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Fachfrage
Autor: Sharra 06.03.21 - 20:59
Ich bin mir durchaus bewusst, dass dort eine niedrige Schwerkraft vorherrscht, und auch, dass das Ding keinen Turbomotor mit unendlicher Treibstoffversorgung hat.
Aber warum wird das Ding nicht für mehr ausgelegt? In 2 Jahren ein paar hundert Meter zuckeln, hier und dort ein Pröbchen, das kanns doch nicht sein, was die Technik heute zu leisten fähig wäre.
Ich erwarte ja gar nicht die Rally Mt. Olympus. Aber wenn man über die Kameras was Interessantes entdeckt, braucht man Monate bis dahin. -
Re: Fachfrage
Autor: sambache 06.03.21 - 22:14
Sharra schrieb:
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> Aber warum wird das Ding nicht für mehr ausgelegt? In 2 Jahren ein paar
> hundert Meter zuckeln, hier und dort ein Pröbchen, das kanns doch nicht
> sein, was die Technik heute zu leisten fähig wäre.
Vielleicht der lag von 10 min bei der Steuerung ;-)
Pilotrn vor Ort gibts ja noch nicht. -
Re: Fachfrage
Autor: Sharra 06.03.21 - 22:18
Das Ding bekommt doch sowieso seine Route hier berechnet, und dann aufgespielt. Fahren muss er dann schon selbst.
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Re: Fachfrage
Autor: Nycoon58 07.03.21 - 08:40
Der Artikel ist falsch. 200m stimmen nicht. Es ist 2 stelliger km Bereich zu erwarten. Und zum Thema permanenter Treibstoff läuft das ding auf einer Radionulidbatterie, also eigendlich immer verfügbar.
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Re: Fachfrage
Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 07.03.21 - 09:12
Nycoon58 schrieb:
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> Der Artikel ist falsch. 200m stimmen nicht. Es ist 2 stelliger km Bereich
> zu erwarten. Und zum Thema permanenter Treibstoff läuft das ding auf einer
> Radionulidbatterie, also eigendlich immer verfügbar.
Die 200m kann der Rover am Tag fahren. (Wenn keine anderen großen Verbraucher laufen. Moxie, das Sauerstoffgewinnungsexperiment, braucht etwa 300W, die Radionuklidbatterie liefert aber nur 100W.)
Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast (Seit August 2023 WIEDER DA!) zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/ -
Re: Fachfrage
Autor: Sharra 07.03.21 - 18:36
Nein, der Artikel ist nicht falsch. Nebensätze verstehen würde helfen.
Artikel: Beim Durchführen wissenschaftlicher Experimente soll das Mars-Fahrzeug Strecken von etwa 200 Metern pro Tag fahren.
Er SOLL 200m im Rahmen eines Experimentes fahren. Da steht nicht, dass er danach im Eimer wäre, und nur 200m seine Maximalreichweite wären.
Und so eine Atombatterie liefert zwar sehr lange konstant, aber nur sehr wenig Strom. Wenn du damit etwas von der Größe eines Autos betreiben willst, ist das schon am untersten Limit angesiedelt.
Oder um es anders auszudrücken: Würde man hierzulande ein E-Auto mit so einer Energiequelle anbieten, hätten die ganzen "Wäää Elektro ist Scheiße" Brüller endlich mal recht. -
Re: Fachfrage
Autor: schnedan 08.03.21 - 01:04
der Rover wird nur während des Tages betrieben - bei Nacht sehen die Kameras nix und somit kann die SW auch keine Hindernisse erkennen.
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Re: Fachfrage
Autor: schnedan 08.03.21 - 01:06
gibts da nicht was von Duracell? :-)
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Re: Fachfrage
Autor: Sharra 08.03.21 - 01:29
Gutes Argument gegen Nachtfahrten, aber inwiefern hindert dieser Umstand den Rover daran, tagsüber etwas fixer durch die Gegend zu fahren?
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Re: Fachfrage
Autor: jansa 08.03.21 - 10:46
Ich schätze es geht hier auch um die Gefahren abzuwägen. Stell dir vor der Rover fährt sich fest, das wäre eine Katastrophe. Denn die Einschätzung wo er fahren kann, hängt ja auch stark vom Untergrund hab und dieser ist nur durch Bilder/Video schwer einzuschätzen. Und dann müssen einige bei NASA ihr GO geben. Z.B. Sand verhält sich auf dem Mars ganz anders als hier auf der Erde. Dann muss auch entscheiden werden welche Forschung wo und wie lange durchzuführen ist. Das sind ja einige Geräte an Bord die verschiedene Prioritäten haben. Und dann stellt sich die Frage ist es überhaupt nötig einige Kilometer zurückzulegen. Ich denke es ist, wie so oft eine rein Organisatorische Frage. Vermutlich könnte er wesentlich schneller voran kommen aber wozu und ist es Wert? Für schöne und interessante Bilder sicherlich, aber auch Wissenschaftlich?
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Re: Fachfrage
Autor: Sharra 08.03.21 - 15:56
Eben das war ja die eingehende Frage. Man sieht - "janz weid draussen", was wirklich interessantes. Und dann fährt man. Und fährt....
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Re: Fachfrage
Autor: mtr (golem.de) 08.03.21 - 16:19
Hallo Nycoon58,
Die Grundlage des Artikels ist eine Pressemitteilung der Nasa. Dort heißt es: "Once the rover begins pursuing its science goals, regular commutes extending 656 feet (200 meters) or more are expected."
Viele Grüße
Moritz
Edit: Typo beseitigt
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.21 16:26 durch mtr (golem.de). -
Re: Fachfrage
Autor: sambache 08.03.21 - 16:26
Sharra schrieb:
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> Das Ding bekommt doch sowieso seine Route hier berechnet, und dann
> aufgespielt. Fahren muss er dann schon selbst.
Die Route ist halt nur 1m lang ;-) -
Re: Fachfrage
Autor: schnedan 09.03.21 - 08:20
Wie andere schon gesagt haben, liefert die Batterie wenig Leistung,
Außerdem hat man schon gelesen das auch bei dem Tempo die Räder schon leiden (kaputt gehen). Ich denke mal, höheres Tempo würde auch hier den Verschleiß erhöhen.
Außerdem sind die Verbauten Rechner nach heutigen Maßstäben recht langsam - ggf. schafft man es auch nicht bei mehr Tempo die Sensoren schneller aus zu werten -
Re: Fachfrage
Autor: Sharra 09.03.21 - 12:45
Das mit den Rädern höre ich ehrlich gesagt zum ersten mal. Hat man da so gespart? (oder müssen?)
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Re: Fachfrage
Autor: schnedan 09.03.21 - 19:21
nein, aber die Realität ist scheinbar härter als man angenommen und getestet hat und zum anderen halten die Rover länger als geplant.
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Re: Fachfrage
Autor: Sharra 10.03.21 - 02:32
Naja, das ist jetzt nicht der erste Rover da drüben. Man wusste schon recht genau, was die Dinger für Belastungen ausgesetzt sein werden.



