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  5. › Netzbetreiber: Telekom hat seit…

Wenn das so ist,

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  1. Wenn das so ist,

    Autor: fanreisender 17.04.19 - 13:10

    dann spendiert Euch doch selbst alle drei Jahre ein neues Kupfernetz (oder natürlich besser das Gleiche in Glasfaser).

    Die Miete ist ja ganz definitiv nicht als Dauerlösung gedacht, sondern als Anreiz für eigene Investitionen, um dann eben keine Miete mehr zu zahlen. Eigene Investitionen werden leider wegen der begrenzten Tiefbaukapazitäten teurer. Wenn dann auch noch die Miete gleich bleibt, sinkt der Anreiz für eine eigene Investition auf einen noch tieferen Stand als bisher schon.

    Nein, nein, bitte Miete anpassen und eigentlich besser noch, eine "Staffelmiete" einführen, die klar erkennbar jedes Jahr um - einmal aus der Luft gegriffen - 5% steigt.

  2. Re: Wenn das so ist,

    Autor: dabbes 17.04.19 - 13:15

    Klar und dann legen wir 5 Kupfernetze direkt nebeneinander?

    Das ganze Netz gehört endlich in eine Staatliche Firma übertragen und alle haben die Miete zu zahlen.

  3. Re: Wenn das so ist,

    Autor: hevilp 17.04.19 - 13:19

    Das dümmste was ich seit langem gelesen habe.

    Soll also jeder Anbieter ein eigenes Kabel inkl. Tiefbauarbeiten und kosten legen?
    Wozu? Also im besten Fall 5 mal Tiefbau und 5 Kabel?
    Du hast anscheinend keine Ahnung wie Tiefbau funktioniert, wie es aussieht und was es kostet.

    Vielleicht wohnst du oder einer deiner verwandten ja zur Miete, denen wünsche ich dann jedes Jahr Mietsteigerung von 10%, ist halt ein Anreiz damit sie bauen.

    Leitungen haben dem Bund/Land/Gemeinde zu gehören, und Anbieter können sich einmieten, für Selbstkostenpreise bis die Abschreibung 0 ist, dann noch ein paar Jahre für Instandhaltung, dann Miete 0.

    Telekom profitiert von einer falschen Privatisierung und kassiert bei "echten" Firmen ab.

  4. Re: Wenn das so ist,

    Autor: Greys0n 17.04.19 - 13:55

    Ich entschuldige mich schon mal im voraus, wenn das folgende wie billige Werbung klingt.

    In Wolfsburg Bauen die Stadtwerke bereits nun seit fast 3 Jahren das Glasfasernetz aus und der Haupteigentümer dieser Firma ist die Stadt selbst.

    Ziel ist es die Infrastruktur wieder in die öffentliche Hand zu bekommen.
    Und obwohl es Stadtgebiete gibt in denen die Telekom das Vectoring Vorrecht verloren hat und dort Glasfaser parallel verbaut wurde.
    Hat die Telekom dort meines Wissens nach noch nie eine Leitung angemietet.

    Bevor man also selbst nur einen Cent Leitungsmiete Zahlt, verliert man lieber den Kunden.
    Ich glaube die Telekom ist nicht in der moralischen Position anderen etwas vorzuwerfen.

  5. Re: Wenn das so ist,

    Autor: fanreisender 17.04.19 - 14:13

    > Das dümmste was ich seit langem gelesen habe.

    Danke. Ich dachte irrtümlich, wir führen hier eine sachliche Diskussion.

    >
    > Soll also jeder Anbieter ein eigenes Kabel inkl. Tiefbauarbeiten und kosten
    > legen?

    Woher kommt denn bitte immer wieder das Argument mit den nfachen Erdarbeiten?
    Miete wurde bereits im römischen Reich und vermutlich schon vorher erfunden.
    Sobald meinethalben 10 Anbieter vergleichbare Anteile selbst erschlossen haben, gibt es
    zwischen denen ein Geschäft auf Augenhöhe. Da ist dann keine Regulierung mehr erforderlich.

    So etwas funktioniert sogar zwischen Firmen, die allergrößte Konkurrenten sind, aber durch Mietleistung beide wirtschaftliche Vorteile erzielen können. Mein klassisches Beispiel - hat nix mit IT zu tun - sind immer Linde und die Sol-Group.
    Das kann durchaus sein, dass Linde einen Liefervertrag mit einem Turiner Kunden über Flüssigsauerstoff abschließt. Nach der Logik mit den selbst verbuddelten Kabeln müssten die dann quer über die Alpen zwischen Unterschleißheim und Mailand pendeln, um den Flüssigsauerstoff zu liefern.
    Stattdessen nutzt (o.K. nutzt(e), ist ja jetzt eine neue Firma) Linde den Mailänder Verflüssiger der sol-Group. Natürlich gegen Bezahlung.
    Die Sol-Group macht mit ihren deutschen Kunden natürlich nichts Anderes.

    > Wozu? Also im besten Fall 5 mal Tiefbau und 5 Kabel?
    > Du hast anscheinend keine Ahnung wie Tiefbau funktioniert, wie es aussieht
    > und was es kostet.

    Meine Ahnungslosigkeit hatten wir ja bereits mit wohlwollenden Worten am Beginn der Diskussion attestiert.

  6. Re: Wenn das so ist,

    Autor: Quantium40 17.04.19 - 14:43

    dabbes schrieb:
    > Klar und dann legen wir 5 Kupfernetze direkt nebeneinander?

    Dafür brauchen wir keine 5 Anbieter. Das schafft die Telekom sogar alleine schon.

    Unsere Firma ist in einem Gebäude mit einigen weiteren Firmen.
    2012 gab es für uns PMXer und SDSL-Datenleitungen über eine bestehende Kupferzuführung.
    2013 kam nach Tiefbauarbeiten eine weitere Kupferzuführung für eine SDSL-Leitung.
    So ca. 2015 - eine Nachbarfirma sagt nein zur Telekom, nachdem die für eine Glasfaseranbindung 40000¤ Baukostenzuschuss will und setzt stattdessen auf eine Richtfunkstrecke.
    2017 kam nach weiteren Tiefbauarbeiten eine Glasfaserzuführung für uns (nach zähen Verhandlungen dann ganz ohne Baukostenzuschuss, solange wir für x Jahre den Anschluss behalten).
    2017 etwas später - Telekom-Vertreter kommen und fragen bei uns, ob wir nicht Interesse an Glasfaser hätten, weil ein anderer im Haus das auch will. (Das war ca. 1 Monat, nachdem die wegen unserer Leitung die halbe Straße aufgerissen haben.
    2018 kam nach weiteren Tiefbauarbeiten eine Glasfaserzuführung für eine der anderen Firmen.
    2018 kam für uns nach weiteren Tiefbauarbeiten eine Kupferzuführung für eine direkt geschaltete Datenleitung (SDSL).
    2018 verzweifelter Telekomtechniker sucht 3 Stunden lang im Gebäude nach der Zuführung, auf die er einer weiteren Firma im Haus DSL draufgeschaltet hat. Glücklicherweise sind keine Tiefbauarbeiten nötig, weil sich herausstellt, dass er eine der ganz alten Leitungen erwischt hat, die sich dann quer durchs Gebäude patchen liess.
    Und das war nur, was ich mitbekommen habe.

    Nach meiner Erfahrung denkt bei der Telekom genau niemand mit, wenn es um Tiefbauarbeiten geht. Anstatt bei Geschäftsgebäuden bei Tiefbauarbeiten gleich mal auf Vorrat entsprechende Kabel, deren Preis im Verhältnis zu den Tiefbaukosten keine Rolle spielt, mitzuverlegen, reißen die lieber wegen jedem Mist die Strasse auf und verlegen das absolute Minimum, selbst wenn schon diverse Anfragen nach hochbitratigen Anschlüssen bestehen.

  7. Re: Wenn das so ist,

    Autor: theFiend 17.04.19 - 15:01

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dann spendiert Euch doch selbst alle drei Jahre ein neues Kupfernetz (oder
    > natürlich besser das Gleiche in Glasfaser).

    Die etwas größeren lokalen Anbieter machen das ja auch letztendlich. M-net (übrigens im Besitz der Stadt München) ist einer (wenn nicht der) größten Besitzer von Glasfasernetzen in Deutschland.

    Aber natürlich hat nicht jeder kleine Anbieter diese Möglichkeiten zu investieren. Im Sinne eines, für Endkunden erwünschten, Wettbewerbes müssen die halt mieten.

    Aber sicher möchtest Du gerne wieder zu den abartigen Tarifen zurück die die Telekom mal hatte, weil sie ja keinen Wettbewerb fürchten musste. Keine Internetflatrates und so weiter...

  8. Re: Wenn das so ist,

    Autor: fanreisender 17.04.19 - 17:07

    > Die etwas größeren lokalen Anbieter machen das ja auch letztendlich. M-net
    > (übrigens im Besitz der Stadt München) ist einer (wenn nicht der) größten
    > Besitzer von Glasfasernetzen in Deutschland.

    Jein. Das, was die Stadtnetzbetreiber momentan so tun, würde ich nicht gutes Gewissens als "Wettbewerb" bezeichnen. "Rosinenpickerei" würde da schon besser passen.
    m-net hat im Wesentlichen den Innenraum des mittleren Rings in München erschlossen. Das ist nicht so sonderlich viel. Es gibt schon noch ein paar weitere Gebiete, aber beispielsweise ist auch m-net beispielsweise in Riem erst einmal nicht aktiv geworden. Eine wunderbare Lösung, in einem Neubaugebiet aktiv zu werden. Das ist dann 2018 nachgeholt worden durch doppeltes Buddeln ...
    Es gibt schon noch ein paar Ecken, in denen m-net aktiv geworden ist, auch Ecken, aus denen sich die Firma bewusst zurückgezogen hat, um die teuren Arbeiten Anderen zu überlassen.

    So ideal ist das alles nicht.

  9. Re: Wenn das so ist,

    Autor: Anonymer Nutzer 17.04.19 - 17:48

    ich behaupte mal das hat system, was ewig hält und so ... stell dir vor jede einheit würde mit z.b. vier mal gf bestückt werden, eine zur direkten nutzung und drei auf halde ... es gäbe dann nicht so schnell not noch etwas zu machen ...

  10. Re: Wenn das so ist,

    Autor: Bashguy 17.04.19 - 21:17

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dann spendiert Euch doch selbst alle drei Jahre ein neues Kupfernetz (oder
    > natürlich besser das Gleiche in Glasfaser).
    >
    > Die Miete ist ja ganz definitiv nicht als Dauerlösung gedacht, sondern als
    > Anreiz für eigene Investitionen, um dann eben keine Miete mehr zu zahlen.
    > Eigene Investitionen werden leider wegen der begrenzten Tiefbaukapazitäten
    > teurer. Wenn dann auch noch die Miete gleich bleibt, sinkt der Anreiz für
    > eine eigene Investition auf einen noch tieferen Stand als bisher schon.
    >
    > Nein, nein, bitte Miete anpassen und eigentlich besser noch, eine
    > "Staffelmiete" einführen, die klar erkennbar jedes Jahr um - einmal aus der
    > Luft gegriffen - 5% steigt.

    Anreiz keine Miete zu zahlen?? Die Miete ist so günstig, dass niemand selber auf die Idee kommt irgendwo was auszubauen...

    1und1 bietet ne 50er Leitung für 35¤ Monat an. Telekom vermietet das Kabel für läppische 10 Euro und 1und1 streicht den Rest als Gewinn ein (das bisschen Geld für Marketing/Vertrieb lass ich jetzt mal weg...). Wie soll da denn ein sinnvoller Ausbau stattfinden, wenn der ganze Gewinn bei den Resellern landet, die selber nichts ausbauen...

    1und1 hat jetzt unmengen an Kohle angehäuft, um bei 5G mitzumischen. Werden das Netz wiedermal nicht selber betreiben sondern günstig als Mietmodell nach Extern verlagern...

    Die Miete sollte so hoch sein, dass der Investor (sprich derjenige, der die Leitung verlegt hat und auch die Wartungskosten und Enstörungen übernimmt etc.) den größeren Teil vom Kuchen bekommt und nicht umgekehrt...

  11. Re: Wenn das so ist,

    Autor: RipperFox 18.04.19 - 05:37

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1und1 bietet ne 50er Leitung für 35¤ Monat an. Telekom vermietet das Kabel
    > für läppische 10 Euro und 1und1 streicht den Rest als Gewinn ein (das
    > bisschen Geld für Marketing/Vertrieb lass ich jetzt mal weg...). Wie soll
    > da denn ein sinnvoller Ausbau stattfinden, wenn der ganze Gewinn bei den
    > Resellern landet, die selber nichts ausbauen...

    Lies dich besser nochmal in das Thema ein - ganz so einfach ist das auch nicht:
    Die 10 Euro sind z.B. die reine Miete für die letzte Meile, d.h. ein Anbieter muss dann eigene Technik in die Vermittlungsstelle bringen.
    Afaik machen das z.B. QSC, Vodafone, O2, usw.
    1&1 wiederum kauft dies als Bitstromzugang-Vorleistungsprodukt (oder von der Telekom) ein - Bitstromaccess kostet aber schon mehr als nur die 10¤ für die letzte Meile - bei der Telekom z.B. sind das reguliert ca. 18¤..
    Dann braucht der Anbieter allerdings noch Infrastruktur, um die IP Daten vom Bitstromaccess ins Internet zu bringen.

    Die Kombinationsmöglichkeiten der Vorleistungsprodukte (sei es von Telekom oder Anbietern, welche die letzte Meile von der Telekom mieten) ist recht vielfältig: Siehe z.B. https://wholesale.telekom.de/

  12. Re: Wenn das so ist,

    Autor: Nogul 18.04.19 - 08:50

    Wenn man die Miete der Einfachheit halber auf 10 EUR pro Monat ansetzt wären das 360 EUR welches das Verlegen der letzten Meile kosten soll. Ist jemand vom Fach und kann sagen ob das realistisch ist?

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