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Rohstoffknappheit?

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  1. Rohstoffknappheit?

    Autor: derLaie 17.06.20 - 14:45

    Also ich habe noch nie irgendwo mitbekommen dass die Akkuproduktion von der Menge an Rohstoffen limitiert ist. Es liegt schlicht weg daran dass es nicht genug Fabriken gibt.

    Lithium ist auch nicht knapp sondern nur gut auf der Erde verteilt. Es gibt keine Großvorkommen wie das zB. bei Kohle der Fall ist. Der Anteil an der Erdkruste ist 20ppm, das ist 300 mehr als Silber (ca. 0,07ppm) und damit mehr als genug um daraus Akkus in Massen zu bauen. Man könnte also jedes Silberkettchen mit nem 30 Kilo Brocken Lithium ersetzen was pro Person vollkommen ausreichend ist. (10 kg pro Akku im Tesla Model S)

    Knapp würde es nur werden wenn wir anfangen würden damit unsere Straßen zu asphaltieren bzw. Lithium-Legierungen als Aluersatz zu benutzen.

    Zahlen hier entnommen: [www.uniterra.de]

    Laut [www.sciencedirect.com] gibt es ca. 230 Tonnen and Lithium in den Ozeanen. Das sind pro Kopf also fast 30 Tonnen bzw. 3000 Elektroautos wenn wir von der heutigen Energiedichte ausgehen.

    Das "Lithium ist knapp" Argument ist also keines.



    10 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.20 14:59 durch derLaie.

  2. Re: Rohstoffknappheit?

    Autor: wernerderchamp1 17.06.20 - 15:05

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich habe noch nie irgendwo mitbekommen dass die Akkuproduktion von der
    > Menge an Rohstoffen limitiert ist. Es liegt schlicht weg daran dass es
    > nicht genug Fabriken gibt.
    >
    > Lithium ist auch nicht knapp sondern nur gut auf der Erde verteilt. Es gibt
    > keine Großvorkommen wie das zB. bei Kohle der Fall ist. Der Anteil an der
    > Erdkruste ist 20ppm, das ist 300 mehr als Silber (ca. 0,07ppm) und damit
    > mehr als genug um daraus Akkus in Massen zu bauen. Man könnte also jedes
    > Silberkettchen mit nem 30 Kilo Brocken Lithium ersetzen was pro Person
    > vollkommen ausreichend ist. (10 kg pro Akku im Tesla Model S)
    >
    > Knapp würde es nur werden wenn wir anfangen würden damit unsere Straßen zu
    > asphaltieren bzw. Lithium-Legierungen als Aluersatz zu benutzen.
    >
    > Zahlen hier entnommen:
    >
    > Laut gibt es ca. 230 Tonnen and Lithium in den
    > Ozeanen. Das sind pro Kopf also fast 30 Tonnen bzw. 3000 Elektroautos wenn
    > wir von der heutigen Energiedichte ausgehen.
    >
    > Das "Lithium ist knapp" Argument ist also keines.

    Glaube der Hauptpunkt ist, das die Förderung wohl zu teuer wäre (ist immer noch relativ wenig Lithium/Liter) um damit überhaupt mithalten zu können. In den Seen, aus den das Lithium gefördert wird, ist die Konzentration über 1.000 mal so hoch

  3. Re: Rohstoffknappheit?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 17.06.20 - 15:13

    Das Problem ist nur, dass 30 Tonnen Lithumerz abgebaut werden müssen (findet aktuell in Australien statt, wo über die Hälfte der weltweiten Lithumproduktion herkommt) um einen 30kg Brocken Lithium zu erzeugen. Dazu kommt noch alles Gestein das zusätzlich abgebaut werden muss, um an das Erz zu kommen. Sagen wir 50 bis 100 Tonnen Gestein.

    Beim Kobalt - das in den meisten Lithiumakkus immernoch 20% der Kathode ausmacht und damit mehr Gewicht als das Lithium - sieht es noch schlechter aus. Da müssen 20-70 Tonnen Erz für ein Kilo Kobalt abgebaut werden.

    Die Alternative ist zur nächsten Steinsalzhalde zu gehen, wo in Deutschland mehr als eine Milliarde Tonnen Natriumchlorid wortwörtlich auf Halde liegen, und dort mit der Schubkarre 60kg Salz abzuholen. Nickel ist über 10 mal so häufig wie Kobalt und bei Mangan gelten erst Anteile ab 55% als Durchschnittlich und bei Eisen wäre das immernoch unwirtschaftlich schlecht.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  4. Re: Rohstoffknappheit?

    Autor: blaub4r 18.06.20 - 03:28

    230 Tonnen in den Ozeanen. Die Ozeane machen gut 70% der Oberfläche aus. Von der Tiefe mal zu schweigen.

    Darin 230 Tonnen zu bergen kann man nicht mal als Mammut Aufgabe bezeichnen. Du müsstest ja quasi die Ozeane filtern. Mehrmals. Und das für lächerliche 230 Tonnen ?

  5. Re: Rohstoffknappheit?

    Autor: Enyaw 18.06.20 - 07:55

    es geht um 230 Milliarden Tonnen

  6. Re: Rohstoffknappheit? - Ja!

    Autor: Kondratieff 18.06.20 - 08:18

    Es gibt einen definitorischen Unterschied zwischen Ressourcen, Reserven und Geopotenzialen, den du in der Acatech-Studie "Rohstoffe für die Energieversorgung der Zukunft" nachlesen kannst.

    Kurz: Nur weil etwas an sich vorhanden ist, heißt es nicht automatisch, dass wir auch drankommen.

  7. Re: Rohstoffknappheit?

    Autor: Dwalinn 18.06.20 - 09:08

    Gut verteilt ist ja schon das Stichwort. Geh mal zum Strand und werf ein paar Hände Salz in den Wind, danach einen Zuckerwürfel. Viel Spaß beim einsammeln.

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