-
hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 13:03
Ich gehe nicht davon aus, dass die Leute wegen dem Brief selbst entlassen wurden, sondern eher wegen den Umständen, wie da scheinbar teilweise Unterschriften zusammengekommen sind.
Zitat aus dem Artikel:
"Der offene Brief soll dafür gesorgt haben, dass "andere Mitarbeiter sich unbehaglich, eingeschüchtert und gemobbt" gefühlt hätten, erklärt Shotwell. Zudem sollen andere Mitarbeiter verärgert gewesen sein, da sie zur Unterschrift gedrängt wurden, obwohl sie den Inhalt des Briefes nicht teilten."
Davon ausgehend, dass diese Aussage korrekt ist, würde das wohl hier in einem Betrieb in Deutschland nicht viel anders enden.
Wenn ich Kollegen dazu dränge, etwas zu unterschreiben und ihnen mit Konsequenzen (Einschüchterung, Mobbing) "drohe", zerstört das jede Vertrauensgrundlage zum Mitarbeiter. Ebenso würde es das Betriebsklima bzw. die Zusammenarbeit der Mitarbeiter mindestens einschränken. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Yolonator 17.06.22 - 13:09
Kyrun schrieb:
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> Davon ausgehend, dass diese Aussage korrekt ist, würde das wohl hier in
> einem Betrieb in Deutschland nicht viel anders enden.
> Wenn ich Kollegen dazu dränge, etwas zu unterschreiben und ihnen mit
> Konsequenzen (Einschüchterung, Mobbing) "drohe"
Das klingt eher nach einer fadenscheinigen Behauptung der Geschaftsführung.
Womit will man denn seinen Kollegen drohen? Denen auf dem Parkplatz aufzulauern? -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 13:19
Yolonator schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kyrun schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Davon ausgehend, dass diese Aussage korrekt ist, würde das wohl hier in
> > einem Betrieb in Deutschland nicht viel anders enden.
> > Wenn ich Kollegen dazu dränge, etwas zu unterschreiben und ihnen mit
> > Konsequenzen (Einschüchterung, Mobbing) "drohe"
> Das klingt eher nach einer fadenscheinigen Behauptung der
> Geschaftsführung.
>
> Womit will man denn seinen Kollegen drohen? Denen auf dem Parkplatz
> aufzulauern?
Harmlos:
- "x, y und z haben schon unterschrieben. warum du nicht?"
- "sagen der Perso/Teamleiter das wir mit dir nicht mehr zusammen arbeiten können"
- "Du bekommst alle 1-level tickets (oder andere aufgabe), die kacke sind"
Weniger Harmlos:
- Leute geziehlt ins Messer laufen lassen
- Untergebene zur Unterschrift zwingen oder mit Konsequenzen drohen ("Macht seine Arbeit nicht (richtig)", "keine Qualität")
- geziehltes Rauseckeln aus Abteilung/Team
- Schwer beweisbare Straftaten (z.B. sexuelle Belästigung, Diebstahl, )
Bei so einer Aktion, die PR-Technisch definitiv teuer werden kann, ist nichtmal eine US-Firma so blöd, keine belastbaren Aussagen von anderen Mitarbeitern zu haben. Zumalk der Brief ja öffentlich geworden ist.
Zudem ist meines Wissens nach nicht so ganz klar, welche Position die entsprechenden Mitarbeiter hatten. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Yolonator 17.06.22 - 13:25
Kyrun schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Harmlos:
> - "x, y und z haben schon unterschrieben. warum du nicht?"
> - "sagen der Perso/Teamleiter das wir mit dir nicht mehr zusammen arbeiten
> können"
> - "Du bekommst alle 1-level tickets (oder andere aufgabe), die kacke sind"
>
> Weniger Harmlos:
> - Leute geziehlt ins Messer laufen lassen
> - Untergebene zur Unterschrift zwingen oder mit Konsequenzen drohen ("Macht
> seine Arbeit nicht (richtig)", "keine Qualität")
> - geziehltes Rauseckeln aus Abteilung/Team
> - Schwer beweisbare Straftaten (z.B. sexuelle Belästigung, Diebstahl, )
Klingt mir sehr an den Haaren herbei gezogen.
> Bei so einer Aktion, die PR-Technisch definitiv teuer werden kann, ist
> nichtmal eine US-Firma so blöd, keine belastbaren Aussagen von anderen
> Mitarbeitern zu haben.
Stimmt, deshalb ist Musk ja auch schon der Börsenaufsicht bestraft worden, weil er ja immer so auf Nummer sicher geht B-)
> Zumalk der Brief ja öffentlich geworden ist.
Ja, der entsprechende Leak würde ich auch durchaus als Kündigungsgrund sehen. Genau das hat man ja scheinbar aber nicht getan, sondern lieber die Autoren des Briefes.
> Zudem ist meines Wissens nach nicht so ganz klar, welche Position die
> entsprechenden Mitarbeiter hatten.
Richtig. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 13:48
Yolonator schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kyrun schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> [...]
> Klingt mir sehr an den Haaren herbei gezogen.
Alles schon erlebt. Alles von Vorgesetzten oder von ihnen mit entsprechenden Versprechen eingespannte Personen.
>
> > Bei so einer Aktion, die PR-Technisch definitiv teuer werden kann, ist
> > nichtmal eine US-Firma so blöd, keine belastbaren Aussagen von anderen
> > Mitarbeitern zu haben.
> Stimmt, deshalb ist Musk ja auch schon der Börsenaufsicht bestraft worden,
> weil er ja immer so auf Nummer sicher geht B-)
Musk hat Zurecht für seine Aussagen Stress mit der Börsenaufsicht. Aber ich hab mich überhaupt nicht auf Musk bezogen.
Genau genommen wollte ich nur darauf hinweisen, dass möglicher Weise nicht die der Brief selbst der Kündigungsgrund war, sondern die Art und Weise, wie manche Unterschriften zustande gekommen sind. Denn davon ausgehend, dass die Aussage der Präsidentin korrekt ist, würde das wohl in sehr vielen anderen Firmen ebenfalls zu einer Kündigung seitens des Arbeitgebers führen.
> > Zumalk der Brief ja öffentlich geworden ist.
> Ja, der entsprechende Leak würde ich auch durchaus als Kündigungsgrund
> sehen. Genau das hat man ja scheinbar aber nicht getan, sondern lieber die
> Autoren des Briefes.
Ist bekannt, wer für den Leak verantwortlich ist? Soweit ich weiß, nein. Dementsprechend können wir nicht beurteilen, ob es hier Konsequenzen gab, oder? Mal abgesehen davon, dass der Artikel hier wesentlich "lukrativer" ist als "SpaceX entlässt Mitarbeiter, der Brief an TheVerge weitergab"
Edit:
Das Musk an sich einen... ich nenns mal speziellen Charakter hat, dürfte uns wohl allen Klar sein. Ich hab mich mehr als einmal gefragt, ob das nicht Grundvorraussetzung ist, um in eine entsprechende Position zu kommen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.22 13:52 durch Kyrun. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: demon driver 17.06.22 - 13:51
Kyrun schrieb:
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> Yolonator schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Kyrun schrieb:
> >
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>
> > -----
> > [...]
> > Klingt mir sehr an den Haaren herbei gezogen.
>
> Alles schon erlebt. Alles von Vorgesetzten oder von ihnen mit
> entsprechenden Versprechen eingespannte Personen [...]
Im Rahmen von Aktionen im Namen der Belegschaft gegen den Arbeitgeber?
> > Genau das hat man ja scheinbar aber nicht getan, sondern lieber die
> > Autoren des Briefes.
>
> Ist bekannt, wer für den Leak verantwortlich ist? Soweit ich weiß, nein.
Darf man deswegen ersatzweise die Autoren bestrafen? -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 13:59
demon driver schrieb:
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> Kyrun schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Yolonator schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > -----
> > > Kyrun schrieb:
> > >
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> >
> > > -----
> > > [...]
> > > Klingt mir sehr an den Haaren herbei gezogen.
> >
> > Alles schon erlebt. Alles von Vorgesetzten oder von ihnen mit
> > entsprechenden Versprechen eingespannte Personen [...]
>
> Im Rahmen von Aktionen im Namen der Belegschaft gegen den Arbeitgeber?
Sowohl in Richtung des Arbeitgebers als auch in Richtung des Arbeitnehmers.
> > > Genau das hat man ja scheinbar aber nicht getan, sondern lieber die
> > > Autoren des Briefes.
> >
> > Ist bekannt, wer für den Leak verantwortlich ist? Soweit ich weiß, nein.
>
> Darf man deswegen ersatzweise die Autoren bestrafen?
Bitte den von dir zitierten Beitrag nochmal lesen. Ich habe da sowohl geschrieben, was ein möglicher Grund für die Strafe der Autoren war. Ebenso hab ich geschrieben, dass wir nicht Wissen, ob die Person, die das Leak zu verantworten hat, bestraft wurde.
Ich finde es eher bedenklich, dass das für einige hier kein möglicher Grund ist bzw. der einzig mögliche Grund der Brief an sich ist.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.22 14:01 durch Kyrun. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Yolonator 17.06.22 - 14:02
Kyrun schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Alles schon erlebt. Alles von Vorgesetzten oder von ihnen mit
> entsprechenden Versprechen eingespannte Personen.
Heißt aber nicht, dass es hier im Fall so ist. Sowas würde ja dem Sinn des Briefes widersprechen.
> Musk hat Zurecht für seine Aussagen Stress mit der Börsenaufsicht. Aber ich
> hab mich überhaupt nicht auf Musk bezogen.
Musk ist hier aber relevant.
> Genau genommen wollte ich nur darauf hinweisen, dass möglicher Weise nicht
> die der Brief selbst der Kündigungsgrund war, sondern die Art und Weise,
> wie manche Unterschriften zustande gekommen sind. Denn davon ausgehend,
> dass die Aussage der Präsidentin korrekt ist, würde das wohl in sehr vielen
> anderen Firmen ebenfalls zu einer Kündigung seitens des Arbeitgebers
> führen.
Das wäre halt zu belegen, hat SpaceX bisher aber nicht getan.
> Ist bekannt, wer für den Leak verantwortlich ist? Soweit ich weiß, nein.
> Dementsprechend können wir nicht beurteilen, ob es hier Konsequenzen gab,
> oder? Mal abgesehen davon, dass der Artikel hier wesentlich "lukrativer"
> ist als "SpaceX entlässt Mitarbeiter, der Brief an TheVerge weitergab"
Die Aussage von SpaceX ist auf jeden Fall nicht, dass die Mitarbeiter wegen Weitergabe von internen Informationen gefeuert wurden.
> Edit:
> Das Musk an sich einen... ich nenns mal speziellen Charakter hat, dürfte
> uns wohl allen Klar sein. Ich hab mich mehr als einmal gefragt, ob das
> nicht Grundvorraussetzung ist, um in eine entsprechende Position zu kommen.
Natürlich, genau deshalb wäre es ja sinnvoll Input zu akzeptieren. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: demon driver 17.06.22 - 14:32
Kyrun schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> demon driver schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Kyrun schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > -----
> > > Yolonator schrieb:
> > >
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> >
> > > -----
> > > > Kyrun schrieb:
> > > >
> > >
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> >
> > >
> > > > -----
> > > > [...]
> > > > Klingt mir sehr an den Haaren herbei gezogen.
> > >
> > > Alles schon erlebt. Alles von Vorgesetzten oder von ihnen mit
> > > entsprechenden Versprechen eingespannte Personen [...]
> >
> > Im Rahmen von Aktionen im Namen der Belegschaft gegen den Arbeitgeber?
>
> Sowohl in Richtung des Arbeitgebers als auch in Richtung des
> Arbeitnehmers.
Vorgesetzte haben Untergebene unter Druck gesetzt, um für die Beschäftigten etwas gegen den Arbeitgeber zu erreichen? Klingt nach einem absoluten Ausnahmefall, und ohne noch wesentlich nähere Betrachtung des Einzelfalls werde ich da sicherlich nicht gleich gegen die Akteure Position beziehen.
> > > > Genau das hat man ja scheinbar aber nicht getan, sondern lieber die
> > > > Autoren des Briefes.
> > >
> > > Ist bekannt, wer für den Leak verantwortlich ist? Soweit ich weiß, nein.
> >
> > Darf man deswegen ersatzweise die Autoren bestrafen?
>
> Bitte den von dir zitierten Beitrag nochmal lesen. Ich habe da sowohl
> geschrieben, was ein möglicher Grund für die Strafe der Autoren war. Ebenso
> hab ich geschrieben, dass wir nicht Wissen, ob die Person, die das Leak zu
> verantworten hat, bestraft wurde.
Was würde das ändern?
> Ich finde es eher bedenklich, dass das für einige hier kein möglicher Grund
> ist bzw. der einzig mögliche Grund der Brief an sich ist.
Möglich ist vieles, was aber ist denn hier wahrscheinlich genug, um die Entlassung von Kritikern als gerechtfertigte und sogar im Sinne der Beschäftigten erfolgte Maßnahme ansehen zu können? Die im Zweifel geheuchelten Punkte der offiziellen Entlassungsbegründung sicherlich nicht. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 14:34
Yolonator schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kyrun schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Alles schon erlebt. Alles von Vorgesetzten oder von ihnen mit
> > entsprechenden Versprechen eingespannte Personen.
> Heißt aber nicht, dass es hier im Fall so ist. Sowas würde ja dem Sinn des
> Briefes widersprechen.
>
> > Musk hat Zurecht für seine Aussagen Stress mit der Börsenaufsicht. Aber
> ich
> > hab mich überhaupt nicht auf Musk bezogen.
> Musk ist hier aber relevant.
>
Ich hab schlicht versucht, die Situation unabhängig von der Firma oder der Person zu betrachten.
> > Genau genommen wollte ich nur darauf hinweisen, dass möglicher Weise
> nicht
> > die der Brief selbst der Kündigungsgrund war, sondern die Art und Weise,
> > wie manche Unterschriften zustande gekommen sind. Denn davon ausgehend,
> > dass die Aussage der Präsidentin korrekt ist, würde das wohl in sehr
> vielen
> > anderen Firmen ebenfalls zu einer Kündigung seitens des Arbeitgebers
> > führen.
> Das wäre halt zu belegen, hat SpaceX bisher aber nicht getan.
Was genau erwartest du denn hier neben einem Statement? Denn genau das gab es zu diesen Entlassungen. Im Artikel steht nebenbei noch ein wichtiges Detail: [...] SpaceX hat offenbar einige der Verfasser [...]. "Einige" != Alle. Klingt für mich irgendwie inkonsequent und wirft für mich halt Fragen auf.
> > Ist bekannt, wer für den Leak verantwortlich ist? Soweit ich weiß, nein.
> > Dementsprechend können wir nicht beurteilen, ob es hier Konsequenzen
> gab,
> > oder? Mal abgesehen davon, dass der Artikel hier wesentlich "lukrativer"
> > ist als "SpaceX entlässt Mitarbeiter, der Brief an TheVerge weitergab"
> Die Aussage von SpaceX ist auf jeden Fall nicht, dass die Mitarbeiter wegen
> Weitergabe von internen Informationen gefeuert wurden.
Aber auch eben nicht, dass sie wegen der Autorenschaft des Briefs entlassen wurden. Das ist hier ebenfalls Spekulation. Das es eine Möglichkeit ist, schließe ich nicht aus. Kann ich auch nicht, weil ich nicht alle Details kenne. Die kennt hier wohl keiner, weil keiner in der entsprechenden Führungsebene sitzt, der alle Infos hat.
> > Edit:
> > Das Musk an sich einen... ich nenns mal speziellen Charakter hat, dürfte
> > uns wohl allen Klar sein. Ich hab mich mehr als einmal gefragt, ob das
> > nicht Grundvorraussetzung ist, um in eine entsprechende Position zu
> kommen.
> Natürlich, genau deshalb wäre es ja sinnvoll Input zu akzeptieren.
Weißt du denn, ob es akzeptiert oder abgelehnt wurde? Ich denke nicht.
Ich schrieb es schon weiter oben, ich finde es seltsam, dass für einige hier nur die Autorenschaft des Briefs als Grund in betracht kommt. Die Umstände drum herum werden komplett ausgeschlossen, frei nach dem Motto "Die Geschäftsführung MUSS lügen" und Musk MUSS das so gewollt haben. Was ist denn, wenn die Aussage der Präsidentin korrekt ist? Denn falls ich es nicht überlesen habe, gibt es keine Gegendarstellung der Mitarbeiter, mit denen die NY-Times gesprochen hat? (Ich kann den original Artikel wegen der Paywall nicht lesen...) -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Yolonator 17.06.22 - 14:38
Kyrun schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich hab schlicht versucht, die Situation unabhängig von der Firma oder der
> Person zu betrachten.
Das kann man aber nicht wirklich trennen.
Es ist ja auch Musks persönliche Entscheidung gewesen, öffentlich bei Twitter zu posten. Sowas zu kritisieren ist was Anderes, als einen nicht-öffentlichen Vorgesetzen.
> Was genau erwartest du denn hier neben einem Statement? Denn genau das gab
> es zu diesen Entlassungen. Im Artikel steht nebenbei noch ein wichtiges
> Detail: [...] SpaceX hat offenbar einige der Verfasser [...]. "Einige" !=
> Alle. Klingt für mich irgendwie inkonsequent und wirft für mich halt Fragen
> auf.
Es gibt wohl nicht einen, sondern mehrere Verfasser beim Brief.
> Aber auch eben nicht, dass sie wegen der Autorenschaft des Briefs entlassen
> wurden. Das ist hier ebenfalls Spekulation. Das es eine Möglichkeit ist,
> schließe ich nicht aus. Kann ich auch nicht, weil ich nicht alle Details
> kenne. Die kennt hier wohl keiner, weil keiner in der entsprechenden
> Führungsebene sitzt, der alle Infos hat.
Es ist eine kleine Spekulation, eigentlich ist doch bei so einer schnellen Reaktion klar, warum sie kommt.
> Weißt du denn, ob es akzeptiert oder abgelehnt wurde? Ich denke nicht.
Offensichtlich ja nicht.
> Ich schrieb es schon weiter oben, ich finde es seltsam, dass für einige
> hier nur die Autorenschaft des Briefs als Grund in betracht kommt. Die
> Umstände drum herum werden komplett ausgeschlossen, frei nach dem Motto
> "Die Geschäftsführung MUSS lügen" und Musk MUSS das so gewollt haben. Was
> ist denn, wenn die Aussage der Präsidentin korrekt ist? Denn falls ich es
> nicht überlesen habe, gibt es keine Gegendarstellung der Mitarbeiter, mit
> denen die NY-Times gesprochen hat? (Ich kann den original Artikel wegen der
> Paywall nicht lesen...)
Dann hat man die Mitarbeiter also aus anderen Gründen gekündigt? -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Haukeeee 17.06.22 - 14:44
Ich muss zugeben, ich hätte es als Arbeitgeber ebenfalls so gemacht. Solche Unruhestifter sind Gift für die Arbeitsatmosphäre, die meisten Leute wollen einfach nur in Ruhe arbeiten.
-
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: nomorenoless 17.06.22 - 14:49
Kyrun schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Was genau erwartest du denn hier neben einem Statement? Denn genau das gab
> es zu diesen Entlassungen. Im Artikel steht nebenbei noch ein wichtiges
> Detail: [...] SpaceX hat offenbar einige der Verfasser [...]. "Einige" !=
> Alle. Klingt für mich irgendwie inkonsequent und wirft für mich halt Fragen
> auf.
Was ist da inkonsequent? Shotwell hat gesagt, andere Mitarbeiter haben sich beschwert, weil sie parktisch gemobbt und genötigt wurden das Schreiben zu unterzeichnen durch einige der Verfasser. Diese mobbenden und nötigenden Verfassern wurde gekündigt. Wer sich sachlich versucht hat die anderen Mitarbeiter zur Unterschrift zu überzeugen, wurde nicht gekündigt. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 14:54
@Yolonator: Nur mal kurz zur Klarstellung:
Es ist also eine kleine Spekulation, dass das Schreiben des Briefes Grund für die Kündigung ist, aber gleichzeitig eine große Spekulation, dass die Präsidentin der Firma die Wahrheit sagt?
So ganz nebenbei zur "schnellen Reaktion": Wann ist denn das Schreiben verfasst worden & in den Chats gelandet? Wie lange war es im Umlauf, bevor es public geworden ist? Wann konkret wurden die Kündigungen ausgesprochen?
Nur weil die Story erst seit gestern öffentlich bekannt ist, heißt das bei weitem nicht, dass sie erst seit Gestern existiert...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.22 14:57 durch Kyrun. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 14:55
nomorenoless schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kyrun schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Was genau erwartest du denn hier neben einem Statement? Denn genau das
> gab
> > es zu diesen Entlassungen. Im Artikel steht nebenbei noch ein wichtiges
> > Detail: [...] SpaceX hat offenbar einige der Verfasser [...]. "Einige"
> !=
> > Alle. Klingt für mich irgendwie inkonsequent und wirft für mich halt
> Fragen
> > auf.
>
> Was ist da inkonsequent? Shotwell hat gesagt, andere Mitarbeiter haben sich
> beschwert, weil sie parktisch gemobbt und genötigt wurden das Schreiben zu
> unterzeichnen durch einige der Verfasser. Diese mobbenden und nötigenden
> Verfassern wurde gekündigt. Wer sich sachlich versucht hat die anderen
> Mitarbeiter zur Unterschrift zu überzeugen, wurde nicht gekündigt.
Genau das ist es auch, was ich mit dem Thread hier ausrücken wollte. GGf. hab ich mich da einfach nur schlecht ausgedrückt. Das die Kündigungen aufgrund der Umstände drum herum ausgesprochen wurden und nicht wegen "MUSK IST BÖSE!!111" wie es hier in anderen Threads gefühlt als einzige Möglichkeit angesehen wird.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.22 14:56 durch Kyrun. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: AIM-9 Sidewinder 17.06.22 - 15:00
Das sehe ich auch so. Musks loyale Hunde parieren ziemlich gut. Er macht nie Fehler und liegt immer richtig.
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Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Booth 17.06.22 - 15:03
Quatsch - es geht nicht um "Musk ist böse", sondern "Musk ist ein typischer Techno-Feudalist", also ein Tycoon, dem Arbeitnehmerschutz völlig am Arsch vorbei geht, wie alles, was er an absonderlichen "Weltverbesserungs"-Behauptungen aufstellt.
Dass Aktionäre von Musk hier pro Musk auftreten, kann ich ja verstehen. Aber dass er in irgendeiner Form ein "Opfer" sein soll, ist einfach vollkommen absurdes Obrigkeitsdenken. In Deutschland ja durchaus ausgeprägt... aber Typen wie Musk muss man nunmal an "hartem" Business-Verhalten ABSOLUT ALLES zutrauen. Wer das nicht tut, ist mit Naivling noch wohlwollend umschrieben.
Wer dass GUT findet, sollte auch dazu stehen. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Yolonator 17.06.22 - 15:04
Kyrun schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Es ist also eine kleine Spekulation, dass das Schreiben des Briefes Grund
> für die Kündigung ist, aber gleichzeitig eine große Spekulation, dass die
> Präsidentin der Firma die Wahrheit sagt?
Du ignorierst die Zeitlinie. Und natürlich die vorliegenden Fakten.
> So ganz nebenbei zur "schnellen Reaktion": Wann ist denn das Schreiben
> verfasst worden & in den Chats gelandet? Wie lange war es im Umlauf, bevor
> es public geworden ist? Wann konkret wurden die Kündigungen ausgesprochen?
Sowas kann man fälschen. Findest du nicht, dass vor einer Kündigung solche Vorwürfe erstmal sorgfälltig geprüft werden müssten?
> Nur weil die Story erst seit gestern öffentlich bekannt ist, heißt das bei
> weitem nicht, dass sie erst seit Gestern existiert...
Seit wann tut Sie das denn? -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: Kyrun 17.06.22 - 15:25
Yolonator schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kyrun schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Es ist also eine kleine Spekulation, dass das Schreiben des Briefes
> Grund
> > für die Kündigung ist, aber gleichzeitig eine große Spekulation, dass
> die
> > Präsidentin der Firma die Wahrheit sagt?
> Du ignorierst die Zeitlinie. Und natürlich die vorliegenden Fakten.
>
> > So ganz nebenbei zur "schnellen Reaktion": Wann ist denn das Schreiben
> > verfasst worden & in den Chats gelandet? Wie lange war es im Umlauf,
> bevor
> > es public geworden ist? Wann konkret wurden die Kündigungen
> ausgesprochen?
> Sowas kann man fälschen. Findest du nicht, dass vor einer Kündigung solche
> Vorwürfe erstmal sorgfälltig geprüft werden müssten?
>
> > Nur weil die Story erst seit gestern öffentlich bekannt ist, heißt das
> bei
> > weitem nicht, dass sie erst seit Gestern existiert...
> Seit wann tut Sie das denn?
Selbstverständlich sollten Vorwürfe vor genaustens Geprüft werden, bevor es Konsequenzen gibt. Aber du stellst mir exakt die selben Fragen, die ich dir vorher gestellt habe.
Ich erstelle mal die Zeitlinie, inklusive unbekannten Ereignissen. Anschließend erklärst du mir bitte, wo ich diese ignoriere:
(x = unbekannt)
Einzuordnen, wenn Datum bekannt ist:
xx.xx.xxxx Erstellen des Schreibens
xx.xx.xxxx Veröffentlichen in unternehmensinternen Chats
xx.xx.xxxx Begin Untersuchung
xx.xx.xxxx Ende Untersuchung
xx.xx.xxxx Kündigung einiger der Verfasser
Bekannt:
16.06.2022 Bekanntwerden des Schreibens inkl. Inhalt [TheVerge, Golem, ...]
17.06.2022 Bekanntwerden der Kündigungen [TheVerge, Golem, ...]
Du darfst gerne Daten inkl. Quelle belegen.
Fakten:
- Es gab ein internes Schreiben
- Es wurde kritisiert, dass Musk fragwürdige Aussagen über Twitter äußert, die als Unternehmensstatement gewertet werden
- Es wurden einigen (nicht ALLE) Ersteller des Briefs gekündigt
- Musk ist eine spezielle Persönlichkeit
- Musk nutzt Twitter für alle möglichen Aussagen
Pressemitteilung Firma:
- Die Personen wurden aufgrund der Umstände (Unterschriften "erzwungen") um dieses Schreiben herum gekündigt
Presse NY-Times:
- Es wurde mit Mitarbeitern gesprochen. Ob es sich dabei um jemanden der entlassenen handelt, ist unbekannt.
Spekulation:
- Die Personen wurden aufgrund des Inahlts des Schreibens an sich gekündigt
Nun darfst du mir erklären, welche Fakten ich ignoriere.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.22 15:27 durch Kyrun. -
Re: hm... Würde hier wohl auch passieren
Autor: nomorenoless 17.06.22 - 15:31
Kündigung 16.06.2022
SpaceX, the private rocket company, on Thursday fired employees who helped write and distribute an open letter criticizing the behavior of chief executive Elon Musk, said three employees with knowledge of the situation. --> https://www.nytimes.com/2022/06/17/technology/spacex-employees-fired-musk-letter.html
Edit: Veröffentlichung war ebenfalls am Donnerstag. Ich vermute mal, dass nach Aussprache der Kündigung jemand davon den Brief veröffentlich hat.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.22 15:32 durch nomorenoless.



