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  5. › Netzneutralität: Netflix warnt vor…

Beide Seiten haben recht.

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  1. Beide Seiten haben recht.

    Autor: nille02 21.03.14 - 13:46

    Die ISPs der Endkunden bekommen zu wenig vom Kuchen ab. Die Dienste aber noch mal Bezahlen zu lassen, ist aber der Falsche weg.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.14 13:46 durch nille02.

  2. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: Alter Hose 21.03.14 - 13:59

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ISPs der Endkunden bekommen zu wenig vom Kuchen ab.

    Ich bezahle die ISPs, damit diese mir den Zugang zu den Diensten verschaffen. Genau so, wie ich den Bus- und Bahnfahrer bezahle, mit zum Museum zu fahren. Oder sollen die Transportunternehmen jetzt auch noch die Zielorte zur Kasse bitten?

  3. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: Sicaine 21.03.14 - 14:06

    'zu wenig vom Kuchen'? Der gehoert Ihnen nicht. Wenn auf Deutschlands Strassen ein Goldtransporter faehrt, zahlt der genausoviel Steuern wie ein baulich aehnlicher Transporter der Scheise transportiert oder leer rumfaehrt!

    Da braucht sich NIEMAND beschweren.

    Comcast und die Telekom sind ja nur deshalb so gierig weil sie es selbst nicht hinbekommen Konkurenzangebote zu schaffen. Dabei haben sie eigentlich einen riesigen Wettbwebewerbsvorteil weil Sie super nah an der Technik sitzen. Stattdessen heulen sie rum.

    Soll Comcast und co halt mal gucken wie schnell die Leute denen weglaufen wenn ploetzlich Netflix nicht mehr in deren Netz speisen will...

  4. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: 4DayDreamer 21.03.14 - 14:07

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ISPs der Endkunden bekommen zu wenig vom Kuchen ab. Die Dienste aber
    > noch mal Bezahlen zu lassen, ist aber der Falsche weg.

    Wieviel legen die ISPs denn beim Endkundengeschäft drauf? Du scheinst ja die Zahlen zu kennen. Und wenn die alle drauf legen, warum erhöhen sie nicht die Preise?

  5. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: nille02 21.03.14 - 14:13

    Mit Kuchen sind nicht die Umsätze der Dienste gemeint, sondern die Einnamen anderer ISPs, die die Anschlüsse anscheinend verscherbeln.

  6. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: nille02 21.03.14 - 14:16

    Alter Hose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nille02 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die ISPs der Endkunden bekommen zu wenig vom Kuchen ab.
    >
    > Ich bezahle die ISPs, damit diese mir den Zugang zu den Diensten
    > verschaffen. Genau so, wie ich den Bus- und Bahnfahrer bezahle, mit zum
    > Museum zu fahren. Oder sollen die Transportunternehmen jetzt auch noch die
    > Zielorte zur Kasse bitten?

    Mit Kuchen sind nicht die Dienstanbieter gemeint. Stell dir vor, bei der Busfahrt musst du 2 mal Umsteigen, aber du musstest nur ein mal Bezahlen. Die anderen beiden müssen dann von der ersten Firma ebenfalls entlohnt werden. Das passiert aber nicht. Im besten Fall bekommt das zweite Unternehmen einen kleinen Anteil ab.

    Der Dienst bezahlt nun also horrende Summen für seinen Zugang. Das Geld ist sein und alles weiter ist nicht mehr sein Problem. Und hier liegt das Problem.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.14 14:35 durch nille02.

  7. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: matok 21.03.14 - 14:32

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ISPs der Endkunden bekommen zu wenig vom Kuchen ab. Die Dienste aber
    > noch mal Bezahlen zu lassen, ist aber der Falsche weg.

    Hmm, zum einen gibt es keinen gemeinschaftlichen "Internetdienstekuchen" mit einem Verteilungsschlüssel, sondern es gibt Geschäftsmodelle und Märkte. Das Geschäftsmodell der ISPs sollte die neutrale Weiterleitung von Paketen sein, egal ob Mail, Web oder Streamingpakete. Momentan zahlt bereits Netflix für den Traffic, den sie verursachen. Und auch die Endkunden zahlen bereits für den Zuganz zum Internet. Wenn ISPs feststellen, dass ihre Preiskalkulationen für Traffic falsch sind, dann sollen sie ihre Preise anpassen.

    Aber wenn sich Netflix gezwungen sieht, eine Extragebühr zu zahlen, um beim Endkunden in guter Qualität anzukommen, dann stimmt offenbar etwas nicht mit dem Wettbewerb der ISPs. Denn wenn der eine ISP einen Netflixkunden nicht angemessen bedienen kann, sollte der Netflixkunde zu einem ISP wechseln können, der das kann. Da sollten vielleicht die Wettbewerbshüter mal ein Auge drauf haben.

  8. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: matok 21.03.14 - 14:51

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die anderen beiden müssen dann von der ersten Firma ebenfalls entlohnt
    > werden. Das passiert aber nicht. Im besten Fall bekommt das zweite
    > unternehmen einen kleinen Anteil ab.

    Ich bezweifle, dass "das zweite Unternehmen" etwas von der Netflixgebühr ab bekommt. Warum? Netflix hatte den ISPs angeboten, die Daten direkt in ihr Netz einzuspielen. Das wollten die aber nicht.
    "Da sich Comcast zudem weigerte, kostenlos mit dem Content Delivery Network (CDN) von Netflix zu peeren"

    Es geht also mitnichten um Kostenungleichgewichte in der Übertragungskette. Es geht eben doch um das partizipieren am Dienste-Kuchen.

  9. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: nille02 21.03.14 - 15:02

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nille02 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die anderen beiden müssen dann von der ersten Firma ebenfalls entlohnt
    > > werden. Das passiert aber nicht. Im besten Fall bekommt das zweite
    > > unternehmen einen kleinen Anteil ab.
    >
    > Ich bezweifle, dass "das zweite Unternehmen" etwas von der Netflixgebühr ab
    > bekommt. Warum?

    Das hat aber erst mal mit Netflix nichts zu tun.

    > Netflix hatte den ISPs angeboten, die Daten direkt in ihr
    > Netz einzuspielen. Das wollten die aber nicht.

    Sicher wollten die das, aber nur gegen Bezahlung. Netflix wäre dann direkt Kunde der ISPs gewesen wie die Endkunden auch. Das wiederum wollte Netflix nicht. Warum auch? Sie bezahlen ja schon für einen Internetzugang.

    > "Da sich Comcast zudem weigerte, kostenlos mit dem Content Delivery Network
    > (CDN) von Netflix zu peeren"

    Kann man nachvollziehen. Für Streaming muss man die Preise anders Kalkulieren und letztlich müsste dann der Anschluss des Endkunden teurer werden oder man bekommt vom anderen Carrier etwas für das peering, von dem die großen Mengen kommen. Der Ausbau der Endkunden Anschlüsse ist erheblich teurer und aufwendiger, als ein neues Bündel von Peering Punkt A nach B zu legen.

    > Es geht also mitnichten um Kostenungleichgewichte in der Übertragungskette.
    > Es geht eben doch um das partizipieren am Dienste-Kuchen.

    Weil sich der ISP hier nicht selber in den Schwanz beißt. Wenn die ISPs Teilen müssten, müsste man ja auch anderen Carriern etwas von seinem Kuchen abgeben. Also greift man lieber einer anderen Branche in die Taschen.

  10. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: AgatePalim 21.03.14 - 15:17

    nille02 schrieb:
    > Der Dienst bezahlt nun also horrende Summen für seinen Zugang. Das Geld ist
    > sein und alles weiter ist nicht mehr sein Problem. Und hier liegt das
    > Problem.

    ... das ist doch Unsinn! Netflix bietet allen Internetzugangs-Providern direktes Peering an. Comcast will einfach nur Kohle kassieren.

  11. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: nille02 21.03.14 - 15:19

    AgatePalim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... das ist doch Unsinn! Netflix bietet allen Internetzugangs-Providern
    > direktes Peering an.

    Wie uneigennützig.

    > Comcast will einfach nur Kohle kassieren.

    Das tun alle. Wenn die Anbieter auf Augenhöhe sind, fällt es nur günstiger aus.

  12. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: AgatePalim 21.03.14 - 15:21

    > > "Da sich Comcast zudem weigerte, kostenlos mit dem Content Delivery Network
    > > (CDN) von Netflix zu peeren"
    >
    > Kann man nachvollziehen. Für Streaming muss man die Preise anders
    > Kalkulieren [...]

    Was? sehen die Bits beim Streaming irgenwie anders aus? Sind sie schwerer?

    > [...] und letztlich müsste dann der Anschluss des Endkunden teurer
    > werden oder [...]

    Und Punkt! Nichts Oder! Entweder man hat genügend Verstand um eine ordentliche Rechnung zu machen oder man lässt es bleiben!

  13. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: matok 21.03.14 - 15:41

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil sich der ISP hier nicht selber in den Schwanz beißt. Wenn die ISPs
    > Teilen müssten, müsste man ja auch anderen Carriern etwas von seinem Kuchen
    > abgeben. Also greift man lieber einer anderen Branche in die Taschen.

    Eben. Und in diesem Punkt wird's unehrlich. Als ISP verkaufst du deinen Endkunden eine Dienstleistung bestehend aus Bandbreite und Traffic. Die Dienstleistung bietest du aber nicht neutral, sondern bevorzugt für bestimmte Internetdienste, die dir eine Extragebühr zahlen.

    Wie stellst du dir das vor? Muss man sich als Endkunde eines ISPs dann in Zukunft vorher durch seitenlange Dienstbeschreibungen durcharbeiten, um zu schauen, ob der von mir benutzte Dienst auch nutzbar ist? Was ist, wenn er zwar den einen meiner genutzen Dienste z.B. Netflix in guter Qualität liefert, den anderen z.B. Hulu aber nicht? Das soll ein handelbares Modell sein?
    Nein, ISPs müssen neutral arbeiten und können Traffic und Banbreitenkosten ganz simplen an den Endverbraucher weitergeben. Problem gelöst. Für den Endverbraucher macht das kostentechnisch auch überhaupt keinen Unterschied, weil auch Netflix etwaige ISP Fantasiegebühren in ihre Preise einkalkulieren würden.

  14. Re: Beide Seiten haben recht.

    Autor: nille02 21.03.14 - 15:59

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nille02 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil sich der ISP hier nicht selber in den Schwanz beißt. Wenn die ISPs
    > > Teilen müssten, müsste man ja auch anderen Carriern etwas von seinem
    > Kuchen
    > > abgeben. Also greift man lieber einer anderen Branche in die Taschen.
    >
    > Eben. Und in diesem Punkt wird's unehrlich.

    Ich habe auch nichts anderes Behauptet.

    > Als ISP verkaufst du deinen
    > Endkunden eine Dienstleistung bestehend aus Bandbreite und Traffic. Die
    > Dienstleistung bietest du aber nicht neutral, sondern bevorzugt für
    > bestimmte Internetdienste, die dir eine Extragebühr zahlen.

    Hier muss man differenzieren. Netflix hat sicherlich nicht nur ein RZ. An jedem Standort brauchen sie Zugang zum Internet. Wenn Netflix sich nun direkt ans Netz eines anderen hängen will, müssen sie dafür nun mal bezahlen. Selbst wenn sie sich ein globales Leistungsnetz legen, müssen sie für den Zugang an das öffentliche Netz bezahlen.


    > Nein, ISPs müssen neutral arbeiten und können Traffic und Banbreitenkosten
    > ganz simplen an den Endverbraucher weitergeben. Problem gelöst. Für den
    > Endverbraucher macht das kostentechnisch auch überhaupt keinen Unterschied,
    > weil auch Netflix etwaige ISP Fantasiegebühren in ihre Preise
    > einkalkulieren würden.

    Sicher muss das alles neutral ablaufen. Nur müssen die ISPs das untereinander Regeln. Dem Endkunden und Netflix kann alles dazwischen egal sein. Wenn nun also Kunden von Netflix, mangels Peering, den Dienst nicht, oder nur eingeschränkt, nutzen können, muss hier selber der ISP von Netflix und dem Endkunden aktiv werden.

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