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Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

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  1. Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: VeldSpar 23.04.13 - 16:51

    Einerseits weil die Bundesrepublik mit 31.98% immernoch einer der hauptanteilseigner ist, und höchstwahrscheinlich sogar veto-rechte besitzt. selbst wenn nicht sollte die BRD genug stimmanteil in der Telekom haben(zusammen mit den verprellten Privatanteilseignern evtl sogar eine mehrheit) um derartigen unsinn ohne gesetzgeberische intervention zu verhindern.

    Mal ganz davon ab, sollte man sich eventuell überlegen, wer denn überhaupt schuld an dieser Situation hat. In meinen augen ist das ganz klar die Bundesnetzagentur, die abgeschafft gehört. Würde die BNA nicht durch übermässige regulierung allen im Telco-markt das leben unnötig schwer machen, wäre der Markt selbst mit sicherheit schon weiter. Alleine schon deshalb, weil der aufbau regionaler ISPs wesentlich einfacher wäre, und sich so von früh auf eine konkurrenz gegen die telekom hätte etablieren können.

    Jetzt aber auf das versagen von regulierung mit noch mehr regulierung zu antworten ist eindeutig der falsche schritt. Klar sind lächerliche 75 GB inklusiv-volumen auch für mich ein witz(das hab ich in 3 tagen durch die leitung gedrückt, und das ohne filesharing), aber ich sehe durchaus eine existenzberechtigung für gedrosselte anschlüsse. so kenne ich relativ viele menschen, die zwar einen DSL-Anschluss besitzen, diesen aber so gut wie nicht, oder eben gar nicht benutzen. Auf diese weise kommen auch die geringen "durchschnittsvolumina" zustande, die die Telekom in ihrem statement im anderen Artikel zu diesem thema anführt. faktisch benutzt average joe das internet für facebook und mail, vielleicht auch mal ein wenig surfen. aber der durchschnittsarbeiter schaut fernsehen, und kein youtube.

    PS: mir fallen auf anhieb 7 leute aus meinem bekanntenkreis ein, die in den letzten 6 monaten insgesamt weniger als 100mb über ihren dsl-anschluss geschickt haben.

    Gerade weil das so ist, finde ich dass es gedrosselte DSL-Anschlüsse zumindest als option geben sollte. Für wenig nutzer. Dort könnte man dann nämlich zb für 5 euro im monat einen schnellen anschluss bereitstellen(schnell definiere ich als 16/2mbit aufwärts), diesen kunden aber nur ein begrenztes volumen eingestehen. Damit wären diese Anschlüsse kalkulierbar(eben weil wohl selten mehr anfällt als inklusiv ist), was deren preise reduzieren würde. gleichzeitig könnte man allen anderen zum bisherigen preis weiterhin die echte flatrate anbieten, die eben dadurch teurer ist, dass es eine mischkalkulation mit variable ist.

  2. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: nille02 23.04.13 - 17:00

    VeldSpar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PS: mir fallen auf anhieb 7 leute aus meinem bekanntenkreis ein, die in den
    > letzten 6 monaten insgesamt weniger als 100mb über ihren dsl-anschluss
    > geschickt haben.
    >
    > Gerade weil das so ist, finde ich dass es gedrosselte DSL-Anschlüsse
    > zumindest als option geben sollte.

    Bei 1&1 gibt es einen Tarif für solche User. Er ist 10 Euro günstiger als die richtige Flat und die Drosselung ist glaube 1Mbit gewesen.

  3. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: cyborg 23.04.13 - 17:44

    > Mal ganz davon ab, sollte man sich eventuell überlegen, wer denn überhaupt
    > schuld an dieser Situation hat. In meinen augen ist das ganz klar die
    > Bundesnetzagentur, die abgeschafft gehört. Würde die BNA nicht durch
    > übermässige regulierung allen im Telco-markt das leben unnötig schwer
    > machen, wäre der Markt selbst mit sicherheit schon weiter. Alleine schon
    > deshalb, weil der aufbau regionaler ISPs wesentlich einfacher wäre, und
    > sich so von früh auf eine konkurrenz gegen die telekom hätte etablieren
    > können.

    Die haben aber auch schon ein paarmal verhindert, dass die Telekom ihre Anschlüsse für die Konkurrenz einfach teurer machte. Damit wäre die Konkurrenz wahrscheinlich gar nicht erst aufgekommen. Und zu den neueren Techniken der Telekom hätte die Konkurrenz erst gar keinen Zugang bekommen...


    > Gerade weil das so ist, finde ich dass es gedrosselte DSL-Anschlüsse
    > zumindest als option geben sollte. Für wenig nutzer. Dort könnte man dann
    > nämlich zb für 5 euro im monat einen schnellen anschluss
    > bereitstellen(schnell definiere ich als 16/2mbit aufwärts), diesen kunden
    > aber nur ein begrenztes volumen eingestehen. Damit wären diese Anschlüsse
    > kalkulierbar(eben weil wohl selten mehr anfällt als inklusiv ist), was
    > deren preise reduzieren würde. gleichzeitig könnte man allen anderen zum
    > bisherigen preis weiterhin die echte flatrate anbieten, die eben dadurch
    > teurer ist, dass es eine mischkalkulation mit variable ist.

    Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass die volumenbegrenzten Tarife billiger werden? Die kosten weiterhin das was sie bisher gekostet haben. Nur musst du jetzt drauflegen wenn du mehr Volumen brauchst. Das ist der Markt den du weiter oben so anbetest...

  4. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: VeldSpar 23.04.13 - 17:47

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > VeldSpar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > PS: mir fallen auf anhieb 7 leute aus meinem bekanntenkreis ein, die in
    > den
    > > letzten 6 monaten insgesamt weniger als 100mb über ihren dsl-anschluss
    > > geschickt haben.
    > >
    > > Gerade weil das so ist, finde ich dass es gedrosselte DSL-Anschlüsse
    > > zumindest als option geben sollte.
    >
    > Bei 1&1 gibt es einen Tarif für solche User. Er ist 10 Euro günstiger als
    > die richtige Flat und die Drosselung ist glaube 1Mbit gewesen.


    sowas in der art. wenn der gesetzgeber jetzt wieder mit regulierung um sich schlägt, ist der verbraucher mal wieder der arsch, weil 1&1 ihm diesen Tarif gar nicht mehr anbieten darf. Und wenn man diese 10 Euro mal hochrechnet - ich nehme jetzt mal als berechnungsgrundlage 0.35 ct/gb, weil das das ist was unsere firma fürs peering bezahlt, ich bin mir sicher dass die grossen ISPs in deutschland aufgrund des volumens da deutlich attraktivere konditionen haben, dann sind das immerhin 3 TB traffic inklusive, die als "Mischkalkulation" verwendet werden. und 3TB sind wohl zumindest heute für 99.5% der nutzer eine ausreichende grenze.

    Danke übrigens für die Info, ich wusste nicht dass es sowas für gelegenheitsnutzer schon gibt.

  5. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: VeldSpar 23.04.13 - 17:53

    cyborg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Mal ganz davon ab, sollte man sich eventuell überlegen, wer denn
    > überhaupt
    > > schuld an dieser Situation hat. In meinen augen ist das ganz klar die
    > > Bundesnetzagentur, die abgeschafft gehört. Würde die BNA nicht durch
    > > übermässige regulierung allen im Telco-markt das leben unnötig schwer
    > > machen, wäre der Markt selbst mit sicherheit schon weiter. Alleine schon
    > > deshalb, weil der aufbau regionaler ISPs wesentlich einfacher wäre, und
    > > sich so von früh auf eine konkurrenz gegen die telekom hätte etablieren
    > > können.
    >
    > Die haben aber auch schon ein paarmal verhindert, dass die Telekom ihre
    > Anschlüsse für die Konkurrenz einfach teurer machte. Damit wäre die
    > Konkurrenz wahrscheinlich gar nicht erst aufgekommen. Und zu den neueren
    > Techniken der Telekom hätte die Konkurrenz erst gar keinen Zugang
    > bekommen...
    >
    weil regulierung es kleinen anbietern nahezu unmöglich macht, eigene netze aufzubauen. mal ganz davon ab, dass das übergeben der bestehenden netze bei der privatisierung der telekom damals auch regulierung war, die diese zusatzregulierung erst nötig gemacht hat. hätte man den sozialistischen telekom-riesen von anfang an geteilt und verkauft, hätte es dieses problem erst gar nicht gegeben. hätte man darüber hinaus willigen investoren und firmen die möglichkeit gegeben, eigene netze ohne totregulierung aufzubauen, wäre der Telcomarkt heutzutage mit sicherheit um einiges günstiger.
    > > Gerade weil das so ist, finde ich dass es gedrosselte DSL-Anschlüsse
    > > zumindest als option geben sollte. Für wenig nutzer. Dort könnte man
    > dann
    > > nämlich zb für 5 euro im monat einen schnellen anschluss
    > > bereitstellen(schnell definiere ich als 16/2mbit aufwärts), diesen
    > kunden
    > > aber nur ein begrenztes volumen eingestehen. Damit wären diese
    > Anschlüsse
    > > kalkulierbar(eben weil wohl selten mehr anfällt als inklusiv ist), was
    > > deren preise reduzieren würde. gleichzeitig könnte man allen anderen zum
    > > bisherigen preis weiterhin die echte flatrate anbieten, die eben dadurch
    > > teurer ist, dass es eine mischkalkulation mit variable ist.
    >
    > Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass die volumenbegrenzten Tarife
    > billiger werden? Die kosten weiterhin das was sie bisher gekostet haben.
    > Nur musst du jetzt drauflegen wenn du mehr Volumen brauchst. Das ist der
    > Markt den du weiter oben so anbetest...

    natürlich glaube ich das nicht. aber wenn du meinen post gelesen hättest, hättest du gemerkt dass ich von der OPTION FREIWILLIG einen gedrosselten tarif gegen kostennachlass zu wählen gesprochen habe. Mal ganz davon abgesehen. auf welchem planeten lebst du eigentlich, dass du ernsthaft glaubst dass man mehr traffic hinzukaufen können wird? schau dir doch den lächerlichen prepaid "smartphone" tarif von der Telekom an, mit seiner putzigen 100mb flatrate. nicht nur gibt es keinerlei möglichkeiten, da mehr traffic oder ein höherwertiges tarifmodell hinzuzufügen, nein, es gibt auch von anfang an keinen tarif mit weniger lächerlichen inklusivvolumina. warum sollte der rosa-riese das im festnetzbereich anders fahren?

  6. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: cyborg 23.04.13 - 18:05

    > Mal ganz davon
    > abgesehen. auf welchem planeten lebst du eigentlich, dass du ernsthaft
    > glaubst dass man mehr traffic hinzukaufen können wird? schau dir doch den
    > lächerlichen prepaid "smartphone" tarif von der Telekom an, mit seiner
    > putzigen 100mb flatrate. nicht nur gibt es keinerlei möglichkeiten, da mehr
    > traffic oder ein höherwertiges tarifmodell hinzuzufügen, nein, es gibt auch
    > von anfang an keinen tarif mit weniger lächerlichen inklusivvolumina. warum
    > sollte der rosa-riese das im festnetzbereich anders fahren?

    Weil es z.B. im LTE Bereich diese Möglichkeit schon gibt.
    Wenn dir dein inklusiv Volumen nicht reicht kannst gegen Kohle zusätzliches Volumen kaufen.
    Ich glaube eher ich sollte dich fragen auf welchem Planeten du lebst. Das ist doch die Lizenz zum Gelddrucken wenn man die Tarife mit inklusiv Volumen verkauft die man zu der Zeit wahrscheinlich sehr schnell erreicht und den Kunden dann sagt kauf doch einfach mehr dazu...

    Aus einem anderen Bericht über die Telekom:
    "Erreichen Kunden das vorgegebene Limit, kann über noch nicht näher vorgestellte Zubuchoptionen weiteres „Hochgeschwindigkeits-Volumen“ erworben werden"

    Und aus dem gleichen Bericht:
    "Auch die neuen Tarife werden den Angaben zufolge mit dem Begriff Internet-Flatrate beworben. Denn: „Es handelt sich ja nach wie vor um eine Internet-Flatrate, da die Nutzer das Internet nach wie vor nutzen können.“ Obwohl die neuen Tarife gegenüber dem Ist-Zustand eine Verschlechterung darstellen, wird es nach Angaben Hafenrichters keine Preissenkung geben."

    Quelle: http://www.computerbase.de/news/2013-04/deutsche-telekom-fuehrt-drosselungen-im-festnetz-ein/

    Und was sagst jetzt?

  7. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: cry88 23.04.13 - 18:46

    cyborg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil es z.B. im LTE Bereich diese Möglichkeit schon gibt.
    > Wenn dir dein inklusiv Volumen nicht reicht kannst gegen Kohle zusätzliches
    > Volumen kaufen.
    > Ich glaube eher ich sollte dich fragen auf welchem Planeten du lebst. Das
    > ist doch die Lizenz zum Gelddrucken wenn man die Tarife mit inklusiv
    > Volumen verkauft die man zu der Zeit wahrscheinlich sehr schnell erreicht
    > und den Kunden dann sagt kauf doch einfach mehr dazu...

    Na weswegen machen die das denn auch sonst? Der Wenig-User zahlt den selben Preis, der normale User wird zu ihrem Entertain-Paket genötigt und der Viel-User muss sich extra Volumen dazukaufen.

    Vorteile für den Kunden? Am Arsch. Einzig und allein die Telekom gewinnt da.

  8. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: Casandro 23.04.13 - 18:46

    Der Punkt warum solche gedrosselten Tarife sinnlos sind ist, dass der Großteil der Kosten Fixkosten sind. Der DSLAM und die Kupferkabel werden nicht billiger nur weil da nur 1 MBit Nutzdaten drüber laufen. Der Rest kostet quasi nichts. Bei VDSL hast Du noch Mehrkosten weil da wirklich ein DSLAM in Deine Nähe gebracht werden muss.

  9. Re: Eigentlich sollte es dazu kein Veto brauchen

    Autor: Ach 23.04.13 - 19:36

    Ja ja, die Bundesnetzabentur die den heutigen Konkurenzmarkt erst ermöglichte einfach mal eben abschaffen. Den Bock zum Gärtner machen nennt man das. Die Regulierungsbehörde hat bis heute für annehmbare Preise gesorgt, von wegen "der Markt regelt sich selber". Sieht man ja bei den Energieversorgern was passiert wenn man im Markt einen Monopolisten oder ein Kartel sitzen hat. Natürlich wird das auch mit der TK passieren wenn man die Zügel gehen lässt, Entsorgung der Netzneutralität inklusive.

    Die Netzneutralität gesetzlich abzusichern verlangt ja nicht mal einen zu großen Gesetzessprung, aber bevor ich mich auf das nächste "Freie Markt" Abenteuer einlasse, ganz nach dem "verlockenden" Motto wie du es vorschlägst und wie es dann immer in einer finanziellen Misere für die Allgemeinheit endet, hätte ich lieber einen 50x aufwendiger regulierten Markt.

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