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Microsoft vs Google

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  1. Microsoft vs Google

    Autor: /mecki78 03.02.11 - 13:35

    Schauen wir doch mal auf die Geschichte der beiden Firmen, denn dann wird einiges klar.

    Microsoft wurde 1975 gegründet von Bill Gates und Paul Allen, während ihrer Studienzeit, um ein Produkt zu vermarkten: Einen BASIC Interpreter für den Altair 8800 (soll angeblich ein ziemliches Flickwerk sein). Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht Bill Gates, sondern einzig Paul Allen diesen Interpreter geschrieben hat. Bill Gates hat lediglich den telefonischen Kontakt zu MITS (Hersteller des Altair 8800) hergestellt und einen Altair 8800 Simulator geschrieben, denn einen echten Altair 8800 konnten sich die beiden niemals leisten. Microsoft Basic befand sich später auch auf anderen Computern, z.B. den C64ern. 1980 betrat Microsoft dann den OS Markt mit Xenix, ein UNIX, was sie aber nicht selber geschrieben hatten, sondern nur von AT&T lizenziert und modifiziert hatten. Xenix war aber nie ein kommerzieller Erfolg. Als IBM ein Betriebssystem für ihre neuen PCs 1980 gesucht hatte, und der Deal mit Digital Research in die Hose ging (von denen wollten sie ihr CP/M System haben), witterte Microsoft eine Chance. Nur Xenix war nicht geeignet, also kauften sie 86-DOS (auch bekannt als QDOS) von Seattle Computer Products, ein CP/M Clone, änderten ein paar Zeilen Quelltext und nannten es MS-DOS. IBM kümmerte sich um den Rest und MS-DOS wurde ein gigantischer Erfolg. 1984 arbeitet Microsoft zusammen mit IBM an einem grafischen System, OS/2, aber es gab so viel Streit dabei, dass Microsoft beschloss auf der Basis ihres gesammelten Wissens, ein eigenes System dieser Art zusammen zu hacken in aller Kürze, Windows war geboren (IBM entwickelte OS/2 alleine bis zur Marktreife, deswegen war es wohl auch schneller und stabiler als Windows :-P). Den Rest kennen wir alle. 1990 kam dann noch Office dazu, eigentlich ein WordPerfect Clone, denn WordPerfect gab es schon seit 1982 und es war auch schon unter MS-DOS weit verbreitet.

    Google wurde 1998 gegründet von Larry Page und Sergey Brin, auch beides seinerzeit Studenten. Ihre geniale Idee war eine neue Art von Suchmaschine, die die Beziehungen zwischen Seiten analysiert, statt jede Seite für sich zu betrachten. PageRank war geboren. Bereits 1996 hatten sie ihre Idee umgesetzt, die Suchmaschine hieß damals "RankDex". Im Prinzip hatten sie nur ihre Suchmaschine und hielten sie am Leben dank Andy Bechtholsheim, Mitgründer von Sun Microsystems (die heute Oracle gehören), der $100'000 Kapital beigesteuert hat. 1999 begannen sie Werbung zu schalten und auf einmal kam Geld in die Kassen und zwar nicht zu knapp, denn Google's Suchergebnisse stachen nach und nach jeden Konkurrenten aus dem Feld. Was macht man, wenn man viel Geld hat und weiß nicht wohin? Was alle Amerikaner machen: Expandieren, Mitarbeiter einstellen, andere Firmen und Technologien kaufen und alles was Einkommen drückt, damit man weniger Steuern zahlen muss :-P

    Wenn man sich jetzt diese Geschichte anschaut, dann wird ein gigantischer Unterschied zwischen beiden Firmen klar. Microsoft wurde von Anfang an geschaffen um Geld zu erwirtschaften, das war deren Hauptzweck. Und jedes Mittel und jeder Trick war dazu recht, z.B. Produkte einkaufen und dann unter eigenen Namen vermarkten war schon immer gängige Praxis von MS. MS bringt neue Produkte auf den Markt, einzige um sie zu Verkaufen und Geld in die Kassen zu spülen. Google wurde nicht zum Geld verdienen gegründet, dass das Ding so durch die Decke schießt, damit hat keiner wirklich gerechnet. Google hat so viel Geld, dass es nicht weiß wohin damit und begann daher zu experimentieren, wo dann so Dinge wie Google Maps, Google Earth, Google Mail, Google Docs, Chrome, Desktop Search, Google Source, usw. bei heraus kamen. Nichts davon wurde erschaffen, um es primär kommerziell zu vermarkten; es steht ja jedem kostenlos zur Verfügung. Wird ein Service zum "Kostenproblem" (wie z.B. bei Mail, was wohl auch erfolgreicher wurde, als Google dachte), dann baut Google einfach wieder seine Werbung dort ein und schon finanziert sich der Dienst problemlos selbst, bzw. wirft sofort gigantische Gewinne ab.

    Microsoft entwirft Produkte nicht für die Kunden, sondern für sich selber. Zuerst steht bei MS immer die Frage im Vordergrund: Wie verdienen WIR damit Geld? Was die Kunden wollen ist zweitrangig. Bei Google steht aber immer der Endnutzer im Vordergrund, die Frage wie man damit Geld verdient ist zweitrangig. Sogar die Frage, ob es überhaupt zu was führt, manchmal entwickelt Google was, und es wird kein Erfolg (ich sehe z.B. nicht das die Programmiersprache Go von Google kurz vor ihrem Durchbruch steht), aber das ist egal, dann ist es eben kein Erfolg. Und das spiegelt sich in den jeweiligen Produkten wieder. Microsoft klaut und kopiert wo immer möglich, und wenn nicht möglich, dann kaufen sie eben auf. Google hat das nicht nötig, Google ist meisten selber der Innovationstreiber.

    Ich mag Microsoft nicht, ich mochte sie noch nie, die Liste der Gründe ist endlos und jedes Jahr kommen neue dazu. Ich wüsste nicht warum ich Google nicht mögen sollte. Ich bin zwar bestimmt auch nicht der größte Google Fan der Welt, aber die Firma hat mir bisher keinen Grund gegeben, sie nicht zu mögen. Google ist eine Datenkrake? Andere Firmen sind das auch, verdienen sogar ausschließlich mit gesammelten Daten und stellen mit ihren Daten Dinge an, die ich als höchst bedenklich einstufen würde, teilweise sogar illegal. Ich kann Google nichts dergleichen vorwerfen; zumindest ist bisher nichts in dieser Art jemals bekannt geworden. Vielleicht deswegen, weil die Google Leute teilweise eben noch eine gewisse unschuldige naivität an den Tag legen, aber das ist sogar etwas positives aus meiner Sicht, und weil sie eben nicht alles mit aller Gewalt versuchen in Geld umzuwandeln. Daher vertraue ich meine Daten lieber Google an als z.B. Facebook (die mag ich auch nicht, nur so nebenbei!).

    /Mecki

  2. Re: Microsoft vs Google

    Autor: SJ 03.02.11 - 14:07

    *zustimm*

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  3. Re: Microsoft vs Google

    Autor: kevla 03.02.11 - 14:31

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich jetzt diese Geschichte anschaut, dann wird ein gigantischer
    > Unterschied zwischen beiden Firmen klar. Microsoft wurde von Anfang an
    > geschaffen um Geld zu erwirtschaften, das war deren Hauptzweck. Und jedes
    > Mittel und jeder Trick war dazu recht, z.B. Produkte einkaufen und dann
    > unter eigenen Namen vermarkten war schon immer gängige Praxis von MS. MS
    > bringt neue Produkte auf den Markt, einzige um sie zu Verkaufen und Geld in
    > die Kassen zu spülen. Google wurde nicht zum Geld verdienen gegründet, dass
    > das Ding so durch die Decke schießt, damit hat keiner wirklich gerechnet.

    hahahaha
    hahaha

    hahahahahahhahahaaa
    hahahahahaha

    > Google hat so viel Geld, dass es nicht weiß wohin damit und begann daher zu
    > experimentieren, wo dann so Dinge wie Google Maps, Google Earth, Google
    > Mail, Google Docs, Chrome, Desktop Search, Google Source, usw. bei heraus
    > kamen. Nichts davon wurde erschaffen, um es primär kommerziell zu
    > vermarkten; es steht ja jedem kostenlos zur Verfügung. Wird ein Service zum
    > "Kostenproblem" (wie z.B. bei Mail, was wohl auch erfolgreicher wurde, als
    > Google dachte), dann baut Google einfach wieder seine Werbung dort ein und
    > schon finanziert sich der Dienst problemlos selbst, bzw. wirft sofort
    > gigantische Gewinne ab.

    hahahahahaha
    hahahaha

    blöd, wenn einem das gehirn die sinnvollen gedanken unterdrückt, nur weil man etwas nicht mag....JEDER EINZELNE google-dienst existiert nur deshalb, um damit geld zu machen. punkt.

    hahahahahahaha
    hahahaha

    > Microsoft entwirft Produkte nicht für die Kunden, sondern für sich selber.
    > Zuerst steht bei MS immer die Frage im Vordergrund: Wie verdienen WIR damit
    > Geld? Was die Kunden wollen ist zweitrangig. Bei Google steht aber immer
    > der Endnutzer im Vordergrund, die Frage wie man damit Geld verdient ist
    > zweitrangig. Sogar die Frage, ob es überhaupt zu was führt, manchmal
    > entwickelt Google was, und es wird kein Erfolg (ich sehe z.B. nicht das die
    > Programmiersprache Go von Google kurz vor ihrem Durchbruch steht), aber das
    > ist egal, dann ist es eben kein Erfolg. Und das spiegelt sich in den
    > jeweiligen Produkten wieder. Microsoft klaut und kopiert wo immer möglich,
    > und wenn nicht möglich, dann kaufen sie eben auf. Google hat das nicht
    > nötig, Google ist meisten selber der Innovationstreiber.

    hahahahahahahahhahaaa
    hahahahahaha

    bei beiden ist das grundprinzip das selbe: geld verdienen! nichts anderes! google hat höchstens besser als microsoft verstanden, dass menschen nur kommen und bleiben, wenn das produkt auch nen nutzen hat.

    hahahahahahahahahaaa
    hahahahahahaaa

    > Ich mag Microsoft nicht, ich mochte sie noch nie, die Liste der Gründe ist
    > endlos und jedes Jahr kommen neue dazu. Ich wüsste nicht warum ich Google
    > nicht mögen sollte. Ich bin zwar bestimmt auch nicht der größte Google Fan
    > der Welt, aber die Firma hat mir bisher keinen Grund gegeben, sie nicht zu
    > mögen. Google ist eine Datenkrake? Andere Firmen sind das auch, verdienen
    > sogar ausschließlich mit gesammelten Daten und stellen mit ihren Daten
    > Dinge an, die ich als höchst bedenklich einstufen würde, teilweise sogar
    > illegal. Ich kann Google nichts dergleichen vorwerfen; zumindest ist bisher
    > nichts in dieser Art jemals bekannt geworden. Vielleicht deswegen, weil die
    > Google Leute teilweise eben noch eine gewisse unschuldige naivität an den
    > Tag legen, aber das ist sogar etwas positives aus meiner Sicht, und weil
    > sie eben nicht alles mit aller Gewalt versuchen in Geld umzuwandeln. Daher
    > vertraue ich meine Daten lieber Google an als z.B. Facebook (die mag ich
    > auch nicht, nur so nebenbei!).

    was für ein komplett verblendeter beitrag.

    von mir gibts ne glatte 6 dafür. aber auch nur, weil man bei ner 6 kein minus mehr geben darf.

    wirklich, ganz schlechter, naiver beitrag

    android ist übrigens auch als sozialleistung entstanden. damit wollen die auch kein geld verdienen.

    du musst noch viel lernen, junger padawan (wenn die 78 dein geb-jahr ist bist du sogar 4 jahre älter als ich - und trotzdem nicht fähig über den bordstein zu schauen)

    du bist dir einfach der tragweite solcher dienste nicht bewusst..selbst wenn sie nicht firekt mit etwas geld verdienen ist dieses produkt nur daztu da, um indirekt damit geld zu verdienen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.11 14:35 durch kevla.

  4. Re: Microsoft vs Google

    Autor: Seradest 03.02.11 - 14:34

    Sorry, aber Microsoft war Monopolist und ist entsprechend unflexibel und wenig innovativ. Das hat nichts mit deren Gewinnerzielungsabsichten zu tun.

    Google ist börsennotiert. Spätestens seit dem Börsengang zielt alles was die machen darauf ab Geld zu verdienen. Die sind nicht innovativ weil sie Bock drauf haben, die sind innovativ, weil sie sonst ganz schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Alles was die tun bewegt sich irgendwie rund um die Vermarktung von Online-anzeigen. Manches sieht zunächst nicht danach aus, wird aber früher oder später dafür genutzt.

    Du hast recht, dass die Firmengeschichter da grundsätzlich den Unterschied macht. Google ist kein Monopolist und agiert in umkämpften Märkten. Da kann morgen ein Konkurrent geboren werden, den heute noch niemand erahnt.

    Microsoft war jahrelang Platzhirsch. Jetzt gibt es neue Märkte, deren Entwicklung bei Microsoft nicht oder zu einem anderen Zeitpunkt erwartet wurde und plötzlich stehen sie in vielen Segmenten im Wettbewerb. Das sind die nicht gewohnt. Innovationsfähigkeit kommt nicht durch Schalter umlegen, das muss gelernt werden.

  5. Re: Microsoft vs Google

    Autor: /mecki78 03.02.11 - 16:17

    kevla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hahahahahahahahhahaaa
    > hahahahahaha

    Alleine diese zwei Zeilen sagen mir sofort mit was für einen Individuum ich hier die Ehre habe und jeder weiterer Kommentar oder das Lesen deiner Antwort wäre komplette Zeitverschwendung. Da grabe ich lieber Löcher in Garten und schütte sie wieder zu, das wäre eine sinnvollere Beschäftigung.

    /Mecki

  6. Re: Microsoft vs Google

    Autor: /mecki78 03.02.11 - 16:55

    Seradest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, aber Microsoft war Monopolist und ist entsprechend unflexibel und
    > wenig innovativ.

    Microsoft war noch nie Monopolist in irgend etwas. Nenne mir mal bitte ein Jahr in dem Microsoft Monopolist in irgendetwas war. Weißt du überhaupt was ein Monopolist ist?

    > Google ist börsennotiert.

    Wie so ziemlich jede andere Firma ab einer gewissen Größe auch. Das hat gar nichts zu sagen. Google hat noch nie Dividende ausgeschüttet, d.h. die Aktionäre bekommen keinen Cent von dem Geld was Google erwirtschaftet, somit kann es ihnen auch egal sein, wie viel Google erwirtschaftet. Die interessiert nur der Börsenkurs der Aktie, der wiederum spiegelt den Unternehmenswert wieder und das der Unternehmenswert nicht zwangsweise von den Einnahmen abhängig ist, zeigt z.B. Facebook recht deutlich (2009 haben die gerade mal 600 Mio umgesetzt, *Umsatz*, nicht Gewinn; für andere Firmen sind das Peanuts. Dennoch wird Facebook deutlich höher bewertet als viele andere Firmen mit Umsätzen im Mrd Bereich).

    > Microsoft war jahrelang Platzhirsch.

    Platzhirsch != Monopolist
    Das wollte ich nur mal klar stellen. Die Firma, die in einem Marktsegment an der Spitze steht, vielleicht sogar deutlich, ist kein Monopolist. Sie ist ein Monopolist, wenn sie die einzige Firma in diesem Marktsegment ist.

    > Innovationsfähigkeit kommt nicht durch Schalter umlegen,
    > das muss gelernt werden.

    Innovationsfähigkeiten setzt erst einmal voraus, dass man aufhört Technologien zu "stehlen" (= nachbauen, kopieren, etc.):

    CP/M -> MS-DOS
    OS/2 -> Windows
    WordPerfect -> MS-Word
    MP3, AAC -> verschiedene WMA Versionen
    MPEG (2, 4, H264) -> verschiedene WMV Versionen
    JavaScript -> JScript (jetzt zum Glück tot, ist jetzt praktisch JavaScript)
    Java -> CLI + .NET
    Flash -> Silverlight
    Google Suche -> Bing
    Internet -> MSN (zum Glück tot, nur noch als Internet Service)
    iPod -> Zune
    iPhone -> Windows Phone

    Diese Liste lässt sich so endlos fortsetzen wie bei fast keiner anderen Firma. Sicher gibt es auch Dinge, die MS nicht gestohlen hat, vor allem im Spielekonsolensektor (XBox, XBox360, Kinect); gerade Kinect ist revolutionär und wird wohl jetzt von den anderen gestohlen (Sony, Nintendo, etc.), wobei die Grundidee natürlich schon der Wii "entlehnt" wurde.

    MS würde auch im OS Markt sofort unter echter Konkurrenz zusammenbrechen bzw. wegschmelzen wie Eis in der Sahara. Nur Apple will Mac OS X nicht für generische PCs freigeben, keine Linux Distribution hat derzeit das Niveau von Windows7/MacOSX was Bedienbarkeit für Normalnutzer angeht (wobei Ubuntu hier auf einen immer besser werdenden Weg ist) und alles andere läuft unter ferner Liefen. Außerdem hängen viele Leute an alter Software, die eben nur unter Windows läuft und die sie auch nicht so ohne weiteres ersetzen können; hier ist eine schwer durchbrechbare Abhängigkeit entstanden. Microsoft schottet sich daher ab, wo sie können, denn wäre Windows z.B. nur ein weiteres POSIX System mit X11 Graphik, oh Mann, das wäre schon lange vom Markt gefegt worden.

    /Mecki

  7. Re: Microsoft vs Google

    Autor: Testdada 03.02.11 - 17:18

    >Das wollte ich nur mal klar stellen. Die Firma, die in einem Marktsegment an der
    >Spitze steht, vielleicht sogar deutlich, ist kein Monopolist. Sie ist ein Monopolist,
    >wenn sie die einzige Firma in diesem Marktsegment ist.
    Was hier wahrscheinlich gemeint ist, ist das Ausnützen einer marktbeherrschenden Stellung. Hier einige Beispiele, wo genau das der Fall ist: Office-Dokumentformate, Exchange-Server, Direct X, Activesync, usw. Allesamt Beispiele, wo MS aktiv oder Passiv versucht die Kunden an sich zu binden, indem die eigene Software so imkompatibel, wie nur möglich zu Fremdsoftware ist.


    Ansonsten gebe ich meinem Vorredner Recht! Es gibt kaum einen anderen so Innovationslosen Konzern wie MS.

  8. Re: Microsoft vs Google

    Autor: Apple_und_ein_i 03.02.11 - 18:13

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seradest schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sorry, aber Microsoft war Monopolist und ist entsprechend unflexibel und
    > > wenig innovativ.
    >
    > Microsoft war noch nie Monopolist in irgend etwas. Nenne mir mal bitte ein
    > Jahr in dem Microsoft Monopolist in irgendetwas war. Weißt du überhaupt was
    > ein Monopolist ist?
    >
    Natuerlich nicht Wortwoertlich, aber De-Facto hat MS ein Monopol auf Endnutzer Betriebssysteme. Ja, es gibt auch Ubuntu und OS X, aber ich bezweifle, dass sowas auf Tante Erna's Aldi-Kiste laeuft.
    > > Google ist börsennotiert.
    >
    > Wie so ziemlich jede andere Firma ab einer gewissen Größe auch. Das hat gar
    > nichts zu sagen. Google hat noch nie Dividende ausgeschüttet, d.h. die
    > Aktionäre bekommen keinen Cent von dem Geld was Google erwirtschaftet,
    > somit kann es ihnen auch egal sein, wie viel Google erwirtschaftet. Die
    > interessiert nur der Börsenkurs der Aktie, der wiederum spiegelt den
    > Unternehmenswert wieder und das der Unternehmenswert nicht zwangsweise von
    > den Einnahmen abhängig ist, zeigt z.B. Facebook recht deutlich (2009 haben
    > die gerade mal 600 Mio umgesetzt, *Umsatz*, nicht Gewinn; für andere Firmen
    > sind das Peanuts. Dennoch wird Facebook deutlich höher bewertet als viele
    > andere Firmen mit Umsätzen im Mrd Bereich).
    >
    > > Microsoft war jahrelang Platzhirsch.
    >
    > Platzhirsch != Monopolist
    > Das wollte ich nur mal klar stellen. Die Firma, die in einem Marktsegment
    > an der Spitze steht, vielleicht sogar deutlich, ist kein Monopolist. Sie
    > ist ein Monopolist, wenn sie die einzige Firma in diesem Marktsegment ist.
    >
    Korinthenscheisserei, siehe oben.
    > > Innovationsfähigkeit kommt nicht durch Schalter umlegen,
    > > das muss gelernt werden.
    >
    > Innovationsfähigkeiten setzt erst einmal voraus, dass man aufhört
    > Technologien zu "stehlen" (= nachbauen, kopieren, etc.):
    >
    > CP/M -> MS-DOS
    > OS/2 -> Windows
    > WordPerfect -> MS-Word
    > MP3, AAC -> verschiedene WMA Versionen
    > MPEG (2, 4, H264) -> verschiedene WMV Versionen
    > JavaScript -> JScript (jetzt zum Glück tot, ist jetzt praktisch
    > JavaScript)
    > Java -> CLI + .NET
    > Flash -> Silverlight
    > Google Suche -> Bing
    > Internet -> MSN (zum Glück tot, nur noch als Internet Service)
    > iPod -> Zune
    > iPhone -> Windows Phone
    >
    > Diese Liste lässt sich so endlos fortsetzen wie bei fast keiner anderen
    > Firma. Sicher gibt es auch Dinge, die MS nicht gestohlen hat, vor allem im
    > Spielekonsolensektor (XBox, XBox360, Kinect); gerade Kinect ist
    > revolutionär und wird wohl jetzt von den anderen gestohlen (Sony, Nintendo,
    > etc.), wobei die Grundidee natürlich schon der Wii "entlehnt" wurde.
    >
    Wobei, die Technologie fuer Kinect haben sie auch von irgendeinem Israelischem Unternehmen gekauft. SCNR ;)
    Allerdings: Windows Phone gab es schon lange (mehr schlecht als recht) vor dem iPhone. Die alten Versionen haben aber eher wenig mit WP7 zu tun, was du AFAIK gemeint hast, und in der Tat (einige der schlimmsten) Eigenschaften von iOS geklaut hat.
    > MS würde auch im OS Markt sofort unter echter Konkurrenz zusammenbrechen
    > bzw. wegschmelzen wie Eis in der Sahara. Nur Apple will Mac OS X nicht für
    > generische PCs freigeben, keine Linux Distribution hat derzeit das Niveau
    > von Windows7/MacOSX was Bedienbarkeit für Normalnutzer angeht (wobei Ubuntu
    > hier auf einen immer besser werdenden Weg ist) und alles andere läuft unter
    > ferner Liefen.
    Ach komm, du vergisst ZETA! Damit kann man 5 Videos gleichzeitig ruckelfrei abspielen! ;)
    > Außerdem hängen viele Leute an alter Software, die eben nur
    > unter Windows läuft und die sie auch nicht so ohne weiteres ersetzen
    > können; hier ist eine schwer durchbrechbare Abhängigkeit entstanden.
    Das stimmt schon, aber es wird IMHO besser. Einige echte Blockbuster erscheinen inzwischen auch fuer MacOS X und dank Steam und dem Appstore wird sich auf der Plattform ein Spielemarkt etablieren, sodass sich immer mehr Umsetzungen dafuer lohnen werden und Windows letztendlich echte Konkurrenz machen koennte.
    > Microsoft schottet sich daher ab, wo sie können, denn wäre Windows z.B. nur
    > ein weiteres POSIX System mit X11 Graphik, oh Mann, das wäre schon lange
    > vom Markt gefegt worden.
    Da stimme ich dir zu.

  9. Re: Microsoft vs Google

    Autor: purpurroter pumpernickel 03.02.11 - 19:28

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Sicher gibt es auch Dinge, die MS nicht gestohlen hat, vor allem im
    > Spielekonsolensektor (XBox, XBox360, Kinect); gerade Kinect ist
    > revolutionär...

    Revolutionär?
    Derartige Steuerungen sind in der Automatisierungsbranche schon seit vielen, vielen Jahren gang und gebe...
    Jetzt hat diese Technik nur den "revolutionären" Sprung in die Wohnzimmer geschafft, weil irgenjemand halt auf die "revolutionäre" Idee gekommen ist, statt Schweissroboterarme halt dümmliche Coachpoatates beim herumhampeln zu filmen...
    Die Hardware hinter Kinect stammt nicht von Microsoft, usw. usf....

  10. Re: Microsoft vs Google

    Autor: niklasb 03.02.11 - 21:44

    Ich muss auch sagen, dass Microsoft definitiv nicht zu den kreativesten Firmen dieser Welt gehört. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie hier wirklich sehr als schwarze Schafe dargestellt werden, während Google ein Lamm dagegen ist.

    Man kann natürlich sagen, dass MS sehr viel abkupfert. Aber wenn man das so extrem sieht, dann muss auch sehen, dass Apple das iPhone von dem ersten Hersteller des Handys kopiert hat und der MP3-Player wurde auch nicht von Apple erfunden. (Ich möchte hier Apple nicht schlecht machen, die machen zum Teil gute Produkte.)

    Genau an diesen beiden Firmen kann man eigentlich das System der Weltwirtschaft sehen. Der groß kauft die kleinen auf und vermarktet die Produkte der kleinen als seine eigenen. So läuft fasst die gesamte Wirtachaft.

    Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass Google Maps auch nicht von Google stammt, sondern von einer kleinen Firma, die die Software dann an Google verkauft hat.

    Niklas

  11. Re: Microsoft vs Google

    Autor: Der Kaiser! 04.02.11 - 05:14

    > keine Linux Distribution hat derzeit das Niveau von Windows7/MacOSX was Bedienbarkeit für Normalnutzer angeht
    Linux Mint ausprobiert? :P

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

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