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Wenn ich das höre

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  1. Wenn ich das höre

    Autor: Freak126 10.02.20 - 20:01

    Frage ich mich was die Politik bis dato gemacht hat? Ok außer meckern.
    Die Telekom gibt seit Jahren an das ISDN wegfallen wird. Als Alternative bietet sie jedem Kunden einen MSAN POTS Anschluss (Analog) an.
    Für Unternehmen ist es natürlich doof wenn es jetzt nicht mehr den Anlagenanschluss gibt da SipTrunk über DSL nicht verfügbar.
    Aber:
    -wer verweigert den Kunden einen SDSL Anschluss zu beauftragen.
    -was haben die Gemeinden getan um frühzeitig schnelles Internet ins Dorf/Stadt/Bauernhof zu bringen? Fördergelder beantragt?
    Gibt es vielleicht einen Regionalen Anbieter der die FTTC Ausschreibung gewonnen hat und nicht in die pushen kommt?
    Aber hey. Telekom ist natürlich erstmal an alles schuld.

  2. Re: Wenn ich das höre

    Autor: mibbio 10.02.20 - 20:29

    Es ist aber trotzdem die Kritik erlaubt, warum die Telekom ohne Ausnahme alle vorhandenen Kunden auf IP-Telefonie umstellt, mit dem Wissen, dass die Kapazität der eigenen Infrastruktur dafür in manchen Gebieten gar nicht ausreicht.

  3. Re: Wenn ich das höre

    Autor: Bonarewitz 10.02.20 - 20:45

    mibbio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist aber trotzdem die Kritik erlaubt, warum die Telekom ohne Ausnahme
    > alle vorhandenen Kunden auf IP-Telefonie umstellt,
    Es gibt keine ISDN-Karten und sonstige Baugruppen mehr für die Technik.
    Durch die Umstellung ausgebaute Karten müssen schon seit Jahren zur Instandhaltung herhalten.
    Und für eine Handvoll Kunden die gesamte Plattform mit immensen Lizenzkosten und ohne Aussicht auf Ersatzteile weiterzubetreiben wäre wirtschaftlich wahnsinn.

    > mit dem Wissen, dass die
    > Kapazität der eigenen Infrastruktur dafür in manchen Gebieten gar nicht
    > ausreicht.
    Die Infrastruktur reicht für die Grundversorgung mit Teilnehmeranschluessen.
    Dass in seltenen Fällen kein ISDN nicht mehr möglich ist, ist ärgerlich, aber hier scheint ja jetzt eine Marktlücke zu sein.
    Jeder darf ausbauen. Alle motzen über die Telekom.

  4. Re: Wenn ich das höre

    Autor: mifritscher 10.02.20 - 21:06

    Die Misere war aber absehbar - seit min. 10 Jahren. Siehe dazu auch meinen Beitrag unter https://forum.golem.de/read.php?132499,5589972,5590042 . Wenn die Telekom wollte wäre das u.A. mit Annex L problemlos machbar.

  5. Re: Wenn ich das höre

    Autor: mibbio 10.02.20 - 21:19

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Infrastruktur reicht für die Grundversorgung mit
    > Teilnehmeranschluessen.
    Genau das scheint ja laut Artikel in einigen Teilen des Netzes des Problem zu sein: ISDN fällt weg, obwohl die Leitung für IP-Telefonie "zu schlecht" ist.

    > Dass in seltenen Fällen kein ISDN nicht mehr möglich ist, ist ärgerlich,
    > aber hier scheint ja jetzt eine Marktlücke zu sein.
    > Jeder darf ausbauen. Alle motzen über die Telekom.
    Um den Wegfall von ISDN an sich ging es im Artikel ja gar nicht, sondern dass manche Kunden aus o.g. Grund danach komplett ohne irgendwas da stehen.

  6. Re: Wenn ich das höre

    Autor: mushid0 10.02.20 - 22:23

    So ein blödsinn „die notwendige vdsl technik für voip“
    Voip läuft auch mit 2 mbit sdsl. G722 benötigt 64kbit

  7. Re: Wenn ich das höre

    Autor: Tet 10.02.20 - 23:09

    Freak126 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > -wer verweigert den Kunden einen SDSL Anschluss zu beauftragen.

    Wer bezahlt die Anschlusskosten?

  8. Re: Wenn ich das höre

    Autor: /lib/modules 11.02.20 - 00:12

    Öh, hast du den Text überhaubt gelesen? Dieser Laden schaft es 2020 nicht mal ausreichend Internet zu liefern obwohl sie ihre eingenen Produkte abschalten. Da waren Kunder vorher besser dran und können bald die Bude zusperren, weil nicht mal mehr Internet da ist.

    Wie viel schlechter kann ein DSL Anbieter den noch sein, klar tret ich da den lokalen Politikern auf die Füße und geh den Behörden auf die Nerven.

  9. Re: Wenn ich das lese

    Autor: mark.wolf 11.02.20 - 07:41

    Die Aufgabe der Gemeinden ist sicher nicht, den Anwohnern entsprechende Breitbandanschlüsse zur verfügung zu stellen. Hätte man das aber vor Jahrzehnten den Kommunnen übertragen und nicht den Telekomikern überlassen, dann sehe die Situation heute nicht so Verfahren und traurig aus.

    Ein SDSL Anschluß bringt leider gar nichts, solange keine entsprechende Kabel- oder Faserinfrastruktur vorhanden ist. SDSL mit 128 kbit/s ist bestimmt prickelnd.

    Die Telekom hat eine funktionoierende Infrastruktur aka ISDN einfach aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Gier aufgegeben, ohne den Kunden brauchbare Alternativen anzubieten. Kann man so machen, braucht sich aber im Nachhinein nicht wundern, an den Pranger gestellt zu werden.

    Schmankerl: Als ich meinen Telekom Anschluß gekündigt habe, weil eben diese Telekom keine Bandbreite liefern konnte, hat mich das Marketing der Telekom gefragt, ob sie sich in Zukunft nochmal bei mir melden dürfen. Ich habe geantwortet: Auf jeden Fall, sobald sie FTTH anbieten können. Antwort: Dann alles Gute. Jeder weiterer Kommentar erübrigt sich dann.

  10. Re: Wenn ich das höre

    Autor: Mett 11.02.20 - 08:22

    Es gibt aber ISDN-Karten für MSAN genauso wie es POTS-Karten gibt. Man könnte also durchaus ISDN auf der aktuellen Plattform anbieten.

  11. Re: Wenn ich das lese

    Autor: Mett 11.02.20 - 08:24

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein SDSL Anschluß bringt leider gar nichts, solange keine entsprechende
    > Kabel- oder Faserinfrastruktur vorhanden ist. SDSL mit 128 kbit/s ist
    > bestimmt prickelnd.

    SDSL arbeitet mit Zwischenregeneratoren und darüber lassen sich symmetrische 10 Mbit-Anschlüsse auch auf langen TAL anbieten.

  12. Re: Wenn ich das höre

    Autor: PeterTasse 11.02.20 - 08:53

    mushid0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein blödsinn „die notwendige vdsl technik für voip“
    > Voip läuft auch mit 2 mbit sdsl. G722 benötigt 64kbit

    Das kann in der Theorie sein. Die Praxis sieht aber deutlich anders aus.
    Aus erster Hand das folgende Beispiel.
    DSL direkt von Anfang an. Sehr stabil und irgendwann konnte man auf wahnsinnig gute 16000Mbit hochstufen. Mit ISDN eine perfekte Kombination als Selbstsändiger bei der Telekom.
    Irgendwann kam VDSL. Bringt einem nichts wenn immer noch nur 16000 am Ende der Leitung angeboten werden. Mit der Zeit wurde die Leitung immer instabiler. Sie bricht öfters komplett zusammen und die Geschwindigkeit schwankt zwischen zweistelligen Kbit zahlen bis zu einigen Mbit, falls sie nicht einfach gar nicht geht. Die Telekom war mehr als einmal da um das Problem zu lösen. Und jeder abfällige Kommentar der Techniker verstummte nach einiger Zeit.
    Da die Telekom trotz der Probleme auf VoIP umstellen wollte, hat man auf eine lokalen Anbieter umgestellt mit festem ISDN. DSL bleibt genau so mies, trotz verschiedener neuer Router. Daher eine Unstellung mit LTE als Zusatz. LTE, ISDN und schwaches DSL sind ne zuverlässige Kombination.

    Und egal wie oft man von der Telekom hört, dass man ja nicht viel braucht für VoIP und das ja so viel praktischer ist. Aus den Erfahrungen mit DSL bei der Telekom lernt man, dass die Praxis weit entfernt ist von der Theorie. Verlass auf DSL, niemals. Selbst an anderen Standorten fällt DSL (250Mbit) oft genug kurz aus. ISDN läuft immer. Ich kann jeden verstehen, der sich gegen VoIP wehrt. Billig für die Provider, ein Horror für die Kunden.

  13. Re: Wenn ich das lese

    Autor: nweeiqr 11.02.20 - 09:04

    mark.wolf schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Die Aufgabe der Gemeinden ist sicher nicht, den Anwohnern entsprechende
    > Breitbandanschlüsse zur verfügung zu stellen.

    Natürlich ist es Aufgabe der Gemeinde dafür zu sorgen, dass die Gemeinde Lebenswert, fortschrittlich und Wirtschaftlich attraktiv bleibt. Dazu gehört auch vorausschauende Infrastruktur Politik zu betreiben. Das unsere Gemeinde beispielsweise von der DG ausgebaut wurde, ist hauptsächlich auf die Initiative unseres Bürgermeisters zurückzuführen. Es mag kein Gesetz geben das die Gemeinde dazu verpflichtet, aber das gilt auch für 95% der anderen Baumaßnahmen die in so einer Gemeinde anfallen und diese erst lebenswert machen. Internet und Telefonie ist für Privatkunden und Gewerbetreibende heute genauso wichtig wie der Zugang zu Strom. Wenn ein Haus vermietet wird ist die erste Frage, ob Breitband anschluss vorhanden ist. Man muss hier einfach mal die Lebensrealität anerkennen.

  14. Re: Wenn ich das lese

    Autor: ssj3rd 11.02.20 - 09:06

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Aufgabe der Gemeinden ist sicher nicht, den Anwohnern entsprechende
    > Breitbandanschlüsse zur verfügung zu stellen. Hätte man das aber vor
    > Jahrzehnten den Kommunnen übertragen und nicht den Telekomikern überlassen,
    > dann sehe die Situation heute nicht so Verfahren und traurig aus.
    >
    > Ein SDSL Anschluß bringt leider gar nichts, solange keine entsprechende
    > Kabel- oder Faserinfrastruktur vorhanden ist. SDSL mit 128 kbit/s ist
    > bestimmt prickelnd.
    >
    > Die Telekom hat eine funktionoierende Infrastruktur aka ISDN einfach aus
    > Gründen der Wirtschaftlichkeit und Gier aufgegeben, ohne den Kunden
    > brauchbare Alternativen anzubieten. Kann man so machen, braucht sich aber
    > im Nachhinein nicht wundern, an den Pranger gestellt zu werden.
    >
    > Schmankerl: Als ich meinen Telekom Anschluß gekündigt habe, weil eben diese
    > Telekom keine Bandbreite liefern konnte, hat mich das Marketing der Telekom
    > gefragt, ob sie sich in Zukunft nochmal bei mir melden dürfen. Ich habe
    > geantwortet: Auf jeden Fall, sobald sie FTTH anbieten können. Antwort: Dann
    > alles Gute. Jeder weiterer Kommentar erübrigt sich dann.

    JEDER Anbieter hat das ISDN Netz aufgegeben, Jeder einzelne in Deutschland! Nicht nur die böse böse Telekom....

  15. Re: Wenn ich das höre

    Autor: mifritscher 11.02.20 - 09:42

    Ohne die Telekom geht und ging in Sachen ISDN rein garnichts...

  16. Re: Wenn ich das höre

    Autor: Paule 11.02.20 - 10:19

    mibbio schrieb:
    -------------------------------------------
    > Um den Wegfall von ISDN an sich ging es im Artikel
    > ja gar nicht, sondern dass manche Kunden aus
    > o.g. Grund danach komplett ohne irgendwas da stehen.

    Die Kunden stehen nur dann "komplett ohne etwas da", wenn sie die Kündigungsschreiben der Telekom einfach ignoriert haben, statt sich zu melden und Lösungen zu suchen oder ein neues Produkt zu beauftragen.

    Jeder der Betroffenen hätte mindestens noch analoge Telefonanschlüsse erhalten können, wäre dann zwar nicht mehr mit ISDN versorgt gewesen, hätte aber auch nicht "komplett ohne etwas" da gestanden.

  17. Re: Wenn ich das höre

    Autor: LinuxMcBook 11.02.20 - 18:13

    /lib/modules schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Öh, hast du den Text überhaubt gelesen? Dieser Laden schaft es 2020 nicht
    > mal ausreichend Internet zu liefern obwohl sie ihre eingenen Produkte
    > abschalten. Da waren Kunder vorher besser dran und können bald die Bude
    > zusperren, weil nicht mal mehr Internet da ist.
    Hast du den Artikel überhaupt verstanden? Ich glaube mittlerweile eher nicht...
    Die genannten Firmen haben schon seit Jahren nur einen ISDN Anschluss, da war auch in der Vergangenheit kein ausreichendes Internet möglich.
    Den Firmen dort fällt jetzt nur auf die Füße, dass sie sich seit 10 Jahren!!! nicht um eine Nachfolgetechnik gekümmert haben. Aber es ist bei jeder Umstellung das gleiche, gehandelt wird erst kurz vor Schluss, dann ist es zu spät. Siehe z.B. DSGVO oder Bon-Pflicht...


    > Wie viel schlechter kann ein DSL Anbieter den noch sein, klar tret ich da
    > den lokalen Politikern auf die Füße und geh den Behörden auf die Nerven.
    Bei den Lokalpolitikern bist du dann auch schon an der richtigen Adresse. Die sind für Internet in der Gemeinde verantwortlich!
    Nochmal: Die Telekom hat keine Versorgungspflicht für DSL!

  18. Re: Wenn ich das lese

    Autor: LinuxMcBook 11.02.20 - 18:15

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom hat eine funktionoierende Infrastruktur aka ISDN einfach aus
    > Gründen der Wirtschaftlichkeit und Gier aufgegeben, ohne den Kunden
    > brauchbare Alternativen anzubieten. Kann man so machen, braucht sich aber
    > im Nachhinein nicht wundern, an den Pranger gestellt zu werden.

    Ich hoffe, dass du dir deinen Arbeitsplatz oder deine Wohnung nicht aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt hast. Ansonsten: ab an den Pranger mit dir!

  19. Re: Wenn ich das höre

    Autor: mifritscher 11.02.20 - 18:48

    @LinuxMcBook: Wenn ich mobil überall stabile 128 KBit/s mit ISDN-artiger Latenz hätte - ich würde vor Freude ausflippen. Für alles außer Video, größere Downloads und hoffnungslos überladene Seiten (und das sind leider immer mehr...) reicht das dicke.

  20. Re: Wenn ich das höre

    Autor: Faksimile 11.02.20 - 19:09

    Die Telekom ist in der Mehrzahl der Fälle eben "Schuld" weil üblicherweise die CuDA Anschlussleitungen im Eigentum der genannten Telekom stehen!
    Und da kann nun mal niemend anderes als die Telekom selber drüber verfügen. Und dummerweise war nur mal der Rechtvorgänger der Telekom die damalige Post ein Staatsbetrieb mit staatlich geschütztem Monopol.

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