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Es gibt bereits einen Speicher mit viel höherer Energiedichte

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  1. Re: Es gibt bereits einen Speicher mit viel höherer Energiedichte

    Autor: schueppi 18.06.20 - 10:02

    Ab diesem Punkt denke ich nur noch an Fisch...

  2. Re: Es gibt bereits einen Speicher mit viel höherer Energiedichte

    Autor: Ach 18.06.20 - 15:01

    blaub4r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein Autos sind nicht die Strom hungrigsten Elemente. Es gibt bedeutend
    > mächtigere Strom Verbraucher.

    Ich weis nicht von welchem Szenario du sprichst, aber im Haushalt ist das so. Im Haushalt ist das e-Auto der größte Stromverbraucher und mit dem Laden des Wagens über die eigene Solaranlage lässt sich genau aus diesem Grund auch das meiste Geld sparen.

  3. Re: Es gibt bereits einen Speicher mit viel höherer Energiedichte

    Autor: Ach 18.06.20 - 16:33

    > Könnte man nicht diese überschüssige Energie nutzen, um damit Sprit zu machen?

    Immer wieder dieser Vorschlag! Vielleicht hilft es ja mal durchzuchecken was sich da real überhaupt anbietet und wie sich das real im besten Fall abspielen könnte :

    1. Den Erneuerbaren Überschuss gibt es so noch nicht!
    Es gab in der Geschichte des Deutschen Stromnetzes soweit nur zwei oder drei mal einen kurzen Moment, in dem die Erneuerbaren bilanziell den Strombedarf des ganzen Landes überstiegen. Für sehr kurze Zeit an besonders windigen Feier- oder Sonntagen im Winter war das mal der Fall. Was man dagegen heute mit Überschussszenario meint, das sind nicht die Erneuerbaren alleine, sondern klassische Kraftwerke die zusammen mit den Erneuerbaren den Strombedarf des Landes übersteigen. In all diesen Fällen wäre es aber im Sinne der CO2 Einsparung sehr ungeschickt diesen Überschussstrom in eine H2-Elektrolyse zu schicken, wenn man alternativ mehr der Kohlekraftwerke herunter fahren könnte, welche man bei einem Stromübeschuss für das Netz ja überhaupt nicht mehr benötigt. Denn während still stehende Kohlekraftwerke die CO2 Produktion zu 100% einsparen, verschenkt man mit Kohlekraftwerken, die mit ca. 50% Wirkungsgrad Eletrolyseure mit rund 70% betreiben (100%-[0,50 X 0,70 X 100%]) rund 65% der in der Kohle enthaltenen Energie in Form von Wärme an die Umgebung. Den Prozess kann man am einfachsten als die Umwandlung der chemisch in der Kohle enthaltenen Energie in chemische im Wasserstoff enthaltene Energie verstehen, wobei man nach dieser Umwandlung nur noch 35% der Ausgangsenergie im Wasserstoff übrig hat, oder kurz : solange man noch CO2 produzierende Kraftwerke im Netz hat, ist es immer effizienter diese abzuschalten, anstatt mit deren Energie Elektrolyseure betreiben zu wollen.

    2. Ohne Puffer läuft nichts
    Elektrolyseure sind genauso wie Brennstoffzellen echte Diven. Beide wollen mit einer bestimmten und immer gleichen Spannung betrieben werden. Sonst fällt ihr Wirkungsgrad ins Bodenlose und der Verschleiß der kostbaren Platinelektroden steigt ins wirtschaftlich Untragbare. Dabei ist es gleichgültig ob die Netzfluktuation vom Zufall bestimmt wird oder vorhergesagt werden kann, die Fluktuation muss einfach immer abgefangen werden, und das gelingt außer mit schnellen Gaskraftwerken, mit denen man sich aber wieder CO2 Erzeuger ins Netz holt, oder mit dem zu- und abschalten von Erneuerbaren, die man(bis auf die kurzzeitspeicherbare Biomasse und Wasserkraft aber durchlaufen lassen will), nur mit groß angelegten Batteriepuffern.

    Wenn man aber Batterien installiert, und zwar ausreichend viele um die fluktuierende Stromversorgung einer sehr breit aufgestellte H2 Produktion über ausreichende Zeiträume auszunivellieren, dann braucht man die H2 Produktion nicht mehr! Dann arbeitet man am effizientesten und spart das aller meiste CO2 dadurch ein, die EEs komplett ins Netz einspeisen zu lassen, und die Batterien explizit dazu einzusetzen, den Anteil der Fossilen so niedrig wie möglich zu halten.

    3. Nächste Station ist die tatsächliche Überproduktion mit Erneuerbaren.
    Erst wenn die EE Produktion tatsächlich, konstant und sicher unseren Strombedarf übersteigt, lohnt es sich den Strom in H2 umzuwandeln. Aber auch dieses Szenario funktioniert nicht ohne einen ausreichend großen Batteriepuffer um die auch in diesem Fall allgegenwärtigen Fluktuationen abzufangen. Was also am Ende übrig bleibt, ist der Batteriepuffer. Denn braucht es immer, ganz egal was man macht.

  4. Synfuels machen nicht überall Sinn

    Autor: CptBeefheart 18.06.20 - 17:15

    Deine Aussage ist 100% richtig. Bei Flugzeugen und Hochseeschiffen sehe ich auch keine andere Möglichkeit als diese mit Synfuels klimaneutral zu betreiben.

    Das Problem von Synfuels entsteht aber leider bei der Frage des Wirkungsgrades. Batteriebetriebene Fahrzeuge haben einen sehr guten Well-to-Whell Wirkungsgrad. Bei H2 und Synfuels geht aber recht viel Energie verloren. Bei der elektrischen Herstellung von Synfuels bräuchte man ungefähr drei mal so viel Regenerativen Strom wie bei Batteriefahrzeugen. Wir brächten daher viel mehr Solar- und Windkraftwerke um unsere Mobilität mit genug Synfuels decken zu können. Wir müssten daher in regenerative Stromerzeugung in anderen Ländern investieren. Ob das geopolitisch so geschickt ist, ist die Frage. Alleine von den Investitionen und der Infrastruktur die man z.B. in Nordafrika aufbauen müsste ist das Projekt gigantisch.

    Wenn die Synfuels aus der Landwirtschaft kommen sollen, haben wir die Konkurrenz zu Lebensmitteln. Wenn die Welt in allen Mobilitätsbereiche auf Synfuels laufen würde bekämen wir auch hier ein Problem. In Zukunft könnten genetisch modifizierte Algen interessant werden. Dann könnten Brachflächen für die Produktion von Synfuels verwendet werden. Da sind wir aber noch nicht.

    Aus diesem Grund, und weil Akkus schon heute "good enough" sind, muss man bei Synfuels eben ein wenig vorsichtig sein. Für manche Bereiche werden wir sie brauchen, aber sie werden nicht überall die Akkus ersetzen können.

  5. Re: Es gibt bereits einen Speicher mit viel höherer Energiedichte

    Autor: berritorre 19.06.20 - 01:04

    Was auch noch interessant ist: Hier darf das Benzin schon heute bis zu 27% Ethanol enthalten, ab 2022 wohl dann 30% und ab 2030 sogar 40%.

    Auch witzig: "Känguruh-Benzin".
    Vor 10 Jahren oder so, hatte ich mal einen Renault Megan Sedan gemietet. Das war offensichtlich ein importiertes Fahrzeug, da es nur Benzin schluckte. Irgendwann mitten auf der autobahnartigen Landstrasse kam es nach einem Tankstopp dann zu einem enormen Kraftverlust. Das Gaspedal war voll durchgedrückt und das Fahrzeug hat sich nur noch mit 20-30km/h vorwärtsbewegt. Dann auf dem Schotterparkplatz auf den ich rausgefahren bin hat das Auto plötzlich wieder gezogen. Mit durchgedrücktem Gaspedal ist das dann natürlich ein echter Spass.

    Irgendwann habe ich es zu einer anderen Tankstelle geschafft. Mit neuem Benzin hat es dann alles wieder geklappt und die Reise konnte weiter gehen.

    Aber Känguruh-Benzin ist kein Spass.

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