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In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

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  1. In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: 111000110010 21.09.12 - 16:10

    Ich bin sehr verwundert wie man für ein Projekt Geld einsammeln will, wenn es nicht möglich ist, Renderings zu verwenden. In der Automobilbranche ist es üblich, dass Fahrzeuge für Werbeanzeigen fotoecht gerendert werden, weil zum Zeitpunkt, an dem das Marketing startet, die Autos noch gar nicht vollständig montiert sind und für Fotos verfügbar wären. Würde man da warten, entstünden höhere Kosten durch den zeitlichen Versatz.

    Auch Apple arbeitet mit renderings in der Werbung für das iPhone das dann erst Tage später in den Läden steht. Die Werbespots werden eben auch anhand von 3D Grafik produziert, da die ja auch recht früh mit der Arbeit beginnen müssen.

    Aber auch in der Architektur werden Gebäude zunächst (vorallem welche die Grösser sind) visualisiert, damit Investoren sich von der Idee überzeugen können.

    George Lukas hat auch zunächst Bilder der Starwars Welt malen lassen, bevor ein Special Effekt fertig war um Investoren zu überzeugen.

    Insgesamt lebt eine gesamte Branche von der Tätigkeit Produkte zu visualisieren bevor sie gebaut werden. Wenn Kickstarter jetzt den Leuten die Möglichkeit der Vorschau nehmen will, wird das ganze relativ schnell wenig erfolgsversprechend. Sie sollten lieber darauf achten, dass die die einzelnen Projekte überprüfen und die Pledger vor Abzockern schützen. Teile des Geldes in Treuhandkonten usw.

    Naja, damit wird das ganze Ding wieder uninteressanter um wirklich grössere Summen für Projekte einzusammeln. Ausserdem sollten die Leute, die ihr Geld reingeben, vorher auch prüfen, ob sie das Risiko tragen wollen und die Präsentation für glaubhaft halten. Ebenso sollte derjenige der dort um Geld bittet, auch klar kenntliche machen, dass es sich um Renderings handelt die nicht verbindlich sind.

  2. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: Fawlty 21.09.12 - 16:38

    In der "normalen" Welt hat man ja auch 5 Geldgeber, die 10 Millionen Euro investieren, nicht 5 Millionen, die 10 Euro investieren.
    Alle deine Beispiele handeln von Geschäftsmann zu Geschäftsmann, nicht Privatmann, wie bei Crowdfunding. Privatleute werden und müssen immer geschützt werden, da man eben nicht davon ausgehen kann, dass sie alles vorher prüfen, da sie mit aller wahrscheinlichkeit noch nicht einmal eine Ahnung haben, wie man prüft. Bei Kickstarter sind keine Banker Investoren.

    Außerdem ist Kickstarter nicht dafür gedacht, von 0 auf 100 zu finanzieren. Es ist dafür da Engpässe in einer Entwicklung zu überbrücken oder aber den Schluss zu ermöglichen.

  3. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: wmayer 21.09.12 - 17:38

    Fawlty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außerdem ist Kickstarter nicht dafür gedacht, von 0 auf 100 zu finanzieren.
    > Es ist dafür da Engpässe in einer Entwicklung zu überbrücken oder aber den
    > Schluss zu ermöglichen.

    Doch genau darum geht es. Es geht eher nicht darum Projekte zu finanzieren die etliche Millionen kosten, sondern "dem kleinen Erfinder" die Startkohle zu geben.
    Den KICKSTART eben. Das Projekt soll damit angestoßen und für "normale Menschen" überhaupt erst realisierbar werden.

    Und 10$ tun niemanden weh, wer zuviel investiert ist selber schuld.

  4. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: sskora 21.09.12 - 18:13

    ich verstehe es auch nicht. Ich bastele gerne mal rum, aber bevor ich erstwas baue, mache ich immer erst 3d Modelle in CAD programmen, ein mal um halt alles virtuell zu testen und halt natürlich auch zu sehen wie es aussieht. Gerade bei Sachen (Produkten) wo es sehr stark ums Design geht finde ich solche "Vorab"bilder sehr wichtig. Wie soll man sich denn sonst etwas unter einem Projekt vorstellen. Dafür gibts kickstarter doch - könnte man Bilder vom fertigen Produkt machen, damit man nix rendern muss, dann braucht man auch kein Geld mehr. Ich fände es sinnvoller, würde man einfach direkt dazu angeben müssen ob das Produkt schon fertig ist (Produkt bereits fertig? Ja/Nein, fertig voraussichtlich ...) - von mir aus kann man gerenderte Bilder auch dick markieren ... aber ganz verbieten ist kontraproduktiv

  5. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: Anonymer Nutzer 21.09.12 - 23:21

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin sehr verwundert wie man für ein Projekt Geld einsammeln will, wenn
    > es nicht möglich ist, Renderings zu verwenden. In der Automobilbranche ist
    > es üblich, dass Fahrzeuge für Werbeanzeigen fotoecht gerendert werden, weil
    > zum Zeitpunkt, an dem das Marketing startet, die Autos noch gar nicht
    > vollständig montiert sind und für Fotos verfügbar wären. Würde man da
    > warten, entstünden höhere Kosten durch den zeitlichen Versatz.

    Wie ich diese dummen Vergleiche "liebe". Niemand kauft sich ein Auto auf Basis eines gerenderten Fotos, sondern man schaut sich das Produkt live an, macht Probefahrten etc. Genau das ist bei den Kickstarter-Projekten nicht möglich. Zudem für den Laien je nach Qualität des gerenderten Bild nicht immer ganz klar ist, ob das Bild echt ist oder eben ein Fake.

    Kickstarter wird den Entschluss nicht ohne Grund getroffen haben. Offenbar gab es bei vielen Projekten erhebliche Diskrepanzen zwischen Werbebild und Endprodukt. Ich finde es richtig. Wem das nich paßt, muss sich eben auf andere Weise Geld beschaffen. Wer es nicht einmal schafft, einen ordentlichen Prototypen zu bauen, dem traue ich schonmal gar keine Serienproduktion zu. Nur Scharlatane und Blender haben mit der Regelung Probleme.

  6. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: Anonymer Nutzer 21.09.12 - 23:24

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Doch genau darum geht es. Es geht eher nicht darum Projekte zu finanzieren
    > die etliche Millionen kosten, sondern "dem kleinen Erfinder" die Startkohle
    > zu geben.
    > Den KICKSTART eben. Das Projekt soll damit angestoßen und für "normale
    > Menschen" überhaupt erst realisierbar werden.
    >
    > Und 10$ tun niemanden weh, wer zuviel investiert ist selber schuld.

    Bei Kickstarter wird nichts investiert. Da wird entweder unterstützt oder ein Produkt im voraus erworben. Und für 10$ kriegst du dort - überspitzt formuliert - höchstens ein Dankeschön per E-Mail. Du solltest dich erst mal über die Dinge informieren, bevor du deine "Meinung" zum Besten gibst.

  7. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: wmayer 22.09.12 - 14:01

    Kommt darauf an wofür man das Geld hergibt. Bei Musikprojekten bekommst für 10$ z.B. oft die CD zumindest als Download. Bei Spielprojekten ist die Vollversion meist auch nicht viel teurer. Shadowrun Returns , Double Fine Adventure jeweils 15$.
    Ja es ist keine wirkliche Investition, weil man dadurch keine höheren Geld- oder Wertmittel zurück erhält. Aber es ist auch nicht, dass man nichts bekommt. Zumindest die Möglichkeit das Produkt später zu erwerben [falls das Projekt erfolgreich verläuft].

  8. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: 111000110010 22.09.12 - 16:01

    > Wie ich diese dummen Vergleiche "liebe". Niemand kauft sich ein Auto auf Basis...
    > Niemand kauft...
    > Niemand...

    Ich "liebe" ja diese dummen Verallgemeinerungen...

    Das äussere Erscheinungsbild von Produkten spielt eine wesentliche Rolle in der Bewerbung eines Produktes und auch der Kaufentscheidung. Probefahrten machen die Leute in der Regel erst, wenn sie sich für das Produkt interessieren und es näher und genauer betrachten wollen. Vorher gucken sie nur auf 3D Renderings in Werbespots oder Werbematerial, dann laufen sie los und schauen sich das Produkt an.

    Bevor man also bewährte Methoden der Präsentation ausschliesst, sollte man vielleicht eher dafür sorgen, dass der Initiator nicht das ganze Geld auf einmal erhält sondern nach selbst gesetzten Milestones. Vielleicht mit Abstimmungen der User, ob er seine Sache noch gut macht, und sich an die Versprechen hält. Sollte dann das Projekt nicht mehr gut laufen, bleibt immer noch Geld über, dass die Leute dann zurückbekommen können. Dies würde meines erachtens für wesentlich mehr Vertrauen sorgen und im gleichen Zuge auch vernünftige Präsentationen erlauben. Wobei hier natürlich auch klar Renderings, Mockups, Zeichnungen oder andere Vorschauen auf das Produkt oder Projekt klar gekennzeichnet werden müssen.

    Ich teile die Ansicht jedenfalls nicht, dass es sich lohnt auf die Vorteile von 3D Visualisierungen zu verzichten.

  9. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: Anonymer Nutzer 23.09.12 - 01:46

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bevor man also bewährte Methoden der Präsentation ausschliesst, sollte man
    > vielleicht eher dafür sorgen, dass der Initiator nicht das ganze Geld auf
    > einmal erhält sondern nach selbst gesetzten Milestones. Vielleicht mit
    > Abstimmungen der User, ob er seine Sache noch gut macht, und sich an die
    > Versprechen hält. Sollte dann das Projekt nicht mehr gut laufen, bleibt
    > immer noch Geld über, dass die Leute dann zurückbekommen können. Dies würde
    > meines erachtens für wesentlich mehr Vertrauen sorgen und im gleichen Zuge
    > auch vernünftige Präsentationen erlauben. Wobei hier natürlich auch klar
    > Renderings, Mockups, Zeichnungen oder andere Vorschauen auf das Produkt
    > oder Projekt klar gekennzeichnet werden müssen.

    Dein Vorschlag ist praxisuntauglich. Wenn man ein Projekt professionell durchführen will, braucht man Planungssicherheit. Wie willst du zB verbindliche Verträge mit Lieferanten abschließen, wenn dir der Geldhahn völlig willkürlich plötzlich zugedreht werden kann? Das ist einfach nur albern und hat in der Businesswelt nichts zu suchen.

  10. Re: In der normalen Welt sind 3D Renderings gängige Praxis

    Autor: 111000110010 23.09.12 - 15:06

    Zunächst mal läuft es im Business so ab, dass bei Zahlungsunfähigkeit die Insolvenz folgt. Projekte werden eingestellt wenn sich kein Erfolg abzeichnet. Investoren sägen aber nicht willkürlich ihre Projekte ab. Auch auf Kickstarter werden die Leute lieber etwas für ihr Geld haben wollen als einen Verlust hinzunehmen. An der Stelle muss der Initiator eben für dauerhafte Zustimmung sorgen.

    Aber gut, wenn du vom Fach bist kann ich nicht viel dazu sagen. Du erklärst ja gerade, das z.B. Börsenunternehmen frei von Risiken sind, denn die Leute können ihre Aktien natürlich nicht einfach wieder Verkaufen, da das Unternehmen ja schliesslich Planungssicherheit braucht.

    Bei Kickstarter geht es ja darum einen einfachen Weg zu öffnen um Projekte ins Leben zu rufen, die sonst nicht Entstehen können. Das kann ja auch was gemeinnütziges sein oder etwas, dass garnicht unter wirtschaftlichen Aspekten funktionieren würde. Wenn die Leute dafür Geld zusammenlegen mögen, sollen sie das tun. Vertrauen ist da aber dennoch etwas, das man nicht einfach verschenkt sondern auch Kontrolle braucht. Menschen reagieren äusserst positiv auf "Geldzurückgarantie". Es ist ja auch nur meine bescheidene Meinung im Golem-Forum, dass die Plattform nicht vertrauenswürdiger wird, nur weil man 3D Renderings untersagt und es möglicherweise andere Lösungsansäzte gäbe, die Zielführender wären.

    Vielleicht kollabiert Kickstarter auch bald, weil aus vielen Projekten Enttäuschungen werden und man nun nicht mehr in den Ausbau der Plattform investieren möchte, sondern es billiger ist in preiswerte Regeln einzuführen die vermeitlich Vertrauen stiften (das jetzt aus dem Reich der Verschwörungstheorie).

    Mir fehlt einfach das Verständniss für ihre Entscheidung.

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