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Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

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  1. Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.17 - 17:39

    Die Telkos planen ja auch schon seit Jahren in diese Richtung, siehe die Rück-Fusion der Telekom-Sparten (es gibt kein "T-Online", "T-Home" und kein "T-Mobile" mehr in Deutschland, auch wenn bis heute viele Leute davon sprechen/schreiben), Vodafone hat sich Kabel Deutschland geschnappt, in den USA vermutet man, dass Festnetzprovider wie Liberty Global sich Sprint schnappen möchten, usw.

    5G ist nicht, wie LTE, daraus ausgelegt, wenige, große Masten zu haben, von dort die Fläche zu erschließen. 5G ist, wenn man schon unbedingt mit existierender Technik vergleichen muss, eher wie ein Wifi-Hotspot gedacht. Jedenfalls mit viel, viel, viel mehr netzseitigen Funkzellen, das wird es so teuer und aufwendig machen, die müssen ja allesamt mit Glasfaser angebunden werden.

    Auch möchte man das Internet "unsichtbar" machen. Wer zB Netflix bucht, der soll langfristig einfach das dazu notwendige Internet von Netflix organisiert bekommen. Ob das dann über die Luftschnittstelle kommt und über welches Protokoll, das kann dem Normalkunde egal sein. Da sich die Internetnutzung immer mehr von stationären PC/Laptop löst und hin zu IoT, Smartphones und anderen Endgeräten wandert, verschwimmt damit die Grenze zwischen WAN und LAN und Fest- und Mobilnetz.

    Die Digitaltechnik wird erwachsen, wer sich nicht gerade beruflich damit befasst wird über die technischen Details auch nichts mehr wissen (wollen). Wer weiss schon, wie gerade das Stromnetz des eigenen Wohnorts gefahren wird, wie es aufgebaut ist, welche Steuertechnik und Sensorik verbaut ist? Ist doch auch egal, der Strom kommt aus der Steckdose, den Rest soll der Versorger machen. Analog wissen wir nicht wirklich, was hinter der Ver- und Entsorgung mit Wasser steckt, auch eine komplexe Infrastruktur voller Technologie, wir haben nur noch vage Vorstellungen, wie unsere modernen Autos funktionieren, ... Internet wird alltäglich und genauso, wie niemand mehr sagt "Woa geil, ich hab Strom mit 240 Volt und 50 Hz in meiner Wohnung!" - vor 100 Jahren war das schon noch was, womit man posen konnte - so wird sich kein normaler Mensch in der Zukunft noch für irgendwelche Bandbreiten, Datenraten oder Trafficsummen interessieren. Oder die Nerd-Flamewars zwischen Docsis, VDSL und FTTH Anhängern usw.

    Das Zeug funktioniert einfach, überall, zumindest in den Ballungsräumen. Man kriegt plugnplay Hardware mit 0 Setup- und Wartungsaufwand. Das wie und was macht der Provider aus dem Netz heraus. Ich pack meine schicken Geräte als Endverbraucher nur noch aus, Strom ran bzw. aufladen, und ich bin online. Wenn es langfristig überhaupt noch Festnetzinternetzugänge in Wohngebäuden gibt, dann werden die eher in die Haustechnik abwandern, in den Heizungskeller und von dort ebenso wireless funken wie das 5G Netz von der Straße, mit welchem Protokoll und hastenichgesehen weiss kein normaler Mensch mehr, wenn es dann noch einen Unterschied zwischen Wifi und 5G auf technischer Ebene geben sollte, dann regeln die Geräte den Handout im Verborgenen.

    Man wird über unsere Zeit schmunzeln, wo Leute sog. Router im Wohnzimmer stehen hatten, denen sie mitunter liebevolle Namen wie "Fritte" gaben und in irgendwelchen Konfigurationsmenüs herumstochern mussten oder in der Stadt ihre Geräte irritiert schauend hochgehalten und im Kreis bewegt haben, "auf der Suche nach WLAN".



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 27.02.17 17:47 durch Reci.

  2. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: bombinho 27.02.17 - 18:16

    Eine traumhafte Vision, in der es keinen Platz fuer Datenschutz gibt. Es gibt noch kein Protokoll, was eine solche Vision auch nur ansatzweise praktikabel befeuern koennte.
    Klingt ein wenig wie: Im Jahr 2000 werden wir alle unsere privaten Flugzeuge haben, mit denen wir ueberall hinfliegen koennen.

  3. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: Bayer 27.02.17 - 18:44

    "Es gibt noch kein Protokoll, was eine solche Vision auch nur ansatzweise praktikabel befeuern koennte."

    --> https://de.wikipedia.org/wiki/Multipath_TCP

  4. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: bombinho 27.02.17 - 22:18

    Bayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > --> de.wikipedia.org

    Danke fuer das Beispiel eines ungeeigneten Protokolls.
    Dieses Protokoll mag vielleicht eine Verteilung vereinfachen, aber selbst TCP der ersten Stunde konnte schon ueber verschiedene Knoten laufen. Das war die Grundidee des Arpanet.

    Das Problem ist, dass du nicht einfach die Welt in ein privates LAN-Segment stopfen kannst und auf das Beste hoffen.

    Edit: aber man kann ja noch ein - zwei Protokolle verschachteln um in die Naehe der Mindestanforderungen zu kommen. Google experimentiert in die Gegenrichtung, schauen wir mal.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.02.17 22:25 durch bombinho.

  5. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: jones1024 28.02.17 - 10:08

    Reci schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Ist doch auch egal, der Strom kommt aus der Steckdose, den Rest soll der
    > Versorger machen. Analog wissen wir nicht wirklich, was hinter der Ver- und
    > Entsorgung mit Wasser steckt, auch eine komplexe Infrastruktur voller
    > Technologie, wir haben nur noch vage Vorstellungen, wie unsere modernen
    > Autos funktionieren, ... Internet wird alltäglich und genauso, wie niemand
    > mehr sagt "Woa geil, ich hab Strom mit 240 Volt und 50 Hz in meiner
    > Wohnung!" - vor 100 Jahren war das schon noch was, womit man posen konnte -
    > so wird sich kein normaler Mensch in der Zukunft noch für irgendwelche
    > Bandbreiten, Datenraten oder Trafficsummen interessieren. Oder die
    > Nerd-Flamewars zwischen Docsis, VDSL und FTTH Anhängern usw.
    >
    > Das Zeug funktioniert einfach, überall, zumindest in den Ballungsräumen.
    > Man kriegt plugnplay Hardware mit 0 Setup- und Wartungsaufwand. Das wie und
    > was macht der Provider aus dem Netz heraus. Ich pack meine schicken Geräte
    > als Endverbraucher nur noch aus, Strom ran bzw. aufladen, und ich bin
    > online. Wenn es langfristig überhaupt noch Festnetzinternetzugänge in
    > Wohngebäuden gibt, dann werden die eher in die Haustechnik abwandern, in
    > den Heizungskeller und von dort ebenso wireless funken wie das 5G Netz von
    > der Straße, mit welchem Protokoll und hastenichgesehen weiss kein normaler
    > Mensch mehr, wenn es dann noch einen Unterschied zwischen Wifi und 5G auf
    > technischer Ebene geben sollte, dann regeln die Geräte den Handout im
    > Verborgenen.

    Es gibt eine Abgrenzung. Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor es gedrosselt wird, Kabelinternet nicht.

  6. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: Anonymer Nutzer 28.02.17 - 10:22

    jones1024 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es gibt eine Abgrenzung. Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor es
    > gedrosselt wird, Kabelinternet nicht.

    JETZT.

    Hast du wirklich so wenig Fantasie, dir auch nur vorzustellen, dass die Welt nicht ewig wie heute bleibt?

    Geht heute noch irgend jemand minutenbasiert online? War auch mal total üblich.

    Und was ist mit den IT Nerds geschehen? Früher technische Optimisten und Träumer, heute "Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor es gedrosselt wird". Das klingt eher nach Beamtenmentalität, als nach technischaffinem ITler.

    Sorry, nichts gegen dich persönlich. Aber die Mut- und Fantasielosigkeit unter ITlern ist heutzutage regelrecht mit Händen zu greifen. Keinerlei Aufbruchstimmung und Optimismus mehr.

  7. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: PiranhA 28.02.17 - 10:37

    jones1024 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt eine Abgrenzung. Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor es
    > gedrosselt wird, Kabelinternet nicht.

    Erinnert sich ernsthaft niemand mehr an Zeiten, als es keine Internet-Flat gab? Einmal gab es noch minutenbasierte Taktung zu analog Zeiten. Und selbst bei DSL hatten wir noch die Wahl zwischen 100h oder 100GB. Erst später wurde die Flat irgendwann zum Standard, als die Preise gepurzelt sind.

  8. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: Apfelbrot 28.02.17 - 10:42

    jones1024 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es gibt eine Abgrenzung. Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor es
    > gedrosselt wird, Kabelinternet nicht.

    Schau dir bitte mal an wohin sich die Verträge für Kabel und DSL entwickeln.
    Es gibt immer mehr die nun auch drosseln!

  9. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: Anonymer Nutzer 28.02.17 - 10:45

    Apfelbrot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jones1024 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Es gibt eine Abgrenzung. Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor
    > es
    > > gedrosselt wird, Kabelinternet nicht.
    >
    > Schau dir bitte mal an wohin sich die Verträge für Kabel und DSL
    > entwickeln.
    > Es gibt immer mehr die nun auch drosseln!


    Stimmt nicht. o2 hat sein Jahren eine Drossel, kann aber mit einem etwas teureren Tarif auch abgeschaltet werden. Vodafone Kabel Deutschland hat die Drosseln wieder zurückgefahren. Die Telekom, der einzige Provider der den bösen Spitznamen "Drosselkom" bekommen hat, hat die vor Jahren diskutierte Drossel - ja, das ist schon wieder Jahre her liebe Leute - schon vor dem Start wieder kassiert.

    Ich wüsste gern, worauf du also die Feststellung, es gäbe "IMMER MEHR", die nun auch drosselten, begründest.

  10. Re: Langfristig verschwindet die Abgrenzung zwischen Fest- und Mobilnetz

    Autor: ibecf 28.02.17 - 11:03

    Reci schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jones1024 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Es gibt eine Abgrenzung. Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor
    > es
    > > gedrosselt wird, Kabelinternet nicht.
    >
    > JETZT.
    >
    > Hast du wirklich so wenig Fantasie, dir auch nur vorzustellen, dass die
    > Welt nicht ewig wie heute bleibt?
    >
    > Geht heute noch irgend jemand minutenbasiert online? War auch mal total
    > üblich.
    >
    > Und was ist mit den IT Nerds geschehen? Früher technische Optimisten und
    > Träumer, heute "Internet über Funk besitzt ein Datenlimit bevor es
    > gedrosselt wird". Das klingt eher nach Beamtenmentalität, als nach
    > technischaffinem ITler.
    >
    > Sorry, nichts gegen dich persönlich. Aber die Mut- und Fantasielosigkeit
    > unter ITlern ist heutzutage regelrecht mit Händen zu greifen. Keinerlei
    > Aufbruchstimmung und Optimismus mehr.

    Viele haben schon Fantasie und wollen z.B. auch Mobilfunktarife ohne Datenlimit.

    In Österreich gibt es sowas ja z.B von yess! für 24,99 ¤ mit LTE bis zu 21 Mbit/s.

    Denn einzinsten Tarif ohne Datenlimit den ich in Deutschland kenne gibt es bei Telekom kostet 199,95 ¤.

    Also alles keine Zukunftsmusik. Aber der deutsche Mobilfunkmarkt war schon immer hochpreisig.

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