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"Schaden"

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  1. "Schaden"

    Autor: mbirth 20.02.17 - 20:03

    Kann man vielleicht erstmal festlegen, dass das Nicht-Eintreffen von erträumten oder aus Kaffeesatz gelesenen Verkaufserlösen kein "Schaden" ist?

    Ich meine, wenn ich was bei eBay für einen überteuerten Preis einstelle und niemand kauft das … kann ich ja auch keinen "Schaden" geltend machen. Bei der Musik- und Filmindustrie hingegen scheint das überhaupt kein Problem zu sein.

  2. Re: "Schaden"

    Autor: laserbeamer 20.02.17 - 20:52

    Also Klage wegen unlauteren Wettbewerbes?

  3. Re: "Schaden"

    Autor: Poison Nuke 20.02.17 - 21:04

    also eigentlich treffen alle Anklagen so nicht zu. Er selbst hat keine Urheberrechtsverletzung begangen und auch keinen Betrug... wen sollte er betrogen haben?

    Er hat lediglich Beihilfe zu einer Strafttat geleistet, indem er offenkundlich nichts gegen die illegale Nutzung seiner Plattform getan hat.

  4. Re: "Schaden"

    Autor: User_x 20.02.17 - 21:10

    die amis haben eben ein verschobenes rechtsempfinden. beweist sich ja auch jeden tag aufs neue.

  5. Re: "Schaden"

    Autor: crazypsycho 20.02.17 - 21:14

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also eigentlich treffen alle Anklagen so nicht zu.

    Das weiß man allerdings nicht. Ihm wird ja auch Geldwäsche und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Wobei letzteres eigentlich nicht zutreffen kann, da die USA ihm das vorwirft. Und in den USA ist er nicht ansässig, also kann er dort auch keine Steuern hinterzogen haben.

  6. Re: "Schaden"

    Autor: cuthbert34 20.02.17 - 22:31

    mbirth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann man vielleicht erstmal festlegen, dass das Nicht-Eintreffen von
    > erträumten oder aus Kaffeesatz gelesenen Verkaufserlösen kein "Schaden"
    > ist?
    >
    > Ich meine, wenn ich was bei eBay für einen überteuerten Preis einstelle und
    > niemand kauft das … kann ich ja auch keinen "Schaden" geltend machen.
    > Bei der Musik- und Filmindustrie hingegen scheint das überhaupt kein
    > Problem zu sein.

    Ich finde dein Beispiel falsch. Angenommen du machst ein Foto oder mals ein Bild. Das bietest du nun zum Erwerb an. Sagen wir für 100 Euro. Jetzt denken sich einige, sieht cool aus, ich kann mir nen Druck im Netz runterladen oder sogar kaufen. In beiden Fällen hast du das nicht genehmigt und erhälst 0 Euro. Die Käufer/Downloader sagen jetzt, ja ok, das Bild ist schon geil, aber für 100 Euro hätte ich es mir nie gekauft. Jetzt kannst du freilich sagen, wo ist da ein Schaden. Aber ernsthaft empfinde ich die Frage nicht. Ich bin der Meinung, wer sich nun über den Rechteinhaber aufregt, der versteht irgendwas mutwillig falsch. Das Bild hätte nicht unerlaubt vervielfältigt werden dürfen. Punkt. Nur weil kein physischer Schaden entsteht, im Sinne von, ich mopse ein gerahmtes Bild aus nem Lagerraum, kann ich es doch aber nicht bagatellisieren. Ich finde sowas sonst einfach nur naiv hoch 10.

  7. Re: "Schaden"

    Autor: Anonymer Nutzer 20.02.17 - 22:42

    mbirth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann man vielleicht erstmal festlegen, dass das Nicht-Eintreffen von
    > erträumten oder aus Kaffeesatz gelesenen Verkaufserlösen kein "Schaden"
    > ist?
    >
    > Ich meine, wenn ich was bei eBay für einen überteuerten Preis einstelle und
    > niemand kauft das … kann ich ja auch keinen "Schaden" geltend machen.
    > Bei der Musik- und Filmindustrie hingegen scheint das überhaupt kein
    > Problem zu sein.

    Zuerst mal: nur weil ein Wirtschaftsgut - egal ob materiell oder immateriell - nicht Deinen Preisvorstellungen entspricht, darfst Du es dir nicht für einen beliebigen Preis nehmen, sofern der Verkäufer nicht damit einverstanden ist. Und schon gar nicht für lau.

    Beispiel: Du schreibst ein Buch. Jahrelang. In jeder freien Minute. Du hast einen Verleger gefunden, der bringt das Buch in die Läden. Dort liegt es, und verkauft sich (ob gut oder schlecht spielt keine Rolle). Eines Tages nimmt jemand dieses Buch, scannt es ein, legt es zu einem Hoster, und tausende und abertausende, zehntausende, MILLIONEN!!!! laden das Buch runter, lesen es, finden es gut - oder auch nicht.

    Irgendwann hörst Du davon (Du bist der Autor!), und fragst dich, ob Du jetzt an dem per "alternativen Vertriebsweg" an die potentielle Kundschaft ungewollt gebrachten Buch auch etwas verdienst. Nö, nix, nada, Null Euro.

    Fakt ist, Du hast natürlich keinen messbaren Verlust, da es natürlich nicht sicher ist, ob auch alle der Fans das Buch auch tatsächlich im Laden gekauft hätten / kaufen würden. Dennoch haben sehr viele potentielle Leser Dein Buch genossen aber nichts dafür gezahlt.

    Findest Du das WIRKLICH in Ordnung? Ganz ehrlich? Bitte denk darüber nach. Wenn Deine Antwort "ja, das ist in Ordnung" lauten sollte, dann denke bitte ein zweites mal, und noch etwas länger darüber nach. Schlaf mal ein paar Nächte darüber. Mehr will ich gar nicht.

    Gruß

    kg

  8. Re: "Schaden"

    Autor: LinuxMcBook 20.02.17 - 23:05

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die amis haben eben ein verschobenes rechtsempfinden. beweist sich ja auch
    > jeden tag aufs neue.

    In deren Rechtsprechung geht es eben viel mehr um Strafe, oder gar Rache, als z.B. bei uns.
    Bei uns sind z.B. die Zivilprozesse ausschließlich auf Schadensausgleich ausgelegt, da es einer Privatperson nicht zusteht, andere zu bestrafen.
    In den USA gibt es bei Zivilprozessen auch den Faktor Strafe, deswegen die höheren Geldsummen.

    Dann kommt noch hinzu, dass man immer noch die Juryprozesse hat, sei es als bessere Rechtfertigung für schlechte Urteile oder als falsch verstandenes Demokratiedenken (guckt lieber mal ins Weiße Haus).
    Allerdings sind die Beweise heutzutage so technisch und komplex, dass selbst Richter da Probleme haben dürften, die ihr ganzes Leben nichts anderes machen. Und dann soll die Hausfrau ein faires Urteil fällen können? Von der emotionalen Komponente will ich gar nicht erst anfangen.

  9. Re: "Schaden"

    Autor: urghss 21.02.17 - 08:38

    FalschesEnde schrieb:
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    > mbirth schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann man vielleicht erstmal festlegen, dass das Nicht-Eintreffen von
    > > erträumten oder aus Kaffeesatz gelesenen Verkaufserlösen kein "Schaden"
    > > ist?
    > >
    > > Ich meine, wenn ich was bei eBay für einen überteuerten Preis einstelle
    > und
    > > niemand kauft das … kann ich ja auch keinen "Schaden" geltend
    > machen.
    > > Bei der Musik- und Filmindustrie hingegen scheint das überhaupt kein
    > > Problem zu sein.
    >
    > Zuerst mal: nur weil ein Wirtschaftsgut - egal ob materiell oder
    > immateriell - nicht Deinen Preisvorstellungen entspricht, darfst Du es dir
    > nicht für einen beliebigen Preis nehmen, sofern der Verkäufer nicht damit
    > einverstanden ist. Und schon gar nicht für lau.
    >
    > Beispiel: Du schreibst ein Buch. Jahrelang. In jeder freien Minute. Du hast
    > einen Verleger gefunden, der bringt das Buch in die Läden. Dort liegt es,
    > und verkauft sich (ob gut oder schlecht spielt keine Rolle). Eines Tages
    > nimmt jemand dieses Buch, scannt es ein, legt es zu einem Hoster, und
    > tausende und abertausende, zehntausende, MILLIONEN!!!! laden das Buch
    > runter, lesen es, finden es gut - oder auch nicht.
    >
    > Irgendwann hörst Du davon (Du bist der Autor!), und fragst dich, ob Du
    > jetzt an dem per "alternativen Vertriebsweg" an die potentielle Kundschaft
    > ungewollt gebrachten Buch auch etwas verdienst. Nö, nix, nada, Null Euro.
    >
    > Fakt ist, Du hast natürlich keinen messbaren Verlust, da es natürlich nicht
    > sicher ist, ob auch alle der Fans das Buch auch tatsächlich im Laden
    > gekauft hätten / kaufen würden. Dennoch haben sehr viele potentielle Leser
    > Dein Buch genossen aber nichts dafür gezahlt.
    >
    > Findest Du das WIRKLICH in Ordnung? Ganz ehrlich? Bitte denk darüber nach.
    > Wenn Deine Antwort "ja, das ist in Ordnung" lauten sollte, dann denke bitte
    > ein zweites mal, und noch etwas länger darüber nach. Schlaf mal ein paar
    > Nächte darüber. Mehr will ich gar nicht.
    >
    > Gruß
    >
    > kg

    So wie du es schreibst klingt es so als ob Star Wars 7 in die Kinos kam, 100.000 Personen den Film angeschaut haben, und die restlichen 800.000.000 Millionen Menschen diesen als Download gezogen hätten für lau. Dem ist jedoch nicht so, der anteil derer die Raub*Mord*Kopieren ist vergleichsweise klein, im vergleich zu den Käufern.

    Jedoch sollten wir einfach mal das Gesamtbild betrachten. Spiele werden Qualitativ immer schlechter, Demos/Trailer sind oftmals nur spannende Szenen bzw. gerenderter mist der nicht im entferntesten dem Spiel entspricht, und zum teil mit fürchterlichen DRM zugebombt wird, und ein Spiel am ende teils unspielbar ist weil der Server mal wieder einknickt.

    Mein persönliches Highlight war Farcry 3 (mit Coop). Das Tolle Spiel wurde auf Steam gekauft, also runterladen und Starten, ohh wait.... erstmal UPlay laden, Account basteln und einloggen.... mhhh Login geht nicht, Server ist zu. Das Spiel ging relativ lange das dieser UPlay Client regelmäßig abgestürzt ist, sich nicht verbunden hat oder dich mitten im Spiel aus einem Coop Game katapultiert hat weil deine Freundesliste auf einmal weg war.

    Das ist nicht das einzige Spiel was derartige Probleme hat, aber kein Thema, nun kann ich ja das Spiel das mir nicht gefällt zurückgeben... öhmm irgendwie doch nicht... aber hey, ich habe ja 60¤ hingelegt, dann kann ich es bestimmt verkaufen.... ohh doch nicht, ist ja an meinen super DRM Account gebunden. Fazit von vielen Spielen, als Kunde wirst du gegängelt ohne ende, ohne wirklich eine Möglichkeit was dagegen zu unternehmen wenn du das Produkt schon bezahlt hast.

    Darüber hinaus, das scheint einigen nicht klar zu sein, zahlen wir für jedes Stück Hardware mit Speicherplatz eine Pauschalabgabe.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalabgabe

    Ein Handy kostet 4 ¤, sobald ein Touchscreen dabei ist schon 11¤. Jede CD, DVD, USB-Stick, Festplatte, Telefon, Drucker etc. etc. etc. Du zahlst bereits abgaben ohne auch nur irgendwas drauf geladen zu haben.

    Laut folgendem Link:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77637/umfrage/absatzmenge-fuer-smartphones-in-deutschland-seit-2008/

    Wurden 2016 ca. 28 Millionen Smartphone Verkäufe in Deutschland erwartet. Laut der Tabelle der Pauschalabgabe sind das pro Gerät > 8 GB Speicher 36¤.

    Ab 1. Januar 2011 [12]
    ohne Touchscreen: 12,00 ¤
    mit Touchscreen und weniger als 8 GB Speicherkapazität: 16,00 ¤
    mit Touchscreen und 8 GB Speicherkapazität oder mehr: 36,00 ¤

    Wenn mein Taschenrechner mich nicht verlässt, sind das über 1 Milliarde ¤ Pauschalabgabe die an Rechteinhaber gehen. Nur Smartphones, da sind keine Festplatten dabei etc.

    Wenn die Urheber wirklich Geld sehen wollen, wenn die Musiker, Autoren, Gamedesigner etc. am ende Geld sparen wollen, sollten die mal bei dem Wasserkopf anfragen den die Urheber mitfinanzieren. Raub*Mord*Kopierte Spiele, Filme, Serien, Musik etc. dürften deren geringstes Übel, und definitiv nicht der Grund warum die pleite gehen.

  10. Re: "Schaden"

    Autor: S-Talker 21.02.17 - 08:38

    cuthbert34 schrieb:
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    > mbirth schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann man vielleicht erstmal festlegen, dass das Nicht-Eintreffen von
    > > erträumten oder aus Kaffeesatz gelesenen Verkaufserlösen kein "Schaden"
    > > ist?
    > >
    > > Ich meine, wenn ich was bei eBay für einen überteuerten Preis einstelle
    > und
    > > niemand kauft das … kann ich ja auch keinen "Schaden" geltend
    > machen.
    > > Bei der Musik- und Filmindustrie hingegen scheint das überhaupt kein
    > > Problem zu sein.
    >
    > Ich finde dein Beispiel falsch. Angenommen du machst ein Foto oder mals ein
    > Bild. Das bietest du nun zum Erwerb an. Sagen wir für 100 Euro. Jetzt
    > denken sich einige, sieht cool aus, ich kann mir nen Druck im Netz
    > runterladen oder sogar kaufen. In beiden Fällen hast du das nicht genehmigt
    > und erhälst 0 Euro. Die Käufer/Downloader sagen jetzt, ja ok, das Bild ist
    > schon geil, aber für 100 Euro hätte ich es mir nie gekauft. Jetzt kannst du
    > freilich sagen, wo ist da ein Schaden. Aber ernsthaft empfinde ich die
    > Frage nicht. Ich bin der Meinung, wer sich nun über den Rechteinhaber
    > aufregt, der versteht irgendwas mutwillig falsch. Das Bild hätte nicht
    > unerlaubt vervielfältigt werden dürfen. Punkt. Nur weil kein physischer
    > Schaden entsteht, im Sinne von, ich mopse ein gerahmtes Bild aus nem
    > Lagerraum, kann ich es doch aber nicht bagatellisieren. Ich finde sowas
    > sonst einfach nur naiv hoch 10.

    Da redest du gegen eine Wand. Wir leben in einer Welt, in der sich eine große Mehrheit lieber illegales Streaming in Drecksqualität antut als mal ins Kino zu gehen oder für ein paar ¤ den Film zu leihen. Eine Welt in der Apps für 1,99¤ in großen Massen als gecrackte Version verteilt werden. Außerdem können Menschen, die in der Konsumtretmühle stecken und noch nie etwas selbst erschaffen haben, deine Argumente nicht nicht verstehen.

  11. Re: "Schaden"

    Autor: TrollNo1 21.02.17 - 09:12

    Bücher sind ein blödes Beispiel, denn da gibt es eine Preisbindung. Allerdings gibt es oft auch die eBook-Variante zu kaufen, und das meist zum fast gleiche Preis. Dabei sind da null Kosten für den Verleger. Er muss nichts drucken, er "produziert" so viele Exemplare, wie benötigt werden usw.

    Wenn etwas viel gesaugt wird, sind die Leute nicht mit dem Preis einverstanden. Ein eBook für 15 Euro, wenn das Taschenbuch 17 kostet?

    Kino ist unsäglich teuer, grad für jüngere Leute mit Taschengeld. Aber dazugehören wollen sie alle. Also wirds eben im Internet angeschaut. Früher gabs mal Schülertage bzw. Schülertickets im Kino.

  12. Re: "Schaden"

    Autor: Rulf 21.02.17 - 11:39

    in der tat hatten die urheber auf seinen plattformen mehr möglichkeiten als auf youtube...

  13. Re: "Schaden"

    Autor: LinuxMcBook 21.02.17 - 13:59

    Null Kosten hat der Verleger auch für Ebooks ganz sicher nicht. Sowas wie Bezahlung des Autors, Lektorat !! und Marketing bleiben ja weiterhin.

    Dass die aktuellen Preise Ebooks unattraktiv machen, weil man für ein gedrucktes Buch für 1-2¤ mehr bekommt, ist aber klar.

  14. Re: "Schaden"

    Autor: Rulf 21.02.17 - 14:34

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass die aktuellen Preise Ebooks unattraktiv machen, weil man für ein
    > gedrucktes Buch für 1-2¤ mehr bekommt, ist aber klar.

    darauf haben die verleger weniger einfluß...
    das liegt an der buchpreisbindung...

    > https://de.wikipedia.org/wiki/Buchpreisbindung

    außerdem ist das natürlich ein extra gutes geschäft für die verleger, die trotz gerigerer kosten ja mehr gewinn einstreichen dürfen...
    autoren haben nix vom mehrgewinn...

  15. Re: "Schaden"

    Autor: ecv 10.05.17 - 08:04

    FalschesEnde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mbirth schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann man vielleicht erstmal festlegen, dass das Nicht-Eintreffen von
    > > erträumten oder aus Kaffeesatz gelesenen Verkaufserlösen kein "Schaden"
    > > ist?
    > >
    > > Ich meine, wenn ich was bei eBay für einen überteuerten Preis einstelle
    > und
    > > niemand kauft das … kann ich ja auch keinen "Schaden" geltend
    > machen.
    > > Bei der Musik- und Filmindustrie hingegen scheint das überhaupt kein
    > > Problem zu sein.
    >
    > Zuerst mal: nur weil ein Wirtschaftsgut - egal ob materiell oder
    > immateriell - nicht Deinen Preisvorstellungen entspricht, darfst Du es dir
    > nicht für einen beliebigen Preis nehmen, sofern der Verkäufer nicht damit
    > einverstanden ist. Und schon gar nicht für lau.
    >
    > Beispiel: Du schreibst ein Buch. Jahrelang. In jeder freien Minute. Du hast
    > einen Verleger gefunden, der bringt das Buch in die Läden. Dort liegt es,
    > und verkauft sich (ob gut oder schlecht spielt keine Rolle). Eines Tages
    > nimmt jemand dieses Buch, scannt es ein, legt es zu einem Hoster, und
    > tausende und abertausende, zehntausende, MILLIONEN!!!! laden das Buch
    > runter, lesen es, finden es gut - oder auch nicht.
    >
    > Irgendwann hörst Du davon (Du bist der Autor!), und fragst dich, ob Du
    > jetzt an dem per "alternativen Vertriebsweg" an die potentielle Kundschaft
    > ungewollt gebrachten Buch auch etwas verdienst. Nö, nix, nada, Null Euro.
    >
    > Fakt ist, Du hast natürlich keinen messbaren Verlust, da es natürlich nicht
    > sicher ist, ob auch alle der Fans das Buch auch tatsächlich im Laden
    > gekauft hätten / kaufen würden. Dennoch haben sehr viele potentielle Leser
    > Dein Buch genossen aber nichts dafür gezahlt.
    >
    > Findest Du das WIRKLICH in Ordnung? Ganz ehrlich? Bitte denk darüber nach.
    > Wenn Deine Antwort "ja, das ist in Ordnung" lauten sollte, dann denke bitte
    > ein zweites mal, und noch etwas länger darüber nach. Schlaf mal ein paar
    > Nächte darüber. Mehr will ich gar nicht.
    >
    > Gruß
    >
    > kg

    Hier könnte ich Schadensersatz fordern sofern mein Buch in diesen Kanälen verkauft wird. Fertig. Ich könnte auch eine Webseite öffnen, dort Werbung einblenden und mein eigenes Buch dort kostenlos zum download anbieten und dann mal schauen wie viele Leser ich finden kann.

    Jeder zahlt was er kann/will. Daran werden Kopierschutz und Gesetze nichts ändern. Das liegt in der Natur des Menschen würde ich meinen. Nur verzichtet wird nicht, dass wäre dann doch zu viel verlangt.

    Humblebundle scheint da sehr gut zu funktionieren. Einige zahlen einen Euro, andere gleichen das mit übertriebenen Zahlungen aus. Jeder zahlt was er kann. Und gespendet wird möglicherweise auch noch

  16. Re: "Schaden"

    Autor: Anonymer Nutzer 10.05.17 - 08:20

    > Dem ist
    > jedoch nicht so, der anteil derer die Raub*Mord*Kopieren ist
    > vergleichsweise klein, im vergleich zu den Käufern.

    Bist Du also für eine Bagatellgrenze, bis zu der man sich etwas schwarzkopieren darf, ohne dass es illegal ist? Wer zieht diese Grenze für alle transparent und nachvollziehbar? Du? Eine Kommission?

    > Jedoch sollten wir einfach mal das Gesamtbild betrachten. Spiele werden
    > Qualitativ immer schlechter

    Falsche und verallgemeinernde Annahme mit folglich auch falschen, verallgemeinernden Schlüssen. Auf so einer Basis kann man unmöglich argumentieren wollen.

    > Darüber hinaus, das scheint einigen nicht klar zu sein, zahlen wir für
    > jedes Stück Hardware mit Speicherplatz eine Pauschalabgabe.
    >
    > de.wikipedia.org

    Die Wikipedia verlinken und den wichtigsten Satz unterschlagen ist nicht so fein:

    > Vielmehr ist es eine Abgeltung für legale Privatkopien und legale Zugänglichmachungen, illegale Schwarzkopien sollen damit nicht abgegolten werden.

    Legale Kopien dürfen aber auch nur aus legalen Quellen erstellt werden. Das Schwarzkopieren aus offensichtlich rechtswidrig erstellten Quellen wird damit ausdrücklich nicht abgegolten und dafür würden die drei Geld fünfzig pro Gerät auch kaum reichen.

  17. Re: "Schaden"

    Autor: PhilSt 11.05.17 - 11:16

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bücher sind ein blödes Beispiel, denn da gibt es eine Preisbindung.
    > Allerdings gibt es oft auch die eBook-Variante zu kaufen, und das meist zum
    > fast gleiche Preis. Dabei sind da null Kosten für den Verleger. Er muss
    > nichts drucken, er "produziert" so viele Exemplare, wie benötigt werden
    > usw.
    >
    > Wenn etwas viel gesaugt wird, sind die Leute nicht mit dem Preis
    > einverstanden. Ein eBook für 15 Euro, wenn das Taschenbuch 17 kostet?
    >
    > Kino ist unsäglich teuer, grad für jüngere Leute mit Taschengeld. Aber
    > dazugehören wollen sie alle. Also wirds eben im Internet angeschaut. Früher
    > gabs mal Schülertage bzw. Schülertickets im Kino.

    Ja nu, es ist aber doch so - wenn mir etwas zu teuer ist muss ich das nicht kaufen. Ob ich mit dem Preis "einverstanden" bin oder nicht interessiert doch nicht die Bohne. Kann oder will ichs mir nicht leisten hab ichs nicht. Punkt. Warum ist das bei geistigem Eigentum so schwer zu verstehen?

    Kim selbst... ich würde sagen "he had it coming". Es ist doch davon auszugehen, dass er sich zu jedem Zeitpunkt voll bewusst, was er da tut und wofür er seine Plattform anbietet. Nur sein Plan, sich vor den Rechteinhabern zu verstecken, wo sie ihm nichts können geht halt eventuell nicht auf. AlCapone haben sie auch wegen Steuerhinterziehung verknackt, weil sie ihm anders nichts konnten. Ich verstehe diese Verteidigungshaltung gg.ü. Herrn Dotcom nicht... er ist nichts anderes als ein gewöhnlicher Verbrecher.

  18. Re: "Schaden"

    Autor: Anonymer Nutzer 11.05.17 - 11:38

    > Bücher sind ein blödes Beispiel, denn da gibt es eine Preisbindung.

    Die gibt es nicht überall.

    > Allerdings gibt es oft auch die eBook-Variante zu kaufen, und das meist zum
    > fast gleiche Preis. Dabei sind da null Kosten für den Verleger. Er muss
    > nichts drucken, er "produziert" so viele Exemplare, wie benötigt werden
    > usw.

    Hier mal eine beispielhafte Rechnung (Auflage == 2.500), woran wer so angeblich "null Kosten" hat:

    Bruttoladenpreis 14,90 Euro
    Nettoladenpreis 13,93 Euro
    Buchhandelsrabatt und Vertriebskosten ./. 8,36 Euro
    Autorenhonorar ./. 1,25 Euro
    Lektorat und Korrektorat ./. 0,24 Euro
    Umschlaggestaltung und Satz ./. 0,31 Euro
    Buchdruck und CD-Produktion ./. 1,98 Euro
    Werbung ./. 0,20 Euro
    ———————————————————
    Saldo 1,59 Euro

    Die Ersparnis des Buchdrucks und des Handelsrabatts beim eBook gehen direkt für den Vertrieb in anderen Kanälen und somit Provisionen wieder drauf.

  19. Re: "Schaden"

    Autor: crazypsycho 11.05.17 - 17:44

    PhilSt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TrollNo1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bücher sind ein blödes Beispiel, denn da gibt es eine Preisbindung.
    > > Allerdings gibt es oft auch die eBook-Variante zu kaufen, und das meist
    > zum
    > > fast gleiche Preis. Dabei sind da null Kosten für den Verleger. Er muss
    > > nichts drucken, er "produziert" so viele Exemplare, wie benötigt werden
    > > usw.
    > >
    > > Wenn etwas viel gesaugt wird, sind die Leute nicht mit dem Preis
    > > einverstanden. Ein eBook für 15 Euro, wenn das Taschenbuch 17 kostet?
    > >
    > > Kino ist unsäglich teuer, grad für jüngere Leute mit Taschengeld. Aber
    > > dazugehören wollen sie alle. Also wirds eben im Internet angeschaut.
    > Früher
    > > gabs mal Schülertage bzw. Schülertickets im Kino.
    >
    > Ja nu, es ist aber doch so - wenn mir etwas zu teuer ist muss ich das nicht
    > kaufen. Ob ich mit dem Preis "einverstanden" bin oder nicht interessiert
    > doch nicht die Bohne. Kann oder will ichs mir nicht leisten hab ichs nicht.
    > Punkt. Warum ist das bei geistigem Eigentum so schwer zu verstehen?

    Wenn man im Laden etwas klaut, so schadet man dem Ladenbesitzer. Dadurch hat man eher ein schlechtes Gewissen, als wenn man sich ein Spiel/Film/Whatever runterläd, was man eh nicht gekauft hätte. Dadurch schadet man niemanden und verschafft sich nur selbst einen Vorteil. Darum hat man dabei kein schlechtes Gewissen.

    > Kim selbst... ich würde sagen "he had it coming". Es ist doch davon
    > auszugehen, dass er sich zu jedem Zeitpunkt voll bewusst, was er da tut und
    > wofür er seine Plattform anbietet. Nur sein Plan, sich vor den
    > Rechteinhabern zu verstecken, wo sie ihm nichts können geht halt eventuell
    > nicht auf. AlCapone haben sie auch wegen Steuerhinterziehung verknackt,
    > weil sie ihm anders nichts konnten. Ich verstehe diese Verteidigungshaltung
    > gg.ü. Herrn Dotcom nicht... er ist nichts anderes als ein gewöhnlicher
    > Verbrecher.

    Ja er wurde für frühere Verbrechen verurteilt und hat die Strafen abgesessen. Ob er weiterhin Verbrechen begeht/begangen hat, wissen wir nicht. Laut den Infos die es im Netz gibt, hat er nichts verbotenes getan, sondern nur eine Plattform betrieben.

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