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Freibrief für illegale Aktivitäten?

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  1. Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: manitu 16.01.15 - 19:48

    Also gerade beim Freifunk ohne VPN sollte es ja relativ einfach sein. Router kaufen, anschließen, Firmware Update, konfigurieren und mit voller Leistung des Anschlusses saugen.

    Ich finde das Urteil zwar gut, weil jetzt nicht mehr der komplette Traffic einmal um den Globus zu einer anderen Public-IP verschifft werden muss aber ist es nicht so einfach, dass es jeder kann der noch die paar Euro für einen Router hat?

  2. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: airstryke1337 16.01.15 - 20:13

    bei störerhaftung ging es nie im straftaten, nur um urheberrechtsverletzungen.l

    "und mit voller Leistung des Anschlusses saugen. "
    was auch immer du jetzt damit meinst...

    " aber ist es nicht so einfach, dass es jeder kann der noch die paar Euro für einen Router hat?"
    siehs andersrum: störerhaftung ist schwachsinn.

  3. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: Sharra 17.01.15 - 00:38

    Nein kein Freibrief. Aber jetzt ist es so, wie es überall sonst auch ist: Der Täter muss ermittelt werden, und die Contentindustrie (bzw die Abmahn-"Anwälte") können nicht einfach das schwächste Glied in der Kette in Grund und Boden stampfen, und den Anschlussinhaber pauschal verklagen.
    Das hätte niemals der Fall sein dürfen, hat sich aber leider erst nach ca ~10 Jahren auch bei Gerichten endlich durchgesetzt.

    Als Anschlussinhaber hat man definitiv niemals die volle Kontrolle über seinen Anschluss. Selbst, wenn man das Ding für andere abschottet, kann eine Routerlücke oder ein Trojaner, den man sich eingefangen hat, immer noch Mist bauen.

    Es sollte immer zweifelsfrei nachgewiesen werden müssen, wer der wahre Täter war.
    Denn einfach pauschal jemandem die Schuld in die Schuhe schieben, darf es in einem Rechtsstaat niemals geben.

  4. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: wire-less 17.01.15 - 07:17

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein kein Freibrief. Aber jetzt ist es so, wie es überall sonst auch ist:
    > Der Täter muss ermittelt werden, und die Contentindustrie (bzw die
    > Abmahn-"Anwälte") können nicht einfach das schwächste Glied in der Kette in
    > Grund und Boden stampfen, und den Anschlussinhaber pauschal verklagen.
    > Das hätte niemals der Fall sein dürfen, hat sich aber leider erst nach ca
    > ~10 Jahren auch bei Gerichten endlich durchgesetzt.
    >
    > Als Anschlussinhaber hat man definitiv niemals die volle Kontrolle über
    > seinen Anschluss. Selbst, wenn man das Ding für andere abschottet, kann
    > eine Routerlücke oder ein Trojaner, den man sich eingefangen hat, immer
    > noch Mist bauen.
    >
    > Es sollte immer zweifelsfrei nachgewiesen werden müssen, wer der wahre
    > Täter war.
    > Denn einfach pauschal jemandem die Schuld in die Schuhe schieben, darf es
    > in einem Rechtsstaat niemals geben.

    Es wird gerechter, aber nicht einfacher. Provider zu sein bedeutet auch Pflichten zu haben. Wer ein Netz betreibt muss auch für Sicherheit sorgen. Wenn man sich nicht drum schert wer das Netz wie nutzt wird man auch in die Pflicht genommen. Man wird also als Freifunker Anfragen der Polizei nach Nutzung von IPs beantworten können müssen. D.h. da wird es erst noch ein paar Musterurteile brauchen bevor man weis woran man ist.

  5. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: wire-less 17.01.15 - 07:20

    airstryke1337 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei störerhaftung ging es nie im straftaten, nur um
    > urheberrechtsverletzungen.l

    Das stimmt nicht. Wir hatten auch schon Anfragen wegen Rechtsnationaler postings oder wegen Phishing.

    >
    > "und mit voller Leistung des Anschlusses saugen. "
    > was auch immer du jetzt damit meinst...
    >
    > " aber ist es nicht so einfach, dass es jeder kann der noch die paar Euro
    > für einen Router hat?"
    > siehs andersrum: störerhaftung ist schwachsinn.

  6. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: wire-less 17.01.15 - 07:23

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein kein Freibrief. Aber jetzt ist es so, wie es überall sonst auch ist:
    > Der Täter muss ermittelt werden, und die Contentindustrie (bzw die
    > Abmahn-"Anwälte") können nicht einfach das schwächste Glied in der Kette in
    > Grund und Boden stampfen, und den Anschlussinhaber pauschal verklagen.
    > Das hätte niemals der Fall sein dürfen, hat sich aber leider erst nach ca
    > ~10 Jahren auch bei Gerichten endlich durchgesetzt.
    >
    > Als Anschlussinhaber hat man definitiv niemals die volle Kontrolle über
    > seinen Anschluss. Selbst, wenn man das Ding für andere abschottet, kann
    > eine Routerlücke oder ein Trojaner, den man sich eingefangen hat, immer
    > noch Mist bauen.

    Aber wenn man seinen Anschluss bewusst freigibt wird man mehr Verantwortung haben wie jemand der Gehackt wurde.

    >
    > Es sollte immer zweifelsfrei nachgewiesen werden müssen, wer der wahre
    > Täter war.

    Wenn es der Freigeber unmöglich macht zu ermitteln in dem er anonyme Zugänge schafft wird er der Haftung nicht so leicht entkommen.

    > Denn einfach pauschal jemandem die Schuld in die Schuhe schieben, darf es
    > in einem Rechtsstaat niemals geben.

  7. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: Sharra 17.01.15 - 08:43

    wire-less schrieb:

    > Es wird gerechter, aber nicht einfacher. Provider zu sein bedeutet auch
    > Pflichten zu haben. Wer ein Netz betreibt muss auch für Sicherheit sorgen.
    > Wenn man sich nicht drum schert wer das Netz wie nutzt wird man auch in die
    > Pflicht genommen. Man wird also als Freifunker Anfragen der Polizei nach
    > Nutzung von IPs beantworten können müssen. D.h. da wird es erst noch ein
    > paar Musterurteile brauchen bevor man weis woran man ist.

    Und was soll der Freifunker denen sagen? Das macht alles der Router, und geloggt wird höchstens 24h (in der Regel). Danach wars das. Und selbst wenn. Was will er denn rausgeben? 192,168,0,5 war am fraglichen Tag im W-Lan? Er verteilt ja keine öffentlichen IPs an bekannte Personen (wie bei normalen Providern der Kunde, der ja bekannt sein sollte, da ein Vertrag existiert).
    Selbst bei Prepaid-Karten ist das schon ein nicht lösbares Problem, da viele ihre Karten einfach auf das nächste Hotel, oder den Hund der Nachbarn registrieren.

  8. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: Moe479 17.01.15 - 11:54

    Beschäftige dich bitte einmal mit den Begriff "Generalverdacht", im besonderm innerhalb eines Rechtsstaates, und du wirst hoffentlich darauf kommen, dass ein Rechtsstaat nichts von anderen verlangen kann was er nicht selber nicht leisten kann um ein ein Rechtsstaat zu bleiben.

  9. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: Applelobbyist 17.01.15 - 12:05

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wire-less schrieb:
    >
    > > Es wird gerechter, aber nicht einfacher. Provider zu sein bedeutet auch
    > > Pflichten zu haben. Wer ein Netz betreibt muss auch für Sicherheit
    > sorgen.
    > > Wenn man sich nicht drum schert wer das Netz wie nutzt wird man auch in
    > die
    > > Pflicht genommen. Man wird also als Freifunker Anfragen der Polizei nach
    > > Nutzung von IPs beantworten können müssen. D.h. da wird es erst noch ein
    > > paar Musterurteile brauchen bevor man weis woran man ist.
    >
    > Und was soll der Freifunker denen sagen? Das macht alles der Router, und
    > geloggt wird höchstens 24h (in der Regel). Danach wars das. Und selbst
    > wenn. Was will er denn rausgeben? 192,168,0,5 war am fraglichen Tag im
    > W-Lan? Er verteilt ja keine öffentlichen IPs an bekannte Personen (wie bei
    > normalen Providern der Kunde, der ja bekannt sein sollte, da ein Vertrag
    > existiert).
    > Selbst bei Prepaid-Karten ist das schon ein nicht lösbares Problem, da
    > viele ihre Karten einfach auf das nächste Hotel, oder den Hund der Nachbarn
    > registrieren.


    Aus welchen Rechtsquellen erschließt sich eine Pflicht als Betreiber eines öffentlichen WLANS, IP-Adressen, MAC-Adressen, Dienstanfragen oder ähnliches mitzuloggen?
    Ist ein solches Mitloggen datenschutzrechtlich erlaubt?

  10. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: 486dx4-160 17.01.15 - 12:54

    > Es wird gerechter, aber nicht einfacher. Provider zu sein bedeutet auch
    > Pflichten zu haben. Wer ein Netz betreibt muss auch für Sicherheit sorgen.
    > Wenn man sich nicht drum schert wer das Netz wie nutzt wird man auch in die
    > Pflicht genommen. Man wird also als Freifunker Anfragen der Polizei nach
    > Nutzung von IPs beantworten können müssen. D.h. da wird es erst noch ein
    > paar Musterurteile brauchen bevor man weis woran man ist.

    Ein Provider darf sich nicht darum scheren wie das Netz genutzt wird.
    Wer das Netz nutzt darf nur solange gespeichert werden wie es zur Rechnungsstellung und zur technischen Problemlösung unbedingt notwendig ist.

    Die von dir geforderte Vorratsdatenspeicherung wurde zum Glück abgeschafft.

    Wenn der Täter nicht ermittelt werden kann dann kann er eben nicht ermittelt werden. Wenn du beim Ausparken ein Auto anrempelst und dich dann verdrückst haftet ersatzweise ja auch nicht der Autohändler. Obwohl Stoßstangenlackieren erheblich mehr kostet als 3-4 Pornos.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.15 13:01 durch 486dx4-160.

  11. Re: Freibrief für illegale Aktivitäten?

    Autor: Chevarez 18.01.15 - 14:35

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es sollte immer zweifelsfrei nachgewiesen werden müssen, wer der wahre
    > Täter war.
    > Denn einfach pauschal jemandem die Schuld in die Schuhe schieben, darf es
    > in einem Rechtsstaat niemals geben.

    Hier in Deutschland kannst du sogar vorweggreifend Strafe zahlen, obwohl es noch nicht mal einen Schuldigen gibt. Musst nur mal dein Fenster im Auto offenlassen. Schon hast 'nen Strafzettel. Obwohl noch nicht mal was passiert ist.

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