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Wachstum... immer nur Wachstum

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  1. Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: Poison Nuke 08.02.16 - 23:46

    es gibt kein unendliches Wachstum, warum will das niemand einsehen. Alles wollen sie nur mehr Geld haben, Hauptsache hohe Dividenden.
    Als wenn eine Firma nicht funktionieren würde, wenn sie auf einem Level bleibt. Zumal solche "stagnierenden" Firmen oftmals die erfolgreicheren sind, weil sie länger bestehen bleiben.

    Greetz

    Poison Nuke

  2. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: DrWatson 09.02.16 - 00:11

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > es gibt kein unendliches Wachstum, warum will das niemand einsehen.

    Natürlich gibt es kein unendliches Wachstum, das hat auch keiner behauptet.

    Sätze wie "Es gibt kein unendliches Wachstum" nennt man übrigens Totschlagargumente.

    > Als wenn eine Firma nicht funktionieren würde, wenn sie auf einem Level
    > bleibt. Zumal solche "stagnierenden" Firmen oftmals die erfolgreicheren
    > sind, weil sie länger bestehen bleiben.

    Bei "stagnierenden" Firmen musste ich an Yahoo denken. Warum soll Facebook denn gerade jetzt stehen bleiben?

  3. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: Poison Nuke 09.02.16 - 01:55

    > Sätze wie "Es gibt kein unendliches Wachstum" nennt man übrigens
    > Totschlagargumente.
    schön, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man diese Argumenten dem ein oder anderen immer noch vorhalten muss. Weil insbesondere die Mehrzahl der Aktionäre der Meinung ist, es wäre so.

    > Bei "stagnierenden" Firmen musste ich an Yahoo denken. Warum soll Facebook
    > denn gerade jetzt stehen bleiben?

    Yahoo ist schon länger auf einem Abwärtsweg. Passt aber auch gut zum obigen Argument. Da es kein unendliches Wachstum gibt, müssen andere zwangsweise den Platz räumen.

    Und warum müssen sie zwanghaft jeden Menschen erreichen? Je größer ein Monopol, desto schneller kann es wieder zerfallen. Dann lieber eine solide Basis, dafür aber längerfristig Stabilität.

    Greetz

    Poison Nuke

  4. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: DrWatson 09.02.16 - 02:08

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Sätze wie "Es gibt kein unendliches Wachstum" nennt man übrigens
    > > Totschlagargumente.
    > schön, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man diese Argumenten dem
    > ein oder anderen immer noch vorhalten muss. Weil insbesondere die Mehrzahl
    > der Aktionäre der Meinung ist, es wäre so.

    Eine ziemlich gewagte Behauptung.

    Es ändert auch nichts daran, dass es ein Totschlagargument ist.
    Genauso könnte man ja auch unter den nächsten CPU-Artikel schreiben:
    "Es gibt kein unendliches Wachstum. Als wenn Prozessoren nicht funktionieren würden, wenn man beim jetzigen Fertigungsprozess bleibt."


    > > Bei "stagnierenden" Firmen musste ich an Yahoo denken. Warum soll
    > Facebook
    > > denn gerade jetzt stehen bleiben?
    >
    > Yahoo ist schon länger auf einem Abwärtsweg. Passt aber auch gut zum obigen
    > Argument. Da es kein unendliches Wachstum gibt, müssen andere zwangsweise
    > den Platz räumen.

    Yahoo ist ein Unternehmen, das stehen geblieben ist, genau so wie du das forderst.

    > Und warum müssen sie zwanghaft jeden Menschen erreichen? Je größer ein
    > Monopol, desto schneller kann es wieder zerfallen.

    Warum zerfällt Facebook, wenn sie Kunden in Indien haben?

  5. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: Poison Nuke 09.02.16 - 02:23

    Warum denkst du nicht mal zwei Schritte weiter.
    Es geht hier nicht nur um Facebook. Jedes Unternehmen ist der Meinung, den gesamten Kuchen und noch mehr haben zu können. Wenn ein Konzern zu groß wird, dann wird er zerschlagen durch Kartellämter usw, oder es gibt massive Auflagen usw. Noch keinem Konzern war es so gut bekommen, zu groß zu werden.

    Yahoo ist im übrigen nicht stehen geblieben. Denn dann hätten sie jetzt keine Probleme. Die wollten auch zuviel und es ging nach hingen los. Die haben ja alles mögliche aufgekauft und versucht zu expandieren, es fehlte aber eine solide Basis.

    Und mit der CPU Fertigung verwechselst du gerade komplett einige Themenbereiche. Das eine hat mit dem anderen nicht das geringste zu tun. Sicherlich gibt es auch keine unendliche Forschung, aber es schadet nicht der Wirtschaft.

    Greetz

    Poison Nuke

  6. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: blubberlutsch 09.02.16 - 02:46

    Es wird immer Wachstum geben, weil wir uns und die Wirtschaft sich weiterentwickeln. Wachstum heisst ja nicht, dass ein Bereich ins Unendliche wächst, sondern dass neue Bereiche erschlossen werden, weil neue Märkte entstehen und alte verschwinden. "Stagnierende" Firmen werden irgendwann untergehen.

  7. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: DrWatson 09.02.16 - 03:19

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum denkst du nicht mal zwei Schritte weiter.

    Wer sagt dir, dass ich das nicht bereits tue?

    > Es geht hier nicht nur um Facebook. Jedes Unternehmen ist der Meinung, den
    > gesamten Kuchen und noch mehr haben zu können.

    Klar, der Kuchen wird ja auch jedes Jahr größer, weil alle versuchen einen noch größeren zu Backen.
    Außerdem ist konkurrenz der Grund, dass sich Dinge weiterentwickeln.

    > Wenn ein Konzern zu groß
    > wird, dann wird er zerschlagen durch Kartellämter usw,

    Eigentlich nicht mehr. Zerschlagen hat sich in der Vergangenheit immer als unwirksam herausgestellt.

    > Noch keinem Konzern war es so gut bekommen, zu groß zu werden.

    IBM war Jahrzehnte das größte IT-Unternehmen und gehört noch heute zu den ganz großen. Die kleineren, also Honeywell, NCR, DEC, UNIVAC, Borroughs, CDC und RCA sind verschwunden.

    Das gleiche Bild wirst du in allen Branchen finden: Die größten überleben am längsten, die kleinen verschwinden irgendwann.

    Also: Wie viele Unternehmen sind kaputtgegangen, weil sie zu groß geworden sind?

    Wie viele Unternehmen sind kaputtgegangen, weil sie den technologischen Wandel verpasst haben?

    > Yahoo ist im übrigen nicht stehen geblieben. Denn dann hätten sie jetzt
    > keine Probleme. Die wollten auch zuviel und es ging nach hingen los. Die
    > haben ja alles mögliche aufgekauft und versucht zu expandieren, es fehlte
    > aber eine solide Basis.

    Fun Fact: Brin und Page wollten ihre Idee für PageRank an Yahoo verkaufen. Yahoo hat abgelehnt, wollte bei seiner Basis, dem Webkatalog bleiben.

    Google hat gleich nach der Suchmaschine losgelegt und Mail und Maps aufgebaut, etwas später dann Youtube gekauft.

    > Und mit der CPU Fertigung verwechselst du gerade komplett einige
    > Themenbereiche. Das eine hat mit dem anderen nicht das geringste zu tun.

    Das ist dein Denkfehler. Technik und Wirtschaft haben mehr miteinander zu tun als du denkst. Wirtschaftswachstum basiert heute fast ausschließlich auf technischer Entwicklung und Wissen.

  8. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: Galde 09.02.16 - 05:21

    Yahoo ist doch ein typisches Beispiel gegen den Wachstumsgedanken.
    Die hatten damals gedacht dass ihr Erfolg immer weiter geht und steigern kann, und versäumt alternative Zweige auf zu bauen. Und statt gegensteuern schrumpft man noch weiter alles kaputt, damit es wenigstens zum nächsten Quartal Gewinntechnisch gut aussieht.

    Commodore dachte auch es geht immer weiter mit dem C64, und hat Alternativen wie Amiga "verrotten" lassen.

    Und Facebook macht doch im Grunde nix anderes.
    Geht schliesslich doch nur darum auch noch die ärmsten auf ihre Werbeplattform zu locken um die eine oder andere Begehrlickeit und Abhängigkeit zu schaffen, und noch mehr Daten vermarkten zu können.

  9. Re: Wachstum... immer nur Wachstum

    Autor: eXXogene 09.02.16 - 07:41

    Schön das ihr Wirtschaftswachstum mit philosophischen Argumenten erklären wollt.

    Es ist ganz einfach, wenn die Inflation X Prozent beträgt, muss der Umsatz einer Firma proportional ansteigen weil die Firma sonst schrumpft.

    Warum muss es Wachstum bei Gehältern geben? Darauf will auch keiner verzichten. Dort ist es das gleiche, wenn es keine Tariferhöhungen gibt, würden eure Einkommen von der Inflation abgeschmolzen werden.

    Also ist Wachstum nichts was mit Gier zu tun hat und nichts unmoralisches....

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