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Damit das Internet wieder zu einem freien, brauchbaren Ort wird, ...

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  1. Re: Damit das Internet wieder zu einem freien, brauchbaren Ort wird, ...

    Autor: theSens 02.04.19 - 00:03

    Sehen sie sich mal außerhalb der Blase um. Selbst im IT Bereich, da manchmal sogar noch schlimmer mit Gadget Freaks die jedes "smarte" Produkt haben müssrn, interessiert es die Masse nicht.
    DSGVO war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber ich glaube nicht, dass da mehr kommt.

    Man hat's doch erst wieder gesehen, mit der EU Urheberrecht Richtlinie, mit "digitalen" Themen fängt die Bevölkerung nichts an. Das ist nur Spielzeug. Wir schreien, dass doch eh soviele dagegen sind. Aber wenn 5 Mio eine Petition zeichnen, ist das 1%. Und wenn 200.000 auf die Straße gehen, 0.04%. (Ausgehend von 500 Mio. EU Bürgern) Das letztere ist ein Witz und ersteres für eine Online Petition auch nicht ernstzunehmen.
    Durch die Blase in der wir sitzen, in der vermutlich 80% interessiert und dagegen waren, glaubt man alle sind empört. Dabei hat's nichtmal gekitzelt.
    Fakt ist, wenn man sich außerhalb seines Tellerrandes umsieht, es interessiert keinen. Entweder weil es nicht verstanden wird, oder der Wille dazu garnicht da ist.

    Und bitte, Blase und Tellerrand sind nicht wertend von mir gemeint. Es ist Tatsache, dass wir alle in einer Meinungs- und Wissens-Blase sitzen, das ist einfach so. Und wer sich dagegen wehren kann hat meinen vollsten Respekt. Ich weiß wie schwer das ist, weil ich hart daran Arbeite auch mich selbst zu hinterfragen.

  2. Re: Damit das Internet wieder zu einem freien, brauchbaren Ort wird, ...

    Autor: gfa-g 02.04.19 - 02:58

    > Äxte töten Menschen? Nein Menschen töten Menschen. Die Axt zu verbietet
    > rettet nicht ein Leben.
    Menschen werden am durch ihre Umgebung geprägt. Das macht sie nicht perfekt, aber gewisse Normen können das eher zum Positiven oder Negativem wenden.

    Die aktuelle Mentalität tut eher Letzteres. Der Wert von Menschen insgesamt wird doch ständig herabgewürdigt, auf vielfältige Weise, vom Arbeitsmarkt über Werbung, und am Ende sind die Ziele diese Manipulation "selber Schuld".

    Der größte "unabhängige" Egoist zu werden, wird dagegen gefeiert.

    Das hat natürlich einen Einfluss auf den Durchschnitt und somit Auswirkungen auf alle.

  3. Re: Damit das Internet wieder zu einem freien, brauchbaren Ort wird, ...

    Autor: vollstorno 02.04.19 - 07:23

    Grundsätzlich ist es möglich eine breite Öffentlichkeit zu begeistern, davon bin ich überzeugt. Wie sie richtig sagen fehlt der Wille. Der normale Bürger ist nunmal kein politischer Aktivist und muss aus der Lethargie genötigt werden.
    Das Urheberrecht war zwar Thema in den Massen-/Leitmedien, aber viel zu spät und am nächsten Tag hinter 100 neuen Banalitäten sortiert.
    Die Schergen und Schleichwerber der Machteliten sind nicht daran interessiert die Bevölkerung aufklärend zu konfrontieren, teilweise recht komplexe Materie verständlich zu kommunizieren, und arbeiten sogar gezielt mit Desinformation bzw. tendenzieller Berichterstattung; den anderen will man schon längst an den Kragen. Hier hatten wir im öffentlich rechtlichen eine 10minütige Abhandlung um Mitternacht wenige Tage vor der Abstimmung - Schwachsinn wie "Kopftuchverbot" oder innenpolitische Querelen in UK bekommt eine Stunde zur Primetime. Der Aufschrei war trotzdem beachtlich, zumindest in den Subforen, vergleichbar mit Asylthemen und "das Netz lacht" Artikeln.

    Jeder Lobbyist in Brüssel hat mehr Einfluss als 100.000 Demonstranten in irgendeiner europäischen Hauptstadt. Effektive basisdemokratische Werkzeuge fehlen oder werden nicht beworben (es gibt durchaus gute Ansätze wie die Democracy App), e-voting steckt noch in den Kinderschuhen. Petitionen könnten aber müssen nicht behandelt werden bzw. werden einfach ignoriert (siehe auch "Bot-Problematik"). Ab und zu werden Anliegen, sofern es nicht wehtut, berücksichtigt. Ein Aktivist spricht folgerichtig von "degenerierter Demokratie".

    Die DSGVO ist gut gemeint und bringt punktuelle Verbesserungen. Praktisch haben wir oft kafkaeske Gebilde woran sich Forensiker jahrelang abarbeiten könnten. Andererseits werden KMUs abgemahnt weil die Wortstellung im Impressum fehlerhaft ist.

    "Ich weiß wie schwer das ist, weil ich hart daran Arbeite auch mich selbst zu hinterfragen." - Die Arbeit ist jedenfalls nicht umsonst. VG

  4. Re: Damit das Internet wieder zu einem freien, brauchbaren Ort wird, ...

    Autor: theSens 02.04.19 - 08:20

    Ihr erster Absatz ist vermutlich der Grund, warum ich glaube, dass es keinen Sinn hat. Man kommt als Einzelperson einfach nicht gegen die echten Massenmedien an. Uns kommt es viel vor, wenn bekannte Social Media Persönlichkeiten Millionen erreichen. Aber das Fernsehen erreicht immernoch viel mehr. Vielleicht ändert sich das, wenn unsere Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, den Großteil der Bevölkerung ausmacht. Aber bis dahin kommt die Politik wahrscheinlich auch darauf wie man die dezentralen Medien kontrolliert.

    Darum, bin ich der Meinung, dass sich erst was ändert, wenn direkte Folgen bemerkbar werden. Dann gibt es vielleicht wieder Interesse in der breiten Masse. Die wird aber nicht wissen, wie es soweit gekommen ist und wer Schuld hat. Und dadurch gefährlich manipulierbar. Ich seh einfach keine gute Zukunft in der westlichen Welt. Weiß aber nicht wo es besser sein könnte.

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