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Videoschnittprogramme?

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  1. Videoschnittprogramme?

    Autor: FlashBFE 17.11.17 - 12:04

    Haben sich schon die üblichen Hersteller von Videoschnittprogrammen dazu geäußert, ob und wann sie AV1 integrieren wollen?

    Denn die sind da oft nicht ganz so schnell dabei und gerade für Privatanwender ist es sicher interessant, ihre Videos in einem offenen und hoffentlich gut unterstützten Format zu erstellen. Ich nehme zum Videoschnitt zuhause Cyberlinks PowerDirector und kann mich immer nicht entscheiden, ob ich meine UHD-Videos, die ich in 20 Jahren nochmal ansehen will, eher im hochkompatiblen AVC mache oder doch lieber im platzsparenden, aber aktuell schlecht unterstützten HEVC. Letzteres wird dazu vom Videoschnittprogramm zwar unterstützt, aber mit Einschränkungen, was das Containerformat oder die Tonspur angeht. Mit AV1 bringt dann hoffentlich die Vorteile beider.

  2. Re: Videoschnittprogramme?

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 17.11.17 - 12:30

    Nutzen die nicht einfach die System-Codecs? 0_o

  3. Re: Videoschnittprogramme?

    Autor: FlashBFE 17.11.17 - 12:36

    Seitan-Sushi-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nutzen die nicht einfach die System-Codecs? 0_o

    Nein. Die, welche ich kenne, bringen selbst alles mit. Mindestens der HEVC-Encoder ist ja kostenpflichtig. Da darf jeder Hersteller Lizenzkosten abdrücken und natürlich ist der deshalb in Windows auch gar nicht dabei.

  4. Re: Videoschnittprogramme?

    Autor: Limit 17.11.17 - 19:01

    Ich sehe das Problem nicht. Für alle wichtigen Codecs gibt es doch offene Decoder. Damit sollte es kein Problem sein entsprechende Videos auch in 20 Jahren noch problemlos anzuschauen.

    Auch gibt es bei den meisten VIdeoschnittprogrammen min. ein verlustfreien/-armen Codec, den man als Zwischenformat benutzen kann. Anschließend lässt sich die temp. Datei mit einem freien Encoder in das gewünschte Zielformat bringen. Das zumindest als Übergangslösung praktikabel.

  5. Re: Videoschnittprogramme?

    Autor: FlashBFE 20.11.17 - 10:26

    Limit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe das Problem nicht. Für alle wichtigen Codecs gibt es doch offene
    > Decoder. Damit sollte es kein Problem sein entsprechende Videos auch in 20
    > Jahren noch problemlos anzuschauen.

    Ganz so einfach ist es auch nicht. Hast du mal versucht, UHD-HEVC abzuspielen? VLC tut sich da schwer, vermutlich auch, weil die GPU noch nicht mithelfen kann, der CPU-Pfad aber zu schlecht ist und selbst mit 8 Kernen nichts anfangen kann. In Windows 10 ist von sich aus nichts zum abspielen dabei. Mein Cyberlink PowerDVD kann das auch nicht, sondern nur in der größten (Ultra?) Lizenz, die ich nicht habe. Gibt es noch irgendein gutes Open Source Programm, was mittlerweile besser ist als VLC? Einzelne Codecs und Demuxer zu suchen und zu installieren habe ich mir jedenfalls schon vor langem abgewöhnt, weil das immer mehr Probleme als Nutzen gebracht hat.

    > Auch gibt es bei den meisten VIdeoschnittprogrammen min. ein
    > verlustfreien/-armen Codec, den man als Zwischenformat benutzen kann.
    > Anschließend lässt sich die temp. Datei mit einem freien Encoder in das
    > gewünschte Zielformat bringen. Das zumindest als Übergangslösung
    > praktikabel.

    Für solche Spielereien reicht meine Zeit einfach nicht mehr. Früher habe ich auch noch viel mit Handbrake codiert, aber auch wenn es ein gutes Programm ist, sind die eingebundenen Encoder darin auch nicht immer fehlerfrei. Ich habe schon so einige alte Videos, die jetzt nur von manchen Programmen sauber decodiert werden können, weil Handbrake/x264 früher irgendwelche exotischen Encodereinstellungen benutzt hat oder das Mux nicht sauber gemacht hat. Bei manchen Videos sehen ein paar Programme auch die Tonspur nicht, während VLC die noch findet. Sowas will ich einfach aus dem Weg gehen, gerade bei neuen Codecs, bei denen die Implementierung noch im fliegenden Zustand ist. Bei großen Videoschnittprogrammen kann man sich einigermaßen darauf verlassen, dass die paar Codier-Optionen, die sie anbieten, wenigstens eine hohe Kompatibilität mitbringen.

  6. Re: Videoschnittprogramme?

    Autor: Limit 21.11.17 - 09:54

    FlashBFE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz so einfach ist es auch nicht. Hast du mal versucht, UHD-HEVC
    > abzuspielen? VLC tut sich da schwer, vermutlich auch, weil die GPU noch
    > nicht mithelfen kann, der CPU-Pfad aber zu schlecht ist und selbst mit 8
    > Kernen nichts anfangen kann.
    Ich habe vor kurzem angefangen UHD-Videos zu schauen. Mein Ryzen 8C schafft UHD-HEVC mit 10-Bit Farbtiefe und ~60Mbit/s ohne Probleme in Software. Und selbst wenn nicht, könnte ich auch auf das HW-Decoding meiner AMD RX470 zurückgreifen. Selbst mein kleiner NUC (mit Cerleron 2C) bringt einen funktionierenden HW-Decoder mit. Als Software nutze ich mplayer bzw. mpv, die beide wie VLC Open Source sind und auf ffmpeg aufbauen.

    FlashBFE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für solche Spielereien reicht meine Zeit einfach nicht mehr. Früher habe
    > ich auch noch viel mit Handbrake codiert, aber auch wenn es ein gutes
    > Programm ist, sind die eingebundenen Encoder darin auch nicht immer
    > fehlerfrei. Ich habe schon so einige alte Videos, die jetzt nur von manchen
    > Programmen sauber decodiert werden können, weil Handbrake/x264 früher
    > irgendwelche exotischen Encodereinstellungen benutzt hat oder das Mux nicht
    > sauber gemacht hat. Bei manchen Videos sehen ein paar Programme auch die
    > Tonspur nicht, während VLC die noch findet. Sowas will ich einfach aus dem
    > Weg gehen, gerade bei neuen Codecs, bei denen die Implementierung noch im
    > fliegenden Zustand ist. Bei großen Videoschnittprogrammen kann man sich
    > einigermaßen darauf verlassen, dass die paar Codier-Optionen, die sie
    > anbieten, wenigstens eine hohe Kompatibilität mitbringen.
    Solche Probleme kenne ich eigentlich nur aus Zeiten als AVI noch der Standardcontainer war. Mit AVC und später HEVC in Kombination mit MKV hatte ich nie Probleme.

  7. Re: Videoschnittprogramme?

    Autor: Gaius Baltar 25.11.17 - 17:55

    FlashBFE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Gibt es noch irgendein
    > gutes Open Source Programm, was mittlerweile besser ist als VLC? Einzelne
    > Codecs und Demuxer zu suchen und zu installieren habe ich mir jedenfalls
    > schon vor langem abgewöhnt, weil das immer mehr Probleme als Nutzen
    > gebracht hat.

    So ganz generell nutze ich seit bestimmt über zehn Jahren den MPC (Media Player Classic), der auch schon länger in eine aktiv entwickelte Version „MPC Home Cinema“ überführt wurde. Dieser Player bringt alles mit, was notwendig ist, installiert sich nicht an ungewünschten Stellen im System, bietet Einstellmöglichkeiten für quasi alles und ist schon ressourcenschonend. Nachteil(?): er ist wirklich nur unter Windows lauffähig. Vorteil: er ist ein schönes natives Windows-Programm, sehr effizient.

    Es wird libav verwendet, eine opensource-Bibliothek aller möglichen und unmöglichen Videodekodern. Die sind schon im MPC-HC integriert, aber man kann auch bei Bedarf die im System installierten Dekoder und Filter (=Verarbeitung der Container, z.B. mkv oder mp4) verwenden.

    VLC unter Windows war nie mein Ding, vor allem konnte der lange lange Zeit keine richtige Pause machen. Man drückt auf Leertaste, das Bild hält zwar an, aber der Ton spielt noch ein paar Zehntel weiter. Beim Fortsetzen läuft entsprechend erst das Bild an, bevor der Ton wieder synchron einsetzt. Wurde erst ~2014 behoben. Beim MPC ist Pause auch Pause und zwar sofort.

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