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Overkill

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  1. Overkill

    Autor: Omega_13 06.06.12 - 16:45

    Ich stimme Herrn Frickel in seiner Analyse zu, aber seiner Schlussfolgerung nicht.

    Das ganze offentlich-rechtliche Konglomerat wächst und wächst. Es ist längst zu einem gebührenverschlingenden Monster geworden. Unzählige dritte Programme, unzählige Spartenkanäle, dazu noch HD-Kanäle, Internetprotale, Mediatheken, Ballette und Jazzorchester. Es ist schlichtweg unmöglich, diese Ausgaben dem Gebührenzahler noch zu erklären... man versucht es aus gar nicht mehr. Es wird einfach jeder Haushalt zur Gebührenabgabe gezwungen - egal, ob Empfangsgeräte existieren oder nicht. Da wundern sich die Verantwortlich allen Ernstes noch, warum der Widerstand in der Bevölkerung wächst? Mich wundert, warum der Protest immer noch so leise ist!

    Die Lösung des im Interview diskutierten Problems wäre so viel naheliegender, einfacher und um ein Vielfaches billiger: Anstatt die öffentlich-rechtlichen Sender in einen sinnlosen und ruinösen Kampf und die Quote zu schicken (was ohnehin niemals ihre Aufgabe war), sollten sie einfach mal ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen. Die dritten Programme werden zu einem dritten Programm (so offensichtlich, das einem die Formulierung schon weh tut) zusammengelegt und die erfolgreichsten und (inhaltlich) wertvollsten Formate der Spartenkanäle finden ihren Programmplatz bei ARD und ZDF wo sie hingehören und eine breite Zuschauerbasis haben. Die Spartenkanäle selbst werden geschlossen. Dazu ein gemeinsames öffentlich-rechtliches Internetportal. Da kann man dann auch genre etwas Innovation zeigen.

    Feierabend.

    Edit: Textkorrektur.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.12 16:48 durch Omega_13.

  2. Re: Overkill

    Autor: El_Zorro_Loco 06.06.12 - 17:37

    Zu den Spartensendern bzw. vor allem arte: Ich persönlich finde sie teilweise erhaltungswerter als ARD und ZDF zusammen nachdem es ja teilweise so wirkt als würde man den Bildungsauftrag auf sie abwälzen und selbst nur für Quoten arbeiten.

  3. Re: Overkill

    Autor: johannesM 07.06.12 - 11:36

    Omega_13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stimme Herrn Frickel in seiner Analyse zu, aber seiner Schlussfolgerung
    > nicht.
    >
    > Das ganze offentlich-rechtliche Konglomerat wächst und wächst. Es ist
    > längst zu einem gebührenverschlingenden Monster geworden. Unzählige dritte
    > Programme, unzählige Spartenkanäle, dazu noch HD-Kanäle, Internetprotale,
    > Mediatheken, Ballette und Jazzorchester. Es ist schlichtweg unmöglich,
    > diese Ausgaben dem Gebührenzahler noch zu erklären... man versucht es aus
    > gar nicht mehr. Es wird einfach jeder Haushalt zur Gebührenabgabe gezwungen
    > - egal, ob Empfangsgeräte existieren oder nicht. Da wundern sich die
    > Verantwortlich allen Ernstes noch, warum der Widerstand in der Bevölkerung
    > wächst? Mich wundert, warum der Protest immer noch so leise ist!

    Da kann ich nicht so recht zustimmen. Ich finde die vorstöße in Richtung HD und Online-Mediathek einerseits logisch konsequent und und am Beispiel der Mediathek auch als Teil des öffentlichen Auftrags. Die Bereitstellung der Medien auch außerhalb der Ausstrahlungszeiten finde ich ein Feature, auf ds man ehr zu lange warten musste.
    Ich habe dafür bezahlt, also möchte ich auch immer und überall zugriff darauf haben.
    Zu HD: Unausweichliche Zukunftstechnologie. Früher oder später wird es der Standard, ähnlich dem digitalen Fernsehn.

    > Die Lösung des im Interview diskutierten Problems wäre so viel
    > naheliegender, einfacher und um ein Vielfaches billiger: Anstatt die
    > öffentlich-rechtlichen Sender in einen sinnlosen und ruinösen Kampf und die
    > Quote zu schicken (was ohnehin niemals ihre Aufgabe war), sollten sie
    > einfach mal ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen. Die dritten
    > Programme werden zu einem dritten Programm (so offensichtlich, das einem
    > die Formulierung schon weh tut) zusammengelegt

    Wirklich? Schonmal drittes geschaut? Also ich hätte in meiner Kindheit (und auch als erwachsener) niemals so viel über die hessische Kulturlandschaft gelernt, wenn ich nicht hr-fersehn geguckt hätte. Aber da kann man auch sagen ein sender pro rundfunkanstalt reicht doch...

    > und die erfolgreichsten und
    > (inhaltlich) wertvollsten Formate der Spartenkanäle finden ihren
    > Programmplatz bei ARD und ZDF wo sie hingehören und eine breite
    > Zuschauerbasis haben. Die Spartenkanäle selbst werden geschlossen.

    Jetzt definier mir mal Sparte! In meinem Umfeld - Ein recht großes Umfeld, dass nicht unbedingt besonders künstlerisch oder kreativ oder interlektuell geprägt ist - gibt es nur drei sehenswerte Kanäle: arte, 3sat und phoenix.
    Da ist zdf und ard schon ehr die Sparte.

    Ich bin absolut für eine Vielfalt im ö-r deutschen Fernsehn und ich bin auch der Meinung, dass man Infotainment nicht so verpönen sollte.
    Ich sehe nur ard und zdf in der pflicht, genau diese Formate dem öffentlichen auftrag anzupassen.
    Die Informationsaufnahme hat sich in der Gesellschaft nunmal geändert. Soll man das als staatl. einrichtung ignorieren?
    Das soll keine Verteidigung sein, das o-r fernsehn soll diese formate nur nicht 1zu1 aus dem privaten übernehmen, weil sie quote bringen. sie sollen diese anpassen oder eigene neue formate schaffen, um ihrem Auftrag gerecht zu werden.
    Ein paar gute Beispiele findet man auf zdfNEO.

  4. Re: Overkill

    Autor: StefanKehrer 07.06.12 - 14:01

    Omega_13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stimme Herrn Frickel in seiner Analyse zu, aber seiner Schlussfolgerung
    > nicht.
    >
    > Das ganze offentlich-rechtliche Konglomerat wächst und wächst. Es ist
    > längst zu einem gebührenverschlingenden Monster geworden. Unzählige dritte
    > Programme, unzählige Spartenkanäle, dazu noch HD-Kanäle, Internetprotale,
    > Mediatheken, Ballette und Jazzorchester. Es ist schlichtweg unmöglich,
    > diese Ausgaben dem Gebührenzahler noch zu erklären... man versucht es aus
    > gar nicht mehr. Es wird einfach jeder Haushalt zur Gebührenabgabe gezwungen
    > - egal, ob Empfangsgeräte existieren oder nicht. Da wundern sich die
    > Verantwortlich allen Ernstes noch, warum der Widerstand in der Bevölkerung
    > wächst? Mich wundert, warum der Protest immer noch so leise ist!
    >

    Das Angebot der ÖR wächst, die Kosten dafür wachsen aber deutlich geringer. Es ist sogar so das die ÖR daran gehindert werden ihr Angebot kostenneutral zu erweitern. Die Onlineangebote der ÖR werden massiv eingeschränkt ,weil sich private Anbieter dadurch bedroht fühlen, und das alles angeblich über den Grundauftrag hinaus geht.

    Ich sehe nicht das der Widerstand der Bevölkerung wächst, ich höre eher vermehrt positive Stimmen zur Entwicklung des Programmes und Ärger darüber das die Onlineangebote auf Grund der Interessen privater Anbieter so massiv beschnitten werden.


    > Die Lösung des im Interview diskutierten Problems wäre so viel
    > naheliegender, einfacher und um ein Vielfaches billiger: Anstatt die
    > öffentlich-rechtlichen Sender in einen sinnlosen und ruinösen Kampf und die
    > Quote zu schicken (was ohnehin niemals ihre Aufgabe war), sollten sie
    > einfach mal ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen. Die dritten
    > Programme werden zu einem dritten Programm (so offensichtlich, das einem
    > die Formulierung schon weh tut) zusammengelegt und die erfolgreichsten und
    > (inhaltlich) wertvollsten Formate der Spartenkanäle finden ihren
    > Programmplatz bei ARD und ZDF wo sie hingehören und eine breite
    > Zuschauerbasis haben. Die Spartenkanäle selbst werden geschlossen. Dazu ein
    > gemeinsames öffentlich-rechtliches Internetportal. Da kann man dann auch
    > genre etwas Innovation zeigen.
    >
    Ach ja die gute alte Kopf ab Methode, die funktioniert auch immer so gut, und schafft die Probleme restlos aus der Welt. Die ÖR führen in der Regel keinen Kampf der Quoten, sie haben es schlicht nicht nötig. Wäre das anders, sähe das Programm aus wie bei den Privaten, dem ist aber nicht so.

    Was sie versuchen ist möglichst alle Zielgruppen gleich zu erreichen, und das gelingt ihnen zunehmend besser, was natürlich auch zu steigenden Quoten führt, das ist aber nur der Effekt, nicht das direkte Ziel.

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