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Gibt's seit längerem.

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  1. Gibt's seit längerem.

    Autor: Jamster 15.09.17 - 17:40

    Die Art von Angebot ist nichts neues. Wenn man sich mit 'anonymen' Domains beschäftigt hat, trifft man früher oder später auf ähnliche Angebote.

    Es gibt meherer Anbieter im Neuland, welche genau so vorgehen;
    Domains können mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln gekauft werden (Von normalen Methoden bis zu reinem Bitcoin), aber der offizielle Besitzer bleibt die Firma hinter dem service an sich. Hierbei werden bei kauf der Domain keine angaben zu Privaten Informationen wie Name, Wohnsitz etc. gemacht. Lediglich ein Username/Passwort. Je nach zahlungsmittel kommt noch mehr Privatsphäre und Schutz hinzu.

    Danach kann man über seinen User/Passwort diese Domain verwalten, erneuern und so weiter.
    Ob man das will steht auf einem anderen Blatt. Als nicht-Besitzer kann die Domain je nach gutdünken des Anbieters genauso schnell wieder verschwinden, vor allem wenn diese im Ausland sitzen, und etwas..unseriös sind die meissten Angebote allemal. Da ist immer ein 'gschmäckle' dabei.

    Und selbst die anonymst registrierteste Domain bringt der Privatsphäre nichts, wenn man nicht merkt daß die IPv6 Range des gemieteten Servers unter dem eigenen Namen und Adresse bei RIPE registriert und jederzeit einsehbar ist...hint hint.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 17:42 durch Jamster.

  2. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: HowlingMadMurdock 15.09.17 - 18:18

    Seit wann wird man bei einem dedizierten Miet-Server, als Inhaber der IP bei der RIPE eingetragen? Die IP-Adresse gehört doch dem Hoster.

  3. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: bolzen 15.09.17 - 18:47

    HowlingMadMurdock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit wann wird man bei einem dedizierten Miet-Server, als Inhaber der IP
    > bei der RIPE eingetragen? Die IP-Adresse gehört doch dem Hoster.

    Habs auch gerade zu meinem Server überprüft. Finde dort keine persönlichen Infos, nur die des Hosters. Da will jemand mit Halbwissen glänzen.
    VG

  4. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: dura 15.09.17 - 20:51

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HowlingMadMurdock schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Seit wann wird man bei einem dedizierten Miet-Server, als Inhaber der IP
    > > bei der RIPE eingetragen? Die IP-Adresse gehört doch dem Hoster.
    >
    > Habs auch gerade zu meinem Server überprüft. Finde dort keine persönlichen
    > Infos, nur die des Hosters. Da will jemand mit Halbwissen glänzen.
    > VG

    Das wird üblicherweise gemacht, wenn du etwas selbst bei der RIPE beantragst. Also z.B. wenn du ein eigenes Subnetz hast. Wenn du nur eine IP-Adresse eines größeren Subnetz nutzt, dann steht dort der Hoster drin.

  5. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: HowlingMadMurdock 16.09.17 - 08:32

    Also ein eigenes Subnetz haben wir nur im Zusammenhang mit eigenen Anbindungen bekommen.

    Und auch dort wird man nicht immer der RIPE gemeldet.

    z.B. Ewetel
    Telekom und Colt leiten die Infos an die RIPE weiter
    ViaNetworks nur ab einer bestimmten Anzahl von IP-Netzen
    Telefonica und Arcor/Vodafone handhaben das scheinbar von Fall zu Fall unterschiedlich



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.17 08:37 durch HowlingMadMurdock.

  6. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: MasterBlupperer 16.09.17 - 10:48

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habs auch gerade zu meinem Server überprüft. Finde dort keine persönlichen
    > Infos, nur die des Hosters. Da will jemand mit Halbwissen glänzen.
    > VG

    … wobei das eigentliche Problem noch existiert:
    Die Domain ist unangreifbar - da der Domain-Besitzer ein Briefkasten in der Karibik ist. Allerdings bringt das nicht gerade viel, wenn man z.B. den Server/Webspace whatever unter seinem Namen registriert hat. :-p

    … und selbst das bringt dann wiederum nicht viel, wenn man den Server selber über sein normale IP-Adresse verwaltet (also sich z.B. im Kundencenter einloggt) und der Anbieter die Daten aufzeichnet. Nicht vergessen darf man auch, dass z.B. SSH etc. unbedingt das logging abgewöhnt werden muss. Eine verschlüsselte Festplatte und die Passphrase beim Bootvorgang abfragen gehört natürlich ebenso zu dem, was man nicht vergessen darf.

    Im Endeffekt scheitert das wirkliche anonyme betreiben einer Webseite nach meiner Erfahrung einfach daran, dass derjenige nicht alle Szenarien wirklich bedenkt und die wirkliche Anonymität eine extrem hohe Selbstbeherrschung voraussetzt. Auf einer anderen großen IT News-Seite (die, die jeden Samstag ein Podcast für Nerds aus dem Redaktions-Keller produzieren) wurde einmal ein sehr guter Artikel darüber veröffentlicht, wie schwierig (fast unmöglich) es ist eine wirkliche Anonymität im Web durchzuhalten.

  7. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: Jamster 16.09.17 - 14:15

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HowlingMadMurdock schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Seit wann wird man bei einem dedizierten Miet-Server, als Inhaber der IP
    > > bei der RIPE eingetragen? Die IP-Adresse gehört doch dem Hoster.
    >
    > Habs auch gerade zu meinem Server überprüft. Finde dort keine persönlichen
    > Infos, nur die des Hosters. Da will jemand mit Halbwissen glänzen.
    > VG

    Wie bereits von anderen erwähnt, ist hier das Schlüsselwort 'Subnetz' wichtig.
    Bei vielen Hostern wird einem, zusätzlich zur IPv4 Adresse, ein ganzes IPv6 Subnetz zugeteilt - und da landen die eigenen Daten ggf. beim RIPE.

    Die IPv4 Adresse, welche grundsätzlich erstmal mit dem Server zur verfügung gestellt wird, hat in der Tat die Hosterdaten eingetragen - auch bei einzeln hinzu gekauften IPs ist das der Fall.
    Wenn man jedoch bei dem Hoster ein IPv4 *Subnetz* bestellt, und sei es nur ein /23er Netz, landen wieder die eigenen Daten beim RIPE.
    Hetzner z.B. handhabt daß so.

    Selbst die erst-IPv4 Adresse hatte bei früheren Verträgen vor ein paar Jahren ggf. die Privaten Daten noch als zusätzliche Role mitregistriert.
    EDIT:
    Schönes Bespiel: 188.40.17.23 z.B., einfach mal zufällig herausgepickt.
    Die Adresse gehört Hetzner. Trotzdem ist der Vertragspartner eingetragen.

    Man sollte also immer bevor man einen Hosting Vertrag in der Richtung eingeht Anfragen wie es da mit den Policies aussieht. Das haben viele Leute einfach absolut nicht auf dem Radar. Die meissten haben nur die Domains im Kopf.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.17 14:22 durch Jamster.

  8. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: bolzen 16.09.17 - 20:39

    Mein Hoster trägt seine Server dort wohl als Subnet ein, somit sind da keine Informationen über den Vertragspartner.
    Trotzdem danke für den Hinweis mit RIPE. Da sollte man dann auch mal ein Blick drauf werfen, nicht nur auf die Domain.
    VG

  9. Re: Gibt's seit längerem.

    Autor: HowlingMadMurdock 17.09.17 - 10:28

    Ja, das war wirklich sehr aufschlussreich.

    Danke für die Info.

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