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BfS: Nicht karzinogen, aber wachstumsfördernd!

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  1. BfS: Nicht karzinogen, aber wachstumsfördernd!

    Autor: Pumaferox 09.01.22 - 15:06

    Laut einer Studie vom BfS, die der Vollständigkeit halber im Artikel hätte erwähnt werden können, (wenn sowieso das BfS zitiert wird), haben HF-EMF wie z.B. UMTS oder eben 5G zwar keine karzinogene Wirkung für sich, wirken jedoch z.B. wachstumsfördernd auf Tumoren.

    Die Studie findet als erstes Suchergebnis bei der Google-Suche nach "Tumorwachstumsfördernde Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder".

    Meiner Wahrnehmung nach hat sich in unserer Gesellschaft unlängst eine ganz abscheuliche Diskussionskultur etabliert, in der zahlreiche kritische Aussagen deutlich zu voreilig als "Schwurbelei" abgetan, und die Urheber jener Aussagen somit denunziert werden. Zwar halte ich die Kritik an wissenschaftlich nicht haltbaren Aussagen für gerechtfertigt, fürchte hier jedoch eine zu starke Verallgemeinerung, die zu Vorbehalten bei Urhebern begründeter, kritischer Gedanken führen könnte, jene auch zu äußern.

  2. Re: BfS: Nicht karzinogen, aber wachstumsfördernd!

    Autor: flogol 10.01.22 - 11:19

    +1

  3. Re: BfS: Nicht karzinogen, aber wachstumsfördernd!

    Autor: JanX 11.01.22 - 10:43

    Zitat aus der Bewertung:
    "Da die Exposition des Menschen (mit UMTS-Signalen) völlig andere körperinterne Feldverteilungen zur Folge hat (z.B. werden Lunge und Leber nicht erreicht), kann dieses Ergebnis nicht direkt auf den Menschen übertragen werden. Zudem wurde in anderen Tiermodellen wie Ratten oder einem anderen Mausstamm keine tumorwachstumsfördernde Wirkung von HF-EMF gefunden. In der Gesamtschau der vorliegenden Studienergebnisse geht das BfS daher nicht von einer tumorwachstumsfördernden Wirkung beim Menschen aus. Um zu prüfen, ob es sich bei den Beobachtungen in dem einen Mausstamm um einen Tiermodell-spezifischen Effekt handelt, der nur unter speziellen Versuchsbedingungen zum Tragen kommt, oder ob ein bisher unbekannter und möglicherweise allgemein relevanter Wirkmechanismus zugrunde liegen könnte, vergibt das BfS weitere Forschung."

  4. Studien richtig lesen

    Autor: Cerdo 12.01.22 - 09:16

    "Kritische Gedanken" darf man gerne äußern und in der Wissenschaft wird das sehr exzessiv gemacht. So entsteht irgendwann ein Konsens.

    Es ist nur meist sehr auffällig, dass mach "Kritiker" eben sofort zu Extrempositionen neigt und dabei eben auch die Fakten vernachlässigt. Ohne Dir das jetzt unterstellen zu wollen, mal dieses Aussage:

    > UMTS oder eben 5G zwar keine karzinogene Wirkung für sich, wirken jedoch z.B. wachstumsfördernd auf Tumoren

    Dann kommt JanX und liest auch noch die Bewertung, wo dann steht:

    > In der Gesamtschau der vorliegenden Studienergebnisse geht das BfS daher nicht von einer tumorwachstumsfördernden Wirkung beim Menschen aus.

    Wie kann das sein? Das ist doch die gleiche Studie?

    Das kommt beispielsweise davon, dass man nach Belegen für eine Aussage sucht und dann einzelne Sätze aus Studien aus dem Kontext nimmt. Das kann man ziemlich einfach machen und damit schnell angebliche "Belege" für den eigenen Standpunkt sammeln (Bestätigungsfehler oder confirmation bias genannt).

    Seriös wäre es jedoch, die komplette Studie zu lesen und eben auch die eigentlichen Aussagen darin zu verstehen. Dann hätte man gesehen: ja, der Effekt kann auftreten, tut es aber in der realen Welt wahrscheinlich nicht.

    ----

    Verstärkt wird der "Schwurbler-Effekt" dann dadurch, dass viele Menschen ungern dabei ertappt werden, falsch zu liegen. Anstatt zu sagen "Okay, da habe ich einen Fehler gemacht. Da hab ich mich geirrt." heißt es dann "Nein, ich hab trotzdem Recht!", neue (genauso falsch interpretierte) "Belege" werden herausgekramt und irgendwann wird es absurd.

    Wenn dann noch jemand anderes kommt und sagt "Moment, ich hab das auch gehört", fühlt man sich auf einmal bestätigt und derjenige, der einen auf einen Fehler in der eigenen Darstellung hingewiesen hat, wird zum "Feind", der falsch liegen muss (weil er der Feind ist und "wir" recht haben, Echokammer-Effekt).
    Dabei hat das nichts mehr mit Fakten zu tun, sondern nur noch mit Selbstbestätigung.

  5. Re: Studien richtig lesen

    Autor: snboris 16.01.22 - 13:49

    Da hast Du völlig recht.
    Aber mittlerweile ist doch soviel Wissen (und Unwissen) im Umlauf, das man als Laie das gar nicht mehr richtig beurteilen kann.
    Da klingt die eine Studie genauso schlüssig und nachvollziehbar wie die Gegenstudie.
    Die (rein lesbaren) Unterschiede bestehen dann meist aus Aussagen, die man nicht wirklich prüfen kann, ohne ein (studierter) Fachmann zu sein.

    Das zieht sich durch alle Themengebiete - sei es Funkstrahlung, Corona oder auch Klima und Umwelt.
    Ich halte mich selbst wirklich nicht für dumm und auch einigermaßen intelligent.
    Aber mir hat schonmal ein studierter Mathematiker bewiesen, das 1 + 1 = 3 ist.
    Für mich (Abitur Mathe Note 1) war/schien der Beweis absolut schlüssig.

  6. Re: Erkenntnistheorie?

    Autor: Pumaferox 31.01.22 - 01:03

    In diesem Zusammenhang drängt sich generell die Frage nach der Übertragbarkeit von Studienergebnissen aus Tierversuchen auf den Menschen auf. Die Wissenschaftler hatten wohl kaum das Hauptziel, die Auswirkungen von HF-EMF auf Nagetiere zu untersuchen, um die armen Tierchen vor potentiell gefährlicher Strahlung zu schützen, oder?

    Dieses Spiel der "Übertragbarkeit" ließe sich ganz massiv ausdehnen, da landen wir aber schnell bei Popper, Falsifikation und der Erkenntnistheorie allgemein und sind am Ende doch so schlau wie zuvor...

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