemand einen außerirdischen Staat gründet und dann außer Reichweite von den irdischen Atombomben sein eigenes Ding durchzieht, ohne Finanzleistungen zu erbringen, oder sogar eigene Rechte beansprucht? -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Seismoid 14.11.16 - 12:13
es wird sich schon eine gruppe findiger anwälte zusammenraufen, die von einer bananenrepublik ein paar qm land zwecks staatsgründung pachtet, und die bergbaufirma dann dorthin auslagern.
bisher hatten wir nur briefkastenFIRMEN - in zukunft gibts dann wohl briefkastenSTAATEN. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Ganta 14.11.16 - 12:20
Naja is derselbe Größenwahn, wie die USA, die jetzt schon das Land aufm Mars vergeben wollen, bzw. ja generell Land von anderen Planeten nur über sie erworben werden kann. Oder so ähnlich. Gabs da net dieses Jahr auch ne News zu? Die sind ja sehr zuversichtlich, das wir es von hier wegschaffen xD
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Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Dwalinn 14.11.16 - 12:41
Naja übertreib mal nicht, ein Unternehmen lässt sich schließlich schnell gründen und irgendwie muss man das ganze ja auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Wäre ansonsten ziemlich blöd wenn 3 Raumschiffe zum selben Ziel unterwegs sind.
Ich würde es gut finden wenn sämtliche Staaten diese Regelung anerkennen und sich danach richten. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: AngusD 14.11.16 - 13:17
Dann heißt es: First come, first serve!
Wer sich zuerst auf dem Asteroiden, o.ä. niederlässt und abbaut, der bekommt das Recht zugesprochen, den gesamten Asteroiden wirtschaftlich zu nutzen.
Ich bezweifle stark, dass sich Raumschiffe von 3 unterschiedlichen Unternehmen zeitgleich zu nem Ziel aufmachen und sich ein "Wettrennen" liefern. Da werden Wochen zwischen den Starts liegen.
AD -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: WasntMe 14.11.16 - 14:03
AngusD schrieb:
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> Dann heißt es: First come, first serve!
>
Genau
> Wer sich zuerst auf dem Asteroiden, o.ä. niederlässt und abbaut, der
> bekommt das Recht zugesprochen, den gesamten Asteroiden wirtschaftlich zu
> nutzen.
So wie ich das verstanden habe, gehört dir nur das, was du abgebaut hast. Den Asteroiden kannst du nicht einfach in Besitz nehmen. Prinzipiell könnten also alle 3 Teilnehmer anfangen zu buddeln, wenn nicht gerade einer davon über eine Technologie verfügt, mit der er den ganzen Asteroiden auf einmal zu "verarbeiten" kann (so etwas wie "abschleppen")
Im Übrigen ist "von der Erde" eine Hinzudichtung von Golem. Im Text ist immer nur von "Staaten" und "staatlichen Akteuren" die Rede. Insgesamt ist das aber sowieso nur der Entwurf eines luxemburgischen Gesetzes. Im Prinzip bedeutet das nur (wie übrigens auch schon der US-amerikanische Gesetzesentwurf):
1. Der Weltraum gehört niemanden, man kann sich aber Eigentum aneignen (Bergbau).
2. Bergbau muss von einem Staat genehmigt werden.
3. Wenn jemand von Luxemburg diese Genehmigung möchte, muss [dies und jenes] beachtet werden. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Moe479 14.11.16 - 15:27
genau und das ist nicht zu verwechseln mit dem recht des stärkeren ...
eines schiff: "he, ihr da drüben, auf dem lütten kahn, der pluto ist unser!"
anderes schiff: "nein ist er nicht, wir waren zuerst da!"
eines schiff: "nein, das wart ihr nicht!"
anderes schiff: "wer sagt das?"
eines schiff: "sagt unser nicht nur bergbaulaser!"
anderes schiff: "aber laut luxemburgischem ..."
WRRRRAHHHMMMM!!! - ein streifschuss versengt den bug des anderen schiffes ....
andres schiff: "... aye aye, ihr wart zuerst da!"
mal ehrlich, napoleon hatte armeen um seinem recht geltung zu verschaffen, luxemburg hat genau was noch einmal?
2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.11.16 15:36 durch Moe479. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: teenriot* 14.11.16 - 15:34
Luxemburg hat als erstes Rechtssicherheit mit sehr freundlichem angeschlossenem Gewinnparksektor. Also das was heutige Investoren glücklich macht.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28558/umfrage/volumen-der-handelsflotte-der-groessten-flaggenstaaten/
Was haben Panama, Liberia, Marshall-Inseln, Singapur, Malta, Bahamas?
Eben, freundliches Kapitalwetter. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Dwalinn 14.11.16 - 15:34
Natürlich ist es unwahrscheinlich das sich die Leute für den selben Asteroiden entscheiden. Aber Wenn keiner vom Anderen weiß könnte es rein Theoretisch passieren das sich da zwei Raumschiffe zum gleichen Ziel aufmachen..... und bei solchen Missionen kann man nicht mal schnell Plan B ausführen.
Zudem kann es auch sein das das ganze nur Lukrativ ist wenn man eine bestimmte Anzahl an Asteroiden abbaut, da wäre es schon ganz gut wenn die Claims vorher abgesteckt sind. (natürlich nur wenn auch ein eindeutiger Plan vorzeigbar ist der Zeitnah realisierbar ist) -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: teenriot* 14.11.16 - 15:41
Was passiert denn wenn zwei Fischtrawler aufeinandertreffen?
Nichts weiter, beide schauen was sie kriegen können
und hauen wieder ab. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Moe479 14.11.16 - 15:44
naja, nur werden diese flaggen ganz schnell eingeholt wenn der wind mal nicht von achtern bläst ...
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Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: teenriot* 14.11.16 - 16:01
Wann passiert das schon mal? Im südchinesischem Meer gibt es mal solche Situationen, aber da geht es um Gebietsansprüche, etwas was im All nicht in Frage kommt. Sollte ein Staat versuchen ein Stück Weltall zu besetzen und militärisch zu verteidigen dann hat dieser auf der Erde ein handfestes Problem mit dem Rest der Welt, solange es keine echte globale Hegemonialmacht gibt. Das gilt auch für die USA,.
Allein schon die potentiellen Rohstoffenmengen machen es schlich unwirtschaftlich da Zäune und Gartenzwerge aufstellen zu wollen. Zum nächsten Objekt weiterfliegen ist billiger.
(Gibt es Schätzungen welches Rohstoffpotential Asteroiden und co mengenmässig haben könnten? Ich hab einfach mal ins Blaue geschossen mit meiner Behauptung.)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.11.16 16:04 durch teenriot*. -
Re: "ein Staat auf der Erde"
Autor: Dwalinn 15.11.16 - 11:04
Nur ist das im Weltraum alles etwas teuer (zumindest Mittelfristig) da ist es nicht viel mit "hauen Wieder ab"
Bis es so weit ist und man wirklich diese gesetzte auch braucht vergeht noch einige Zeit, bis dahin wird das gesetzt eh noch angepasst.



