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Stationäre Energiespeicher

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  1. Stationäre Energiespeicher

    Autor: bifi 17.06.20 - 13:48

    Wenn diese alles tatsächlich in gute Produkten endet, dann wäre dies tatsächlich eine sehr gute praktikable und günstige Lösung für stationäre Energiespeicher. Perfekt um die unregelmäßige Energieerzeugung der erneuerbaren Energien zu Puffern.

    Was hier benötigt wird: große Energiespeicher für wenig Geld.
    Was egal ist: Energiedichte pro Volumen und pro Gewicht.

    Und letzten Endes um ein Vielfaches Effizienter als „mit überschüssiger Energie können wir H2 produzieren um dies in Mangelzeiten in Brennstoffzellen zu schicken“.

  2. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: EWCH 17.06.20 - 13:53

    fuer den Zweck sind Gewicht und Groesse in der Tat fast egal (in gewissen Grenzen).
    Aber die Zyklenfestigkeit ist entscheidend fuer die Kosten pro verspeicherter kWh.
    Ein LiFePo Akku ist hier aktuell unschlagbar.

  3. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: amie 17.06.20 - 16:14

    Je nach Preis ist dann auch die Zyklenfestigkeit egal

  4. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: EWCH 17.06.20 - 17:54

    > Je nach Preis ist dann auch die Zyklenfestigkeit egal

    als Solarakkus sind die hier angegebenen 500 Zyklen klar zu wenig. Wenn der Akku jeden Tag aufgeladen und jede Nacht entlanden wird dann muss er nach 500 Tagen getauscht werden.
    Das will sich do keiner antun.
    Ein LiFePo schafft bis zu 10000 Zyklen.

  5. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: most 17.06.20 - 18:01

    Ich fände ja Kleinstanlagen interessant, ich könnte hier ne Wand bestücken mit ein paar Modulen, 100 Watt gibt es ja schon für knapp 70¤

    Paar dicke Dübel in die Wand, Panel dranhängen, Kabelkanal zum Energiespeicher ziehen, der zumindest in der Sommerzeit die überschüssige Tagesenergie puffern kann und das ganze dann per Steckdose ans Netz anschließen.
    Wenn man das ein durchdachtes System ist, dann kann man da ja fast nichts falsch machen, wenn man nur ein paar Kabel zusammenstecken muss. Meinetwegen soll halt noch ein Elektriker das ganze abnehmen.

    Lohnt sich heute nicht, weil die Energieversorger sich quer stellen und wenn man das vom Fachbetrieb machen lässt, dann zahlt man die ersten zwei, drei Jahre erst mal die Handwerkerrechnung mit dem Sonnenstrom ab.
    Eine senkrechte Wandmontage ist dann noch mal uninteressanter, weil der Wirkungsgrad geringer ist.

  6. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 17.06.20 - 18:23

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Je nach Preis ist dann auch die Zyklenfestigkeit egal
    >
    > als Solarakkus sind die hier angegebenen 500 Zyklen klar zu wenig. Wenn der
    > Akku jeden Tag aufgeladen und jede Nacht entlanden wird dann muss er nach
    > 500 Tagen getauscht werden.
    > Das will sich do keiner antun.
    > Ein LiFePo schafft bis zu 10000 Zyklen.

    Die 500 Zyklen sind auch der worst case, mit Tiefentlandung und voller Ladung. Die gleichen Akkus würden viele tausend Zyklen durchhalten, wenn sie nur teilweise geladen/entladen würden. Es gibt aber ja auch schon Architekturen, die selbst im worst case 1200 Zyklen durchhalten. Vieles davon ist einfach ein Zeitproblem. Ein Jahr hat nur 8760 Stunden, da ist es schwer, 10.000 Zyklen zu testen, wenn wichtige Entwicklungen erst im Lauf der letzten 2-3 Jahren veröffentlicht wurden. Erst recht nicht unter milden Bedingungen. Also 1C oder weniger, das heißt eine Stunde laden und eine Stunde entladen, wenn's geht noch länger. Da werden 2 Jahre schon echt knapp. :)

    Deswegen gehe ich auch davon aus, dass einige Akkus zur Zeit einfach auf Testbänken vor sich hin laufen und die Testläufe einfach noch nicht durch sind. Aber 1200 Zyklen bei Schnellladung in jeweils 12 Minuten ist schonmal ein gutes Ergebnis und deutet einiges an Reserven an. Einige der billigen Preußisch-Blau Kathoden halten, allein getestet, auch über 3000 Zyklen in 6-Minuten-Zyklen durch. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013468619324053

    Die Anoden spielen jenseits der 1000 Zyklen nur noch nicht ganz mit, aber dort gibt/gab es ja lange das Problem, dass sie ohne eine passende Kathode nicht venünftig getestet werden konnten und vorzeitig zerstört wurden.
    https://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2019/nr/c9nr07545c#!divAbstract

    Erst vor ein paar Tagen kam das paper hier raus: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0167577X20308144
    Und wenn so eine Anode nach 250 Zyklen (querbeet, von Minuten bis Stunden Ladezeit) noch 98,6% Kapazität hat, dann ist da mit Sicherheit gerade noch eine im Langzeittest um zu schauen, ob sie auch ... linear grob extrapoliert 3600 Zyklen durchhält.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.20 18:41 durch Frank Wunderlich-Pfeiffer.

  7. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: GangnamStyle 17.06.20 - 19:14

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > fuer den Zweck sind Gewicht und Groesse in der Tat fast egal (in gewissen
    > Grenzen).
    > Aber die Zyklenfestigkeit ist entscheidend fuer die Kosten pro
    > verspeicherter kWh.
    > Ein LiFePo Akku ist hier aktuell unschlagbar.
    Kann ich zustimmen. Wenn es um Zyklenfestigkeit und Preis geht, ist LiFePO4 unschlagbar. Daher wird diese Batteriechemie häufig in Solarspeicher benutzt. Nur mit der Leistungsdichte hapert die Batteriechemie. Dort ist Li-NMC/NMA-Typ state of the art. Die nächste Generation wird NMCA sein mit geringem Cobaltanteil.

  8. Re: Stationäre Energiespeicher

    Autor: robinx999 17.06.20 - 19:25

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Je nach Preis ist dann auch die Zyklenfestigkeit egal
    >
    > als Solarakkus sind die hier angegebenen 500 Zyklen klar zu wenig. Wenn der
    > Akku jeden Tag aufgeladen und jede Nacht entlanden wird dann muss er nach
    > 500 Tagen getauscht werden.
    > Das will sich do keiner antun.
    > Ein LiFePo schafft bis zu 10000 Zyklen.

    Der Solarakku wird vermutlich nur im Sommer immer voll geladen und wieder entladen im Winter wird der nicht so weit kommen, aber ja selbst wenn wir um die 0,5Ladezyklen sind wäre der Akku nach 2,5 Jahre wohl spätestens nach 3 Jahren in einem sehr schlechtem Zustand.
    Wenn wir irgendwann bei einer Lebenserwartung von 10 Jahren sind also 1500-2000 Zyklen könnte der Akku interessant werden evtl. klappt dies ja noch wenn bis vor 3 Jahren nur 50-70 Zyklen möglich waren evtl. klappt das ja auch mit 1500+ Zyklen

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