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Moon first wird für mich immer sympatischer

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  1. Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Stergro 20.04.22 - 15:55

    Es gibt unter Raumfahrtenthusiasten die alte Diskussion ob "Moon First" oder "Mars First" die bessere Strategie für die Besiedelung des Sonnensystems ist. Lange hat mir Mars First besser gefallen, man hat mehr Schwerkraft, eine echte (wenn auch dünne) Atmosphäre und einen Tag-Nacht-Rythmus. Generell eine viel bessere Welt um darauf dauerhaft zu leben

    Moon first hat aber den riesigen Vorteil, dass man an einem Ort ist, an dem man innerhalb von drei Tagen wieder zur Erde fliegen kann, wenn etwas schief geht. Ich denke eine Station an einem der dauerhaft beleuchteten Polen des Monds ist doch die bessere Idee. Dort kann man Technik erproben und viele der offenen Fragen der Apollo-Missionen endlich beantworten.

    Wenn das gut funktioniert und die Astronauten sich in einer kleinen Mondstation nicht gegenseitig umgebracht haben, dann sind wir bereit für eine Marsstation. Plus, wer auf dem Mond leben kann, der überlebt auch leichter auf ähnlichen Himmelskörpern wie den Jupitermonden, die knapp innerhalb der Reichweite des Starships liegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.04.22 16:00 durch Stergro.

  2. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: xSureface 20.04.22 - 16:04

    Mondbasis ist doch in Planung. Geht auch schneller zu errichten. Die Reise zum Mars dauert halt nen wenig länger.

  3. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Stergro 20.04.22 - 16:08

    Die Pläne der NASA wurden jetzt so oft umgeworfen, dass ich es erst glaube, wenn sie wirklich fliegen. SpaceX hat definitiv eher Mars first im Sinn, deswegen es ganz gut, dass sie für die NASA jetzt doch eine Mondrakete entwickeln, die sie von sich aus nie gebaut hätten.

  4. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: xSureface 20.04.22 - 16:13

    Space X baut nicht die Rakete, sondern den Mondlander. Ist nen kleiner Unterschied.
    Wobei die NASA dabei auch auf Raketen von Musk zurückgreifen könnte.

  5. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: WickedMann 20.04.22 - 17:26

    xSureface schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Space X baut nicht die Rakete, sondern den Mondlander. Ist nen kleiner
    > Unterschied.
    > Wobei die NASA dabei auch auf Raketen von Musk zurückgreifen könnte.

    Es gibt doch gar keine andere Möglichkeit als eine Super Heavy Booster, um den SpaceX Mondlander (Starship) ins All zu schicken ?

    Die NASA hat ja dahingehend gar nichts geplant.

  6. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: xSureface 20.04.22 - 17:46

    Der Mondlander ist als Oberstufe einer Starship konzipiert. Befördert aber keine Astronauten direkt in den Orbit. Geplant ist, dass der Mondlander in der nähe der Landezone im All "geparkt" wird und die Astronauten mit einer SLS Rakete andocken und dann umsteigen. Letztlich landen sie dann auf dem Mond. Nach der Mondlandung, nach einigen Tagen/Wochen Aufenthalt, fliegen sie dann mit einer SLS Rakete wieder zurück zur Erde. Der Mondlander ist in dem Sinne keine Rakete die gebaut wird, sondern ein Wohn und Landemodul. Der Mondlander wird nur eben so konzipiert, dass sie als Oberstufe auf ein Starship gesetzt werden kann.

  7. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Psy2063 21.04.22 - 08:40

    Stergro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moon first hat aber den riesigen Vorteil, dass man an einem Ort ist, an dem
    > man innerhalb von drei Tagen wieder zur Erde fliegen kann, wenn etwas
    > schief geht.

    es geht Musk aber nicht darum, möglichst schnell wieder nach Hause zu können, sondern einen Ort zu schaffen an dem die Menschheit überleben kann wenn auf der Erde etwas schief geht

  8. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Stergro 21.04.22 - 08:50

    Klar, aber um diesen Ort zu bauen, muss man erst einmal das Leben im Weltraum lernen, und beim Lernen gehen Dinge schief. Ich würde mich sehr viel wohler fühlen, wenn es vor der ersten permanenten Station auf dem Mars erst einmal 20 Jahre Erfahrung über das Leben in Stationen auf der Oberfläche von anderen Himmelskörpern gibt. Eine Katastrophe könnte die politische Stimmung für eine Besiedelung komplett kippen und das Projekt beenden.

  9. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Psy2063 21.04.22 - 08:54

    Stergro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mich sehr
    > viel wohler fühlen, wenn es vor der ersten permanenten Station auf dem Mars
    > erst einmal 20 Jahre Erfahrung über das Leben in Stationen auf der
    > Oberfläche von anderen Himmelskörpern gibt.

    Aber haben wir so viel Zeit? Bzw können wir es uns noch leisten uns die zu nehmen? Meiner Meinung nach sollte selbst der Mars nur ein Zwischenschritt sein.

  10. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Stergro 21.04.22 - 09:14

    Risikomanagement ist schwierig, wenn das Worstcase Szenario "Ausrottung alles Lebens auf unseren Planeten" ist, das ist schon klar. Gleichzeitig wissen wir, dass das Problem eher über Jahrtausende gelöst werden muss und wirklich schlimme Ereignisse nur extrem selten auftreten. Die Mathematik dahinter gibt uns also doch ein wenig Spielraum und ich finde schon, dass man sich einige Jahrzehnte nehmen kann, um die Dinge richtig zu machen.

    Wichtig ist, dass man dauerhaft und konsequent in diese Richtung arbeitet, und das wird nur klappen, wenn es keine katastrophalen Rückschläge geben wird. Trotz meines Pessimismus hoffe ich auf Menschen auf dem Mars in 2033, nur eine dauerhaft Station sollte IMO noch ein wenig länger warten.

  11. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Dwalinn 21.04.22 - 09:43

    Zumal selbst gewaltige Katastrophen wie die die zur Auslöschung der (meisten) Dinos geführt hat heutzutage nicht die ganze Menschheit auslöschen würde.

  12. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: xSureface 21.04.22 - 10:05

    Nö, die ganzen Politiker würden überleben, sofern sie nicht grad am Strand brutzeln.

  13. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: Baumpaul 21.04.22 - 11:51

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > es geht Musk aber nicht darum, möglichst schnell wieder nach Hause zu
    > können, sondern einen Ort zu schaffen an dem die Menschheit überleben kann
    > wenn auf der Erde etwas schief geht

    Der Mars wird NIE ein Ort sein, an dem die Menschheit besser überleben kann als auf der Erde. So kaputt kriegt man die selbst wenn man's drauf anlegt nicht...

  14. Re: Moon first wird für mich immer sympatischer

    Autor: honk 21.04.22 - 16:20

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber haben wir so viel Zeit? Bzw können wir es uns noch leisten uns die zu
    > nehmen? Meiner Meinung nach sollte selbst der Mars nur ein Zwischenschritt
    > sein.
    Zum einen wird ein dauerhaftes autarkes Leben auf dem Mars auch dann nicht schneller möglich sein, wenn wir da als erstes hinfliegen. Damit da ein paar Wohnwagen aufzustellen ist es nicht getan, es ist noch jede menge Grundlagenforschung nötig, die man auch woanders machen kann.

    Zum andern wird es, wenn überhaupt, nur für sehr wenige Menschen in strahlengeschützen Bunkern möglich sein dort zu überleben. Zu diesem 0,00001 % der Menschen werden weder du noch ich gehören. Sollte das überleben der Menschheit wirklich an dieser Elite hängen, die dann dorthin fliegen darf, weil wir unseren Planten unbewohnbar gemacht haben, kann die Spezies Mensch von mir aus auch gerne den Küchenschaben Platz machen.

    Also ja, wir haben noch jede Menge Zeit. Die Sonne scheint noch ein paar Millarden Jahre, und um die gesamte Menschheit auszulöschen müsste die Erde schon mit einem kleinem Mond zusammenstoßen, ein einfacher Meteorit wie der bei den Dinos mag vielleicht 95% der Menschheit auslöschen, aber danach wird die Erde immer noch lebenswerter als der Mars sein.

    Wenn in 10.000 Jahren das erste Generationschiff mit Menschen startet, die dann längst den Altersprozess besiegt haben und nahezu unsterblich sind, ist das noch früh genug um die Menschheit zu retten. Bis dahin müssen wir aber Kleinigkeiten wie die Klimakriese, die Welternährung und Verhinderung eines Atomkrieges auf die Reihe kriegen, sonst wird das nichts.

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