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"Terroranschlag"

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  1. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 14:23

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Konnte der Täter in Charlottesville davon ausgehen, dass es sich dabei nur
    > um politische "Feinde" handelt und sich nicht vl. eine unschuldige Mutter
    > mit ihrem Kind durch die Menge zwängt, weil sie einen Einkauf machen will.

    Die Wahrscheinlichkeit dafür wäre ja wohl sehr, sehr gering gewesen.

    > Das war ein terroristischer Akt, ein politisch motivierter, aber eben ein
    > terroristischer Akt.

    Nein (IMHO), es war ein Mord, ein politisch motivierter, aber eben ein Mord.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  2. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Nikolai 18.08.17 - 14:24

    > hergeholt) dort vorbei laufen, und es war ihm auch völlig egal. Und genau
    > das unterschiedet die Täter von Barcellona und Charlottesville. Denn
    > letzterer wollte niemand anderen als diese Gruppe von Gegendemonstranten
    > treffen.

    Und er Charlottesville-Typ konnte wissen das sich in der Menge keine "eigenen Leute" befinden?

  3. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 14:31

    Nikolai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die RAF hat nur spezielle, einzelne Personen getötet.

    Nein, haben sie nicht:

    2./3. April 1968 Gudrun Ensslin, Andreas Baader und weitere Mitstreiter zünden in Frankfurt am Main aus Protest gegen den Vietnam-Krieg zwei Kaufhäuser an.

    1. März 1972 Der erste, der nichts mit der RAF zu tun hat, wird umgebracht: der 17-jährige Lehrling Richard Epple.

    31. August 1981: Auf das Hauptquartier der US-Luftstreitkräfte in Ramstein wird ein
    Sprengstoffanschlag verübt, bei dem 20 Menschen verletzt werden.

    8. August 1985: Bei einem Sprengstoffanschlag auf den US-Luftwaffenstützpunkt (Rhein-Main Air Base) in Frankfurt kommen zwei Menschen ums Leben, 23 werden verletzt. Kurz zuvor war ein US-Soldat ermordet worden, weil die Terroristen seinen Ausweis für die Tat verwenden wollten.

    > Waren das etwa keine Terroristen?

    Doch, siehe oben.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  4. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 14:33

    Nikolai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und er Charlottesville-Typ konnte wissen das sich in der Menge keine
    > "eigenen Leute" befinden?

    Wie viele Linke-Anhänger findest Du in einem Demonstrationszug der AFD? Wie viele Hobby-Jäger in einem Demonstrationszug militanter Tierschützer?

    Gruß
    Tantalus

    Edit: Bevor das hier noch weiter hochschaukelt, möchte ich nochmal betonen, dass meine Ansicht keinerlei Wertung enthält, ob Mord oder Terrorismus nun "Besser" oder "schlechter" sind. Es geht mir lediglich auf den Keks, dass der Begriff "Terrorismus" infaltionär für alles missbraucht wird, was irgenwie nach politisch oder religiös motivierter Straftat riecht.

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.08.17 14:35 durch Tantalus.

  5. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: der_wahre_hannes 18.08.17 - 14:34

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der_wahre_hannes schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich frage aber nach deiner Logik.
    >
    > Meine Logik? Recht einfach:
    > - Täter sieht (Gruppe von) Gegendemonstranten, die er als "Feinde"
    > ansieht.
    > - Täter steigt in sein Auto, um dieses als Waffe gegen eben diese "Feinde"
    > einzusetzen.
    >
    > Für mich ein klarer Fall von politisch motiviertem Mord.

    Sehr geschickt der Frage nach der Größe der Gruppe ausgewichen, ab wann man nun von "Mord" und ab wann gerade noch von "Terror" gesprochen wird. Irgendwo muss es für dich da doch ne Grenze geben? Und wieso ist religiös motivierter Mord kein Mord, sondern Terror? Deine Argumentation ist nicht schlüssig.

  6. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 14:40

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehr geschickt der Frage nach der Größe der Gruppe ausgewichen, ab wann man
    > nun von "Mord" und ab wann gerade noch von "Terror" gesprochen wird.

    Ich dachte, das hätte ich schon mehrfach klargestellt: "Terror" interessiert sich nicht dafür, *wer* die Opfer sind, nur, dass es sie gibt (und ggf. höchstens noch, dass sie nicht der eigenen Gruppe angehören, aber auch das nicht zwangsweise), weil er Angst verbreiten will ("Du könntest der nächste sein, egal wer, wo oder was Du bist, also leb gefälligst wie wir das wollen"). "Mord" heisst, dass ich das/die Opfer gezielt nach irgendwelchen Kriterien auswähle, seien sie politischer, religiöser, sozialer oder sonstwelcher Natur ("Diese verdammten Karnickelzüchter leg ich alle um").

    > Irgendwo muss es für dich da doch ne Grenze geben? Und wieso ist religiös
    > motivierter Mord kein Mord, sondern Terror?

    Hä? Ich hab doch mehrfach geschrieben, dass auch religiös motovierter Mord immer noch Mord ist (und nicht zwangsweise Terror, wobei es da evtl auch überschiedungen geben kann).

    > Deine Argumentation ist nicht
    > schlüssig.

    Dann solltest Du meine Beiträge nochmal aufmerksam lesen.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.08.17 14:47 durch Tantalus.

  7. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: DeathMD 18.08.17 - 14:45

    Es muss ja gar kein "Linker" sein, was ist wenn es sich einfach nur um jemanden handelt, der auch der AfD einmal zuhören will, um bspw. bei der nächsten Wahl eine Entscheidung treffen zu können. Ich glaube nicht, dass alle Zuhörer auf einer AfD Veranstaltung automatisch rechte Hardliner sind, ebenso wenig glaube ich, dass alle Personen einer Gegendemonstration automatisch links sind. Somit kann ein Attentäter nie garantieren, exakt die Gruppe zu treffen, die er treffen will und dadurch handelt es sich um "wahllose" Opfer und somit Terrorismus.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  8. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 14:50

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es muss ja gar kein "Linker" sein, was ist wenn es sich einfach nur um
    > jemanden handelt, der auch der AfD einmal zuhören will, um bspw. bei der
    > nächsten Wahl eine Entscheidung treffen zu können.

    Ich rede ja nicht von einem Wahlkompfstand, sondern vom Demo-Zug. Oder anders ausgedrückt: Wie viele Düsseldorf-Fans wirst Du wohl in der Kölner Fankurve finden?

    In Charlottesville fuhr der Täter gezielt in eine Gruppe Gegendemonstranten. Selbst wenn er "Kollateralschäden" billigend in Kauf genommen hat, waren das eigentliche Ziel immer noch die Gegendemonstranten.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  9. Re: "Terroranschlag"

    Autor: Anonymer Nutzer 18.08.17 - 14:53

    Weil vor einem Sich-in-die-Luft-Sprengen niemand "Allah ist groß" geschrien hat, wie in einem zweitklassigen Actionfilm aus den 1980ern?

    > Laut Resolution 1566 des UN-Sicherheitsrates sind „terroristische Handlungen solche, die mit Tötungs- oder schwerer Körperverletzungsabsicht oder zur Geiselnahme und mit dem Zweck begangen werden, einen Zustand des Schreckens hervorzurufen, eine Bevölkerung einzuschüchtern oder etwa eine Regierung zu nötigen, und dabei von den relevanten Terrorismusabkommen erfasst werden“.

  10. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: der_wahre_hannes 18.08.17 - 14:54

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann solltest Du meine Beiträge nochmal aufmerksam lesen.

    Ich hatte jetzt noch einen Beitrag verfasst, aber ich befürchte, wir drehen uns doch nur im Kreis. Wollen wir uns drauf einigen, dass wir zu diesem Thema unterschiedliche Ansichten haben?

  11. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: DeathMD 18.08.17 - 14:58

    Gut, einigen wir uns einfach darauf, dass es eine feige Tat war und auf einen toten Menschen hinauslief.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  12. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 14:59

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte jetzt noch einen Beitrag verfasst, aber ich befürchte, wir drehen
    > uns doch nur im Kreis. Wollen wir uns drauf einigen, dass wir zu diesem
    > Thema unterschiedliche Ansichten haben?

    Wir einigen uns darauf, dass wir uns nicht einigen können? Klingt irgendwie... nach Politikerdeutsch. :-P

    Wer weiss, vielleich haben wir ja beide in gewisser Weise recht, ich mag nur nicht, dass inziwschen alles und jedes als "Terrorismus" betitelt wird.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  13. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 15:00

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gut, einigen wir uns einfach darauf, dass es eine feige Tat war und auf
    > einen toten Menschen hinauslief.

    +1

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  14. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: der_wahre_hannes 18.08.17 - 15:02

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der_wahre_hannes schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hatte jetzt noch einen Beitrag verfasst, aber ich befürchte, wir
    > drehen
    > > uns doch nur im Kreis. Wollen wir uns drauf einigen, dass wir zu diesem
    > > Thema unterschiedliche Ansichten haben?
    >
    > Wir einigen uns darauf, dass wir uns nicht einigen können? Klingt
    > irgendwie... nach Politikerdeutsch. :-P

    Wir können immerhin sagen, DASS wir eine Einigung erziehlt haben. ;)

  15. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Nikolai 18.08.17 - 15:21

    > In Charlottesville fuhr der Täter gezielt in eine Gruppe
    > Gegendemonstranten. Selbst wenn er "Kollateralschäden" billigend in Kauf
    > genommen hat, waren das eigentliche Ziel immer noch die Gegendemonstranten.

    Um Angst und Schrecken zu verbreiten... so wie jeder Terrorist!

  16. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Tantalus 18.08.17 - 15:23

    Nikolai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um Angst und Schrecken zu verbreiten... so wie jeder Terrorist!

    So, jetzt aber mal Butter bei die Fische: Woher nimmst Du die Gewissheit, dass der Täter "Angst und Schrecken" verbreiten (und nicht einfach nur ein paar andersdenkende über den Haufen fahren) wollte?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  17. Re: "Terroranschlag"

    Autor: quasides 18.08.17 - 15:23

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum? Ist absichtlich mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren etwa
    > kein Terror?


    Letztes Jahr hat ein Blacklifes Matter Anhänger einen Anschlag gegen die Polizei verübt.
    5 Tote 9 schwer teils schwer Verletzte mitsam stundenlangem Feuergefecht.
    Am ende worde er mittels einer Bombe auf einen Roboter getötet.

    Obama hat sich gegen die Wortwahl Terror ausgesprochen und von einem Isolierten Einzelfall gesprochen. Das obwohl der Täter keine Phsychische Erkrankung oder equivalente Vorgeschichte hatte

    Der Täter von Charlottsville war Schizophren.

    Und doch nennt jeder es selbstverständlich Terror wärend der Blacklifes Matter Mörder nur ein Einzelfall ist

    Sorry aber ihr wundert euch echt warum rechts soviel Zustrom bekommt?
    Dieses wehemente verteidigen aller radikalen und Mörder die nichts rechts sind und das permanente Rechts bashing entbehrt jeder Objektiven Grundlage und genau das treibt die Leute weit mehr zu Rechts als irgendwelche Inhalte der Rechten.

  18. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Nikolai 18.08.17 - 15:26

    > Die Wahrscheinlichkeit dafür wäre ja wohl sehr, sehr gering gewesen.

    Warum das denn? In dem Ort leben auch Leute einfach so... die müssen Essen, Trinken, Arbeiten...

    > Nein (IMHO), es war ein Mord, ein politisch motivierter, aber eben ein
    > Mord.

    Für einen Mord braucht man ein Motiv! Und somit eine genau bestimmte Zielperson. Diese gab es nicht. Dem Täter war es egal wen er erwischt... um die konkrete Frau ging es ihm nicht! Er kannte sie nicht und hatte damit auch keinen Grund genau diese Frau zu töten. Sie war ein Symbol. Alle anderen Demonstranten sollten das Gefühl haben der Nächste sein zu können. Hauptsache fies und blutig. Das nennt man dann
    "Terrorismus".

  19. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: quasides 18.08.17 - 15:26

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DeathMD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Konnte der Täter in Charlottesville davon ausgehen, dass es sich dabei
    > nur
    > > um politische "Feinde" handelt und sich nicht vl. eine unschuldige
    > Mutter
    > > mit ihrem Kind durch die Menge zwängt, weil sie einen Einkauf machen
    > will.
    >
    > Die Wahrscheinlichkeit dafür wäre ja wohl sehr, sehr gering gewesen.
    >
    > > Das war ein terroristischer Akt, ein politisch motivierter, aber eben
    > ein
    > > terroristischer Akt.
    >
    > Nein (IMHO), es war ein Mord, ein politisch motivierter, aber eben ein
    > Mord.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Nein wars beides nicht. Zur einer Politischen Motivation muss man erstmal Entscheidungsfähig sein. Der Täter war schizophren somit ist die Zurechnungsfähigkeit in Frage zu stellen.
    Doch auch wenn er zurechnungsfähig war was die Tat ansich betrifft so muss man jedwede Politisches Urteilsvermögen doch anzweifeln. Damit kann es sich keinesfalls um eine Politisch Motivierte Tat und schon gar nicht Terror handeln sondern Tatsächlich einen Einzelfall

  20. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Nikolai 18.08.17 - 15:27

    > So, jetzt aber mal Butter bei die Fische: Woher nimmst Du die Gewissheit,
    > dass der Täter "Angst und Schrecken" verbreiten (und nicht einfach nur ein
    > paar andersdenkende über den Haufen fahren) wollte?

    Das "einfach nur ein paar andersdenkende über den Haufen fahren" verursacht automatisch Angst und Schrecken! Es ist gar nicht möglich solch eine Tat zu begehen OHNE Angst und Schrecken zu verbreiten!

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