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"Terroranschlag"

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  1. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: violator 19.08.17 - 11:59

    Wenn sie das auslöst, was der Terrorist will, nämlich Angst unter bestimmten Menschen zu erzeugen. Ohne sowas zu wollen wäre die Aktion wirklich sinnlos.

  2. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: violator 19.08.17 - 12:03

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, denn er wollte nicht irgendjemanden töten, sondern hatte genau diese
    > Gegendemonstranten als Ziel.

    Und die Attentäter von Barcelona wollten auch nicht irgendjemanden töten, sondern genau diese Menschen, die da in Barcelona rumlaufen. Sonst hätten sie ja auch mit nem Auto in ne Gruppe IS-Terroristen in nem Ausbildungscamp fahren können. Aber nein, sie haben ihre Tat auf "Zivilisten in Barcelona" beschränkt.

  3. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Ach 19.08.17 - 12:04

    >Wir können immerhin sagen, DASS wir eine Einigung erziehlt haben. ;)

    Die Sache liegt doch sehr klar vor :

    Terror dient der Verbreitung von Angst und Schrecken unter Menschen, und der Einschüchterung von Menschen um diese gefügig zu machen. Dabei ist Töten kein Muss sondern eine Option. Terror kann man auch durch eine Entführung erreichen und allein schon durch die Androhung von Gewalt, beispielsweise ein Schulhofbuli oder eine Halbstarkenklicke welche die schwächeren Klassenkammeraden terrorisiert. Für die Definition von Terror ist übrigens die Größe der angegriffenen Gruppe gar nicht relevant.

    Ein Mord dient dagegen anderen Zielen als den gerade beschriebenen. Die Motive stehen dabei allein mit dem Mordopfer oder seiner Rolle/Funktion in Verbindung und sind mit dem Tot des Opfer bereits erfüllt. Entscheidend ist dass das Mordopfer von vorne herein feststeht, und selbst wenn das Opfer ein politischer Entscheidungsträger ist und das Motiv politisch ist, dann ist dessen Tötung kein Terror sondern ein politischer Mord. All das trifft aber überhaupt nicht zu auf den Charlottesville Täter.

    Der Charlottesville Täter hatte allerdings überhaupt kein mit der Frau in Verbindung stehendes Motiv, er kannte sie nicht einmal und hat sie wahrscheinlich auch nie zuvor gesehen. Sie wurde zum willkürlichen Opfer seiner politischen Agenda, welche alle die oben beschriebenen Merkmale echten Terrors erfüllt, was den Täter von Charlottesville zu einem eindeutigen Terroristen macht.

    Wiki Definition Terror :

    Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen. Laut Resolution 1566 des UN-Sicherheitsrates sind „terroristische Handlungen solche, die mit Tötungs- oder schwerer Körperverletzungsabsicht oder zur Geiselnahme und mit dem Zweck begangen werden, einen Zustand des Schreckens hervorzurufen, eine Bevölkerung einzuschüchtern oder etwa eine Regierung zu nötigen, und dabei von den relevanten Terrorismusabkommen erfasst werden“.

  4. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: violator 19.08.17 - 12:07

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, genau: Er hat ganz konkret diese Menschen angegriffen. Nicht
    > irgendjemand x-beliebigen

    Wollte er nicht. Er wollte die Gruppe an Menschen angreifen, aber nicht exakt diese Menschen. Wären da 100 andere Menschen gewesen, die für die gleiche Sache demonstrieren, hätte er sie auch angegriffen.

    Also nichts anderes als ein Terroranschlag wo man "beliebige Menschen mit der Eigenschaft XY" angreift.

  5. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: SelfEsteem 19.08.17 - 12:55

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Charlottesville Täter hatte allerdings überhaupt kein mit der Frau in
    > Verbindung stehendes Motiv, er kannte sie nicht einmal und hat sie
    > wahrscheinlich auch nie zuvor gesehen. Sie wurde zum willkürlichen Opfer
    > seiner politischen Agenda, welche alle die oben beschriebenen Merkmale
    > echten Terrors erfüllt, was den Täter von Charlottesville zu einem
    > eindeutigen Terroristen macht.

    Nein, das ist leider wieder mehr Kartenlegen als alles andere.
    Wenn er wuetend auf die Gegendemonstranten war und genau diese Gruppe vor Ort / vor ihm ausloeschen wollte, ohne an eine Destabilisierung der Ueberlebenden / restlichen Bevoelkerung / Aussenstehender etc. zu denken, waere es eben wieder kein Terrorismus.
    WENN, denn so wirklich klar ist das alles noch nicht - und wer meint es zu diesem Zeitpunkt genauestens zu wissen, ist wahlweise naiv oder ein Luegner.
    Aus ein paar Aufnahmen und Berichten kannst du hier keine detailierte Intention ableiten, die aber hier fuer die Kategorisierung entscheidend ist. Ob er seine Opfer als Personen bei Namen kannte, spielt fuer die Einstufung als Terrorismus keinerlei Rolle, sondern lediglich die Frage, ob es einen "groesseren Plan" im Hintergrund gab, der gegeben sein muss um es als Terrorismus einzustufen.

    Wie schon an anderer Stelle gesagt: Wartet doch die Ermittlungen ab, anstatt zu glauben, ihr koenntet das auf magische Weise einordnen. Keiner von Euch kann Gedanken lesen. Spekulieren kann man ja gerne, aber mir laeufts kalt den Ruecken runter, wenn einer ohne Zugang zu Details meint, etwas "eindeutig" zu wissen.

  6. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Ach 19.08.17 - 13:38

    >Nein, das ist leider wieder mehr Kartenlegen als alles andere.

    Nop

    >Nein, das ist leider wieder mehr Kartenlegen als alles andere.
    >Wenn er wuetend auf die Gegendemonstranten war und genau diese Gruppe vor Ort / vor ihm ausloeschen wollte, ohne an eine Destabilisierung der Ueberlebenden / restlichen Bevoelkerung / Aussenstehender etc. zu denken, waere es eben wieder kein Terrorismus.

    Das wäre in der Tat ein Grund, der einzige Grund würde ich sogar sagen, der diese Tat nicht als Terror definieren würde, sondern dann als eine Affekthandlung. Allerdings ist die Beweislage so klar, dass der Täter überhaupt erst mal beweisen müsste, dass diese Handlung aus Affekt geschah, also aus Affekt zu seinem Auto zu gehen und mit dem in eine Menschenmenge reinzurasen. Das wird dann schwierig zu beweisen, es kommt halt einfach nicht so oft vor dass jemand bei einer Demo oder überhaupt irgendwo aus Affekt mit seinem PKW in eine Menschenmenge rast.

    >WENN, denn so wirklich klar ist das alles noch nicht - und wer meint es zu diesem Zeitpunkt genauestens zu wissen, ist wahlweise naiv oder ein Luegner. Aus ein paar Aufnahmen und Berichten kannst du hier keine detailierte Intention ableiten, die aber hier fuer die Kategorisierung entscheidend ist.

    Alles ziemlicher Blödsinn. Du unterschätzt wie intensiv und schnell die Organe der Justiz und Presse bei so einem prominenten Fall aktiv werden. Das Motiv steht da bereits praktisch außer Frage. Aus seinem näherem Umfeld berichten alle von seiner kaum verheimlichten Begeisterung für Nazi Gedankengut erster Klasse. Judenfeindliche und Hitlerverehrende Aussagen aller Orts und häufig plus seinem Engagement in seiner Nazigruppe, der Typ war von seiner Motivation ein radikal denkender Vollblut-Nazi.

    >Ob er seine Opfer als Personen bei Namen kannte, spielt fuer die Einstufung als Terrorismus keinerlei Rolle, sondern lediglich die Frage, ob es einen "groesseren Plan" im Hintergrund gab, der gegeben sein muss um es als Terrorismus einzustufen.

    In jedem Fall außer der Affekthandlung spielt die Beziehung zum Opfers eine ganz entscheidende, sogar die wesentliche Rolle. Darin erklärt sich überhaupt erst mal das Motiv der Tat, wobei diese Aktion als Affekthandlung durchzudrücken wie gesagt äußerst unwahrscheinlich ist, wie sehr du dir so einen Winkelzug auch wünschen magst.

    >Wie schon an anderer Stelle gesagt: Wartet doch die Ermittlungen ab, anstatt zu glauben, ihr koenntet das auf magische Weise einordnen. Keiner von Euch kann Gedanken lesen. Spekulieren kann man ja gerne, aber mir laeufts kalt den Ruecken runter, wenn einer ohne Zugang zu Details meint, etwas "eindeutig" zu wissen.

    Nop, komplett falsch, du bist einfach nur zu langsam. Hast du selber überhaupt mal damit begonnen zu recherchieren statt zu spekulieren? Zum einen sollte man sich über die Definition der Begriffe schlau machen, über die konkrete(nicht die ungefähre)Rechtslage und schließlich sollte man mal erfassen, was man bereits über den Täter selber ermittelte. Und wenn man das macht, dann kommt man zu dem juristisch eindeutigem Schluss, dass es sich hierbei um einen brutalen terroristischen Akt handelte. Find dich damit ab dass ebenso Alt-Right-Terror Terror ist, gibt keine Extrawürste.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.17 13:48 durch Ach.

  7. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: SelfEsteem 19.08.17 - 14:26

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nop
    Oh doch.

    > Das wäre in der Tat ein Grund, der einzige Grund würde ich sogar sagen, der
    > diese Tat nicht als Terror definieren würde, sondern dann als eine
    > Affekthandlung. Allerdings ist die Beweislage so klar, dass der Täter
    > überhaupt erst mal beweisen müsste, dass diese Handlung aus Affekt geschah,
    > also aus Affekt zu seinem Auto zu gehen und mit dem in eine Menschenmenge
    > reinzurasen. Das wird dann schwierig zu beweisen, es kommt halt einfach
    > nicht so oft vor dass jemand bei einer Demo oder überhaupt irgendwo aus
    > Affekt mit seinem PKW in eine Menschenmenge rast.

    Naja ... eigentlich muss trotz aller Widerwaertigkeiten nicht er beweisen, dass es eine Affekthandlung war, sondern die Anklaeger, dass es Terrorismus war.
    Der Witz an der Lage in den USA ist, dass beide Extremisten-Laeger so derb aufgeheizt sind und sich am laufenden Band so angiften, dass es nur eine Frage der Zeit sein kann, bis einer voellig durchdreht und Morde begeht.
    Ich sehe nicht womit bewiesen waere, dass das hier nicht der Fall war - und du scheiterst daran, es aufzuzeigen (und nein, es zu behaupten reicht nicht aus).

    Ob er "nur" als Moerder oder als Terrorist verurteilt wird, ist mir btw. relativ schnuppe - solange der Knabe fuer immer weggesperrt wird.
    Relevant ist die Unterscheidung aber dafuer, wie man mit der Gruppierung im Detail umgeht.

    > Alles ziemlicher Blödsinn. Du unterschätzt wie intensiv und schnell die
    > Organe der Justiz und Presse bei so einem prominenten Fall aktiv werden.
    > Das Motiv steht da bereits praktisch außer Frage. Aus seinem näherem Umfeld
    > berichten alle von seiner kaum verheimlichten Begeisterung für Nazi
    > Gedankengut erster Klasse. Judenfeindliche und Hitlerverehrende Aussagen
    > aller Orts und häufig plus seinem Engagement in seiner Nazigruppe, der Typ
    > war von seiner Motivation ein radikal denkender Vollblut-Nazi.
    Von der Motivation her ein radikaler Vollblutnazi zu sein, macht einen zu einem radikalen Vollblutnazi, zu einem A-Loch und zu einer ganzen Reihe anderer Dinge, aber eben nicht _automatisch_ zu einem Terroristen.
    Terrorismus hat einen Mechanismus, der hier aufgezeigt werden muesste, was aber noch nicht getan wurde - jedoch durchaus noch kommen kann.

    Es waere im Uebrigen auch Terrorismus, wenn es ihm selbst nur gerade spontan um die Ausloeschung der vor ihm stehenden Gruppe ginge (also vordergruendig spontan ausgerastet), er aber vorher (Tage / Wochen / Monate) von einem anderen angestachelt wurde, dem es um mehr geht. Damit waere er zwar nicht mehr das "Mastermind" im Hintergrund (was der Idiot so oder so nicht ist), sondern nur der ausfuehrende Depp, aber der Fall als ganzes wuerde unter Terrorismus fallen - und haette an dem Punkt auch eher Aehnlichkeit mit einigen Anschlaegen durch IS-Anhaenger. Fuer die Gesellschaft ware das nochmals schlimmer.
    Dafuer muss aber die Gruppe, in der er sich aufgehalten hat, analysiert werden.

    Und nein, die Infos, die bislang zusammengetragen und veroeffentlicht wurden, reichen dafuer schlicht nicht aus - dafuer ist der Fall nicht eindeutig genug, auch wenn du es gern so haettest.

    > In jedem Fall außer der Affekthandlung spielt die Beziehung zum Opfers eine
    > ganz entscheidende, sogar die wesentliche Rolle. Darin erklärt sich
    > überhaupt erst mal das Motiv der Tat, wobei diese Aktion als Affekthandlung
    > durchzudrücken wie gesagt äußerst unwahrscheinlich ist, wie sehr du dir so
    > einen Winkelzug auch wünschen magst.

    "Wuenschen"? Sonst aber alles gut bei dir? Ist das jetzt wieder der naechste Versuch, jeden Abweichler als Nazi abzustempeln, oder wie soll ich so eine Einlage verstehen?

    Und nein, Terrorismus hat einen zugrundeliegenden Mechanismus, fuer den die Beziehung zum (getoeteten) Opfer keine Rolle spielt.


    > Nop, komplett falsch, du bist einfach nur zu langsam. Hast du selber
    > überhaupt mal damit begonnen zu recherchieren statt zu spekulieren?
    "Selbst recherchieren"? Es ist relevant, was die genaue Analyse von ihm und seiner Umgebung durch die Behoerden und Psychologen ergeben - nicht was irgendwer meint bei Facebook gefunden zu haben.
    Wir streiten uns hier nicht darueber, ob der Typ ein Dreckssack ist, sondern ob die Tat unter "Terrorismus" faellt - was so eindeutig nicht ist, wie du voellig faelschlicher Weise glaubst.

    > Zum
    > einen sollte man sich über die Definition der Begriffe schlau machen, über
    > die konkrete(nicht die ungefähre)Rechtslage und schließlich sollte man mal
    > erfassen, was man bereits über den Täter selber ermittelte. Und wenn man
    > das macht, dann kommt man zu dem juristisch eindeutigem Schluss, dass es
    > sich hierbei um einen brutalen terroristischen Akt handelte.
    *seufz* erstmal ist es ueberhaupt keine juristische Frage, ob es Terrorismus ist.
    Du hast oben selbst eine Definition gepostet, von der du spaeter einfach mal behauptet hast, sie waere erfuellt, versagst aber voellig dabei aufzuzeigen, womit sie erfuellt wird.
    Dass er ein Nazi und Extremist ist, reicht hier schlicht nicht aus.

    Bei Nazis, die Molotovcocktails in Fluechtlingsheime werfen, ist das deutlich einfacher, weil da eine eindeutige Planung vorliegt, das Ziel offensichtlich ist, Angst zu schueren und keine Situation vorliegt, in der Leute spontan durchdrehen. Das alles ist in dem Fall hier anders.
    Wenn du den Fall falsch kategorisierst und dich als Folge auf das falsche konzentrierst, loest du keine Probleme, aber uebersiehst weitere durchdrehende Nazis.


    > Find dich
    > damit ab dass ebenso Alt-Right-Terror Terror ist, gibt keine Extrawürste.
    Ich soll mich damit "abfinden"? Wo zum Teufel soll ich denn jemals angezweifelt haben, dass es Terror von Rechts gibt? Spar dir solche Einwuerfe - weder verteidige ich die Rechten, noch bin ich selbst rechts oder radikal oder extremistisch veranlagt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.17 14:29 durch SelfEsteem.

  8. Re: "Terroranschlag"

    Autor: Ach 19.08.17 - 14:37

    >Naja ... eigentlich muss trotz aller Widerwaertigkeiten nicht er beweisen, dass es eine Affekthandlung war, sondern die Anklaeger, dass es Terrorismus war.

    Verstehst du falsch. Nur wenn es eine Handlung im Affekt war, ist es kein terroristischer Akt. Sonst ist es in jedem Fall ein terroristischer Akt, und eine Handlung im Affekt ist super schwer zu beweisen. Allein der Zeitraum zwischen zum Auto gehen, Einsteigen/Anlassen, zurück zur Demo fahren. Affekthandlung ist wenn man jemandem ins Gesicht unmittelbar nach einer Beschimpfung etwa, oder wenn man angespuckt wurde u.ä..

    Kann jetzt keider nicht weiter machen, muss dir später antworten...

  9. Re: "Terroranschlag"

    Autor: SelfEsteem 19.08.17 - 15:02

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Naja ... eigentlich muss trotz aller Widerwaertigkeiten nicht er beweisen,
    > dass es eine Affekthandlung war, sondern die Anklaeger, dass es Terrorismus
    > war.
    >
    > Verstehst du falsch. Nur wenn es eine Handlung im Affekt war, ist es kein
    > terroristischer Akt. Sonst ist es in jedem Fall ein terroristischer Akt,
    > und eine Handlung im Affekt ist super schwer zu beweisen. Allein der
    > Zeitraum zwischen zum Auto gehen, Einsteigen/Anlassen, zurück zur Demo
    > fahren. Affekthandlung ist wenn man jemandem ins Gesicht unmittelbar nach
    > einer Beschimpfung etwa, oder wenn man angespuckt wurde u.ä..
    Rein rechtlich hast du voellig recht, aber der juristische Aspekt ist doch voellig nebensaechlich.
    Was juristisch korrekt ist und was "wirklich" ist, muessen nicht zwingend die selben Dinge sein. Wenn du mich hier als A-Loch bezeichnen wuerdest, waere es rechtlich eine Beleidigung - deswegen muesste ich mich aber noch lange nicht beleidigt fuehlen. Hier waere fuer mich der rechtliche Aspekt auf die selbe Weise irrelevant.

    Wenn du einen Durchgeknallten mit kurzer Zuendschnur vor dir hast, ist es recht problemlos moeglich den so aufzuheizen, dass dieser ueber Stunden hinweg zu einem Mord faehig ist.
    Terrorismus ist aber mehr als das - bzw. anders.

    Die Fusion diverser rechtsextremer Gruppierungen in den USA (also KKK, Alt-Right, Identitarians, White Nationalists etc.), in deren Kontext der Anschlag passiert ist, ist immernoch ein relativ junges Phaenomen und es traegt einfach nicht dazu bei, die Dynamiken darin zu begreifen, wenn man vorschnell ein paar Begriffe aus der Schublade zieht und damit umsich wirft.

    > Kann jetzt keider nicht weiter machen, muss dir später antworten...

    Keine Eile



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.17 15:03 durch SelfEsteem.

  10. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    Autor: Ach 20.08.17 - 03:33

    >Ich soll mich damit "abfinden"? Wo zum Teufel soll ich denn jemals angezweifelt haben, dass es Terror von Rechts gibt? Spar dir solche Einwuerfe - weder verteidige ich die Rechten, noch bin ich selbst rechts oder radikal oder extremistisch veranlagt.

    Ich war vorhin der fälschlichen Überzeugung, dass du die Alt-Right-Bewegung schützt, und das tut mir leid, dass ich dich da falsch verortet habe. Allerdings kann ich mit deinen Ausführungen trotzdem nicht viel anfangen.

    >*seufz* erstmal ist es ueberhaupt keine juristische Frage, ob es Terrorismus ist.
    >Du hast oben selbst eine Definition gepostet, von der du spaeter einfach mal behauptet hast, sie waere erfuellt, versagst aber voellig dabei aufzuzeigen, womit sie erfuellt wird.

    Dann hast du die Zusammenhänge schlicht nicht nachfolzogen oder nicht begriffen. Besagte Definition lautete:

    >Terror dient der Verbreitung von Angst und Schrecken unter Menschen, und der Einschüchterung von Menschen um diese gefügig zu machen. Dabei ist Töten kein Muss sondern eine Option....

    Angst und Schrecken verbreitete der Täter als er mit seinem schwarzen Wagen auf die Menge zuraste. Bei diesem Anblick wird einigen Menschen das Herz in die Hose gerutscht sein und einige werden wahrscheinlich eine ständige Erinnerung und große Angst davon tragen und jedes mal wenn sie einem Neo Nazi begegnen einen großen Bogen machen alias gefügig. Der Täter wusste nicht wen er mit seiner Tat verletzte, er wusste nicht mal ob und wenn vieviel Menschen er töten würde, aber, und das ist das wesentliche, er nahm Todesopfer in kauf.

    >Dass er ein Nazi und Extremist ist, reicht hier schlicht nicht aus.

    Und dass er Tote in Kauf nahm erfuhr man, weil die wortstarken Spuren seines bisherigen Nazidaseins ihn nicht nur als großes Arschloch outeten(was in diesem Zusammenhang übrigens gleichgültig ist), und vielmehr von seiner politischen Motivation kündigten und von seiner Bereitschaft und seiner Lust für diese Motivation über Leichen zu gehen.


    >Es waere im Uebrigen auch Terrorismus, wenn es ihm selbst nur gerade spontan um die Ausloeschung der vor ihm stehenden Gruppe ginge (also vordergruendig spontan ausgerastet), er aber vorher (Tage / Wochen / Monate) von einem anderen angestachelt wurde, dem es um mehr geht. Damit waere er zwar nicht mehr das "Mastermind" im Hintergrund (was der Idiot so oder so nicht ist), sondern nur der ausfuehrende Depp, aber der Fall als ganzes wuerde unter Terrorismus fallen - und haette an dem Punkt auch eher Aehnlichkeit mit einigen Anschlaegen durch IS-Anhaenger. Fuer die Gesellschaft ware das nochmals schlimmer.
    >Dafuer muss aber die Gruppe, in der er sich aufgehalten hat, analysiert werden.

    Welche konkrete Handlung willst du aus der Analyse herrauskristallisieren, die dann was genau wie definiert?

    Was dir in deinen Ausführungen abgeht, das ist eine klare Definition mit klaren Regeln darüber, welche Motive und Handlungen auf welcher Grundlage als terroristisch zu werten sind und welche nicht. Einfach nur eine Geschichte zu erzählen und die aus dem Bauchgefühl der einen oder anderen Seite zuzuordnen reicht da einfach nicht aus. Nachvollziehbare, beliebig wiederholbare und vor allem eindeutige juristische "Formeln" sind notwendig um eindeutige Aussagen über neue Fälle machen zu können wie auch über den Charlottesville Fall. Jene klaren Regeln kommen bei dir nicht vor, solche klaren Regeln übersiehst du in den Aussagen von mir, und damit erkennst du auch nicht, dass der Charlottesville Fall eigentlich klar definiert ist. Wo du solche Regeln allerdings finden kannst, das ist in den Wikipediaausführungen über den Terror. Und das was dort steht, stellt für unserem Diskussion das Mindestwissen dar, dafür dass sich aus dem Gespräch etwas sinnvolles entwickeln sollte.


    >Naja ... eigentlich muss trotz aller Widerwaertigkeiten nicht er beweisen, dass es eine Affekthandlung war, sondern die Anklaeger, dass es Terrorismus war.

    Warum sollte das der Fall sein? Nach welcher Logik gehst du vor? Ich erkenne in deiner Aussage nämlich keine. Unter Affekthandlungen versteht man übrigens eine unmittelbare Reaktion, z.B. dass man auf ein Schimpfwort mit einer Ohrfeige reagiert, praktisch eine körperliche Reaktion über die man nicht nachdenkt. Wesentlich ist dabei der zeitliche Abstand zwischen dem Auslöser und der Antwort in Form des Affekts. Der Abstand muss so klein sein, dass man eben keine Zeit hat zum nachdenken, denn sobald man nachdenkt wird die Antwort zu einer bewussten Antwort. Die Zeitspanne, die zwischen dem Gang des Charlottesville Täters zu seinem Wagen und dem Steuern des Wagens durch die Straßen bis zu den Protestierenden verging, ist im Grunde unmöglich als Affekt zu verorten, und damit und bleibt einfach nur noch die Zuordnung der Tat als Terrorakt übrig.

    >Der Witz an der Lage in den USA ist, dass beide Extremisten-Laeger so derb aufgeheizt sind und sich am laufenden Band so angiften, dass es nur eine Frage der Zeit sein kann, bis einer voellig durchdreht und Morde begeht.

    Und wenn sich diese Morde dann gegen die andere auf Grund ihrer politischen Zugehörigkeit richten und diese Morde der Verbreitung von Angst und Schrecken unter denen dienen, und der Einschüchterung von denen um diese gefügig zu machen(usw.), dann sind auch das Terrorakte, und du erkennst, sry aber, den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    >Ich sehe nicht womit bewiesen waere, dass das hier nicht der Fall war - und du scheiterst daran, es aufzuzeigen (und nein, es zu behaupten reicht nicht aus).

    Dann schau dir endlich mal die Wiki an, bzw. lese diesen Beitrag nochmal von Vorne.

    >solange der Knabe fuer immer weggesperrt wird.

    Nicht für immer aber für sehr lange.

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